D2 Prepaid kaufen - Wo und wie?

D2, das steht für die meisten Menschen noch immer für Vodafone. Doch wo kann man D2 Prepaid kaufen und welcher Tarif ist der beste? Und was ist mit Drittanbietern, die ebenfalls Telefonie im D2-Netz bieten wie etwa BILDmobil oder EDEKA mobil?

D2 Prepaid kaufen – Wo und wie? INHALTSVERZEICHNIS
1.Wo D2 Prepaid kaufen?
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2.Welcher Tarif ist der beste für mich?
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3.D2 ohne Vodafone
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Wo D2 Prepaid kaufen?

D2 steht nach für das zweite digitale Mobilfunknetz, das nur kurz nach dem der damaligen Deutschen Bundespost an den Start ging, nämlich das des britischen Anbieters Vodafone. Wer eine SIM Karte von D2 Prepaid kaufen will, tut das am einfachsten online. Daneben gibt es SIM-Karten aber auch in Handyläden, Elektronikfachgeschäften und sogar einigen Supermärkten und Zeitschriftenläden.

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Guthaben nachkaufen

Wer Guthaben nachkaufen will, hat es sogar noch einfacher. Guthabenkarten für Vodafone D2 gibt es an fast jeder Supermarktkasse, bei vielen Zeitschriftenläden und in nahezu allen Telekommunikations- und Elektronikgeschäften.

Außerdem gibt es auch hier den Weg übers Internet. Vodafone bietet dazu zwei verschiedene Möglichkeiten, nämlich

  • die Direkt-Aufladung und
  • die Komfort-Aufladung.

Vodafone

Um sein Prepaid-Guthaben online aufzuladen muss zunächst ein Guthabenbetrag ausgewählt werden. Möglich sind Einzahlungen über 15,-, 25,- und 50,- Euro. Im nächsten Schritt wird die Telefonnummer des Anschlusses angegeben und schließlich eine Zahlungsart gewählt, beispielsweise per Sofortüberweisung, Kreditkarte oder Giropay.

Bei der Komfort-Aufladung ist dagegen die Teilnahme am Lastschriftverfahren verpflichtend. Dann wird automatisch neues Guthaben gekauft, sobald der Wert des Rest-Guthabens unter 5,- Euro liegt oder der Betrag nicht mehr reicht, um die monatlichen Gebühren zu bezahlen.

Die Komfort-Aufladung ist sehr bequem, damit verschwindet aber auch ein Vorteil der Prepaid-Karten weitgehend, die Kostenkontrolle. Wer zu viel telefoniert oder surft, der bekommt ständig Geld abgebucht, der Vorteil gegenüber einem Vertrag ist dann gering. Immerhin wird der Kunde bei jeder Abbuchung informiert und erlebt nicht am Ende des Monats eine böse Überraschung.

Hintergrund: Warum heißt D2 eigentlich D2?

Als die Mobiltelefonie 1926 in Deutschland startete, wurden zunächst Eisenbahnwagen mit Telefonanlagen ausgestattet. Telefoniert wurde natürlich nicht von einem privaten Handy aus, sondern von einer Art Telefonzelle im Zug.

Nach dem Krieg wurden lokal weitere Mobiltelefonnetze ins Leben gerufen, doch erste 1958 gab es ein bundesweites Netz, das A-Netz. Übrigens entstand schon damals bald auch ein A2 und in Hamburg sogar ein A3-Netz. Die Trennung hatte aber technische Gründe, da die Kapazitäten des A1-Netzes bald ausgeschöpft waren.

Auf das A-Netz folgte ab 1972 das B-Netz und ab 1985 das C-Netz, in dem man erstmals Personen anrufen konnte, ohne ihren Standort zu kennen. Im B-Netz musste man nämlich immer eine Vorwahl wählen, die aber nicht, wie heute, an ein bestimmte Gerät gebunden war, sondern an den Standort. Im A-Netz waren Gespräche sogar noch von Hand vermittelt worden. Im C-Netz bekamen alle Telefone dagegen die Vorwahl 0161.

Trotzdem überlebte das C-Netz nur kurz, denn bald folgte das D-Netz, das erstmals nicht mehr analog, sondern digital funktionierte. Neben dem Netz der damaligen Deutschen Bundespost startete 1992 auch ein privates Konkurrenzangebot unter dem Namen D2 Privat, bekannter als D2 Mannesmann.

