Bester Internetanschluss: Warum Kabelfernsehen topp ist!

Internet über Kabel - das ist eigentlich der Normalfall beim stationären Onlinezugang. Wer nicht gerade LTE oder DSL via Satellit nutzt, um daheim ins Netz zu gehen, der telefoniert übers Kabel. Wenn aber die Rede von Internet über Kabelanschluss die Rede ist, ist etwas anderes gemeint, nämlich der Zugang über das seinerzeit fürs Kabelfernsehen aufgebaute Netz, das sich überwiegend im Besitz von Vodafone sowie TeleColumbus befindet. Was sind die Vorteile und was die Alternativen? 

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Das Kabelfernsehnetz in Deutschland

Bis Anfang der 1980er Jahre war Kabelfernsehen in Deutschland kein Thema. Fernsehen war staatlich beziehungsweise öffentlich. In der DDR natürlich sowieso, aber auch im Westen gab es in jeder Region nur drei Programme, nämlich das Gemeinschaftsprogramm der ARD, das ZDF und ein drittes Programm. In manchen Gegenden konnte man zusätzlich noch das dritte Programm benachbarter Regionen empfangen, beispielsweise den Bayerischen Rundfunk in Südhessen. An der Grenze gab es noch ausländische Sender wie ORF oder den Schweizer Rundfunk - und entlang der innerdeutschen Grenze DDR1 und DDR2. 

Familie 1960er Jahre
Ein Fernseher stand schon in fast jedem Haushalt, als dieses Werbefoto der heutigen ING-DiBa entstand. Von der heutigen Programmvielfalt war man aber weit entfernt. Bild: Historisches Werbefoto der ING-DiBa

In den USA existierten da schon längst zahlreiche Fernsehsender, die ihr Programm ausschließlich über Kabel verbreiteten. Oft gegen eine Gebühr, als sogenanntes Pay TV, ein Modell das in Deutschland nie wirklich erfolgreich war. Der Vorteil von Kabelfernsehen lag auf der Hand, hier konnten ungleich mehr Programme verbreitet werden als über Antenne. 

Erst mit der Genehmigung privater Fernsehsender wurde Kabelfernsehen auch in Deutschland interessant. Der Ausbau erfolgte ab den 1980er Jahren vor allem durch die damalige Deutsche Bundespost und regionale Gesellschaften, die oft mit den lokalen Energieversorgern verbunden waren. 

Maxome Streaming
Braucht man noch Kabelfernsehen, wenn Streaming-Dienste unzählige Filme bieten? Das ist Geschmacksache, in jedem Fall lässt sich über das Fernsehkabel aber schnell surfen.

Damals wurde parallel zum bestehenden Telefonnetz eine komplett neue Infrastruktur aufgebaut. Das war auch notwendig, denn das Übertragen von Fernsehbildern benötigt ungleich höhere Übertragungskapazitäten als die von Sprache. Das moderne Internet gab es noch nicht und selbst das Fax war Anfang der 1980er Jahre noch eine neue und wenig verbreitete Technik. Stattdessen nutzten große Büros und Zeitungsredaktionen Fernsehschreiber zur Übertragung von Texten. 

Kabelanschluss heute

Von der höheren Übertragungskapazität profitieren Kabel-Kunden bis heute. Zwar wurde auch das Telefonnetz deutlich aufgerüstet, erst kam ISDN, dann DSL. Doch der Rückstand zum Kabelnetz blieb. Bis heute bietet kaum jemand so hohe Übertragungsraten wie die neuen Besitzer des Kabelfernsehnetzes. 

Denn die Deutsche Telekom, Nachfolgerin der Telefonsparte der Deutschen Bundespost, musste das Netz am Anfang des Jahrtausends aus kartellrechtlichen Gründen verkaufen. Das Kartellamt hatte richtig erkannt, dass hier die Chance auf einen ernstzunehmenden Wettbewerber für den Netzbetreiber Deutsche Telekom liegt. Der größte Teil der Konkurrenten wie O2 oder 1&1 nutzt die Leitungen der Deutschen Telekom. Die erhält im Gegenzug eine Nutzungsgebühr.

