iTAN, mTAN, chipTAN, photoTAN? – Durchblick im TAN-Dschungel

Um im Onlinebanking eine Überweisung abschließen und absenden zu können, wird neben den eigentlichen Login-Daten eine zusätzliche Transaktionsnummer – die TAN-Nummer – benötigt. Die klassische TAN-Liste hat hierfür jedoch bereits seit Längerem ausgedient. Neue Verfahren, die von der iTAN über die SMS-TAN bis hin zum TAN-Generator reichen, sind nicht nur bequemer sondern auch weitaus sicherer. Diese Verfahren wollen wir Dir im Folgenden erklären und herausstellen, wo genau die Unterschiede der einzelnen Verfahren liegen.

Zwei Kanäle für höhere Sicherheit

Obwohl bereits zahlreiche Banktrojaner unterwegs sind, ist sicheres Onlinebanking für Dich als Bankkunde nach wie vor möglich. Wichtig ist jedoch, eines der sicheren TAN-Verfahren einzusetzen. Sie werden über einen zweiten Kanal zur Verfügung gestellt und bieten somit eine höhere Sicherheit. Als erster Kanal gilt dabei entweder der PC, das Smartphone oder der Laptop, über den der Zugang zum Onlinebanking mittels Browser oder Banking-Software hergestellt wird. Um sicher zu sein, dass keine Trojaner aktiv sind, ist auch die Installation eines Antiviren-Programms sinnvoll. Sie zeigen, wenn Manipulationen an Deinem PC vorgenommen wurden und begrenzen so ein mögliches Risiko. Deine TAN, mit der Du beispielsweise Überweisungsvorgänge abschließen kannst, wird schließlich über einen zweiten Kanal – etwa über Dein Handy – zur Verfügung gestellt. So ist ein Abfangen der Transaktionsnummer nahezu unmöglich.

Das iTAN-Verfahren

Das iTAN-Verfahren wurde laut Handelsblatt bereits vor einigen Jahren eingeführt und war die Nachfolgeversion des klassischen TAN-Verfahrens, bei dem die Bank eine Liste von 100 TAN gedruckt hat, die dann nacheinander genutzt werden konnten. Beim iTAN-Verfahren kann nur noch die vom Bankrechner genannte TAN-Nummer eingesetzt werden. Nach Eingabe der Überweisungsdaten verlangt das Programm dann beispielsweise die TAN-Nummer 49. Wird nicht genau diese eingegeben, kann die Überweisung nicht abgeschickt werden. Selbst wenn Betrüger also einige TAN-Nummern besitzen, ist es recht unwahrscheinlich, dass genau diese Nummer dann auch gefordert wird.

Die mTAN aufs Handy

Eine weitere Variante der TAN-Erstellung ist die mTan (auch smsTAN genannt), die mittlerweile von vielen Banken angeboten wird. – so zum Beispiel auch von der DAB Bank. Nach Eingabe der Überweisung forderst Du als Kunde eine TAN-Nummer an, die dann per SMS auf Dein Handy gesendet wird. So wird sichergestellt, dass zwei Kanäle genutzt werden, die unabhängig voneinander arbeiten. Ebenso wie beim iTAN-Verfahren ist natürlich auch beim mTAN-Verfahren die erstellte Nummer nur einmal gültig. Wurde sie verbraucht, kann die SMS gelöscht werden, denn bei der nächsten Überweisung wird wieder eine neue TAN-Nummer generiert. Zusätzliche Sicherheit bietet das mTan-Verfahren auch dadurch, dass die versendete TAN nur eine bestimmte Zeit lang – beispielsweise 5 Minuten – gültig ist und dann verfällt, d.h. eine neue Transaktionsnummer angefordert werden muss, um den Vorgang abzuschließen.

Das chipTAN-Verfahren

Da Sicherheit beim Onlinebanking enorm wichtig ist, haben einige Banken zusätzlich das chipTAN-Verfahren im Angebot. Bei diesem Verfahren wird zwischen zwei Ausprägungsformen unterschieden: Dem manuellen und dem optischen chipTAN-Verfahren. Bei dem optischen chipTAN-Verfahren erhältst Du nach dem Eingeben und Absenden der Überweisung auf dem Computer-Bildschirm eine optische Schnittstelle in Form einer Grafik angezeigt, die mit einem chipTAN-Generator, den Du bei Deiner Bank erhältst, gelesen werden kann. Hierfür musst Du Deine Bankkarte einfach in den dafür vorgesehenen Karteneinschub des Generators schieben und dann den chipTAN-Generator so an Deinen Computer-Bildschirm halten, dass dieser die erzeugte Grafik lesen kann. Zur Kontrolle wird auf Deinem TAN-Generator nochmal die Kontonummer des Überweisungsempfängers, der Überweisungsbetrag sowie natürlich die erzeugte TAN angezeigt. Diese Transaktionsnummer musst Du dann nur noch auf der Online-Banking-Seite Deiner Bank eingeben und schon ist der Überweisungsvorgang sicher abgeschlossen. Beim manuellen chipTAN-Verfahren wird statt der Grafik eine TAN angezeigt, die Du manuell in den TAN-Generator eingeben musst, der Dir letztendlich eine neue TAN erzeugt. Dieses Verfahren wird unter anderem bei der Consorsbank angeboten.

Das photoTAN-Verfahren

Zu den neusten TAN-Verfahren gehört das photoTAN-Verfahren. Um dieses nutzen zu können benötigst Du neben Deinem PC auch ein Smartphone, welches QR-Codes lesen kann. Hierfür stehen kostenlose Apps zur Verfügung, die Du ganz einfach in Deinem App-Store herunterladen kannst. Nach dem Erstellen der Überweisung wird ein bunter Pixel-Code erzeugt, der dann entschlüsselt werden kann. Auf dem Display erscheint dann die TAN-Nummer, die Du nun zum Abschluss der Transaktion eingeben kannst. Wer bislang noch kein Smartphone mit entsprechender App besitzt, kann etwa bei der Comdirect oder der Commerzbank ein spezielles Lesegerät ordern, welches entsprechend eingesetzt werden kann.

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