Der Name D2 rührt also daher, dass die später von Vodafone übernommene Mannesmann Mobilfunk GmbH der zweite Betreiber im D-Netz war. Anfangs konnte man die Mobilfunkgesellschaft sogar an der Vorwahl erkennen. Nachdem Telefone im C-Netz die Vorwahl 0161 bekamen, war es im D1-Netz 0171 und im D2-Netz 0172.

Wenig später kam auch das E-Netz hinzu, dass sich vom D-Netz aber vor allem durch den Frequenzbereich unterscheidet. Dieser liegt bei 1.800 statt 900 Megahertz. Das D-Netz hat deshalb eine größere Reichweite und gilt daher als besser. Mittlerweile besitzt E-Netz Betreiber O2 auch Frequenzen im 900 MHz-Bereich, Telekom und Vodafone solche im 1.800 MHz-Bereich.

Außerdem bieten alle drei ein UMTS- und ein LTE-Netz, die allerdings nicht mehr als F- und G-Netz bezeichnet werden, sondern mit den international gebräuchlichen Kürzeln 3G und 4G. Das steht für Mobilfunktechnik der dritten und vierten Generation, im Gegensatz zur analogen Telefonie der ersten Generation (A- bis C-Netz) und dem GSM-Netz der zweiten (D- und E-Netz). Die Bezeichnung D1 und D2 Beziehungsweise D-Netz hat sich aber dennoch bis heute erhalten - und ist auch nicht ganz falsch, da Telekom und Vodafone nach wie vor die meisten Kapazitäten im 900 MHz Frequenzbereich besitzen.

Welcher Tarif ist der beste für mich?

Aktuell bietet Vodafone drei Prepaid Tarife, nämlich

  • Talk & SMS,
  • Special,
  • Allnet Flat.

Alle drei tragen den Namenszusatz CallYa, bei Vodafone die Bezeichnung der Prepaid-Tarife. Talk & SMS ist ein klassischer Prepaid-Tarif ohne Grundgebühr und Mindestumsatz. Telefonminuten und SMS werden einzeln abgerechnet, wer surfen will, muss sich zusätzlich Datenvolumen kaufen.

Anders als bei den meisten Konkurrenten muss man bei D2 dafür keine Flat kaufen, sondern kann ein bestimmtes Datenvolumen erwerben, beispielsweise 250 MB. Damit kann man dann so lange online gehen, bis es aufgebraucht ist. Im Gegensatz zum Vodafone Prepaid Internet unter dem Namen WebSessions verfällt unverbrauchtes Volumen also nicht nach 30 Tagen.

Hintergrund: Datenvolumen bei Prepaid Karten

Bei Telefonie und SMS ist die Sache einfach. Kurzmitteilungen werden je Stück abgerechnet, wobei SMS mit mehr als 160 Zeichen als zwei oder mehr SMS gelten. Telefongespräche werden meist je angefangener Minute berechnet, so auch bei Vodafone CallYa.

Bei Daten ist die Sache schwieriger. Eine Abrechnung nach Zeit wie in den Kindertagen des Internets ist heute nicht mehr üblich - und auch nicht sinnvoll, da eine Textnachricht zu versenden weniger Datenvolumen verbraucht als das Streamen eines Films.

Die Abrechnung nach Datenmenge ist trotzdem unüblich. Sie wird vor allem von Billigtarifen der Drillisch-Tochter GTCom! angeboten, beispielsweise bei n-tv go! Dort zahlen Kunden je angefangene 10 KB.

Häufiger ist eine Kombination aus zeitlicher und Mengenbegrenzung, beispielsweise 250 MB für maximal 30 Tage. Mitunter gibt es auch eine Datenautomatik, dann wird automatisch neues Volumen nachgekauft, sobald das alte verbraucht ist.

Einige Anbieter wie Congstar bieten auch eine Prepaid Karte mit Surfflat. Dabei ist allerdings das schnelle Internet begrenzt, wer sein Datenvolumen aufgebraucht hat, surft mit reduziertem Tempo weiter oder muss welches nachkaufen.

Der Tarif CallYa Special ähnelt dagegen einem Postpaid-Vertrag. Gegen eine monatliche Grundgebühr erhalten Kunden auch 750 MB Datenvolumen in LTE-Geschwindigkeit und 200 Telefonminuten und SMS. Ins Vodafone-Netz telefoniert es sich mit diesem Tarif sogar unbegrenzt.

Die CallYa Allnet Flat enthält - wie der Name schon andeutet - eine Flat in alle Netze. Allerdings nur für Telefonie und SMS, das Datenvolumen ist hier auf 1 GB begrenzt. Auch hier ist LTE im Preis bereits inklusive.

