Internetanbieter Preisvergleich: Der große Test!

Höhere Kosten müssen nicht unbedingt mehr Leistung bedeuten. Aber was heißt überhaupt "Leistung" bei einem Internetanbieter? Und wie viel Geschwindigkeit ist nötig? Und wer ist, unabhängig davon, der günstigste Anbieter?

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Internetanbieter Preisvergleich

Die Preise der Internetanbieter ändern sich ständig. Ein paar Anbieter sind aber traditionell gut und günstig. Soll heißen, sie bieten niedrige Preise und werden in unserem DSL Vergleich seit langem gut bewertet.

Da ist beispielsweise Vodafone Kabel. Das Unternehmen ging aus dem Fernsehkabelnetz der Deutschen Bundespost hervor. Das musste von der Deutschen Telekom als Nachfolgerin der Bundespost Fernmeldesparte verkauft werden und wurde in verschiedene Regionalpakete aufgeteilt. Aus einem ging Kabel Deutschland hervor, dass schließlich vom britischen Mobilfunkunternehmen Vodafone übernommen wurde und seitdem den Namen Vodafone Kabel trägt. Dagegen ist TeleColumbus Dachgesellschaft mehrerer regionaler Kabelnetzbetreibern.

Kabel Deutschland Preis
In der Übersicht taucht der Tarif Internet & Phone 10 zunächst nicht auf...
Vodafone Kabel Preis
...erst wenn man einen Festnetztarif aufruft wird er als Alternative aufgeführt.

Das Fernsehkabelnetz ist vor allem für seine hohen Übertragungskapazitäten bekannt. Allerdings gibt es auch hier Tarife mit geringerer Übertragungsgeschwindigkeit und dafür niedrigerem Preis. Meist gilt, dass die Kabel-Tarife bei gleichem Preis eine höhere Geschwindigkeiten bieten. Kabelfernsehen muss übrigens niemand abonnieren, wenn man über Vodafone Kabel oder TeleColumbus surfen will. Allerdings gibt es besondere Angebote, mit denen Kunden Internet, Kabelfernsehen und Mobilfunk kombinieren können - entweder alle drei oder nur zwei Dienste.

Ohne Festnetz
Wer nur mit dem Smartphone telefoniert, der braucht keinen Festnetzanschluss mehr.

Vergleichsweise günstig ist auch der Congstar Homespot. Das Kölner Unternehmen ist eine Tochter der Deutschen Telekom und vor allem für seine Mobilfunktarife bekannt. Es bietet neben klassischen DSL-Tarifen aber auch den sogenannten Homespot. Das ist ein LTE-basiertes WLAN-System, allerdings bietet es keinen Festnetzanschluss. Telefonieren müssen Kunden dann entweder über Dienste wie Skype oder mit dem Handy.

Ein weiterer Nachteil ist die Begrenzung des Datenvolumens. Ähnlich wie beim mobilen Internet wird das Tempo gedrosselt, sobald ein festgelegtes Budget verbraucht wurde, beispielsweise 20 GB.

Dem stehen aber mehrere Vorteile gegenüber, nämlich

  • dauerhaft niedriger Preis,
  • schneller als ähnlich günstiger Kabel-Tarif,
  • LTE ist verbreiteter als schnelles DSL.

Auch Vodafone macht ein ähnliches Angebot wie Congstar, es ist allerdings etwas teurer. Dafür sind Datenvolumen und Übertragungsgeschwindigkeit höher. Wer auch einen Mobilfunkvertrag bei Vodafone abgeschlossen hat, der erhält einen deutlichen Preisnachlass. Das Angebot ist dann nur wenig teurer als das Konkurrenzangebot von Congstar.

Vodafone und Congstar sind die Spitzenreiter im Internetanbieter Preisvergleich. Allerdings ist der Verzicht auf einen Telefonanschluss und die Begrenzung des Datenvolumens bei Congstar nicht jedermanns Sache. Und Vodafone Kabel ist leider nicht in allen Regionen verfügbar. Es bleiben die DSL-Angebote der beiden Anbieter als Alternative - oder ein Blick in unseren Qomparo Vergleich.

