Der große DSL Anschluss Vergleich

Der DSL Anschluss Vergleich zeigt: Schnelles Internet muss nicht teuer sein. Wir erklären, worauf es ankommt, welche Alternativen es gibt und stellen fünf Anbieter vor. Oder Du gehst direkt zum DSL Anbieter Vergleich 2018.

Warum DSL?

icon_informationDer größte Vorteil von DSL ist die hohe Geschwindigkeit. Die Abkürzung steht für Digital Subscriber Line, also digitaler Teilnehmeranschluss. Gemeint ist damit eine Übertragungstechnik, die Daten theoretisch mit bis zu 1.000 MBit pro Sekunde überträgt. Die meisten Telefongesellschaften bieten aber, je nach Tarif, maximal 100 MBit pro Sekunde. Das ist immer noch deutlich mehr als die 0,128 MBit pro Sekunde bei ISDN (bei zwei Kanälen mit je 64 KBit/s) oder gar beim klassischen Telefonmodem mit 0,056 MBit pro Sekunde.

Wer online Filme ansehen oder größere Datenpakete austauschen will, der kommt an DSL oder einer vergleichbaren Geschwindigkeit nicht vorbei. Vor allem, weil viele Streaming-Dienste wie Watchever oder netflix nur eingeschränkt einen Download von Filmen und Serien erlauben. Ist die Geschwindigkeit zu niedrig, bleibt das Bild ständig stehen.

Wer bietet ein DSL-Netz?

Nicht jeder Anbieter betreibt auch ein eigenes DSL-Netz. Da das klassische, überwiegend von der Deutschen Bundespost aufgebaute Kupferkabelnetz nach wie vor Grundlage ist, befindet sich das Netz überwiegend in der Hand der Deutschen Telekom. Andere Anbieter mieten dort Kapazitäten, kaufen also den Netzzugang ein und verkaufen ihn an den Endkunden weiter.

Ein größeres Breitbandnetz bietet vor allem Vodafone über die mehrheitlich zum Konzern gehörende Vodafone Kabel Deutschland GmbH (siehe Erklärung unten). Daneben gibt es zahlreiche regionale Netze, die oft von Energieversorgern aufgebaut wurden, beispielsweise das Glasfasernetz im Bereich Köln.

Kann ich DSL nutzen?

Nicht überall lässt sich DSL nutzen. Zwar spricht die Deutsche Telekom davon, dass 93 Prozent der Haushalte per DSL angeschlossen werden können, sie zählt dabei aber pauschal alle Haushalte im Anschluss der Vermittlungsstelle als versorgt, auch wenn vor Ort die Voraussetzung für DSL gar nicht vorliegen.

Dass kein DSL verfügbar ist, kann mehrere Gründe haben. Sieben Prozent der Haushalte sind generell nicht an das DSL-Netz angeschlossen, vor allem in ländlichen Gebieten. Daneben kann auch die Leitungstechnik Schuld am fehlenden DSL sein. In Ostdeutschland wurden nach der Wende oft damals moderne Glasfaserleitungen verlegt. Die damals verwendete Technik eignet sich allerdings nicht für DSL und ist auch sonst nicht für Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung geeignet - im Gegensatz zu modernen Glasfasernetzen.

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Vor allem in ländlichen Regionen kann ein DSL-Zugang fehlen. Genaus Auskunft gibt ein Verfügbarkeitstest, denn im Prinzip jeder Anbieter auf seiner Website bereit hält.

DSL oder Kabelanschluss?

Wo DSL nicht verfügbar ist, kann Kabelanschluss eine Alternative für schnelles Internet sein - und nicht nur dort. Auch wo DSL verfügbar ist, kann surfen über Kabel der schnellere und kostengünstigere Weg sein.

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Die Deutsche Bundespost baute einst das Kabelnetz auf, musste es aber später aus kartellrechtlichen Gründen verkaufen. Foto: Helena @ Flickr

Der größte Teil des Kabelnetzes wurde in den 1980er Jahren für die Verbreitung des Kabelfernsehens nach US-Vorbild aufgebaut. Bis dahin konnten über Antenne meist nur wenige Programme empfangen werden. Die zunehmende Beliebtheit des Satelliten-Direktempfangs machte das Kabelfernsehen aber bald unattraktiv. Eine neue Aufgabe fand es als Konkurrenz zum DSL-Netz, vor allem weil die Monopolkommission Ende der 1990er Jahre einen Verkauf des Netzes erzwang. Damit war es nun nicht mehr in der Hand des Bundespost-Nachfolgers Telekom, sondern unabhängiger Unternehmen, die darüber Telefon- und Internetdienste anbieten können, ohne dafür Netzkapazitäten einkaufen zu müssen.

