Deutsche horten Bargeld – Du auch?

Das Sparvermögen der Deutschen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Immer mehr Bargeld wird jedoch nicht auf der Bank, sondern zu Hause verwahrt. Neben der Angst vor einem Bankencrash sind es auch die Diskussionen um Negativzinsen, die Sparer verunsichern. Doch Achtung: Auch zu Hause lauern Gefahren für das mühsam Ersparte, die nicht unbeachtet bleiben sollten.

Das Sparvermögen der Deutschen steigt

Die Deutschen sind Weltmeister im Sparen. Nach Angaben der Europäischen Zentralbank verfügen deutsche Sparer über ein Vermögen von 1,909 Milliarden Euro. Rechnerisch kommen damit auf jeden Bürger ca. 24.000 Euro. Nur sechs Jahre zuvor, im Jahr 2008, betrug das Sparvermögen noch etwa 18.000 Euro. Damit zeigt sich, das viele Bürger nach wie vor Geld zurücklegen, um in Zukunft oder in schlechten Zeiten hierauf zurückgreifen zu können. Allerdings wird ein Großteil dieses Vermögens nicht auf einem Konto bei der Bank, sondern zu Hause verwahrt. Kommt Dir das bekannt vor?

Zahlreiche Gründe für die Verwahrung in den eigenen vier Wänden

Die Gründe für die häusliche Verwahrung des Geldes sind äußerst vielseitig. So ist das Vertrauen in die Banken etwa in den vergangenen Jahren seit der Finanzkrise deutlich zurück gegangen. Trotz gesetzlicher Einlagensicherung glauben offenbar einige Bürger nicht mehr daran, dass das Geld im Falle von Bankeninsolvenzen tatsächlich sicher ist. Hinzu kommen teils hohe Gebühren für die Kontoführung, die eine bereits geringe Rendite noch weiter senken. Zusätzlich verunsichert die Diskussion um Negativzinsen, die bereits bei einigen Banken eingeführt wurden. Zwar werden Minuszinsen aktuell nur für Großvermögen und oft nur bei Firmenkunden berechnet, die Angst vor einer allgemeinen Einführung ist allerdings groß. Um nicht noch Geld für die Anlage bei der Bank bezahlen zu müssen, verwahren Anleger ihr Vermögen daher lieber zu Hause. 

Diese Gefahren birgt das Horten von Bargeld

Wenn auch Du größere Mengen Bargeld zu Hause hast, solltest Du Dir unbedingt Gedanken über die Sicherheit Deines Geldes machen. In einem aktuellen Fall verwahrte ein älterer Mann gut 40.000 Euro zu Hause in einer Geldkassette. Bei einem Einbruch wurde diese Geldkasse jedoch entwendet –das gesamte Vermögen war damit verloren. Aufgrund der immer weiter steigenden Einbruchzahlen ist es daher wichtig, zu Hause gelagertes Geld sicher zu deponieren oder aber bestenfalls in einem Tresor zu verwahren. Dies gilt natürlich auch für Gold, Silber und Diamanten und sonstige Wertegenstände, die Du zu Hause lagerst. Ein weiteres Risiko besteht schließlich in der Abwertung der vorhandenen Vermögen. Schließlich bietet die Geldanlage zu Hause keinerlei Zinsen. Das bedeutet, dass bei steigender Inflation das Guthaben jedes Jahr weiter abgewertet wird und so Geld verloren geht.

Alternativen für clevere Sparer

Als Sparer solltest Du möglichst wenig Bargeld zu Hause horten, da auch Tresore und ein noch so sicher erscheinendes Versteck keine hundertprozentige Sicherheit bieten. Sinnvoller ist es dieses Geld auf ein Konto bei der Bank anzulegen. Für jederzeit verfügbare Beträge eignen sich Tagesgeld- oder Girokonten, die vielfach sogar kostenfrei angeboten werden. Da die Konditionen hier oft ebenfalls unter dem Inflationsniveau liegen, sind diese Konten für eine längerfristige Anlage jedoch weniger geeignet. Hierfür ist es sinnvoll, einen Teil des Geldes in Sachwerte wie Wertpapiere oder Immobilien zu investieren und breit zu streuen. Mischfonds, aber auch Vermögensverwaltungen sind hierfür bei einem Anlagehorizont von drei bis fünf Jahren recht gut geeignet. Eine ausführliche Betrachtung der einzelnen Alternativen findest Du hier: Niedrigzins – Wohin mit Deinem Geld

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