Wie gut sind Congstar und Vodafone? Schreibe uns von Deinen Erfahrungen. 

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Der Qomparo Vergleich

Wenn Kabelanschluss nicht verfügbar und der Congstar Homespot nicht ausreichend ist, dann bleiben als Alternative zunächst noch die DSL-Angebote der beiden Firmen. Wer auch da nicht fündig wird, der sollte einen Blick in unseren Qomparo Vergleich werfen.

Der funktioniert ganz einfach. Nutzer geben an, ob sie das Unternehmen weiterempfehlen können. Das geht am schnellsten mit der Quick-Bewertung direkt aus der Ergebnisliste. Daumen nach oben heißt natürlich "ein empfehlenswerter Anbieter", der gesenkte Daumen das Gegenteil. Besser aber, man ruft zunächst den Erfahrungsbericht auf, denn dort lässt sich auch ein Detailurteil abgeben.

DSL Vergleilch
Der Qomparo DSL Vergleich 2018.

Die Ergebnisse sieht man in den vier Spalten hinter dem Anbieter-Logo, nämlich

  1. die allgemeine Empfehlungsrate,
  2. DSL-Angebot,
  3. monatliche Kosten,
  4. Flexibilität.

Alle vier Angaben basieren auf dem Urteil von Nutzern. Der wichtigste Wert ist die allgemeine Empfehlungsrate. Sie gibt an, welcher Prozentsatz der Abstimmenden das Unternehmen weiterempfiehlt. Haben von zwölf Kunden neun auf den Daumen nach oben geklickt und drei auf den nach unten, liegt die Empfehlungsrate also bei 75 Prozent. Die genaue Zahl der Stimmen bekommt man angezeigt, wenn man mit dem Mauszeiger über den Kreis fährt.

Stiftung Warentest DSL Vergleich
Bei der Stiftung Warentest berechnet sich das Gesamtergebnis aus den einzelnen Untergruppen. Bei uns ist das Verfahren einfacher, Nutzer empfehlen eine Marke oder raten von ihr ab. Bild: Stiftung Warentest

Anders als bei der Stiftung Warentest wird das Gesamtergebnis nicht aus den Einzelergebnissen berechnet. Beide sind zunächst einmal unabhängig voneinander. Allerdings wird wohl kaum ein Nutzer einen Anbieter empfehlen, wenn er ihm in allen drei Unterkategorien schlechte Noten gibt.

Schon auf den ersten Blick ist ersichtlich, wer gut ist und wer nicht. Denn die besten Anbieter stehen natürlich ganz oben. Auch die Farbe des Kreises gibt Auskunft. Grün ist er, wenn mindestens zwei von drei Nutzern den  Anbieter empfehlen. Sind es weniger wird er zunächst gelb und bei einer Empfehlungsquote von weniger als einem Drittel dann rot. Hat bisher kein einziger Nutzer eine Empfehlung ausgesprochen bleibt er komplett schwarz.

Der Detail-Vergleich

Wer genauere Informationen will, der kann einen detailierten Erfahrungsbericht aufrufen. Will man sich dagegen zunächst einen Überblick über mehrere Anbieter verschaffen, dann hilft einen Blick in den Direktvergleich. Die beiden Kandidaten lassen sich entweder über das Menü oberhalb der Ergebnisliste auswählen oder aber indem man ein Häkchen in der Spalte "Direktvergleich" setzt. 

Qomparo Vergleich
Vorausgewählt sind beim Direktvergleich die Firmen mit der besten Gesamtbewertung.

Kunden werden dann die wichtigsten Informationen zu den beiden ausgewählten Firmen angezeigt, beispielsweise die Preise pro Monat oder die Einrichtungsgebühr. Wer mehr als zwei Anbieter vergleichen will, kann das nach dem K.O.-Prinzip tun, wie man es von Sportwettkämpfen kennt. Bei vier Anbietern lässt man jeweils zwei gegeneinander antreten. Die beiden Sieger bestreiten dann ein "Finale". 

Comparo Vergleich
Der Qomparo Vergleich

Wer seinen Favoriten gefunden hat, kann entweder zunächst noch den Erfahrungsbericht lesen oder über einen Link direkt zu dem Anbieter gelangen. Dort kann er sich weiter informieren oder gleich einen Vertrag abschließen.

