Krypto Crash: Ist der Bitcoin bald wertlos?

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Viele fragen sich: Wann kommt der Krypto Crash? Bricht der Markt zusammen und Bitcoins sind bald nichts mehr wert? Dies wird wohl nicht so bald der Fall sein, aber Anfang 2022 sehen wir eine Art Krypto Crash.

Der Handelsstart ins neue Jahr war für Bitcoin wenig erfolgreich und der Kurs fiel deutlich. Noch Ende November 2021 war ein Bitcoin 67.000 Dollar wert, Mitte Januar waren es nur noch 40.000 Dollar. Dies war ein Kursverlust von 40 Prozent.

Allerdings kam es insbesondere bei Bitcoin in der Vergangenheit regelmäßig zu hohen Kursrückgängen. Von diesen hat sich die Nummer 1 der Kryptowährungen bislang aber immer wieder erholt.

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Bitcoin fällt immer wieder

Dramatische Kursrückgänge sind insbesondere bei Bitcoin nicht ungewöhnlich. Auch nach den Rekorden Ende 2017 ging es Anfang 2018 deutlich nach unten.

Nun kennt der Bitcoin Kurs aber schon seit Monaten nur eine Richtung: nach unten. Innerhalb weniger Tage fiel der Börsenwert um mehr als 300 Milliarden Dollar.

Der gesamte Kryptomarkt verlor fast zwei Billionen Dollar an Marktkapitalisierung. Trotz dieses Rücksetzers zeigen sich Experten zuversichtlich und gehen nicht von einem anhaltenden Krypto Crash aus.

2021 war der Bitcoin sehr erfolgreich und das Kursplus lag insgesamt bei 60 Prozent, aber zum Jahresende fielen die Kurse bereits deutlich.

Dies war nicht nur bei Bitcoin, sondern auch bei anderen Kryptowährungen der Fall. Bitcoin zieht oft auch andere digitale Währungen mit nach unten.

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Was ist der Bitcoin wert?

Die Geschichte von Bitcoin zeigt, wie stark der Kurs schwanken kann. Unter Umständen kann es auch eine ganze Weile dauern, bis sich die Kryptowährung von Rückschlägen erholt hat.

Die Nummer 1 der Kryptowährungen kam aber oft stärker zurück als vor dem Crash. Für Bitcoin ging es zum ersten Mal 2012 deutlich nach oben und Ende November 2013 war ein Coin erstmals 1.000 Dollar wert.

Danach löste aber die Insolvenz der damals sehr wichtigen Handelsplattform Mt. Gox einen Crash aus. Davon erholte sich Bitcoin erst wieder im Herbst 2015.

Ein Wert von 1.000 Dollar könnte die Kryptowährung aber erst wieder Anfang 2016 erreichen. Bis Ende 2017 ging es dann auf 20.000 Dollar nach oben, bevor wieder eine Abwärtsbewegung begann.

Die nächste starke Erholung begann dann erst wieder im Frühjahr des Jahres 2019. Im Juni 2019 war ein Bitcoin 10.000 Dollar wert.

Der nächste drastische Absturz ließt nicht lange auf sich warten: Zu Beginn der Corona-Pandemie fiel der Bitcoin Kurs wieder.

Schon bald ging es wieder auf 10.000 Dollar nach oben. Ende 2020 war ein Bitcoin dann 25.000 Dollar wert und das Jahr 2021 begann sehr erfolgreich.

Insbesondere die Ankündigung, dass Tesla Zahlungen über Bitcoins erlaubt, ließ den Kurs deutlich steigen. Mittlerweile hat der Autobauer diesen Zahlungsweg aber wieder ausgesetzt.

Dennoch ging der Kurs bis Mitte 2021 auf 65.000 Dollar nach oben. Am 10. November 2021 wurde dann ein Allzeithoch von 68.744 Dollar erreicht.

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Kurse könnten rasch wieder steigen

Trotz der Rückschläge Ende 2021 und Anfang 2022 gehen Experten weiter davon aus, dass der Bitcoin bald 100.000 Dollar wert sein könnte, vielleicht schon 2022. Diese Erwartung klingt nicht nach einem Krypto Crash und die Einschätzung hat mehrere Gründe:

  • die steigende Inflation
  • der Einfluss großer Investoren und
  • die steigende Beliebtheit von NFTs.