Breitbandausbau
Das alte Telefonnetz ist mittlerweile ziemlich schnell geworden. Spitzengeschwindigkeiten bietet aber nach wie vor allem das ehemalige Fernsehkabelnetz. Foto: Deutsche Telekom AG

Anders sieht es bei den Betreibern des ehemaligen Fernsehkabels aus. Das wurde damals in neun regionalen Häppchen verkauft. Nachdem zuerst die Netze in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg verkauft worden waren, wurden 2003 die übrigen sechs Gesellschaften gemeinsam an eine Investorengruppe verkauft. Die sechs Netze deckten 13 Bundesländer ab und wurden fortan unter dem Namen Kabel Deutschland Gruppe geführt. Das Unternehmen wurde später von Vodafone aufgekauft und hört heute auf den Namen Vodafone Kabel. Dagegen mietet das britische Telekomunternehmen für seine Angebote unter dem Namen Vodafone DSL Kapazitäten von der Deutschen Telekom. 

Vor- und Nachteile beim Kabelanschluss

Um gleich zu Beginn einen Irrglauben aus der Welt zu schaffen: Niemand muss Kabelfernsehen abonnieren, um übers Fernsehkabel surfen und telefonieren zu können. Allerdings bieten sowohl Vodafone Kabel als auch TeleColumbus Preisnachlässe, wenn mehrere Angebote kombiniert werden. 

Kombiangebot Vodafone
Niemand muss Kabelfernsehen abonnieren, um übers Kabel telefonieren zu können. Allerdings bieten Kombiangebote Preisnachlässe.

Wenn man mit den Nachteilen des Kabelanschlusses beginnen will, dann ist das schon eher das dünne Netz. Beide im Vergleich vertretene Unternehmen sind nicht in allen Bundesländern aktiv. Und selbst dort, wo sie es sind, ist nicht jedes Gebäude angeschlossen. Einige Regionen verfügen gar nicht über Kabelanschluss. Außerdem kann es sein, dass das Kabel zwar in der Straße vor dem Haus verlegt wurde, das Haus aber nicht angeschlossen ist. Bei Einfamilienhäusern ist ein nachträglicher Anschluss möglich, kann aber Geld kosten. Bei Mehrfamilienhäusern muss dagegen der oder die Eigentümer zustimmen. 

Ein Gebäude ist entweder bei Vodafone Kabel oder bei TeleColumbus angeschlossen, nicht aber bei beiden. Deshalb lohnt es sich den Anschluss bei beiden Unternehmen zu prüfen. Die bieten dafür spezielle Tools, wer die komplette Adresse mit Wohnort, Straße und Hausnummer angibt bekommt angezeigt, ob das Unternehmen vor Ort aktiv ist. 

TeleColumbus Verfügbarkeit
Die TeleColumbus-Gruppe besteht aus vielen Einzelunternehmen. Der Verfügbarkeits-Check leitet zum richtigen Unternehmen weiter, falls das an der gewünschten Adresse einen Internetanschluss bietet.

Anders als beim klassischen DSL-Netz sind Kunden an den Netzbetreiber gebunden. Sie können also nicht Kunden eines anderen Unternehmens werden, das sich wiederum beim Netzbetreiber einkauft, wie das beispielsweise BILD mobil beim Mobilfunkangebot von Vodafone tut. 

Mehr Nachteile gibt es aber nicht. Dem stehen zwei Vorteile gegenüber, nämlich

  1. höhere maximale Geschwindigkeiten und
  2. attraktive Preise. 

Übertragungsraten von 400 oder gar 500 MBit pro Sekunde im Download gibt es fast nur über das Fersehkabelnetz. Die meisten DSL-Angebote, die das klassische Telefonnetz nutzen, bieten höchstens 100 MBit pro Sekunde. Auch wer das mögliche Tempo nicht voll ausnutzen will hat aber Vorteile. Denn die Unternehmen bieten auch deutlich langsamere Anschlüsse, die dafür billiger sind. Im Regelfall sind sie sogar preisgünstiger als DSL-Angebote oder bieten zum gleichen Preis mehr Tempo. 

Alternativen zum Kabelanschluss

Was aber, wenn keiner der beiden vorgestellten Anbieter in der Region aktiv ist? Dann bleibt als Alternative noch einer der weiteren Anbieter aus unserem Vergleich. Die dort vertretenen Firmen lassen sich in drei Kategorien einteilen, nämlich

  1. kabelgebundene Dienste, 
  2. Internet über Mobilfunk und
  3. Internet über Satellit. 