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D2 ohne Vodafone

Es muss aber nicht immer Vodafone selbst sein. Wer im D2-Netz telefonieren will, kann das auch über Drittanbieter tun. Mobilcom Debitel, einer der größten Service Provider in Deutschland, bietet beispielsweise zahlreiche Tarife in Zusammenarbeit mit Vodafone. Allerdings kooperiert das Unternehmen auch mit der Telekom und O2, so dass nicht immer klar ist, in welches Netz man bei welchem Tarif telefoniert.

Hintergrund: Telefonanbieter in Deutschland

Hinter den zahlreichen Mobilfunkmarken in Deutschland stehen eigentlich nur sechs große Unternehmen. Drei davon, nämlich T-Mobile, Vodafone und O2, betreiben auch ein eigenes Netz, haben also eigene Mobilfunkmasten. Bis 2014 waren es noch vier Netzbetreiber gewesen, dann jedoch wurde E-Plus Teil der Telefónica Deutschland und das Netz wurde mit dem von O2 zusammengelegt.

Daneben gibt es noch drei große Telefonunternehmen in Deutschland, die kein eigenes Netz haben, sondern Kapazitäten bei einem der drei Netzbetreiber einkaufen, sogenannte virtuelle Netzbetreiber (MVNO). Dazu gehört die Telefongesellschaft 1&1, vor allem aber die Freenet-Tochter Mobilcom-Debitel sowie die hessische Drillisch AG.

Die übrigen Marken werden üblicherweise von einem der sechs großen Anbieter betreiben. Einige sind Tochterunternehmen dieser Firmen. Congstar ist beispielsweise eine Marke der Deutschen Telekom, BASE gehört zu O2 (ehemals E-Plus) und discoTel ist Teil der Drillisch-Gruppe.

Mobilfunkmarken von Supermärkten oder Medien wie NettoKom sind überwiegend Kooperationen. Ein Netzbetreiber oder ein MVNO übernimmt Betrieb und Service, der Partner stellt den Namen sorgt und dafür, dass die Produkte in den eigenen Ländern oder über die eigenen Publikationen vertrieben werden.

Wer Wert auf D2-Netz legt, der findet auch eine Reihe von Marken, die direkt mit Vodafone kooperieren. Oft übernimmt das Düsseldorfer Unternehmen auch die Verwaltung, verkauft also das Guthaben und übernimmt den Service.

Hier eine Auswahl von Marken, die mit D2 kooperieren:

ALDI Talk

Beim Mobilfunk haben sich die eigentlich getrennt agierenden Firmen ALDI Nord und ALDI Süd zusammengetan. Das Unternehmen ALDI Talk praktiziert beim Mobilfunk das, was ALDI-Kunden von Haferflocken, Spülmittel und Cola schon langen kennen: Man kauft bei einem Hersteller ein Produkt und versieht es mit einem eigenen Markennamen. Beim Mobilfunk ist Vodafone der Partner bei diesem sogenannten Whitelabeling. Wer bei ALDI telefoniert, tut das also letztendlich über Vodafone - und damit im D2 Netz.

aldi

Preislich attraktiv ist der Basis-Tarif vor allem, wenn Freunde oder Partner auch dort Kunden werden. Denn von ALDI Talk zu ALDI Talk telefonieren Kunden sensationell günstig. Im Basis-Tarif gibt es weder Grundgebühr noch Mindestumsatz, wer in andere Netze als das von ALDI Talk telefoniert zahlt aber mehr als bei den meisten Konkurrenten.

Daneben bietet ALDI auch Kombipakete, bei denen eine feste Zahl von SMS und Telefonminuten bereits enthalten ist. SMS und Telefonie zu anderen ALDI Talk Kunden ist unbegrenzt möglich, die Paketpreise sind sehr günstig, so dass ALDI auch hier seinem Ruf als günstiger Anbieter gerecht wird.

In Zusammenarbeit mit Napster bietet ALDI außerdem zwei Musik-Pakete, die neben Telefonminuten, SMS und Datenvolumen auch den Zugriff auf den Musikstreaming-Dienst Napster ohne weitere Zusatzkosten erlauben.