So spielt wohl die Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken, die sich aufgrund der steigenden Inflation derzeit verändert, eine große Rolle. Darüber hinaus kommen immer mehr große Investoren auf den Markt.

Darüber hinaus etablieren sich NFT-Kunstwerke, die 2021 einen echten Hype erlebten, immer mehr. Diese werden in der Regel über Ethereum bezahlt. Damit könnten sich Kryptowährungen weiter außerhalb der Krypto-Szene etablieren.

Ungewiss ist aber, ob es in nächster Zeit zu strengeren Regulierungen für Kryptowährungen kommt. Einige Ländern wie China scheinen die Zügel anzuziehen. Dort wurden beispielsweise im Herbst 2021 Transaktionen mit Kryptowährungen untersagt.

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Institutionelle Investoren engagiert

Zudem raten weiterhin auch Experten bekannter Banken und Finanzdienstleister mittlerweile dazu, einen Teil seines Vermögens in Kryptowährungen anzulegen, auch wenn dies aufgrund der hohen Volatilität des Marktes mit einigen Risiken verbunden ist. Dies zeigt aber die Hoffnungen auf die Zukunft und spricht gegen einen nahenden Krypto Crash.

Bei vielen Investoren und Finanzexperten scheint die Skepsis, die es noch vor einigen Jahren gegenüber Bitcoins & Co. gab, verfolgen zu sein. Einige Experten sehen Bitcoin mittlerweile als Alternative zum „sicheren Hafen“ Gold, gerade in Krisenzeiten.

Zudem kommt Bitcoin immer mehr im Mainstream an. Beispielsweise will sich der neue New Yorker Bürgermeister Eric Adams, der seit Anfang 2022 im Amt ist, seine ersten drei Gehälter in der Kryptowährung auszahlen lassen.

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Immer wieder Kritik an Bitcoin

Nicht jeder ist von Kryptowährungen überzeugt. Die hohe Inflation und steigende Zinsen könnten dazu führen, dass sich auch Anlagen in Kryptowährungen nicht mehr so stark lohnen wie noch vor einiger Zeit.

Derzeit ist aber noch unklar, wie sich höhere Zinsen wirklich auf die Märkte, insbesondere den Kryptomarkt, auswirken werden. Kann es aber dennoch sein, dass ein echter Crash eintritt und Kryptowährungen bald nichts mehr wert sind?

Ein echter Krypto Crash könnte dann eintreten, wenn Regierungen in aller Welt den Handel und Kryptowährungen selbst verbieten. Dies ist aber derzeit nicht in Sicht, auch wenn es stärkere Regulierungen geben könnte.

Prominente Skeptiker sind übrigens weiterhin Warren Buffet und Jamie Dimon, der Chef von JPMorgan Chase. Dimon vertritt weiterhin die Auffassung, der Bitcoin habe keinen Wert. Seine Bank engagiert sich aber mehr und mehr im Kryptobereich.

Eine Studie von Goldman Sachs zeigt, dass Bitcoins sich 2021 besser entwickelt hat jede andere Assetklasse. Während der S&P 500 nur um knapp 30 Prozent stieg und Rohöl um 55 Prozent, konnte Bitcoin um 60 Prozent gewinnen.

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Verbindungen zu den Aktienmärkten werden enger

Der Internationale Währungsfonds IWF sieht, dass die Verbindungen zwischen traditionellen Anlagen und Kryptowährungen enger geworden sind. Kommt es daher beispielsweise zu einem Einbruch am Aktienmarkt, wirken sich diese auch auf den Kryptomarkt aus.

Dies war auch zu Beginn der Corona-Pandemie der Fall. Damals fielen nicht nur die Aktienkurse, sondern auch die Kurse der wichtigsten Kryptowährungen.

Im Dezember 2021 verlor der Bitcoin an nur einem Wochenende über 20 Prozent. Dies war einer der größten Kursverluste seit den Anfängen der Kryptowährung. Etwa zur gleichen Zeit ging es auch für den S&P 500 oder den DAX nach unten, was ebenfalls zeigt, dass sich Krypto- und Aktienmarkt immer mehr annähern und Anleger ähnlich reagieren.

Dies hängt auch damit zusammen, dass immer mehr große Anleger und auch Privatanleger, die auch in andere Anlagen investieren, am Kryptomarkt aktiv sind. Der Hintergrund für die Kursrückgänge waren die Sorgen bezüglich der kurz zuvor entdeckten Omikron-Variante des Coronavirus.