Wie viel Tempo brauche ich?

Teurere Anbieter sind nicht unbedingt schneller. Innerhalb eines Anbieters bekommt man für mehr Geld aber meistens auch mehr Leistung. Der Tarif Vodafone Internet & Phone 500 bietet deutlich mehr Geschwindigkeit als der Tarif Internet & Phone 10. Wie der Name schon erahnen lässt liegt die maximale Download-Geschwindigkeit einmal bei 10 MBit pro Sekunde und einmal bei 500 MBit pro Sekunde.

Maxome Streaming
Streaming-Dienste wie Maxdome und Netflix brauchen ausreichend schnelle Leitungen. Die Latenzzeit ist dagegen nicht so wichtig.

Deshalb ist der billigste Tarife nicht immer die beste Wahl. Stattdessen müssen Kunden sich zunächst fragen, wie viel Geschwindigkeit sie brauchen und dann im Internet Preisvergleich den Anbieter suchen, der hier das bestes Angebot macht.

Dafür sollte man zunächst zwei verschiedene Dinge trennen, nämlich die Übertragungsgeschwindigkeit und die Latenzzeit. Letztere gibt die Zeit an, die vom Abschicken eines Befehls bis zum Eintreffen des ersten Teils der Antwort vergeht. Gebräuchlich ist auch die Bezeichnung Ping, eine Abkürzung für„Packet Internet Groper“, also frei übersetzt Netzwerk-Datenpaket-Abtaster.

Screenshot skyDSL
Satellitengestützte Systeme wie skyDSL haben oft eine besonders lange Latenzzeit.

Besonders groß ist diese Latzenzzeit bei satellitengestützten Diensten wie skyDSL. Das Signal läuft zunächst vom Sender zum Satellit und von dort wieder zurück auf die Erde zum Empfänger. Selbst wenn der fast sofort reagiert muss das Signal wieder übers All zurück.

Wichtiger ist aber in der Praxis meistens die Übertragungsrate. Sie gibt an wie viele Daten pro Sekunde übertragen werden, sobald die Verbindung erst einmal in Gang gekommen ist. Gemessen wird dieser Wert in MBit oder GBit pro Sekunde. Dabei ist zu beachten, dass acht Bit einem Byte entsprechen und somit acht MBit (Megabit) ein MB (Megabyte) sind.

Den Unterschied zwischen Latenzzeit und Übertragungsrate kann man sich wie bei einem Wasserrohr vorstellen. Die Latenzzeit misst, wie viel Zeit zwischen dem Aufdrehen des Wasserhahns und dem Ankommen des Wassers am Rohrende vergeht. Dagegen ist die Übertragungsrate die Menge des Wassers, die pro Sekunde aus dem Rohr sprudelt.

Was ist wichtig?

Üblicherweise ist die Übertragungsgeschwindigkeit wichtiger als die Latenzzeit. Eine Verzögerung von 0,7 Sekunden ist lang, aber auf die Dauer die das Herunterladen einer großen Datei benötigt hat sie kaum Einfluss. Denn die Latenzzeit tritt ja bei einem großen Download nur einmal auf. Wer beispielsweise Musik oder Filme streamt, der hat eine kleine Wartezeit, doch dann läuft alles bei ausreichend hoher Übertragungsrate flüssig.

Deezer Screenshot
Beim Streaming von Musik oder Filmen hat die Latenzzeit nur wenig Bedeutung. Anders sieht es bei Computerspielen aus.

Anders sieht es in diesem Fall bei einer zu niedrigen Übertragungsrate aus. Einige Streamingdienste bieten die Möglichkeit Filme zunächst herunterzuladen und später anzusehen, allerdings meist nicht für alle Filme und Serien. Beim "echten" Streaming führt eine niedrige Geschwindigkeit dagegen dazu, dass das Bild ständig "einfriert" und man warten muss, bis die nächste Sequenz geladen ist.

