Handykarte ohne Vertrag

Ohne Handykarte funktioniert kein Mobiltelefon. Erst die SIM Karte, wie sie genannt wird, identifiziert das Gerät nämlich. Nicht jeder mag aber gleich einen lang laufenden Telefonvertrag abschließen. Sei es, weil man die monatlichen Kosten vermeiden will, weil man sich nicht festlegen will oder weil man wegen schlechter Schufa schlicht keinen Handyvertrag bekommt. Für diese Fälle gibt es im Rahmen von Prepaid-Angeboten die Handykarte ohne Vertrag. 

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Handykarte ohne Vertrag mit Prepaid

Wer von einer Handykarte ohne Vertrag spricht, der meint damit ein Prepaid Angebot. Prepaid, das bedeutet zunächst einmal nur so viel wie "zuvor bezahlt". Grundsätzlich schließt man natürlich auch beim Kauf einer Prepaid SIM einen Vertrag, allerdings gibt es keine lang laufenden Verpflichtungen. 

Oft werden bei Prepaid Angeboten alle Dienstleistungen nach Verbrauch abgerechnet. Das funktioniert so wie bei einer Telefonzelle. Zunächst wird Geld eingezahlt, dann kann es vertelefoniert oder für SMS und Datenvolumen eingesetzt werden. 

Was ist eine Prepaid Karte Handy?
Ist das Guthaben aufgebraucht, lässt sich nicht mehr telefonieren. Das gilt für den Prepaid Tarif genauso wie für die Telefonzelle. Foto: Michael Fielitz @ Flickr (Creative Commons Lizenz)

Unter "Keine Grundgebühr" haben wir im Kapitel "Wer bietet die beste Handykarte" einen solchen Tarif vorgestellt. Allerdings gibt es mittlerweile auch Tarife, die ähnlich gestaltet sind wie reguläre Postpaid-Verträge. Bei Congstar unterscheiden sich beide Tarifarten tatsächlich nur in der Art der Bezahlung, einmal wird vorher (Pre-Paid), einmal nachher (Post-Paid) bezahlt. 

Auch hier können Prepaid-Angebote Vorteile haben. Man benötigt keine Schufa-Auskunft, der Tarif ist meist monatlich kündbar und endet spätestens, wenn das Guthaben aufgebraucht ist. Das bedeutet auch eine höhere Kostenkontrolle. Eingeschränkt ist die freilich bei einer Guthabenautomatik. Dann wird automatisch neues Geld eingezahlt, wenn das alte Guthaben aufgebraucht ist. Immerhin erhält der Nutzer dann eine Nachricht, die Transparenz ist also höher als bei einem Postpaid-Vertrag, wo der hohe Verbrauch erst auffällt, wenn die Rechnung am Ende des Monats kommt. Trotzdem sollte, wer Transparenz wünscht, auf eine Guthabenautomatik verzichten und lieber monatlich einen festen Betrag überweisen. Wird doch mal mehr verbraucht, wird Guthaben nachgekauft. 

 

Worauf achten?

Ein guter Anbieter sollte den günstigsten Tarif für den jeweiligen Verbrauch anbieten. Wer monatlich maximal 100 Minuten telefoniert, der braucht ein Angebot, das genau bei dieser Menge günstig ist. Ein Tarif mit 50 Freiminuten mag günstiger sein, doch dafür müssen dann alle darüber hinaus gehenden Telefonminuten einzeln abgerechnet werden - und das kann schnell teurer sein als ein gutes Paket. Ein anderer Anbieter mag dagegen 200 Minuten zu einem sehr günstigen Preis pro Minute anbieten, aber wenn am Ende 100 Minuten verfallen, bringen die Zusatzminuten keinen Vorteil. 

Dabei müssen Kunden natürlich bedenken, dass der Verbrauch monatlich schwankt. Oft ist es sinnvoll, ein paar Einheiten mehr zu kaufen. Denn im Paket sind sie nicht nur billiger, die monatlichen Kosten lassen sich auch einfacher kalkulieren. 