Weitere Alternativen zu DSL

Wer vor Ort weder DSL noch schnelles Internet über Kabelanschluss vorfindet, dem bleibt nur die Hoffnung auf kabelloses Internet. Das geht, dank UMTS und LTE, mittlerweile ebenfalls mit hoher Geschwindigkeit. Als die Lizenzen für das neue LTE-Mobilfunknetz versteigert wurden, legte die Bundesregierung, anders als bei UMTS, nicht allein Wert auf einen hohen Preis. Die Anbieter mussten sich außerdem verpflichten, bevorzugt ländliche Gebiete zu erschließen. Dort können Internetnutzer seitdem über stationäres LTE online gehen, dasÜbertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 50 MBit pro Sekunde erreicht.

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Besonders offensiv vermarktet Vodafone den Zugang über mobiles Internet. Das Angebot heißt dort LTE Zuhause und wird in den Kategorien S, M und L angeboten, wobei die maximale Übertragungsgeschwindigkeit im Tarif LTE Zuhause L bei 50 MBit pro Sekunde liegt, also bei mehr als bei vielen DSL-Tarifen geboten wird und immerhin 50 Prozent dessen, was bei DSL üblicherweise maximal möglich ist.

Die Deutsche Telekom bietet bei DSL-Tarifen in Gebieten mit geringem Breitband-Ausbau die Option Magenta Zuhause Hybrid, dabei wird das Mobilfunknetz, wenn nötig, ergänzend zur Datenübertragung eingesetzt.

Was ist der Unterschied zwischen Breitband und DSL?

Umgangssprachlich wird Breitband als Oberbegriff für schnelle Internetverbindungen gemeint, neben DSL also auch Datenübertragung über das Fernsehkabelnetz oder schnelle Glasfaserleitungen

Streng genommen beschreibt das Breitband eine besondere Übertragungstechnik, durch die höhere Datenmengen verschickt werden konnten. Sie ist mittlerweile aber veraltet und wird kaum noch verwendet, so dass der Name als Oberbegriff für schnelles Datenleitungen eine neue Bedeutung gefunden hat.

Drei Dinge, die man zum DSL Anschluss Vergleich wissen muss

Wer im DSL Anschluss Vergleich einen neuen DSL-Anbieter finden will, sollte diese drei Punkte berücksichtigen. Sie helfen, dass man nicht den billigsten, sondern den günstigsten Anbieter findet.

1. Geschwindigkeit vergleichen

DSL ist nicht gleich DSL. Üblich sind in Deutschland oft Geschwindigkeiten bis zu 100 MBit pro Sekunde, aber nicht überall und nicht in jedem Tarif. Die Deutsche Telekom als größter Anbieter lässt Kunden im Tarif Magenta Zuhause die Wahl zwischen den Stufen S, M und L, wobei bei S maximal 16 MBit pro Sekunde übertragen werden, bei M 50 MBit und bei L 100 MBit pro Sekunde. Natürlich sind schnelle Tarife meist teurer.

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Wie viel Geschwindigkeit soll es sein? Foto: Sancho Mccann @ Flickr

Kunden sollten sich also zunächst fragen, wie viel Geschwindigkeit sie brauchen. Werden regelmäßig Filme gestreamt? Versendet man als Freiberufler oder Heimarbeiter regelmäßig große Datenpakete, beispielsweise Konstruktionszeichnungen, Grafiken oder Filme? Oder will man nur hin und wieder ein paar Bilder in Facebook einstellen?

2. Upload- und Download-Geschwindigkeit vergleichen

Wer Dateien versendet oder auf Internetseiten einstellt, für den ist allerdings nicht die Download-, sondern die Upload-Geschwindigkeit entscheidend. Üblicherweise wird zuerst die Download-Geschwindigkeit angegeben, denn die ist für die meisten Privatanwender besonders wichtig: Sie empfangen mehr als sie versenden. Dienste wie Videostreaming aber auch das Lesen von Nachrichtenseiten im Internet sind weitgehend Einbahnstraßen. Sie machen aber einen Großteil des Datenverkehrs aus. infografik_2258 Wer aber beruflich große Datenmengen versenden oder regelmäßig das neueste selbstgedrehte Katzenvideo bei Video- oder Social-Media-Plattformen einstellen will, der braucht auch Upload-Kapazitäten. Die liegen meist deutlich niedriger, üblicherweise bei nur einem Bruchteil. Wie groß der Unterschied ist, hängt auch vom Anbieter ab. So bieten sowohl die Deutsche Telekom als auch Vodafone Kabel beide einen Tarif mit einer Download-Kapazität von 100 MBit pro Sekunde, der Tarif der Telekom schafft aber beim Upload bis zu 40 MBit je Sekunde, Vodafone Kabel aber je Sekunde nur maximal 6 MBit. Wer auch Daten hochladen will, muss deshalb auch die Upload-Geschwindigkeit betrachten - und den Preis und die Geschwindigkeiten gegeneinander abwägen.