In die erste Gruppe fallen neben den genannten Anbietern, die das ehemalige Fernsehkabelnetz nutzen, auch all jene, die Zugänge über das DSL-Netz der Deutschen Telekom bieten. In einigen Regionen wie Aachen und Köln gibt es auch noch regionale Netze, teilweise über Glasfaser. Versatel hat sogar ein bundesweites Glasfasernetz aufgebaut, das sich aber vor allem an Geschäftskunden wendet.

Nicht überall in Deutschland bietet das Netz der Deutschen Telekom aber ausreichend Geschwindigkeit. Gerade in ländlichen Regionen ist das Tempo teilweise enttäuschend. Hier ist die beste Alternative der Internetzugang übers Mobilfunknetz an, zumindest dort, wo es LTE gibt. Weil bei der Versteigerung der Mobilfunklizenzen der Ausbau von Kapazitäten in ländlichen Regionen Bedingung war, gibt es in einer ganzen Reihe ländlicher Gegenden Mobilfunk in 4G-Geschwindigkeit. 

Grundsätzlich bestehen zwei Modelle, wie stationäre Telefonanschlüsse in diesen Regionen schneller werden. Beim Homespot von Congstar oder LTE Zuhause von Vodafone ersetzt der Mobilfunk das Festnetz komplett. Teilweise gibt es keinen Telefonanschluss, sondern ausschließlich einen Online-Zugang. Telefoniert wird dann übers Handy. 

Vodavone LTE Zuhause
LTE Zuhause ersetzt das Festnetz.

Anders geht die Deutsche Telekom vor. Sie bietet einen sogenannten Hybrid-Anschluss. Dabei erhält der Kunde weiterhin einen klassischen Telefonanschluss. Beim Telefonieren bleibt alles beim Alten, auch kleinere Datenpakete werden über die Telefonleitung übertragen. Bei größeren Datenmengen wird dann aber LTE zugeschaltet. 

Die Technik der Deutschen Telekom ist komplexer und damit auch anfällig, dafür ist man aber auch doppelt abgesichert. Fällt LTE aus, bleibt immerhin noch die Telefonleitung. 

Wo auch LTE nicht verfügbar ist, bietet Internet über Satellit die schnellste Verbindung. Allerdings ist die Technik die schwächste. Die Übertragungsraten sind meist niedriger als bei LTE oder DSL und vor allem die Latenzzeit ist hoch. Das ist die Zeit die vergeht, bis das Signal beim Empfänger ankommt. Beim Download von Datenpaketen oder beim Streamen ist das meist nicht tragisch. Die bis zu 20 MBit pro Sekunde, die viele Anbieter bieten, reichen zum Streamen völlig aus. Bis der Download oder der Streaming-Vorgang startet muss man lediglich etwas warten, denn die Latenzzeit macht sich nur einmal beim Start bemerkbar. Für Online-Spiele ist die Technik dagegen nicht geeignet, denn bei jedem neuen Kommando muss der Spieler die Latenzzeit abwarten, das dauert. Außerdem ist die Technik teurer, nicht zuletzt weil Haushalte eine bidirektionale Satellitenschüssel brauchen, die nicht nur empfangen, sondern auch senden kann. 

Screenshot skyDSL
skyDSL ist einer der wichtigsten Anbieter von Internet über Satellit.

Großer Nachteil aller kabellosen Dienste, also LTE und Internet über Satellit, ist das Fehlen einer Flatrate zum unbegrenzten schnellen Surfen. Wie auch bei Mobilfunkverträgen ist das Volumen für schnelles Internet nämlich begrenzt. Ist es ausgeschöpft, surfen Kunden entweder langsamer oder gar nicht mehr. 

Den Anbieter finden

Technisch ist die Sache eindeutig. Wo Kabelanschluss verfügbar ist, ist er meist die beste Option. Schnelles DSL ist, wo verfügbar, meist die zweite Wahl. Zwar erreicht LTE teilweise ähnliche Geschwindigkeiten, allerdings sind die Kosten höher. Außerdem ist das Volumen an schnellem Internet begrenzt. DSL über Satellit ist eher eine Notlösung. 