SMS Entwicklung Grafk
Seit dem Siegeszug der Smartphones geht es mit der Zahl der versendeten SMS steil bergab. Bild: Statistiker-Blog nach Daten von VATM Dialog Consult

Dagegen werden SMS von den meisten Telefonkunden kaum noch genutzt. Dienste wie Line, Threema, Yahoo Messenger und WhatsApp haben die klassische SMS weitgehend ersetzt. Vorteilhaft ist es deshalb, wenn Unternehmen nicht zwischen SMS und Telefonminuten trennen, sondern Einheiten anbieten, die sich für beides nutzen lassen, wie das etwa Vodafone tut. 

Für SMS und Telefongespräche wird nur das klassische GSM-Netz benötigt, das bei allen drei Netzbetreibern gut ausgebaut ist. Anders sieht es bei Datentarifen aus. Klassische Handys, heute als Feature Phones bezeichnet, brauchen natürlich kein Datenvolumen. Unter dem Begriff Handy werden aber teilweise alle Mobiltelefone verstanden, also auch Smartphones. 

Definition: Was meinen wir mit Handy?

Der Begriff Handy wird bis heute sehr unterschiedliche gebraucht. Einige verwenden den Begriff ganz allgemein für ein Mobiltelefon, andere meinen damit nur jene Geräte, die nicht smart sind und die offiziell Feature Phones heißen. Das musste auch die Stiftung Warentest erfahren, die Handyverträge unter die Lupe nahm und dabei auch solche mit Datenpaket auflistete. Nach der Meinung einiger Leser waren das aber Smartphone-Verträge. Eine ganz offizielle Definition gibt es nicht. Zumal das Wort Handy ohnehin ein Kunstwort und in dieser Bedeutung nur in Deutschland bekannt ist. Möglicherweise leitet sich der Begriff von der Bezeichnung Handie Talkie für ein Funkgerät der Firma Motorola ab, das im Gegensatz zum ersten Walkie Talkie nicht mehr auf dem Rücken getragen wurde, sondern in der Hand. Andere Quellen sehen in dem Wort die Schöpfung einer Werbeagentur. Um ganz sicher zu gehen, finden sich in diesem Beitrag zwei Tarife die sich gut für klassische Handys eigenen und einer, der vor allem für Smartphone-Besitzer geeignet ist. 

Wer bietet die beste Handykarte ohne Vertrag?

Weil als Handy oft nur klassische Feature Phones verstanden werden, haben wir zwei Tarife ausgesucht, die für diese Zielgruppe attraktiv sind, wobei der zweite für Smartphone-Besitzer ebenso gut geeignet ist. Der dritte Tarifvorschlag richtet sich dagegen vor allem an Smartphone-Besitzer. 

Tarifvorschlag 1: Keine Grundgebühr

Es gibt sie noch, die klassischen Handys mit denen man telefonieren und SMS versenden, aber nicht surfen kann. Für sie braucht man im Regelfall kein Datenvolumen. Außerdem werden diese Telefone meist von Nutzern gebraucht, die auch sonst keine großen Pakete brauchen, weil sie entweder generell das Mobiltelefon wenig nutzen oder es nur als Zweitgerät einsetzen. 

Smartphone Absatz Grafik
Die Zahl der verkauften Feature Phones ("Standard-Handys") sinkt, aber ganz verschwunden sind sie noch nicht. Zumal noch eine Reihe von älteren Geräten in Betrieb ist. Quelle: Statista

