D1 Prepaid Karten kaufen

Das D1-Netz gilt nach wie vor als das beste Mobilfunknetz in Deutschland. Betrieben wird es von der deutschen Telekom. Der günstigste Weg ist aber nicht unbedingt der direkte über T-Mobile. Zumal das Unternehmen mit Congstar eine Tochterfirma besitzt, die die gleiche Netzqualität zu günstigeren Preisen bietet. 

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Was man zu  D1 wissen muss

icon_aktieDas D1 Netz wurde ab 1992 von der Deutschen Bundespost und später der Deutschen Telekom aufgebaut. Es ist bis heute das dichteste Mobilfunknetz. In den Untersuchungen der Stiftung Warentest schneidet es regelmäßig sowohl bei der Dichte des klassischen Mobilfunknetzes als auch dem Hochgeschwindigkeitsdatennetz am besten ab. Meist knapp vor dem D2-Netz und deutlich vor dem E-Netz von O2

Um das D1-Netz nutzen zu können, muss man aber nicht unbedingt Kunde der Deutschen Telekom werden. Die meisten in Deutschland tätigen Telefongesellschaften haben kein eigenes Netz. Stattdessen kaufen diese sogenannten Service-Provider Kapazitäten bei einem der drei Netzbetreiber, teilweise auch bei D1. 

Hintergrund: D-Netz, E-Netz, F-Netz?

Warum beginnt in Deutschland die Bezeichnung der Netze mit D und E? Und gibt es auch ein F-Netz? Tatsächlich könnte man das UMTS-Netz als F-Netz bezeichnen, allerdings hat sich dafür die internationale Bezeichnung 3G durchgesetzt. 

Sowohl die deutsche als auch die internationale Bezeichnung beruhen aber auf den unterschiedlichen technischen Entwicklungsschritten. Das Thema Mobiltelefonie begann in Deutschland bereits 1926, als in Expresszügen der Deutschen Reichsbahn die Zugtelefonie startete. Auf einigen Strecken gab es im Zug eine Telefonzelle, von der aus man aus dem fahrenden Zug heraus telefonieren konnte - per Funk. 

Das eigentliche A-Netz startete allerdings erst 1958. Damals machte man sich daran, den Flickenteppich aus regionalen Funknetzen zu vereinheitliche. Denn zuvor gab es nicht nur zahlreiche verschiedene Netze, sondern auch vier verschiedene Netzarten. Mit dem A-Netz entstand das erste (relativ) flächendeckende Mobilfunknetz. Die Gespräche wurden noch per Hand vermittelt, man wählte also keine Nummer, sondern teilte der Vermittlungsstelle mit, mit wem man sprechen wollte.

Auch sonst war die Technik wenig ausgereift. Die Telefongeräte waren so groß, dass man sie eigentlich nur in Züge oder (großen) Autos einbauen konnte. Die Kosten für ein Telefon lagen bei bis zu 15.000,- DM und wenn man den Bereich eines Funkmasten verließ, brach das Gespräch ab. Trotzdem gab es bald so viele Anschlüsse, dass in den Großstädten ein A2-Netz und in Hamburg sogar ein A3-Netz eingeführt wurde. Denn das Autotelefon war auch ein Prestigsymbol, zumal Kunden die besondere Vorwahl 010 erhielte. Als sich die Zahl der Anschlüsse trotzdem den maximal möglichen 11.000 näherte, erhöhte man Anfang der 1970er Jahre massiv die Grundgebühren auf stolze 270,- DM pro Monat. 

Um mehr Kapazitäten zu schaffen, eine automatische Vermittlung zu erlauben und weitere technische Einschränkungen zu beheben wurde 1972 das B-Netz eingeführt. Jetzt konnten Autotelefone auch direkt über die automatische Vermittlung angerufen werden - vorausgesetzt sie kannten den Standort des gewünschten Gesprächspartners. Denn die Vorwahl war nicht an das Telefon gebunden, sondern an die Region in der sich der Anzurufende aktuell befand. Wer einen Autofahrer anrufen wollte, der musste also den Standort und die dort gültige Vorwahl kennen. 

