Aktiendepot Vergleich 2016: Test & Kunden Empfehlung

Warum Anleger mit einem Aktiendepot Vergleich tausende € sparen

  • Dass sich ein Aktiendepot Test lohnt macht eine Untersuchung der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2011 deutlich: Anhand von Modellkunden ermittelten die Verbraucherschützer jährliche Preisunterschiede bei Depotgebühren und Provisionen von bis zu 9000 €.  Kritische Anleger verlassen sich deshalb nicht auf die nächstbeste Aktiendepot Empfehlung ihres Bankberaters oder eines Bekannten, sondern führen in eigener Regie einen qualifizierten Test durch.
  • Nicht nur die enormen Preisunterschiede auf dem deutschen Brokermarkt machen einen Aktiendepot Vergleich zu einem der lohnenswertesten Unterfangen im Privatkundengeschäft. Die Branche hat in den letzten 10-15 Jahren grundlegende Transformationsprozesse durchlaufen. Insgesamt ist das Preisniveau gemessen an den Ordergebühren an inländischen und ausländischen Börsenplätzen seit der Jahrtausendwende drastisch gesunken – allerdings längst nicht bei allen Anbietern, wie die angeführte Untersuchung der Stiftung Warentest nahelegt.

„Den“ besten Broker gibt es nicht

icon_sparenUnterschiedliche Preise für unterschiedliche Kunden sind in der Branche gang und gäbe: Anleger, die ein Aktiendepot eröffnen ohne sich vorher gründlich zu informieren landen meistens bei den teuren Anbietern oder solchen, die nicht optimal zu den eigenen Erfordernissen passen. Die einige Jahre nach der Jahrtausendwende eingetretene Marktsättigung hat darüber hinaus neue Preismodelle hervorgebracht, darunter Flatrates, FreeBuys und Vieltrader-Rabatte.

Schließlich machen auch die sehr unterschiedlichen Anforderungen jedes einzelnen Anlegers einen qualifizierten Vergleich der vielen Broker und Direktbanken am Markt unerlässlich. Es gibt nicht „den“ besten Broker für alle. Einige Anleger möchten alle Bankgeschäfte unter einem Dach halten und suchen deshalb neben günstigen Konditionen im Wertpapiergeschäft nach grundständigen Bankprodukten wie Girokonten und Kreditkarten zu moderaten Gebühren. Anderen reicht der Handel mit Aktien und Fonds nicht aus und die Möglichkeit zum Handel an Terminmärkten oder möglichst intensive Kooperationen zu Emittenten von derivativen Finanzprodukten werden zum entscheidenden Qualitätskriterium.

Fazit: Mit einem qualifizierten  Vergleich verschiedener Broker lassen sich dutzende Angebote nach detaillierten Kriterien und unter Berücksichtigung der konkreten eigenen Belange schnell und zuverlässig analysieren.

Qualitätskriterien im Aktiendepot Test: Was einen guten Broker ausmacht

icon_Daumen_hochEin oberflächlicher Aktiendepot Vergleich beschränkt sich auf die jährlichen Depotgebühren und die Ordergebühren an inländischen Börsenplätzen. Die meisten Vergleichsrechner im Internet belassen es in der Tat bei dieser eingeschränkten Betrachtung – und führen Anleger damit regelmäßig am besten Anbieter für die jeweiligen Zwecke vorbei.

Eine qualifizierte Analyse geht zweigleisig vor. Erstens werden alle Leistungen beleuchtet, die mit dem Aktiendepot in Verbindung stehen: Die Anzahl der zugänglichen Börsenplätze, das Angebot im außerbörslichen Handel, die Kooperationen mit Emittenten, die Handelssoftware, das Ausbildungsangebot, der Kundenservice sowie mögliche weitere Leistungen wie zum Beispiel Terminhandel, CFDs, Girokonten oder festverzinsliche Geldanlagen.

Benötigte Leistungen = Notwendige Bedingung

Zweitens werden die Gebühren unter die Lupe genommen. Das ist in jedem Aktiendepot Test eine gewisse Herausforderung, da sich die Gebührenmodelle der Anbieter am Markt sehr stark unterscheiden. Es gibt Broker mit pauschalen und mit gestaffelten Ordergebühren, solche bei denen externe Entgelte pauschal abgegolten oder tatsächlich abgerechnet werden, Broker mit und ohne Rabatten für Neukunden oder besonders aktive Trader sowie diverse zusätzliche Entgelte zum Beispiel für Realtimekurse oder die Benutzung fortschrittlicher Handelsoberflächen.

