Eröffnung eines Tagesgeldkontos – Das solltest Du beachten

Tagesgeldkonten gehören zu den beliebtesten Anlageprodukten deutscher Bankkunden. Hohe Flexibilität, attraktive Guthabenzinsen und vor allem Sicherheit bei der Geldanlage sind hierbei die wichtigsten Gründe. Wir erläutern Dir kurz und verständlich, was Du bei der Eröffnung Deines Tagesgeldkontos beachten solltest.

Tagesgeldkonten vs. Sparkonten und Festgeldkonten

Die Beliebtheit der Tagesgeldkonten ist in erster Linie der hohen Flexibilität geschuldet. Du hast bei diesen Konten die Möglichkeit, Geld jederzeit und in gewünschter Höhe abzuheben. Auch Einzahlungen können jederzeit in beliebigem Ausmaß erfolgen. Bei Sparkonten ist zwar die jederzeitige Einzahlung ebenfalls möglich, bei der Abhebung von Guthaben gibt es allerdings Begrenzungen. Willst Du mehr als 2.000 Euro abheben, so musst Du dafür Strafzinsen bezahlen. Wenn Du dagegen Dein gesamtes Erspartes abheben möchtest, so ist eine dreimonatige Kündigungsfrist einzuhalten. Bei Festgeldkonten hingegen bindest Du Dich meist über Monate oder gar Jahre. Verfügungen sowie Einzahlungen sind innerhalb dieser Frist grundsätzlich ausgeschlossen. Zwar bieten die Banken für Festgeldkonten meist bessere Konditionen, die Verfügbarkeit ist jedoch eingeschränkt. Ein Tagesgeldkonto ist also vor allem dann die beste Wahl, wenn Du Dein Geld für kurzfristige Ausgaben wie für einen Urlaub, unabsehbare Reparaturen oder aber den Kauf neuer Möbel ansparen möchtest.

Zinsen und Konditionen vergleichen

Bevor ein Tagesgeldkonto angelegt wird, solltest Du natürlich die aktuell besten Konditionen am Markt überprüfen. Am einfachsten ist eine solche Prüfung online möglich, da die Konditionen der meisten Kreditinstitute im Internet zur Verfügung stehen und hier rund um die Uhr abgerufen werden können. Dass ein solcher Vergleich sinnvoll ist, zeigt sich oft schon auf den ersten Blick, denn zwischen dem besten und dem schlechtesten Angebot können durchaus mehrere Prozentpunkte liegen. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass die Banken die Zinssätze für Tagesgeld in der Regel variabel vereinbaren und bei einer Eröffnung eines Tagesgeldkontos nur für einen bestimmten Zeitraum garantiert sind. Anders als bei Festgeldkonten, bei denen der Zinssatz während der Laufzeit konstant bleibt, können so Zinsänderungen auftreten. Daher ist es wichtig, dass Du Dich regelmäßig über die jeweils aktuellen Konditionen – auch anderer Institute – informierst. Ebenso wichtig wie die Höhe des Zinssatzes ist die Häufigkeit der Zinszahlung. Banken, die die Zinsen monatlich an ihre Kunden auszahlen, ermöglichen einen nicht zu vernachlässigenden Zinseszinseffekt, der bei jährlicher Zinszahlung nicht existiert.

Die Sicherheit der angelegten Gelder überprüfen

Da Du wahrscheinlich bei Deinem Tagesgeldkonto einen hohen Wert auf Sicherheit legen wirst, solltest Du vor einer Kontoeröffnung auch prüfen, wie Dein Geld abgesichert ist. Grundsätzlich gilt innerhalb der EU eine gesetzliche Absicherung für angelegte Gelder in Höhe von 100.000 Euro pro Person. Privatbanken in Deutschland sowie die Sparkassen und Genossenschaftsbanken verfügen zusätzlich über freiwillige, interne Sicherheitssysteme bzw. sind dem Deutschen Einlagensicherungsfonds angeschlossen. Bei den freiwilligen Einlagenschutzsystemen ist jedoch zu beachten, dass diese zwar größere Entschädigungssummen versprechen, auf diese aber kein Rechtsanspruch besteht. Kundengelder, die auf Tages-, Festgeld- oder Sparkonten angelegt sind, werden durch den Deutschen Einlagensicherungsfonds in Millionenhöhe geschützt. Lediglich Wertpapiere bleiben unberücksichtigt. Bei ausländischen Kreditinstituten besteht diese zusätzliche Sicherheit in der Regel nicht. Hier sind die Gelder meist nur bis zu 100.000 Euro geschützt. Wenn Du mehr Geld anlegen möchtest, solltest Du dieses also beispielsweise auf mehrere Kreditinstitute verteilen, um so das Verlustrisiko zu vermeiden. Grundsätzlich solltest Du im Vorfeld immer prüfen, bei welchem Einlagensicherungssystem ein Institut registriert ist – einige Banken haben sich nämlich anderen Einlagensicherungssystemen statt dem Deutschen Einlagensicherungsfonds angeschlossen. Sollte eine Bank insolvent gehen ist sie letztendlich mitunter auch auf Staatshilfen angewiesen, da es kaum einen Einlagensicherungsfonds gibt, der die Pleite eines Instituts komplett auffangen könnte. Die Finanzkraft des zugehörigen Staates solltest Du also auf keinen Fall vernachlässigen. Denke auch daran, dass im Falle einer Entschädigung der Schriftverkehr in der jeweiligen Sprache des zugehörigen Landes des Einlagensicherungsfonds stattfinden wird.

Einfache Kontoeröffnung und problemlose Kontoführung

Um die Gelder auf dem Tagesgeldkonto jederzeit nutzen zu können, ist Onlinebanking extrem wichtig. Dieses sollte einfach und übersichtlich sein, auch eine App, mit der Dir der Abruf des Kontostandes sowie Kontoverfügungen auch von unterwegs aus möglich sind, sind ebenfalls hilfreich. Die Kontoeröffnung sollte desweiteren online möglich sein und die erforderlichen Formulare auf der Internetseite zur Verfügung gestellt werden. Bei einigen Banken ist sogar eine einfache Kontoeröffnung per Videotelefonie. Der Gang in die Postfiliale entfällt mit diesem Verfahren, was viel Zeit und Nerven sparen kann. Wenn Du als Kunde keine Kontoeröffnung über das Internet wünschst, kannst Du alternativ natürlich auch zu einer Bank oder Sparkasse vor Ort gehen. Die Erreichbarkeit der Kundenbetreuer ist hier natürlich von entscheidender Bedeutung, um jederzeit das vorhandene Geld nutzen zu können.

Checkliste zur Eröffnung eines Tagesgeldkontos:

- Vergleich der Konditionen verschiedener Institute durchgeführt?
- Zinszahlung geklärt?
- Einlagensicherung überprüft?
- Erreichbarkeit der Bank bzw. benutzerfreundliches Onlinebanking sichergestellt?

 

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