Das änderte sich erst mit dem ab 1985 eingeführten C-Netz. Telefone konnten jetzt angerufen werden ohne den Standort des Fahrers zu kennen. Wobei nun auch Mobiltelefone auftauchten, die man tragen konnte. 

Trotz dieses riesigen Fortschritts zum B-Netz war das C-Netz schon sieben Jahre später überholt. Dann löste nämlich das digitale D-Netz das analoge C-Netz ab. Letzteres bestand zwar noch bis zum Jahr 2000, wurde aber von Jahr zu Jahr mehr zum Nischenprodukt, zumal mit D2 Privat, einer Tochter des Mannesmann-Konzerns, erstmals auch Konkurrenz bestand. Den Anbieter konnte man damals an der Telefonnummer erkennen, 0161 für das C-Netz, 0171 für D1 und 0172 für D2. 

Das E-Netz mit den Anbietern E-Plus und Viag Interkom (heute bilden beide  O2) war eigentlich kein eigenes Netz, sondern sendete nur in einem anderen Frequenzbereich, bei 900 statt 1.800 MHz. Genauso gut hätte man damals die Bezeichnungen D3- und D4-Netz wählen können. Mittlerweile besitzen auch die Telekom (D1) und Vodafone (D2) Frequenzen im 900 MHz-Bereich und O2 solche im 1.800 MHz-Bereich, doch die Bezeichnung D- und E-Netz hat sich erhalten. 

Dabei haben alle Anbieter auch ein UMTS- und ein LTE-Netz, das man in der traditionellen Logik auch als F- und G-Netz bezeichnen könnte. Allerdings spricht man eher vom Mobilfunknetz der dritten (UMTS) oder vierten (LTE) Generation, abgekürzt als 3G und 4G. Damit grenzt man die Netze ab von den analogen Netzen (erste Generation, A- bis C-Netz) sowie dem digitalen GSM-Netz (D- und E-Netz). 

Außerdem besitzen viele Telefongesellschaften Tochterunternehmen, die unter einem anderen Namen Telefonverträge zu Discount-Konditionen anbieten. Im Falle der Telekom ist das die Tochter Congstar (siehe unten). Wer dort eine D1 Prepaid Karte kaufen will, nutzt ebenfalls das D1 Netz, zahlt aber meist weniger als bei der Muttergesellschaft. 

A-Netz Funktelefon
Funktelefone im A-Netz waren so sperrig, dass sie nur in Zügen oder Autos Platz fanden. Von © Túrelio (via Wikimedia-Commons), 2007 /, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4064461

Welche Telefongesellschaften bieten D1-Netz?

icon_aktieBetrieben wird das D1 Netz von der Deutschen Telekom, entsprechend ist die Mobilfunktochter T-Mobile auch der wichtigste Anbieter. Außerdem hat das Unternehmen mit Congstar eine Discount-Tochter gegründet, bei der man ebenfalls eine D1 Prepaid Karte kaufen kann (siehe unten "Congstar im Schnelltest"). 

Davon abgesehen sind spezielle D1-Tarife dünn gesät. Discount-Anbieter wie n-tv go!, EXPRESSmobil oder NettoKOM nutzen oft das E-Netz von O2. Wegen der besseren Netzabdeckung ist der Zugang in eines der beiden D-Netze meist etwas teurer. Ein genauer Blick in den Prepaid Karten Tarif Vergleich zeigt aber, dass die meisten Anbieter, die mit "Telefonie ins D-Netz" werben Partner von Vodafone sind, also das D2-Netz nutzen. 

Überblick des clevertoGO Tarifs von callmobile
Der clevertoGO Tarif von callmobile auf einen Blick

 

Eine der wenigen Ausnahmen ist die freenet Gruppe. Unter dem Markennamen mobilcom debitel bietet das norddeutsche Unternehmen spezielle D1-Tarife. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um ähnliche Tarifpakete, wie man sich auch direkt bei T-Mobile erhält. 

Das Schwesterunternehmen callmobile bietet auch Zugang ins D1-Netz, allerdings nicht ausschließlich. Stattdessen nutzt man dort sowohl das D1- als auch das D2-Netz. Leider lässt sich der Prepaid-Tarif clevertoGO nicht online bestellen. Stattdessen muss man die Prepaid-Karte bei Media Markt, Saturn oder im mobilcom debitel Shop kaufen und dann online aktivieren. Über die Internetseite des Unternehmens lassen sich nur die Postpaid-Angebote kaufen (Stand November 2016). 