In diesem Fall ist die Einzelabrechnung von Gesprächen oft der günstigste Weg. Das macht die Auswahl natürlich einfach, denn wichtig sind dann vor alle niedrige Einheitenpreise. Die bietet beispielsweise n-tv go! Der Telefontarif wird zwar unter dem Namen des Nachrichtensenders n-tv betrieben, verantwortlich für die Dienstleistung ist aber vor allem GTCom, eine Tochter der Drillisch AG. Weil diese kein eigenes Netz besitzt, werden die Übertragungskapazitäten bei Teléfonica eingekauft, also dem Besitzer des O2 E-Netzes. Das Angebot ist weitgehend identisch mit dem von GTCom gemeinsam mit der Zeitung Kölner Express betriebenen Tarifs EXPRESSmobil

n-tv go! screenshot

Auch Daten können bei n-tv go! gekauft werden, wer aber den Basistarif ohne Grundgebühr wählt, bei dem werden sie per verbrauchten Megabyte abgerechnet. Das ist schnell teuer und lohnt sich nur, wenn man sehr selten mobile online geht. Die Datenübertragung sollte dann unterwegs immer ausgestellt werden. Wer das ohnehin tut und mit dem Smartphone nur über WLAN online gehen will, für den kann das Angebot deshalb sehr attraktiv sein. Will man ausnahmsweise unterwegs doch mal ins Netz, kann man die Datenfunktion einfach einstellen und zahlt einen niedrigen Preis je MB. 

Daneben gibt es für Smartphone-Nutzer auch eine Reihe von Paketangeboten. Für klassische Handys sind sie dagegen unattraktiv, weil sie immer auch ein Datenpaket mit enthalten. 

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Handytarif mit inkludiertem Guthaben

Für Smartphone-Nutzer ist die Einzelabrechnung von Daten nicht attraktiv. Aber auch für Besitzer von Feature Phones lohnt sich ein monatliches Telefonbudget oft. Bei vielen Anbietern spart man schon ab knapp 20 angefangenen Telefonminuten Geld, wenn man ein monatliches Minutenguthaben kauft. Dafür muss man gar nicht 20 Minuten telefonieren, denn jeder angefangene Anruf zählt bereits als eine Einheit. 

Für Besitzer klassischer Handys ist "Prepaid wie ich will" der Telekom-Tochter Congstar eine gute Wahl. Denn bei dieser Tarifoption können Nutzer die Zahl von Telefonminuten, SMS und das monatliche Datenvolumen individuell auswählen. Wer viel telefoniert, aber keinen Datentarif braucht, der kann beispielsweise 300 Telefonminuten und 100 SMS kaufen und das Guthaben an MB auf null setzen.

Aber auch mit einem Smartphone ist der Congstar-Tarif eine gute Wahl. Weil Congstar eine Tochter der Deutschen Telekom ist, nutzt das Unternehmen natürlich auch deren Netz - und das ist besonders dicht. Wer gerne surft und dabei auch Wert auf Geschwindigkeit legt, der dürfte allerdings LTE vermissen. Das bietet die Deutsche Telekom nämlich bisher nur über die Muttergesellschaft. 

Ein weiterer Nachteil ist, dass Einheiten für Telefonie und SMS nicht gegeneinander austauschbar sind. Vor allem wer kaum noch SMS schreibt, möchte sich oft kein eigenes Budget dafür leisten. Insgesamt macht Congstar aber ein sehr gutes Angebot. 

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Smartphonetarif mit LTE

Schon in wenigen Jahren wird es nach der Einschätzung der meisten Beobachter kein UMTS-Netz mehr geben. Denn LTE ist deutlich schneller und mittlerweile schon sehr gut ausgebaut. Das klassische GSM-Netz wird wohl für die Übertragung von Telefongesprächen noch ein bisschen überleben, Datenpakete werden dann aber ausschließlich über LTE verschickt.  

CallYa
Die Vodafone Angebote beinhalten jeweils LTE. 
 

Da bietet es sich an, gleich jetzt auf LTE umzusteigen, zumal sich das sofort in deutlich schnellerer Datenübertragung auszahlt. Congstar aber bietet bisher kein LTE, obwohl die Muttergesellschaft Deutsche Telekom in Deutschland das dichteste 4G-Netz betreibt.  