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EDEKA mobil

ALDI ist nicht die einzige Supermarktkette, die mit Vodafone zusammenarbeitet. Auch die genossenschaftliche EDEKA-Gruppe ist Partner von D2. Sie bietet einen Basistarif ohne Grundgebühr und Mindestumsatz, der von den Preisen weitgehend dem direkt bei Vodafone entspricht.

edeka

Daneben sind verschiedene Smart-Optionen im Angebot, bei denen Kunden gegen eine monatliche Gebühr eine bestimmte Zahl von Einheiten und Datenvolumen erhalten. Der große Vorteile gegenüber vielen anderen Tarifen: Es gibt keine getrennten Budgets für Telefonie und SMS. Wer selten SMS schreibt, der kann die Einheiten auch fürs Telefonieren nutzen. Wenn er dann doch mal SMS schreiben will, ist das ebenfalls kein Problem. Ist das Budget ausgeschöpft, werden SMS und Telefonminuten einzeln abgerechnet.

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BILDmobil

Während die Konkurrenz vom Kölner Express mit EXPRESSmobil ebenso wie der Nachrichtensender n-tv die Dienste der Drillisch-Tochter GTCom nutzt, ist BILDmobil Partner von Vodafone. Damit telefonieren Kunden über das D2-Netz.

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Wie bei nahezu allen Prepaid-Anbietern gibt es auch bei BILDmobil einen Basistarif ohne Grundgebühren und Mindestumsatz, bei dem alle SMS und Telefonminuten einzeln abgerechnet werden. Billiger als bei Vodafone sind die Preise aber auch hier nicht.

Daneben bietet BILDmobil den Alles Drin-Tarif, bei dem Telefonminuten, SMS und Datenvolumen bereits enthalten sind. Wie bei EDEKAmobil und ALDI Talk lassen sich auch hier SMS und Telefonminuten austauschen, wer keine SMS schreibt kann mehr telefonieren und umgekehrt.

Besonders attraktiv ist das Angebot aber für BILD-Leser und Bundesligafans. Denn im Preis inklusive ist der Zugang zu BILDplus, eine kostenpflichtigen Zusatzangebot der BILD-Zeitung, zu dem unter anderem Bundesliga-Videos gehören.

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D1 Alternative: Congstar

Es muss aber nicht unbedingt D2 sein. Wer D-Netz-Qualität wünscht, der kann natürlich genauso gut D1 nutzen. Attraktive Prepaid-Angebote macht hier vor allem der Kölner Anbieter Congstar. Dahinter steht die Deutsche Telekom höchstpersönlich, sie hat die Marke als günstige Alternative zu T-Mobile ins Leben gerufen.

Günstiger Prepaid Handytarif ohne Internet

In Sachen günstiger Prepaid Handytarif ohne Internet sind Kunden bei der T-Mobile-Tochter Congstar meist besser bedient als bei der Muttergesellschaft selbst. Attraktiv ist vor allem das Angebot "Prepaid wie ich will". Dabei können Kunden ihren Tarif an einer Art Mischpult individuell zusammenstellen. Wer alle Regler auf Null setzt, erhält ein Basisangebot ohne monatliche Kosten und mit Einzelabrechnung aller Dienste.

Daneben lässt sich eine bestimmte Anzahl von Daten, SMS und Telefonminuten monatlich kaufen. Leider lassen sich Einheiten für SMS und Telefonie nicht gegeneinander austauschen. Wer kein SMS Budget wünscht und dann doch eine klassische Kurznachricht schreibt, bekommt die einzeln abgerechnet, auch wenn das Budget an Telefonminuten nicht ausgeschöpft wurde.

Dafür bietet Congstar bei jedem Datentarif eine Datenflatrate. Begrenzt ist dabei allerdings die Kapazität an schnellem mobilen Internet. Ist sie aufgebraucht, wird die Geschwindigkeit gedrosselt. Zum Versenden von Textnachrichten und sogar Bildern über WhatsApp oder Line reicht das aber aus. Und natürlich lässt sich schnelles Internet problemlos nachkaufen.

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Fazit

icon_aktieD2 Prepaid kaufen, da denkt man natürlich zuerst an Vodafone. Immerhin betreibt das Unternehmen das D2-Netz, seit es vor rund 20 Jahren Mannesmann übernahm. Im Einzelfall kann aber der Tarif eines D2-Partners attraktiv sein. ALDI Talk bietet beispielsweise einen guten Musiktarif, EDEKA mobil einen sehr günstigen Einstiegstarif und BILDmobil Bundesliga-Videos als Extra. Dann ist da außerdem noch das D1-Netz, das bei den meisten Test sogar noch besser abschneidet als D2 und ebenfalls günstige Tarife bietet.

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