Auch Commerzbank steckt Millionen in Handelsplattform eToro

Die Commerzbank, die sich gern als innovative Großbank sieht, investiert über ihre Tochtergesellschaft CommerzVentures in das FinTech-Unternehmen eToro. Gemeinsam mit drei Partnern investiert das Geldhaus gut 39 Millionen US-Dollar in die israelische Handelsplattform, die vor allem durch Social Trading-Angebote überzeugen kann.

CommerzVentures will neue Perspektiven eröffnen

Das Tochterunternehmen der Commerzbank, die CommerzVentures, wurde bereits im Herbst 2014 gegründet. Ziel war es, in junge und innovative Unternehmen zu investieren, die auch der Commerzbank selbst neue Perspektiven eröffnen können. In den vergangenen rund sechs Monaten wurden hierzu mit gut 100 Unternehmen Gespräche geführt, um Chancen auf Investitionen auszuloten. Mit eToro will die Commerzbank nun in eine Online-Finanzplattform investieren, die Dir als Anleger seit ihrer Gründung im Jahr 2007 die Möglichkeit eröffnet, Währungen, Rohstoffe und Indizes bequem online zu handeln. Hinzu kommt, dass die aktuell gut vier Millionen Nutzer eToro auch als Social Trading-Plattform nutzen und erfolgreiche Handelsstrategien anderer Anleger kopieren können. Die Commerzbank verspricht sich von diesem Marktsegment ein enormes Wachstumspotenzial, denn so können nahezu alle Anleger von den Entwicklungen an den Märkten profitieren. Diese „Schwarmintelligenz“, die bei Social Trading genutzt wird, kann durchaus für positive Renditen sorgen.

FinTech Unternehmen und ihr Einfluss auf große Banken

Mit dem Investment in eToro will die Commerzbank zum einen positive Renditen erzielen, da das Unternehmen mit den investierten Geldern wachsen und weitere Gewinne erreichen kann. Gleichzeitig kauft die Bank hiermit aber auch das Know-how des FinTech-Unternehmens, über das die Bank selbst nicht verfügt. Als Fin-Tech-Unternehmen gelten IT- und Internetfirmen, die im Finanzbereich neue Wege gehen und damit den großen Banken durchaus Konkurrenz machen können. Aus diesem Grund will CommerzVenture in den kommenden Monaten weitere Käufe tätigen und auch hier gezielt nach FinTech-Unternehmen suchen, die das Geschäftsmodell der Commerzbank ergänzen und bereichern können. Zu den erfolgreichen FinTech-Startups der Vergangenheit gehören auch Anbieter wie Auxmoney oder Smava, die eine Plattform für private Kredite gegründet haben, bei denen Privatanleger Geld zur Verfügung stellen, welches schließlich als Darlehen vergeben werden kann. In diesem Zusammenhang will die Bank natürlich auch neue Türen öffnen und vom Boom dieser Unternehmen profitieren. So sollen neue Entwicklungen nicht mehr „verschlafen“ werden.

Geld soll mittel- bis langfristig investiert werden

Wie der Pressemitteilung der Bank zu entnehmen ist, werden zusammen mit anderen Venture-Capital-Geldgebern wie dem chinesischen Versicherer Ping An und der russischen Sberbank insgesamt 27 Millionen Dollar in eToro investieren. Hinzu kommt eine Kreditlinie in Höhe von zehn Millionen Dollar, die über die Silicon Valley Bank zur Verfügung gestellt wird. Welchen Anteil die Commerzbank im Detail an eToro hält, darüber wurde jedoch Stillschweigen vereinbart. Das Geld kann die Finanzplattform nun nutzen, um neue Kunden zu gewinnen und den eigenen Marktanteil weiter auszubauen. Auch die Kunden der Commerzbank sollen künftig zur Zielgruppe gehören und entsprechend beworben werden. Speziell im Segment des Social Tradings will eToro in den kommenden Jahren weiter wachsen und zum Marktführer aufsteigen. Dies eröffnet völlig neue Einnahmeperspektiven und sichert die Gewinne der kommenden Jahre. Aktuell geht die Commerzbank davon aus, dass das derzeitige Investment mittel- bis langfristig über einen Zeitraum von drei bis acht Jahren beibehalten wird, wobei eine Verdreifachung des Gewinns angestrebt wird.

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