Der plötzlicher Kurssturz bei Apple und was dahinter steckt

Der US-amerikanische IT-Spezialist Apple hat an der Börse binnen wenigen Sekunden wie aus dem Nichts Milliarden an Börsenwert verloren. Die Erholung setzte nur wenig später ein und zeigt, dass wohl nicht die Nachrichten des Konzerns, sondern vielmehr Hochfrequenzhändler einen Einfluss auf die Kursentwicklung genommen haben. 

Apples Kurssturz an der Börse – Eine mögliche Erklärung

Am 01. Dezember 2014 hat der amerikanische iPhone- und iPad-Hersteller Apple binnen kurzer Zeit seinen Börsenwert um 40 Milliarden Euro reduziert. Die größten Verluste mussten dabei bereits kurz nach der Eröffnung der Börsen hingenommen werden. In der Spitze verlor das Unternehmen, das nach dem Börsenwert gemessen zu den teuersten Unternehmen der Welt gehört, gut 6,4 Prozent an Börsenwert. Da es keine Nachrichten aus Konzernkreisen gab, die diesen außerordentlichen Kursverlauf gerechtfertigt hätten, gingen Händler davon aus, dass automatische Aktien-Kauf- und Verkaufsprogramme wohl die Ursache gewesen sind. Sie werden von Börsenprofis eingesetzt, um binnen Sekundenbruchteilen hunderte Kauf- und Verkaufsanweisungen zu geben, um dabei auch von kleinsten Kursveränderungen zu profitieren.

Der Computerhandel und seine Folgen

Die an den Börsen getätigten Wertpapierorders werden bereits seit einiger Zeit nicht mehr nur von Menschenhand ausgeführt. Rund 40 Prozent des Ordervolumens nimmt der Hochfrequenzhandel – also der mit Computern betriebene Handel – ein, wie die Süddeutsche Zeitung mitteilt. Hierbei werden Computer so programmiert, dass diese Algorithmen ausführen und entsprechenden Trends folgen können. Diese Algorithmen suchen gezielt nach Aktienwerten, deren Kurse im Vergleich zu anderen Werten schneller steigen oder fallen und nutzen diese Trends für ihren Gewinn. Der Computer kauft dabei so lange steigende Werte, bis sich der Trend umkehrt. In diesem Fall werden blitzschnelle Verkaufsorders ausgeführt, um auch von sinkenden Kursen profitieren zu können. Im Falle von sinkenden Kursen verkaufen die Computer dabei Aktien, die überhaupt nicht im Bestand sind. Sie gehen also "short“, d.h. sie spekulieren auf fallende Kurse und leihen sich Aktien, die sie wieder verkaufen, in der Hoffnung diese Aktien zu einem späteren Zeitpunkt zu noch niedrigeren Preis zurückkaufen zu können.

Computer handeln ohne Gefühle

Der große Vorteil beim Computerhandel ist natürlich die Tatsache, dass sich Computer in jeder Situation an ihre Vorgaben halten. Gefühle spielen dabei keine Rolle. Sinkt der Kurs eines Unternehmens überdurchschnittlich stark und steigt gleichzeitig das Handelsvolumen, werden ebenfalls Verkaufsorders ausgeführt. Für das jeweilige Unternehmen bedeutet dies natürlich enorme Verluste, für den Computerhändler hingegen unter Umständen enorme Gewinne. Warum ein Kurs einbricht, interessiert das Programm natürlich nicht. Steigt der Kurs dann wieder, folgt der PC auch diesem Trend und sorgt so für eine schnelle Kurserholung. Auch bei der Apple-Aktie war nach kurzer Zeit des Sinkfluges wieder ein Aufwärtstrend zu erkennen, sodass die Verluste nahezu aufgeholt werden konnten. Dies zeigt, wie stark der Computerhandel mittlerweile Einfluss auf die Börsenbewegung nimmt. Auch die Wirtschaftswoche widmete sich in der Folge den mysteriösen Kursverläufen und zeigt auf welche Risiken der Computerhandel mit sich bringt.

Die Apple-Aktie im historischen Verlauf

Der IT-Konzern Apple, der bereits 1976 gegründet wurde, zählte zum damaligen Zeitpunkt zu den ersten Herstellern von Personal Computern. In den folgenden Jahren nahm das Unternehmen bei der Entwicklung neuer Computer immer wieder eine Vorreiterrolle ein. Mit dem iPod 2001 und dem iPhone 2007 gelangen weitere Highlights, die die Marke Apple zu einer der wertvollsten der Welt werden ließen. Bereits seit 1980 ist die Apple-Aktie schließlich auch an der Börse notiert und bietet Dir als Privatanleger die Möglichkeit, von den Kursgewinnen zu profitieren. Wurde das Unternehmen damals mit einem Börsenwert von 1,8 Milliarden US-Dollar bewertet, stieg der Preis in den folgenden Jahren auf heute rund 700 Milliarden US-Dollar.

Hier siehst Du Die Kursentwicklung der Apple-Aktie über die vergangenen 10 Jahre: http://www.onvista.de/aktien/chart/Apple-Aktie-US0378331005

Grund für den über Jahre positiven Kursverlauf sind natürlich die innovativen Produkte und die äußerst starke Marke, die vor allem von Steve Jobs geschaffen wurde. Mittlerweile sind Smartphones, Tablets und Laptops der Marke sogar Kult und könnten so den Börsenwert weiter nach oben treiben.

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