Möglichst günstige Gebühren = Optimierung durch Vergleich

icon_muenzenAußerdem können sich die Ordergebühren im börslichen und außerbörslichen Handel regulär bzw. im Rahmen von Sonderpreisaktionen stark unterscheiden. Große Unterschiede finden sich auch im Hinblick auf die Gebühren an ausländischen Börsenplätzen: Wer häufig an US-Börsen handelt muss hier besonders genau hinsehen. Last but not least spielen pauschale Depotführungsgebühren eine Rolle.

Ein qualifizierter Aktiendepot Vergleich führt die im ersten Schritt definierten Anforderungen (notwendige Bedingungen) mit den günstigsten Gebühren (Optimierung) zusammen und funktioniert damit ironischerweise so ähnlich wie eine limitierte Börsenorder.

Aktiendepot Empfehlung = Optimierung unter Nebenbedingungen

icon_PreisDiese Vorgehensweise mag sich etwas kompliziert anhören, gewährleistet aber zuverlässiger als jede andere Methode, tatsächlich das beste Produkt zu finden. Das gilt im Übrigen nicht nur für Aktiendepots. Viele Vergleichsrechner im Internet, aber auch die allzu oft einseitigen Betrachtungsweisen von Verbraucherschützern verzerren oft die Perspektive. So schließen auch aktive Anleger mit hunderten Trades pro Jahr in Vergleichslisten viel zu oft günstige Broker aus, nur weil die Depotführung nicht bedingungslos kostenfrei ist. Dabei spielen die geringen Depotführungsentgelte für die Gesamtkosten eine ungleich wichtigere Rolle als die Ordergebühren.

Fazit: Ein guter Aktiendepot Test formuliert notwendige Bedingungen für ein geeignetes Wertpapierdepot und fokussiert erst im zweiten Schritt die Suche nach möglichst niedrigen Kosten – immer unter Berücksichtigung der zwingend benötigten Leistungen.

Kapitalanlage in Eigenregie: Warum es gut ist, ein Aktiendepot zu besitzen

icon_fragezeichenDer Besitz eines Depotkontos ist für den Handel mit Wertpapieren wie Aktien oder Fonds unerlässlich, da die Papiere in dem Depot verwahrt werden. Zusammen mit dem notwendigen Basiswissen über den selbständigen Handel mit Wertpapieren bzw. Strategien für langfristige Geldanlagen in Wertpapieren macht ein Aktiendepot zugleich unabhängig von Banken und ihren Beratern. Wer sich blind auf deren Empfehlung verlässt, zahlt fast immer zu hohe Gebühren und Provisionen.

Das soll ein einfaches Rechenbeispiel verdeutlichen. Ein Anleger besitzt 25.000 € und will diese gut diversifiziert in den deutschen Aktienmarkt investieren. Ein Berater empfiehlt den Kauf eines aktiv verwalteten Investmentfonds, der – so die Darstellung im Fondsprospekt – gezielt in die deutschen Blue Chip-Aktien mit der jeweils höchsten Dividendenrendite investiert. Der einmalige Ausgabeaufschlag beträgt inklusive Rabatt 2,5 % bzw. 625 €. Die jährlichen Verwaltungskosten des Fonds belaufen sich auf 1,5 % bzw. 375 € im ersten Jahr.

Direkter Zugang zum Aktienmarkt

icon_homeAlternativ dazu können Anleger ein Aktiendepot eröffnen und den Anlagebetrag in Höhe von 25.000 € in 25 deutsche Aktien mit hoher Dividendenrendite investieren. Im Aktiendepot Test wurde ermittelt, dass ein Depotkonto ohne Fixkosten dies für 7 € pro Transaktion ermöglicht. Es sind einmalig 25 Transaktionen und im Anschluss daran jedes Jahr weitere 20 Transaktionen (jeweils zehn Käufe und Verkäufe) notwendig, um die Anlageziele zu erreichen.

Im ersten Jahr summieren sich die Transaktionskosten damit auf 315 €, was einer Kostenreduktion um 68,5 % im Vergleich zum Investmentfonds spricht. In den Folgejahren summieren sich die Ordergebühren auf jeweils 140 €, was im Vergleich zum Fonds um mehr als 60 % günstiger ist. Das in der Praxis sehr häufig relevante Beispiel macht deutlich, dass ein direkter Zugang zum Aktienmarkt die Anlageergebnisse von Privatanlegern verbessern kann. Der geringe zusätzliche Zeitaufwand fällt dagegen kaum ins Gewicht.

