Forex – Euro-Talfahrt und die Sorge um Griechenland

Der schwache Kurs des Dollars hat nicht nur Auswirkungen auf Exportraten und Touristenzahlen, sondern zeigt sich auch an den Aktivitäten am Forex-Markt. Besonders die Sorge, ob Griechenland nun im Euro bleibt oder austritt und die Auswirkungen eines möglichen Grexits belasten den Euro-Kurs weiterhin. Dies könnte Chancen für eine Spekulation auf andere Währungen wie etwa den US-Dollar oder den Schweizer Franken bieten.

Die aktuelle Euro-Entwicklung

icon_muenzenDer Euro, der anfangs als wichtiger Stabilitätsfaktor im gemeinsamen Währungsraum ins Leben gerufen wurde, verlor in den vergangenen Wochen stark an Wert. Hintergrund ist zum einen die Zins- und Geldpolitik der EZB, durch die immer neue Gelder in die Märkte gepumpt werden. Durch das Überangebot und die gleichzeitige Reduzierung der Nachfrage sinkt der Kurs gegenüber anderen Währungen, speziell gegenüber dem US-Dollar sowie dem Schweizer Franken. Aber auch gegenüber dem britischen Pfund sowie dem japanischen Yen konnte sich der Euro in den vergangenen Monaten nicht behaupten und markierte Tiefstwerte. Dies zeigt sich auch an den Aktivitäten am Forex-Markt. Speziell im März kam es zu historischen Höchstständen im Bereich der Shortpositionen. Dies zeigt, dass auch viele Anleger auf sinkende Kurse gesetzt haben und hiermit durchaus richtig lagen.

Geld 255

Weitere Sorgen um Griechenland

icon_Gespraech2Ob der Euro seine Talfahrt fortsetzt oder vielleicht doch zu einer Erholung ansetzt, entscheidet sich maßgeblich in Griechenland. Trotz intensiver Verhandlungen sind sich die Partner in Europa bislang noch keinen größeren Schritt näher gekommen, eine Einigung über mögliche Auszahlungen weiterer Hilfskredite konnte noch nicht getroffen werden. Nach wie vor besteht damit die latente Gefahr einer Staatspleite in Griechenland mit unkalkulierbaren Entwicklungen. Ein Austritt eines Landes aus der Euro-Zone hat es bislang noch nicht gegeben und Experten sind sich uneinig, was in einem solchen Fall passieren wird. Vor allem die mögliche Ansteckungsgefahr anderer Länder und der Vertrauensverlust an den Börsen seien nur schwer vorhersehbar. Ein weiterer Absturz des Euros könnte dann nicht mehr verhindert werden. Zwar schließt EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Junker einen Grexit erneut aus, abgewendet ist ein solches Szenario jedoch nach wie vor nicht.

Wie Anleger investieren sollten

icon_fragezeichenWenn auch Du am Forex-Markt aktiv bist, kannst Du aktuell durchaus von der Schwäche des Euros profitieren. Setzt Du beispielsweise auf Währungen wie den US-Dollar oder den japanischen Yen, kannst Du so durchaus Gewinne erzielen, auch wenn die Gemeinschaftswährung weiter fällt. Der US-Dollar jedoch ist aktuell ebenfalls in der Kritik, denn die schwachen Konjunkturdaten sowie das Verschieben einer Zinserhöhung haben für einen Dämpfer gesorgt. Dennoch kann hier eine Erholung einsetzen, denn die Verbraucherpreise sind im März 2015 das zweite Mal in Folge gestiegen. Dies spricht für eine weitere Erholung der amerikanischen Wirtschaft. Auch der Schweizer Franken ist ein solides Investment und kann sich nach dem Ende der Preisbindung durchaus positiv entwickeln. Sollte hingegen eine Einigung mit Griechenland über die weiteren Hilfskredite getroffen werden, könnte dies den Euro durchaus stabilisieren. In einem solchen Fall kannst Du wiederum durch ein Investieren in Euro attraktive Gewinne erzielen. Es kommt daher jetzt besonders darauf an, die Signale aus Politik und Wirtschaft rechtzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln.

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