Die Marke callmobile ist bisher den meisten Deutschen noch unbekannt. Hast Du schon erste Erfahrungen mit ihr gemacht? Berichte uns davon!

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Congstar im Schnelltest

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Wer gezielt einen Anbieter mit D1-Netz sucht, der findet den mit Congstar. Das Unternehmen aus Köln ist eine Tochter der Deutschen Telekom und bietet außer Mobilfunktarife auch Festnetzanschlüsse an. 

Eine Besonderheit bei Congstar ist die große Freiheit bei der Auswahl der Tarife. Denn egal ob man einen Postpaid-Vertrag oder einen Prepaid-Tarif wählt, beide bieten die Option den Tarif individuell zusammenzustellen. Wer beispielsweise ein klassisches Feature-Phone besitzt (also kein Smartphone), der kann seinen Tarif so wählen, dass kein Datentarif enthalten ist. Und wer Nachrichten nur noch per E-Mail und über Dienste wie WhatsApp, MessageMe oder Threema versendet, der kann auch sein SMS-Guthaben auf null setzen. Vieltelefonierer dürfen dagegen bis zu 500 Telefonminuten buchen, auch bei SMS und Daten lässt sich ein individuelles Paket mit 0 bis 500 Einheiten schnüren. 

Günstiger Prepaid Handytarif ohne Internet

Ein zweiter großer Vorteil von Congstar ist die Datenflat. Grundsätzlich erlauben alle Datentarife unbegrenzten Zugriff auf Datendienste. Das heißt allerdings nicht, dass man unendlich mit UMTS-Geschwindigkeit surfen kann. Vielmehr steht ein Volumen von 0 bis 500 MB für schnelles Surfen mit bis zu 7,2 Mbit pro Sekunde zur Verfügung. Mit dem Datenturbo lässt sich die maximale Übertragungsrate auf 14,4 Mbit steigern - gegen eine Zusatzgebühr, versteht sich. 

Ist das Datenvolumen aufgebraucht, können Congstar-Kunden aber weiter Daten nutzen, nur eben bei reduzierter Geschwindigkeit. Surfen macht so keinen Spaß mehr, aber zum Versenden von Textnachrichten oder zum Abrufen aktueller Sport- oder Börsenergebnisse reicht das Tempo. Außerdem lässt sich natürlich problemlos "schnelles Datenvolumen" nachkaufen. 

Auch vom Preis-Leistungs-Verhältnis her steht Congstar gut da. Ein neues Handy ist in den Congstar-Tarifen im Regelfall nicht enthalten, dafür bietet das Unternehmen gegen einen kleinen Aufpreis aber eine Handytauschoption. Dann erhält man im Tausch gegen sein altes Mobiltelefon jedes Jahr ein neues Gerät. 

Welche Erfahrungen hast Du mit Congstar gemacht? Stimmt der Service, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis gut? Schreibe uns Deine Meinung.

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D2-Netz als Alternative?

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Es muss aber nicht immer D1 sein. Laut den aktuellen Tests der Stiftung Warentest ist das D2-Netz kaum schlechter als sein großer Bruder, in manchen Teilgebieten sogar besser. Immerhin sind beide Netze ähnlich alt und sie nutzen, im Gegensatz zum E-Netz, überwiegend den Frequenzbereich um 1.800 MHz. Der hat eine größere Reichweite als das E-Netz mit 900 MHz, wenngleich mittlerweile auch die Deutsche Telekom und Vodafone den Frequenzbereich um 900 MHz nutzen, während O2 einige Frequenzen im Bereich um 1.800 MHz bekam.  

Größter Anbieter ist natürlich Vodafone selbst. Doch auch viele Service Provider ohne eigenes Netz greifen auf das D2-Netz zurück. Dazu gehören Angebote von Supermarktketten wie EDEKA mobil oder auch solche von Medienfirmen wie BILDmobil

Kabel Deutschland jetzt Vodafone
Durch die Übernahme von Kabel Deutschland Damit besitzt Vodafone jetzt auch ein eigenes Festnetz. Daneben bietet das Unternehmen auch Zugang zum DSL-Netz der Telekom.