Genauer gesagt müsste man von der Downloadgeschwindigkeit sprechen, also dem Tempo beim Herunterladen von Daten. Für das Hochladen, beispielsweise das Einstellen von Videos und Fotos in soziale Netzwerke oder in einen Blog, gelten nämlich meist andere, niedrigere Geschwindigkeiten.

Streaming
Filme werden immer seltener physisch ausgeliehen und immer häufiger gestreamt. Mit Konsequenzen nicht nur für die Videotheken, sondern auch für die Datennetze.

Ist die Latenzzeit also egal? Nein, vor allem bei Online-Computerspielen sieht die Sache anders aus. Wer hier einen Schwertkampf führt, für den kann eine Latenzzeit von schon einer halben Sekunde tödlich sein - zumindest für seinen Avatar.

Welche Internetgeschwindigkeit brauche ich wofür?

Fürs Streamen gering auflösender Videos, zum Musik hören, fürs Versenden von E-Mails und das Surfen reicht schon ein Anschluss mit 10 MBit pro Sekunde. Wer Filme in hoher Auflösung sehen will, braucht allerdings etwas mehr, ebenso wer klassisches Fernsehen übers Internet sehen will (IPTV). 16 MBit sollten es mindestens sein, für HD-Fernsehen sogar noch mehr.

Nachrichtenseite
Wer nur Nachrichtenseiten wie Spiegel Online, Focus.de, Bild online oder den (satirischen) Postillion (im Bild) lesen will braucht keinen teuren Internetanschluss mit 400 MBit pro Sekunde.

Noch mehr braucht, wer regelmäßig große Datenpakete herunterladen muss. Das ist vor allem dann der Fall, wenn der Internetanschluss auch beruflich genutzt wird. Umfangreiche Pläne wie sie Architekten und Ingenieure erstellen, Datensätze für Statistiker und Datenwissenschaftler, all das ist mit großen Datenmengen verbunden. Wer nicht stundenlang warten will, braucht also noch mehr Tempo.

Die Angaben gelten ohnehin nur, wenn man den Anschluss alleine nutzt. Denn wenn die Tochter Musik übers Internet hört, der Sohn ein Hörspiel, die Mutter eine Serie streamt und der Vater einen Film, dann bleibt von den 10 MBit für den Einzelnen womöglich nicht mehr viel übrig.

Außerdem gelten die Angaben, wie erwähnt, nur für den Download. Wer Daten verschicken will, braucht auch eine hohe Upload-Geschwindigkeit. Bei den meisten Angeboten für Privatkunden liegt die deutlich unter der Downloadgeschwindigkeit, man spricht deshalb auch von asymmetrischem DSL oder ADSL. Für Unternehmen machen Firmen wie Versatel aber besondere Angebote.

Fazit

Vor allem beim Surfen übers alte Fernsehkabel erhält man oft viel Geschwindigkeit für wenig Geld. Anbieter wie TeleColumbus oder Vodafone Kabel bieten nicht nur besonders schnelle Tarife, sondern auch einige besonders günstige. Zwar sind die günstigsten Tarife der beiden Firmen nicht schneller als die der Konkurrenz, die das klassische Telefonnetz der Deutschen Telekom nutzen. Allerdings bieten sie meist mehr Tempo fürs gleiche Geld. Sie sind deshalb oft auch eine gute Wahl, wenn man nicht den billigsten Tarif auswählt. Denn wer Filme in hoher Auflösung streamen oder große Datenmengen empfangen und versenden will, der braucht schon mindestens 16 MBit pro Sekunde. Vorausgesetzt er lebt alleine, denn wenn mehrere Nutzer den gleichen Anschluss verwenden steht natürlich für den einzelnen weniger Tempo zur Verfügung. Kabelfernsehen muss man übrigens nicht abonnieren, um übers Kabelnetz surfen zu können. Leider ist Internet übers Fernsehkabel nicht überall möglich. Ebenfalls günstig sind einige LTE-Tarife wie beispielsweise von Congstar, die LTE nutzen und deshalb auch in vielen ländlichen Gebieten zur Verfügung stehen. Allerdings ist das Datenvolumen bei diesen Tarifen begrenzt und einen Festnetzanschluss erhält man im Regelfall auch nicht. Trotzdem ein attraktives Angebot.

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