Das macht Vodafone besser, die Tarife sind ebenfalls preiswert und beinhalten alle LTE. Nötig ist das nicht zwingend, selbst HD-Filme lassen sich mit UMTS HDSPA ansehen. Lediglich bei Ultra-HD benötigt man das schnellere LTE. Aber natürlich macht das Surfen mehr Spaß, wenn die Internetseite mit allen Bildern sofort da ist und man nicht allzu lange warten muss. 

Ein weiterer Vorteil: Vodafone bietet ein gemeinsames Einheiten-Budget für SMS und Telefonminuten. Das bedeutet, wer nur selten SMS schreibt, der kann dafür einfach nicht verwendete Einheiten verwenden und muss sie nicht extra bezahlen oder ein SMS-Budget kaufen, das die meisten niemals aufbrauchen. 

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Die richtige Handykarte

Wer den richtigen Anbieter gefunden hat, der muss sich noch für die richtige Handykarte entscheiden. Der richtige Begriff dafür ist SIM-Karte, wobei die Abkürzung SIM für Subscriber Identity Module steht, also für Teilnehmer-Identitäts-Modul. 

Ohne diese Karte geht beim Mobiltelefon gar nichts, mittlerweile noch nicht einmal der Notruf. Das war früher möglich, allerdings häuften sich die Anrufe von "Spaßvögeln", die falsche Notrufe absetzten und ohne SIM-Karte nicht zu identifizieren waren. Mittlerweile ist die Handykarte deshalb auch für Anrufe bei 110 und 112 verpflichtend. Die Rufnummer zu unterdrücken bringt übrigens nichts, bei Notrufen wird die Nummer immer mitgesendet. 

Bis 2010 war die Wahl der richtigen SIM-Karte kein Problem. Praktisch alle Telefone verwendeten damals die sogenannte Mini SIM, die deswegen heute oft als Standard SIM bezeichnet wird. Full Size SIM, die etwa so groß waren wie eine Scheckkarte, hatten sich nicht lange gehalten. Die erste wurde Anfang der 1990er Jahre bei giesecke & devirent in München hergestellt, das Format wurde aber schnell durch die Mini SIMs ersetz, die mehr als zehn Jahre lang praktisch das einzig verwendete Format wareb. Dann kamen 2010 die kleineren Micro SIMs auf den Markt, 2012 dann die noch kleineren Nano SIMs. 

Welche Karte die richtige ist, zeigt meist ein Blick auf die technischen Daten des Handys. Ohnehin bieten die meisten Telefongesellschaften allerdings Triple SIMs. Denn der eigentliche Chip ist immer gleich groß, unterschiedlich groß ist nur das ihn umgebende Plasikmaterial. Die drei verschiedenen Formate sind meist vorgestanzt. 

Fazit

Wer einen Tarif für ein klassisches Handy sucht, der ist mit den Angeboten von Congstar und n-tv go! beziehungsweise EXPRESSmobil gut bedient. Die beiden letztgenannten Tarife sind vor allem für Gelegenheitsnutzer empfehlenswert, denn der Minutenpreis ist sehr niedrig. Die Möglichkeit Daten nach verbrauchten MB abzurechnen ist außerdem für alle Nutzer praktisch, die zwar ein Smartphone besitzen, aber im Regelfall nur über WLAN online gehen und die Möglichkeit haben wollen, in Ausnahmefällen auch mobil Daten abrufen zu können. Congstar dagegen überzeugt vor allem mit der Möglichkeit, den Verbrauch an Telefonminuten, SMS und Daten individuell festlegen zu können. Vodafone schließlich ist eine gute Wahl für Nutzer, die Wert auf schnelles LTE legen. Aber natürlich können im Einzelfall auch andere Anbieter die erste Wahl sein. Deshalb lohnt sich ein Blick in den Prepaid Karten Vergleich. 

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