3. Maximum wird oft nicht erreicht

Die Angaben der Unternehmen sind nur Maximalwerte. Wer also einen Tarif mit bis zu 50 MBit pro Sekunde bucht sollte nicht davon ausgehen, auch immer mit 50 MBit zu surfen. Dass die tatsächliche Leistung deutlich niedriger liegt ist keine Ausnahme, sondern die Regel.

Nach einer Untersuchung der EU-Kommission erreicht die tatsächliche Geschwindigkeit in Deutschland nur rund drei Viertel dessen, was in der Werbung versprochen wurde. Wer also einen Tarif mit maximal 50 MBit pro Sekunde gebucht hat, sollte eher mit rund 38 MBit rechnen.

Damit steht Deutschland noch vergleichsweise gut da, in fast allen anderen EU-Ländern liegt die Quote niedriger, in Frankreich sogar nur bei rund 40 Prozent. Allerdings muss der Wert nicht für alle deutschen Anbieter gleich sein. Bei der Entscheidung helfen vor allem die Bewertungen der anderen Nutzer im DSL Vergleich.

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Wer Wert auf schnelles Internet legt, der sollte im Zweifelsfall lieber eine schnellere Stufe wählen. Wichtig ist dabei natürlich, dass so viel Tempo auch technisch möglich ist. Ist das nicht der Fall, dann ist nur der Preis höher, nicht aber die Leistung. Allerdings lassen sich Bestellungen schnell wieder rückgängig machen. Liefert der Anbieter statt der versprochenen 100 MBit pro Sekunde konstant nur 35, sollte man mit dem Unternehmen Kontakt aufnehmen. Ist technisch nicht mehr möglich, sollte man einen günstigeren Vertrag verlangen, dessen Maximalwert näher an dem tatsächlichen ist. Andernfalls ist ein neuer Anbieter die günstigere Alternative zu einem jahrelang überteuerten Vertrag.

Testen lässt sich die Geschwindigkeit mit einem Speed-Test. Den bieten viele Unternehmen sowohl für eigene als auch für externe Kunden.

4 Anbieter im DSL Anschluss Vergleich

Diese vier Anbieter haben in Deutschland einen hohen Marktanteile. Eine Übersicht über die Bewertung der Nutzer bietet der DSL Anschluss Vergleich.

Deutsche Telekom

Der Deutschen Telekom gehört der Großteil des Netzes in der Bundesrepublik. Die meisten anderen Anbieter mieten sich Kapazitäten bei ihr und sind vor allem als Wiederverkäufer aktiv. Sie übernehmen also Vertrieb, Abrechnung und Marketing, unterhalten aber keine eigenen Leitungen.

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Wer hier einen Anschluss beantragt, sitzt also direkt an der Quelle. Gleichzeitig wirft man dem Unternehmen aber auch vor, wenig flexibel und kundenfreundlich zu sein. Immerhin müssen andere Firmen um jeden Kunden kämpfen, während die Deutsche Telekom noch immer viele Nutzer hat, die bereits seit Bundespost-Zeiten dem Konzern verbunden sind.

In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen aber einiges getan, um sein Image zu verbessern. Positiv fällt vor allem die hohe Upload-Geschwindigkeit auf. Die Tarife sind deshalb gut für alle geeignet, die regelmäßig auch Filme oder wenigstens Bilder online stellen wollen oder große Datenmengen versenden.

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Vodafone

Im Telefonmarkt ist Vodafone schon lange die Nummer 2 hinter der Deutschen Telekom. Unter dem Namen D2 privat war die von Vodafone übernommene Mannesmann Mobilfunk GmbH der zweite Anbieter eines Mobilfunknetzes.