 

Dann ist da natürlich noch Vodafone selbst mit seinem Prepaid-Angebot CallYa. Der britische Konzern Vodafone hat vor mehr als 15 Jahren das deutsche Traditionsunternehmen Mannesmann übernommen und die Telekommunikationssparte D2 Mannesmann in das eigene Imperium eingegliedert. Mittlerweile wurde auch der Festnetzbetreiber Kabel Deutschland aufgekauft, so dass Vodafone sowohl Mobilfunk- als auch Festnetzdienste aus eigener Hand anbieten kann. 

Vodafone besitzt außerdem ein dichtes LTE-Netz. Weiterer Pluspunkt: Tarife wie der CallYa Smartphone Special bieten kein getrenntes Budget für SMS und Telefonminuten, sondern ein Einheitenpaket, das für beides verwendet werden kann. Wer Nachrichten überwiegend über WhatsApp und Co versendet, kann trotzdem hin und wieder eine SMS schreiben ohne dafür extra bezahlen zu müssen. 

Wie ist deine Vodafone CallYa Erfahrung? Ist das D2-Netz eine echte Alternative zu D1? Schreibe uns Deine Erfahrungen. 

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Telefonieren im E-Netz

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Die Mehrheit der Anbieter aus unserem Prepaid Vergleich nutzt allerdings das E-Netz. Wegen der geringeren Netzdichte sind die Angebote hier meist günstiger. Außerdem haben O2 und E-Plus selbst eine Reihe von Marken ins Leben gerufen. 

Blau und FONIC sind traditionell Marken von Telefónica Deutschland, der Muttergesellschaft von O2. Mit der Übernahme von E-Plus kam BASE hinzu, zuvor die Discount-Marke von E-Plus. Außerdem gehörte zu dem Unternehmen die Firma GTCom, die Prepaid-Tarife in Zusammenarbeit mit Handelsketten und Medienhäusern anbietet, beispielsweise GALERIAmobil, n-tv go! und EXPRESSmobil. Die Firma wurde, ebenso wie die ehemalige O2-Tochter yourfone, an die Drillisch AG verkauft, die Marken nutzen aber weiterhin das Telefónica-Netz. 

Tarifübersicht von n-tv go!
Die Drillisch-Tochter GTCom bietet besonders günstige Tarife unter den Markennamen von Einzelhändlern und Medienunternehmen, beispielsweise mit n-tv go! Allerdings ist das Netz deutlich weniger dicht als das D1-Netz. 

 

Vor allem die Marken von GTCom werben mit ausgesprochen günstigen Minutenpreisen. Die liegen meist unter den Angeboten für Prepaid-Telefonie im D-Netz, allerdings ist das Netz auch dünner. 

Natürlich werden günstige Prepaid-Tarife auch unter dem Markennamen O2 angeboten. Das Angebot reicht von einem einfachen Basispaket ohne Datenvolumen bis hin zum XL-Tarif. Alle Smartphone-Tarife beinhalten allerdings eine Datenautomatik. Ist das Volumen aufgebraucht, wird automatisch neues nachgekauft. 

Kaum ein Anbieter ist so günstig wie n-tv go! Aber stimmt auch die Qualität? Wie gut ist das Netz, wie gut ist der Service? Berichte uns von Deinen Erfahrungen. 

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Fazit

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Das D1-Netz gilt nach wie vor als das dichteste. Der Abstand zu D2 ist aber gering. Durch den Zusammenschluss von E-Plus und O2 ist auch das E-Netz deutlich dichter geworden, kann aber immer noch nicht mit den beiden Konkurrenten mithalten. Zumal das Zusammengehen in den Ballungsräumen viele Doppelstrukturen geschaffen hat, während es auf dem Land nach wie vor Lücken gibt. D1 muss aber nicht immer T-Mobil bedeuten. Besonders attraktiv ist das Angebot der Telekom-Tochter Congstar, denn das Unternehmen aus Köln bietet individuell zusammenstellbare Tarife, niedrige Monatskosten und eine Datenflat, wenngleich das Volumen an schnellem Internet begrenzt ist. 

 

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