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Kryptowährungen etablieren sich in der Finanzwelt

In der Finanzwelt etabliert sich der Kryptomarkt weiter. Viele sehen Kryptowährungen als riskantere Beimischung zum Portfolio neben Aktien oder Fonds und wollen von den Chancen des Marktes profitieren.

Werden die Unsicherheiten aber zu groß, verkaufen Anleger ihre Krypto-Assets. Dies ist bei anderen Anlagen ebenfalls der Fall, bei Kryptowährungen hat dieses Verhalten aber größere Auswirkungen und kann leicht zu einem Crash führen.

Noch vor einigen Jahren war der Kryptomarkt zudem von der restlichen Finanzwelt unabhängiger. Heute spielen am Kryptomarkt aber zunehmend Aspekte eine Rolle, die auch die Aktienmärkte betreffen.

Dazu gehören

  • die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie
  • die Geldpolitik der Notenbanken und
  • die steigende Inflation.

Die Sorge vor weiteren Regulierungen von Kryptowährungen kommt sicher erschwerend hinzu. Neben China könnten bald auch die USA strengere Vorgaben erlassen. Daher könnte die Welt der Kryptowährungen bald schwieriger werden.

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Die Kurse steigen wieder!

Die gute Nachricht ist: Nach einem Krypto Crash steigen die Kurse wieder! Dies hat beispielsweise der Beginn der Corona-Pandemie gezeigt, als sich die Finanzmärkte nach einiger Zeit wieder gut erholt haben.

Zudem kommen derzeit einige große Namen auf den Kryptomarkt, darunter Unternehmen wie Visa oder Adidas. Nicht nur Kleinanleger freuen sich also über die Entwicklungen bei Kryptowährungen, sondern auch große Unternehmen.

Anleger sollten daher bei fallenden Kursen nicht in Panik geraten und ihre Anlagen vorschnell verkaufen. Im Sommer 2021 gab es ebenfalls einen Einbruch am Kryptomarkt, von dem sich die Kurse aber rasch wieder erholt haben.

Im besten Fall verfolgen Anleger sowieso einen langfristigen Anlageplan. Zudem sind sie sich über die Risiken und die Volatilität des Kryptomarktes bewusst und haben ohnehin Maßnahmen zum Risikomanagement, beispielsweise eine breite Streuung ihrer Anlagen, ergriffen.

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Auf langfristige Entwicklung schauen

Ein Tipp, um die langfristige Perspektive zu bewahren, ist, nicht nur auf die kurzfristige Kursentwicklung und den Chart des aktuellen Handelstages zu schauen, sondern die letzten Monate genauer zu betrachten.

Es gibt Marktzyklen und Muster, die sich bei Aktien schon lange zeigen, aber zunehmend auch bei Kryptowährungen sichtbar werden. Anleger können so oftmals auch eine längere Phase mit niedrigeren Kursen abwarten, denn früher oder später steigen die Kurse in der Regel wieder – manchmal sogar sehr deutlich.

Verkaufen Sie also nicht zu früh! Bei einem zu frühen Verkauf profitieren Anleger nicht davon, wenn sich der Markt nach eine Schwächephase wieder erholt.

Zudem ist es gerade in angespannten Zeiten am Markt oftmals schwer zu sagen, ob die Kurse weiter fallen oder rasch wieder steigen werden.

Gerade am Kryptomarkt hat sich schon oft gezeigt, dass eine auf den ersten Blick kleine Nachricht rasch eine Trendwende einleiten kann. Dies kann beispielsweise ein großes Unternehmen sein, das ankündigt, Zahlungen mit Bitcoins zu erlauben.

Auch die Einführung von neuen Finanzinstrumenten mit Kryptowährungen ließen die Kurse in der Vergangenheit steigen. Daher lohnt sich ein Investment in Kryptowährungen weiterhin.

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Bilderquelle: SFIO CRACHO/ shutterstock.com

Niedrige Kurse zum Einstieg nutzen

Kaufen Sie jetzt! Eine schwächere Marktphase ein guter Einstiegszeitpunkt sein, insbesondere bei den weiterhin hohen Bitcoin-Preisen.

Vielleicht wollen Sie schon länger mit Kryptowährungen handeln, aber die Preise waren Ihnen zu hoch? Oder Sie haben eine neue Lieblings-Kryptowährung, die Sie schon lange auf dem Zettel haben?