Eine eigenes Festnetz aufzubauen hat sich der Konzern dagegen bis heute nicht getraut, zu hoch wären die Kosten dafür. Allerdings ist das Unternehmen mit mehr als 75 Prozent an der ehemaligen Kabel Deutschland Vertrieb und Service GmbH beteiligt, die seitdem als Vodafone Kabel Deutschland GmbH firmiert. Das übrige Viertel befindet sich nach wie vor in den Händen der börsennotierten Kabel Deutschland Holding AG.

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Damit besitzt Vodafone nun auch ein eigenes Telefonnetz. Kunden haben damit jetzt drei verschiedene Optionen, nämlich

  • Internet via Kabel,
  • Internet via DSL und
  • Internet via LTE.

Welche Optionen nutzbar sind, hängt zunächst vom Wohnort ab. Das stationäre LTE wendet sich vor allem an Kunden, die weder Zugang zum Kabel noch zu DSL haben. Wer sowohl DSL als auch Kabel hat, dem bleibt die Wahl. Hohe Geschwindigkeiten von bis zu 400 MBit pro Sekunde sind nur mit Kabelanschluss möglich, oft sind die Kabeltarife bei vergleichbarer Geschwindigkeit sogar billiger.

Vodafone verweist Kunden deshalb bevorzugt auf den Kabelanschluss. Einziger Nachteil ist die Upload-Geschwindigkeit. Beim Tarif Kabel 100 und DSL 100 liegt die Download-Geschwindigkeit jeweils bei maximal 100 MBit pro Sekunde, der DSL-Tarif ist aber mit 40 MBit gegen über 6 MBit je Sekunde beim Upload schneller. Für die meisten Kunden dürfte trotzdem der Kabel-Tarif die erste Wahl sein.

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O2 DSL

Neben Vodafone und der Deutschen Telekom ist O2 der dritte große Netzbetreiber im Mobilfunkmarkt. Im Festnetzgeschäft kauft das Unternehmen aber Übertragungskapazität vor allem bei der Deutschen Telekom als größtem Netzbetreiber ein.

Schon vor rund 20 Jahren trat das Unternehmen - beziehungsweise der Vorgänge VIAG Interkom - in Konkurrenz zur Telekom als Anbieter von Telefonie. Allerdings nicht über das Festnetz, sondern über einen Heimbereich, von dem aus die Kunden zu Festnetzkonditionen telefonieren und über eine Festnetznummer erreichbar waren.

All-in Tarife von o2
Bei o2 sind vier verschiedene All-in Tarife verfügbar

Für schnelles Internet ist das natürlich nicht genug. Deshalb bietet O2 die Möglichkeit, den Mobilfunkvertrag mit DSL zu kombinieren. Natürlich lassen sich die verschiedenen DSL-Tarife auch ohne Handyvertrag abschließen, durch Preisnachlässe ist die Kombination aus beiden aber besonders attraktiv.

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1&1 DSL

Der Anbieter aus dem kleinen Städtchen Montabauer gehört mittlerweile zu den großen Internet- und Telefonkonzernen in Deutschland. Zum Angebot gehört die komplette Dienstleistungspalette von Mobilfunk über Internethosting bis zu DSL. Auch die Portale Web.de und GMX sind Teil des Firmenimperiums aus dem ländlichen Rheinland-Pfalz.

Im Gegensatz zur Deutschen Telekom und Vodafone muss das Unternehmen Leitungskapazitäten einkaufen. Vereinfacht gesagt ist 1&1 DSL deshalb dort erhältlich, wo auch die Deutsche Telekom DSL anbietet.

Vier Tarife bei 1&1 zur Auswahl

Eine Besonderheit ist der Tarif DSL Basic. Er ist besonders preisgünstig, dafür ist das maximale Datenvolumen hier auf 100 GB begrenzt. Solche Tarife kennt man sonst eher vom Mobilfunk, wo Volumenbegrenzungen Alltag sind.

Daneben bietet 1&1 natürlich auch die üblichen Tarife ohne Mengenbegrenzung - wie bei der Telekom und Vodafone DSL (aber nicht Vodafone Kabel, wo das Maximum höher liegt) mit maximal 100 MBit pro Sekunde Dowload- und 40 MBit Upload-Geschwindigkeit

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Fazit

Ein großes eigenes Netz betreiben vor allem die Deutsche Telekom und Vodafone Kabel Deutschland. Doch auch andere Anbieter können eine gute Wahl sein. Welcher Tarif der beste ist, hängt nicht zuletzt von der gewünschten Geschwindigkeit und dem Preis ab. Berücksichtigen sollten Kunden, dass die Angaben zur Geschwindigkeit Maximalwerte sind und außerdem nur für den Download gelten.

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