Die aktuellen DAX-Entwicklungen – Ein kurzer Jahresüberblick

Der DAX – der deutsche Aktienindex – gilt seit seiner Einführung 1988 als Leitzindex der Deutschen Börse. In ihm sind die 30 nach Marktkapitalisierung und Börsenumsatz größten Unternehmen gelistet, die durch ihre Aktienkursentwicklung den gesamten Index beeinflussen. Eine Auflistung dieser 30 DAX-Unternehmen, deren aktuellen Kurse sowie die jeweiligen Kursentwicklungen, kannst Du beispielsweise bei boerse.ARD.de finden. Über die DAX-Entwicklungen wird deshalb so oft und viel diskutiert und berichtet, da diese einen maßgeblichen Einfluss auf den gesamten Aktienmarkt sowie auf kleinere Unternehmen, die in anderen DAX-Indizes wie bspw. im M-DAX (Mid-Cap-DAX), X-DAX oder L-DAX (Late-DAX) gelistet sind, haben. 

Was den DAX bewegt

Die Entwicklung von Aktienwerten ist grundlegend an die Entwicklung der jeweiligen Unternehmen gekoppelt. Können diese ihre Gewinne wie prognostiziert erreichen, sind Investoren und Anleger zufrieden und erhöhen ihre Bestände. Werden Aktien gar in Erwartung noch höherer Gewinne gekauft, steigt die Nachfrage, was wiederum die Aktienkurse nach oben treibt. Grundlage steigender Kurse sind demnach zum einen die Entwicklung im jeweiligen Unternehmen, zum anderen aber auch die volkswirtschaftlichen Umstände insgesamt, denn nur in einem freundlichen Umfeld ist es den Unternehmen möglich, ihre Waren und Dienstleistungen zu verkaufen. Somit spielen die Arbeitslosenzahlen, das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts und schließlich auch die Entscheidungen der Notenbanken eine wichtige Rolle, wenn es um die Entwicklung einzelner Aktienwerte und damit auch ganzer Indizes geht. Speziell auf den DAX prognostiziert bedeutet dies, dass der Index-Wert steigt, wenn es der deutschen Wirtschaft gut geht.

Die aktuelle DAX-Entwicklung im Jahr 2014

Das Jahr 2014 war vor allem geprägt von guten Konjunkturdaten in Deutschland. Auch wenn die Kurse zwischenzeitlich durch das erneute Lockerungsprogramm der Europäischen Zentralbank sowie den Einbruch der deutschen Importe beeinflusst war, kann doch ein positiver Trend ausgemacht werden. Jetzt, zum Ende des Jahres, steht der DAX sogar kurz vor der wichtigen Marke von 10.000 Punkten. Beflügelt werden die Kurse vor allem von einem steigenden ifo-Geschäftsklimaindex. Er zeigt die Erwartungen führender Wirtschaftsunternehmen und gibt somit Auskunft, inwiefern die Firmen selbst daran glauben, in Zukunft ihre Geschäfte verbessern zu können. Aktuell sieht die Stimmung in der deutschen Wirtschaft sehr positiv aus, auch aufgrund der gesunkenen Energiepreise, die im Umkehrschluss die Herstellungskosten zahlreicher Produkte reduzieren. Auch das ifo-Institut verbreitet laut „Die Zeit“ Optimismus. Durch die derzeit robuste Wirtschaft gehen viele Experten auch im kommenden Jahr von einem Aufwärtstrend aus, der sogar Punktestände von 11.000 möglich macht. Wenn Du Dir den Kursverlauf des DAX noch etwas ausführlicher und über verschiedene Zeitabschnitte anschauen willst, dann schau doch ebenfalls mal bei der boerse.ARD.de vorbei.

Was die Entwicklungen im DAX bremsen könnte

Obwohl die Stimmung derzeit sehr positiv ist, könnte dies durchaus noch etwas umschwenken. Zum einen sind die Inflationswerte in Deutschland derzeit auf einem extrem niedrigen Stand – hier wird sogar das Risiko der Deflation angesprochen. Die Europäische Zentralbank versucht bereits seit Monaten, durch niedrige Leitzinsen und den Ankauf forderungsbesicherter Wertpapiere dieser Entwicklung gegenzusteuern. Sollten diese Maßnahmen gelingen, wird die Inflation über kurz oder lang steigen und damit auch die Deflation bekämpfen. Sollten die Maßnahmen hingegen nicht den gewünschten Erfolg bringen und neue geldpolitische Eingriffe nötig werden, könnte dies auch die DAX-Entwicklung beeinflussen. Derzeit kommen die Geldspritzen der EZB offensichtlich noch nicht ganz so an wie eigentlich erhofft. Auch die Situation in den südeuropäischen Staaten, die nach wie vor von hohen Schulden belastet werden, ist ein Risiko. Ist hier wieder Wirtschaftswachstum möglich, können die Schulden abgetragen werden und die Schuldenkrise in Europa wäre gelöst. Dies würde wiederum auch den DAX beflügeln, denn zahlreiche Firmen investieren nicht nur in Deutschland, sondern auch im Rest Europas sowie in den USA. Risiken drohen außerdem durch geopolitische Unruhen, etwa in der Ukraine, in Syrien sowie im Irak. Die Entwicklung sollte daher ganz genau beobachtet werden, bevor neue Investitionen in Einzelaktien oder auch in Fonds getätigt werden.

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