Durch Kursrückgänge können sich interessante Möglichkeiten zum Investment ergeben. Darüber hinaus sollten Anleger das Geschehen am Markt genau verfolgen und analysieren, warum es zu einem Kursrückgang kam.

Aus Sicherheitsgründen sollten Anleger aber immer nur einen kleinen Teil ihres Geldes in Kryptowährungen investieren. Handeln Sie also nicht mit dem Geld, von dem Sie im nächsten Monat ihre Miete bezahlen wollen.

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Auf Krypto Crash vorbereiten

Nach dem aktuellen Rückgang werden die Kurse wieder steigen, aber der nächste Krypto Crash kommt bestimmt. Anleger können sich darauf aber vorbereiten, auch wenn es nur schwer vorherzusehen ist, wann der Krypto Crash kommt.

Zur Vorbereitung auf fallende Kurse sollten Anleger unter anderem

  • ihr Portfolio diversifizieren
  • passende Kryptowährungen kaufen
  • eine gute Anlagestrategie haben und
  • den Markt regelmäßig verfolgen.

Neben einigen großen Kryptowährungen wie Bitcoins oder Ethereum eignen sich kleinere, aber sehr spannende Kryptowährungen gut, um das Portfolio breiter aufzustellen.

So entwickeln sich beispielsweise derzeit die sogenannten Meme Coins , wie zum Beispiel der Dogecoin, gelegentlich entgegen der aktuellen Marktstimmung. Sie können steigen, während andere Kryptowährungen fallen.

Zudem sollten Anleger gut prüfen, welche Kryptowährungen zu ihrer Anlagestrategie passen und nie nur auf eine Währung setzen. Bei der Analyse könnte Anleger unter anderem

  • Daten wie Handelsvolumen und Liquidität
  • das Team hinter der Kryptowährung
  • die technische Struktur

prüfen. Daraus können sie Schlüsse ziehen, ob sich die Kryptowährung weiter gut entwickeln könnte.

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Risiko nicht unterschätzen

Zudem sollten Anleger ihr eigenes Risiko gut einschätzen können. Im Rahmen der Handelsstrategie ist es daher sinnvoll, realistische Grenzen für Verluste zu bestimmen oder einen Kurs, bei dem sie ihre Assets verkaufen wollen, um weitere Verluste zu vermeiden.

Im CFD-Handel und auch bei einigen Kryptobörsen helfen Tools zum Risikomanagement weiter. Anleger sollten sich außerdem darüber im Klaren sein, dass der Kryptomarkt sehr schnelllebig ist.

Am Kryptomarkt geht es oft sehr schnell. Ein Krypto Crash kann schon innerhalb nur weniger Minuten auftreten. Daher ist es wichtig, den Markt so genau wie möglich zu verfolgen.

Schon ein auf den ersten Blick kleine Meldung kann den Handel beeinflussen. 2021 waren unter anderem die Einführung des Bitcoins als Zahlungsmittel in El Salvador und die Zulassung des ersten Bitcoin-ETFs in den USA wichtigen Meilensteine.

Solche Nachrichten können die Kurse am Kryptomarkt stabilisieren und geben Hoffnung, dass es bis zum nächsten Krypto Crash noch lange dauert.

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Fazit: Steigende Kurse nach Krypto Crash

Ein Krypto Crash ist nicht ausgeschlossen und jederzeit kann es soweit sein. Bitcoin & Co. werden aber sicher nicht wertlos, aber der Kryptomarkt ist nichts für schwache Nerven, denn dramatische Einbrüche sind nicht ungewöhnlich.

Anfang 2022 fielen die Kurse wichtiger Kryptowährungen deutlich. Allein Bitcoin verlor von November 2021 bis Januar 2022 über 30 Prozent seines Werts. Dennoch könnte ein Bitcoin bald 100.000 Euro wert sein.

Darüber hinaus was zuletzt zu beobachten, dass sich der Kryptomarkt und der Aktienmarkt immer mehr annähern. Fallen die Aktienkurse und kommt es eventuell zum Aktien Crash, so kann es durchaus sein, dass auch die Krypto Kurse fallen.

Die gute Nachricht ist, dass nach einem Krypto Crash die Kurse wieder steigen. Der Bitcoin kam nach einem Einbruch immer wieder stärker zurück als zuvor. Jetzt Kryptowährungen kaufen kann sich also lohnen. Schauen Sie aber vorher unbedingt nach ob hierbei Krypto Steuer zu entrichten ist oder nicht.

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