Dein Urlaubsziel – Wo ist der Euro noch was wert?

Durch die Schwäche des Euros ist Urlaub in vielen Ländern ohne die Gemeinschaftswährung deutlich teurer geworden. Egal, ob Du einen Hotelbesuch planst, ins Restaurant gehen willst oder einfach shoppen möchtest, mitunter musst Du jetzt deutlich tiefer in die Tasche greifen. Es gibt aber auch Ausnahmen, wie aktuelle Vergleiche zeigen.

Der Euro verliert an Wert

icon_muenzenBetrachtet man die vergangenen zwölf Monate am Devisenmarkt, wird eine enorme Schwäche des Euros deutlich. Vor allem die hohe Verschuldung vieler Staaten macht der Gemeinschaftswährung zu schaffen. Zwar stabilisierte sich der Euro nach der Einigung mit Griechenland leicht, allerdings auf einem eher niedrigen Niveau. Ein schwächelnder Euro ist vor allem für Fernreisende ein Problem. Wenn Du beispielsweise Urlaub in den USA oder Kanada geplant hast, musst Du nun bis zu 20 Prozent höhere Preise akzeptieren. Doch nicht nur Fernreisen sind teurer geworden. Nach dem Ende der Preisbindung beim Wechselkurs zwischen Schweizer Franken und Euro ist auch die Schweiz zu einem sehr teuren Urlaubsland avanciert. Sowohl Hotelübernachtungen als auch Restaurantbesuche sind für Normalverdiener fast unbezahlbar geworden. Dass sich hier in den kommenden Monaten Änderungen ergeben, sehen viele Experten skeptisch. Viele Reisende suchen daher nach alternativen Destinationen, an denen Urlaub nach wie vor zu günstigeren Konditionen möglich ist.

Woman's legs out of car windows

Im Osten und Norden ist der Urlaub günstiger

icon_Gespraech1Vergleicht man die durchschnittlichen Kosten, ist Urlaub vor allem in der Schweiz, aber auch in Indien, der Türkei, Thailand und Südafrika deutlich teurer geworden. Dies trifft sowohl Ski- und Wanderfreunde als auch Südseeurlauber, die ihre Zeit am traumhaften, weißen Sandstrand verbringen wollen. Da der Euro günstiger geworden ist, ist die jeweilige Landeswährung im Urlaubsland teurer geworden und Du erhältst weniger Euro für Dein Geld. Zusätzlich müssen die allgemeinen Preissteigerungen berücksichtigt werden. Urlaub im hohen Norden – etwa in Norwegen und Schweden – wurde im Vergleich zum Vorjahr jedoch um drei bzw. sieben Prozent günstiger. Hintergrund ist vor allem der niedrige Ölpreis, der die dänische und die schwedische Krone unter Druck gesetzt hat. Ebenfalls günstig urlauben Deutsche im Osten Europas – etwa in Polen, Kroatien und in Tschechien. Die Preise sind hier im Vergleich zum Vorjahr weitgehend stabil geblieben bzw. leicht gesunken, sodass dort Deine Reisekasse entlastet wird.

Urlaub in Deutschland wird wieder attraktiver

icon_ausrufezeichenAnlässlich der gestiegenen Preise in vielen Urlaubsländern wird Urlaub im eigenen Land immer beliebter und auch viele Deutsche entdecken ihre Heimat neu. Neben zahlreichen ausländischen Gästen verbrachten auch wieder mehr Deutsche ihre Ferien im eigenen Land und verzichteten auf Auslandsreisen. Besonders beliebt waren Ferien in den bayerischen Alpen oder an Nord- und Ostsee. Allein von Januar bis Juni wurden 159,3 Millionen Übernachtungen gezählt, was einem Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Doch auch Urlaub in Euro-Ländern wie Spanien und Griechenland erfreut sich großer Beliebtheit. Nicht nur, dass die Preise hier weitgehend stabil geblieben sind, es ist auch kein Umtausch von Währungen nötig. Im Urlaubsland lässt sich bequem in Euro bezahlen, auch der Einsatz von EC- und Kreditkarten ist meist ohne zusätzliche Kosten möglich.

Du suchst nach weiteren nützlichen Tipps und Hinweisen rund um das Thema Geld und Urlaub? In unserem Beitrag „So bist Du auch im Urlaub garantiert flüssig!“ haben wir Dir die wichtigsten Punkte zu Zahlungsmitteln im Ausland zusammengetragen.

Bildnachweis: © Balazs Kovacs Images - Fotolia.com

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