Fazit: Nur ein Aktiendepot ermöglicht einen flexiblen und direkten Zugang zum Aktienmarkt. Privatanleger können sich dadurch von Banken und ihren Beratern emanzipieren und allein durch signifikant geringere Kosten ihre Anlageergebnisse verbessern.

Für wen eignet sich ein Aktiendepot?

icon_GlobeEin Aktiendepot ist das richtige Produkt für Anleger, die selbst mit oder ohne Beratung mit Aktien, Anleihen, Zertifikaten, Fonds und ETFs sowie derivativen Finanzinstrumenten handeln möchten. Zur „Zielgruppe“ hört damit nahezu jeder, der von den Chancen der Wertpapiermärkte profitieren möchte und sich gegebenenfalls auch der damit verbundenen Risiken bewusst ist. Wertpapiere eignen sich zur kurzfristigen Spekulation genauso wie zum langfristigen Vermögensaufbau bzw. zur privaten Altersvorsorge.

Dass die Börse unter den Privatanlegern nur aktive Trader anspricht ist ein Gerücht. Viele seit Jahrzehnten erfolgreiche Privatanleger setzen Strategien mit nur wenigen Stunden Beobachtung im Jahr um. Möglich ist das zum Beispiel mit der Dividendenstrategie, bei der lediglich einmal jährlich das Portfolio angepasst wird. Natürlich eignen sich Aktiendepots auch für sehr spekulativ ausgerichtete Anleger, die häufig Optionsscheine und Hebelzertifikate handeln.

Für Trader, Langfristanleger und Vorsichtige

  • Selbstständig umgesetzte Anlagestrategien an den Finanzmärkten können für all jene eine Überlegung wert sein, die mit der staatlich geförderten Altersvorsorge hadern und in der klassischen Lebensversicherung und/oder dem Eigenheim nicht den (alleinigen) Königsweg zum sicheren Ruhestand sehen.
  • Sowohl Aktienstrategien als auch simple Fondssparpläne können einen Ausweg darstellen – ein Depotkonto ist immer notwendig.
  • Auch Unschlüssige, die sich bislang von zumeist unbegründeten Berührungsängsten von der Eröffnung eines Depots abhalten ließen sollten den Schritt in Erwägung ziehen: Wer Aufträge partout nicht online erteilen möchte, kann dies auch bei Onlinebrokern telefonisch oder per Fax/Brief tun.
  • Wer sich vor dem Aufwand einer selbstständigen Depotverwaltung fürchtet sei auf die vielen mittlerweile ausgereiften Verwaltungstools hingewiesen, die bei allen großen Onlinebrokern längst Standard sind.
  • Auch der Übertrag eines Depots von einer Bank zur anderen stellt heute in aller Regel kein administratives oder zeitliches Problem mehr dar.

Fazit: Ein Aktiendepot eignet sich für alle, die mit oder ohne Beratung Vermögen an den Finanzmärkten anlegen oder aufbauen möchten. Unter Beachtung der entsprechenden Risiken können die Finanzmärkte eine Alternative zu konventionellen Geldanlagen sein.

Wie wird ein Wertpapierdepot eröffnet?

icon_FazitBei der Eröffnung eines Wertpapierdepots bei einem deutschen Broker sind mehrere Schritte zu durchlaufen – in der Regel ist das Depot binnen weniger Tage eröffnet. Im ersten Schritt muss ein Antragsformular ausgefüllt und an die Bank gesendet werden – häufig ist das online möglich. Im zweiten Schritt erfolgt die Legitimation des neuen Kunden mittels Postident.

Im Antragsformular müssen zunächst die persönlichen Daten aller Depotinhaber und ein Referenzkonto angegeben werden, von dem Geld zugunsten des Depotverrechnungskontos eingezogen bzw. ausgezahlt werden kann.

Fragen nach Erfahrungen im Wertpapierhandel gemäß WpHG

Der zweite Teil des Antrags betrifft den so genannten „WpHG-Bogen“. Gemäß §31 Abs. 5 WpHG (Wertpapierhandelsgesetz) sind Banken verpflichtet, ihren Kunden vor der Eröffnung eines Depots einige Fragen zu stellen. Diese betreffen die Anzahl der üblicherweise durch den Antragsteller getätigten Wertpapierkäufe pro Jahr (z. B. „weniger als 2“ oder „mehr als 10“), die durchschnittliche Ordergröße (zum Beispiel „weniger als 5000“), ob Geschäfte auch auf Kredit getätigt werden und welche Wertpapierdienstleistungen bereits in Anspruch genommen wurden (hier gibt es die Auswahlmöglichkeiten beratungsfreie Dienstleistungen, Vermögensverwaltung und Anlageberatung).

