Aktion pro Aktie am 16. März – Kampf gegen die Aktien-Angst der Deutschen

In Deutschland hat die Anlage in Aktien einen schlechten Ruf. Viele Anleger machen vor Aktien, Fonds und festverzinslichen Wertpapieren einen großen Bogen, weil sie Verluste fürchten. Um die Aktienkultur in Deutschland wieder aufleben zu lassen, wurde jetzt die „Aktion pro Aktie“ ins Leben gerufen. Am 16. März – dem Tag der Aktie – können Kunden der Consorsbank, der DAB Bank, der ING-DiBa, der Wüstenrot, der comdirect bank, sowie von maxblue ( dem Aktienportal der Deutschen Bank) Aktien gebührenfrei kaufen und damit einen ersten Schritt in diese Richtung machen.

Die Deutschen haben Angst vor Aktien

Betrachtet man die Geldanlagen der Deutschen, wird schnell deutlich, dass zahlreiche Anleger in erster Linie sicherheitsorientiert investieren. Die Gelder liegen auf Tagesgeld- oder Festgeldkonten und erreichen hier aktuell nur eine geringe Rendite. Vielfach liegt diese bei nur noch 0,05 bis 0,20 Prozent – was immerhin gerade noch über der aktuellen Inflation liegt. Auf Anlagekonten ist es aufgrund der historisch niedrigen Zinsen derzeit nicht einmal möglich, die Inflationsrate auszureichen. Dies führt dazu, dass das Geld zwar auf dem Papier – also dem Kontoauszug – nicht weniger wird, die Kaufkraft jedoch von Jahr zu Jahr sinkt. Mit Aktieninvestments hingegen wäre es je nach Risikoneigung möglich gewesen, Renditen zwischen 5 und 25 Prozent zu erwirtschaften. Gerade dann, wenn das Geld langfristig investiert wird – zum Beispiel für die Altersvorsorge – sind höhere Renditen enorm wichtig, denn sie sorgen dafür, dass die Ablaufleistung der Anlage zum Renteneintritt um ein Vielfaches höher ist. Die nachfolgende Aufstellung soll dies verdeutlichen.

AnlagebetragRenditeKapital nach 10 Jahren
10.000 Euro0,50%10.511,40 Euro
10.000 Euro1,00%11.046,22 Euro
10.000 Euro2,00%12.189,94 Euro
10.000 Euro3,00%13.439,16 Euro
10.000 Euro5,00%16.288,95 Euro

Die Deutschen würden in ihre Lieblingsmarken investieren

Um die Aktienkultur und damit auch den Anlageerfolg von Privatpersonen zu erhöhen, haben sich jetzt vier Direktbanken zu dem Bündnis „Aktion pro Aktie“ zusammengeschlossen. Eine aktuelle Untersuchung dieses Bündnisses zeigte nämlich, dass die Deutschen durchaus bereit wären zu investieren. Und zwar in ihre Lieblingsmarken. Vor allem Besserverdienende mit einem Einkommen von mehr als 4.000 Euro – so die Studie – würden vor allem in Unternehmen investieren, zu denen ein persönlicher Bezug vorhanden ist. Selbst bei einem Einkommen zwischen 2.000 und 4.000 Euro ziehen etwa 40 Prozent der 2.000 Befragten eine Investition in Betracht. Zu den beliebtesten Marken gehören in diesem Zusammenhang Audi, BMW, H&M, Facebook oder Mercedes-Benz. Viele der Befragten nutzen bereits Produkte der genannten Unternehmen und würden daher auch gern in die jeweiligen Aktien investieren. Bislang jedoch ergab sich entweder noch nicht die Gelegenheit oder es besteht zu viel Angst, Verluste zu erleiden. Auch die vergleichsweise hohen Kosten beim Kauf von Aktien, insbesondere bei geringeren Volumen, schreckten viele von einem Aktienkauf ab.

Die ausführlichen Ergebnisse der Direktbankenstudie findest Du hier.

Die „Aktion pro Aktie“

Diese negative Grundeinstellung gegenüber Aktien soll jetzt bald der Vergangenheit angehören – so jedenfalls der Plan der „Aktion pro Aktie“. Das Bündnis „Aktion pro Aktie“ will mit den vielen Vorurteilen gegen Aktien aufräumen und gleichzeitig Privatanleger wie Dich zu Aktionären machen. Zu den häufigsten Vorurteilen gehören etwa, dass Aktienkäufer Zocker sind, dass der DAX ohnehin kaum Gewinne ermöglicht oder dass Aktienanlagen gleich Verluste bedeuten. Die Direktbanken DAB Bank, Consorsbank, comdirect bank und ING-DiBa wollen wieder mehr Deutsche dazu bringen, Aktienanlagen zu tätigen und von den Entwicklungen am Kapitalmarkt zu profitieren. Hierfür sollen alle Kunden dieser Broker am 16. März die Gelegenheit erhalten, alle Aktien im DAX 30 sowie börsengehandelte ETFs (=Exchange Traded Fund) auf Basis des DAX gebührenfrei zu erwerben. Das Mindestvolumen liegt bei nur 1.000 Euro, sodass auch Kleinanleger ohne Gebühren handeln können. Eigene sowie fremde Kosten werden also nicht weitergeleitet. Diese Aktion kann ein erster Einstieg in den Aktienhandel sein und ist gerade für Menschen, die mit eher kleinen Beträgen erste Käufe tätigen wollen, sehr interessant. Vielleicht probierst Du es ja auch mal?

Top kommentare

  • Robert am 12 März 2015

    Geniale Aktion. Wollte schon immer Audi Aktien hatte aber bisher keine Lust auf Gebühren. Cool, dass die da so zusamenarbeiten

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