Aber welcher Anbieter ist der Beste? Diese Frage beantwortet unser Qomparo DSL Vergleich. Nicht nur Telefonanbieter werden übrigens unter die Lupe genommen, auch Aktiendepots, Apotheken oder Prepaid-Angebote für Mobiltelefone werden verglichen - natürlich in getrennten Vergleichen. Das Verfahren ist aber immer das gleiche. 

Comparo Vergleich
Auch Diäten, Brillen und Aktiendepots werden verglichen.

Im Mittelpunkt steht dabei die Erfahrung des Nutzers, genauer gesagt die Empfehlungsquote. Sie ist das einzige Kriterium, nach dem die Anbieter sortiert werden. So bleibt der Vergleich übersichtlich und aussagekräftig. 

Nutzer können den Daumen über einem Anbieter heben oder senken. Ein Klick auf den grünen, nach oben gerichteten Daumen bedeutet, "Ja, diesen Anbieter kann ich empfehlen", ein Klick auf den roten "Finger weg!". Die Empfehlungsquote gibt an, welcher Prozentsatz das Unternehmen empfiehlt. 

Qomparo Apothekenvergleich
Egal ob Apotheken oder DSL, der Vergleich ist immer ähnlich aufgebaut.

Das Ergebnis ist schon auf einen Blick an der Farbe des Kreises in der Spalte "Empfehlungsrate" zu erkennen. Wird ein Unternehmen von mindestens zwei von drei Abstimmenden empfohlen, ist der Anteil derer die sich positiv geäußert haben grün dargestellt. Bei weniger Empfehlungen, aber mindestens einer von dreien, ist der Kreis Gelb. Wenn weniger als einer von dreien das Unternehmen empfiehlt ist er rot. Der Anteil derer, die den Anbieter nicht empfehlen, ist stets schwarz. Ein komplett schwarzer Kreis bedeutet also, dass noch niemand das Unternehmen empfohlen hat - entweder weil sich noch niemand dazu geäußert hat oder weil alle von ihm abraten. 

Wer mit dem Mauszeiger über den Kreis fährt, dem wird auch noch die Zahl der Stimmen angezeigt. Denn je mehr Nutzer sich beteiligt haben, desto aussagekräftiger ist das Ergebnis. Außerdem können die Abstimmenden auch drei Teilbereiche bewerten, nämlich

  1. die Qualität des DSL-Angebots, 
  2. die monatlichen Kosten und
  3. die Flexibilität. 

Je höher der Wert an 100 ist, desto besser. Wer selbst ein Urteil abgeben will, muss dazu erst den Erfahrungsbericht aufrufen. Zuerst gibt er eine allgemeine Empfehlung ab, dann öffnet sich ein Fenster, in dem die Unterkategorien bewertet werden können. 

Weitere Infos

Wer es noch genauer wissen will, der kann zwei Anbieter direkt vergleichen. Dafür muss er nur einen Hacken in der Spalte Direktvergleich setzen oder im Auswahlmenü oberhalb der Liste zwei Unternehmen wählen. Dann werden ihm weitere Informationen angezeigt, nämlich 

  1. die angebotenen Pakete, 
  2. die Einrichtungsgebühr, 
  3. der Preis pro Monat, 
  4. Kundenservice, 
  5. Vertragslaufzeit, 
  6. weitere Angebote, 
  7. Auszeichnungen und
  8. Neukundenangebote, 
Comparo Vergleich
Der Direktvergleich.

Noch mehr Informationen bietet der Erfahrungsbericht. Er wurde von einem Qomparo-Mitarbeiter verfasst und kann von den Nutzern kommentiert werden. Von dort aus kommt man über einen Link auch direkt zum Anbieter und findet dort noch weitere Informationen. 

Fazit

Wo vorhanden ist Internet über das Kabelfernsehnetz die beste Option. Größter Anbieter in diesem Bereich ist Vodafone Kabel. Auch TeleColumbus besitzt in vielen Städten Leitungen. Anders als bei DSL sind die Anbieter aber nur dort aktiv, wo sie auch eigene Leitungen besitzen. Vodafone bietet unter dem Namen Vodafone DSL zwar auch Anschlüsse über das DSL-Netz der Deutschen Telekom, das ist aber meist langsamer als das von Vodafone Kabel. Kabelfernsehen muss niemand abonnieren, um Internet übers Fernsehkabel nutzen zu können, allerdings erhalten Kunden in diesem Fall meist Vergünstigungen. 

 

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