Einstufungen in eine Risikoklasse

icon_chartBestandteil des WpHG-Bogens ist außerdem die Einstufung von Anlegern in einer Risikoklasse. Das Wertpapierhandelsgesetz kennt fünf Risikoklassen, wobei die Risikoklasse I mit einem sehr geringen und die Risikoklasse V mit einem sehr hohen Risiko einhergehen. Zu jeder Risikoklasse wird gefragt, ob und gegebenenfalls wie lange bereits Erfahrungen mit Wertpapieren aus dieser Klasse gemacht wurden. Bestehen Erfahrungen zum Beispiel in Risikoklasse IV, sind auch alle darunterliegenden Risikoklassen automatisch freigeschaltet.

Fazit: Die Eröffnung eines Wertpapierdepots nimmt nur wenige Minuten in Anspruch und erfordert lediglich einen Gang zur Post. Der Antrag ist in der Regel so unkompliziert, dass auch die erstmalige Eröffnung eines Aktiendepots keine Probleme bereitet.

Fünf Fragen und Antworten zum Thema Aktiendepot 

  1. Warum sind die Depot- und Ordergebühren so unterschiedlich und kompliziert?
    Das ist zum einen historisch, zum anderen durch die sehr unterschiedlichen Anbieter in einem insgesamt gesättigten Brokermarkt bedingt. Einige Broker versuchen mit innovativen Preismodellen neue Zielgruppen zu erschließen, andere halten noch an traditionellen Gebührenstrukturen fest. Dass die Gebühren sich mitunter aus sehr vielen Bestandteilen zusammensetzen, liegt auch daran das Kunden mit sehr unterschiedlicher Depotgröße bedient werden.
  2. Stimmt es das angelsächsische Broker günstiger sind?
    Vor allem für den Handel an den amerikanischen Aktienmärkten und in den weltweiten Terminmärkten sind Broker aus den USA oder Großbritannien in der Tat häufig deutlich günstiger als ihre deutsche Konkurrenz.
  3. Was passiert mit meinen Wertpapieren wenn ein Broker pleite ist?
    Guthaben auf Verrechnungskonten sind durch die deutsche Einlagensicherung geschützt. Wertpapiere, die bei einem Broker im Depot verwahrt werden, sind bei einer Insolvenz des Brokers nicht gefährdet. Die Wertpapiere befinden sich nicht im Besitz des Brokers und können deshalb nicht in die Insolvenzmasse einfließen.
  4. Was ist bei einem Depotwechsel zu beachten?
    In aller Regel verläuft ein Depotwechsel problemlos. Kommt es jedoch zu Verzögerungen, können die im Depot verwahrten Wertpapiere während des Transfervorgangs nicht gehandelt werden. Vor allem aktive Trader sollten das bei ihrer Entscheidung berücksichtigen.
  5. Können Einsteiger ohne Erfahrung sofort Aktien handeln?
    Banken sind gesetzlich verpflichtet, sich vor der Eröffnung eines Depots über die Erfahrungen ihrer Kunden im Wertpapierhandel zu informieren und neue Kunden ausführlich über die mit Wertpapiergeschäften verbundenen Risiken aufzuklären. Wer im Antrag angibt, keinerlei Erfahrungen zu besitzen wird dementsprechend ausführlich belehrt und muss bis zur Freischaltung des Depots für höhere Risikoklassen einige Erklärungen unterzeichnen.

Welche Alternativen zum Aktiendepot gibt es?

icon_aktieEine nahe liegende Alternative zu Aktien sind CFDs, die sowohl von spezialisierten CFD Brokern als auch von immer mehr konventionellen Onlinebrokern angeboten werden. CFDs erfordern nur sehr geringe Kapitaleinsätze und ermöglichen den Einsatz großer Finanzhebel. Das Spektrum an handelbaren Basiswerten steht den Börsen dabei in nichts nach.

Sofern Budget, Kenntnisse und Handelserfahrungen es zulassen kann auch der Einstieg in den Handel mit Terminkontrakten und Optionen an Terminbörsen wie zum Beispiel EUREX sinnvoll sein. Der größte Vorteil des Terminhandels sind die extrem niedrigen Kosten.