Kleiner Einblick in die Welt des Hedgings

Der Begriff des Hedgings (to hedge = etwas absichern) bezeichnet ein Sicherungsgeschäft, das sowohl im Währungs- als auch im Aktienhandel häufig genutzt wird. Hierbei ist es möglich, sich zumindest teilweise gegen Aktien- oder Währungskursverluste abzusichern und so die Transaktionen weitgehend sicher zu gestalten. Ein perfekter Hedge, also der Ausschluss jeglicher Risiken, ist jedoch kaum möglich.

Hedging in der Theorie

Durch das Eingehen einer weiteren Handelsposition, die eng mit der ersten Position verknüpft ist, können die Risiken des Erstgeschäfts durch Kursgewinne im Zweitgeschäft nahezu ausgeglichen werden. Wichtig ist dabei natürlich, dass die jeweiligen Einzelpositionen negativ korrelieren, also nicht die gleiche Richtung vorweisen. Hast Du beispielsweise Telekom-Aktien im Portfolio und rechnest mit einem Kursrückgang, kannst Du nun gleichzeitig eine Short-Position über CFDs eingehen. Sinkt der Kurs der Aktie tatsächlich, wird der Kurs des CFDs deutlich steigen. So können die Kursverluste auf der einen Seite mit den Kursgewinnen auf der anderen Seite kompensiert werden. Zu beachten ist jedoch, dass auch CFDs erhebliche Kursschwankungen aufweisen und daher zu Verlusten führen können. Sollte der Aktienkurs nämlich wider Erwarten nicht sinken, würde der CFD erhebliche Verluste erzielen und dabei womöglich die Aktiengewinne übersteigen.

So funktioniert’s: Ein kleines Hedging-Beispiel aus der Praxis

Ein Händler aus Deutschland verkauft seine Fertigprodukte via Termingeschäft. In einigen Monaten verpflichtet er sich dazu, beispielsweise 5.000 Hefte zu einem festgelegten Preis von einem US-Dollar zu verkaufen. Bei einem Wechselkurs von 1,30 Euro pro US-Dollar wäre der Deal insgesamt 6.500 Euro wert. Da der US-Dollar wie alle Währungen jedoch starken Schwankungen unterworfen ist, kann das Geschäft zum Liefertermin – der ja in der Zukunft liegt – sowohl mehr als auch weniger Wert sein. Mit Hilfe des Hedgings ist es möglich, zum heutigen Tag ein Währungsgeschäft abzuschließen und sich so zum Liefertermin einen fixen Wechselkurs zu sichern. Verluste wären in diesem Fall ausgeschlossen. Lediglich bei einer günstigeren Entwicklung, also wenn der Euro stark an Wert gewinnen würde, wäre das Sicherungsgeschäft nachteilig, denn an den Währungskursgewinnen kann der Händler dann nicht mehr teilhaben.

Diese Geschäfte kommen in der Praxis häufig vor und werden auch beim Kauf oder Verkauf von Rohstoffen gern genutzt, sofern das dafür notwendige Fachwissen im Unternehmen vorhanden ist. Genau dieses fehlt aber laut einer Umfrage des Handelsblatts einigen Unternehmen. Neben institutionellen Anlegern und großen Unternehmen hast aber auch Du als Anleger die Möglichkeit, Hedge-Positionen einzugehen, hiermit Dein Depot abzusichern und schließlich die Anlagerisiken zu reduzieren.

Wie Du als Anleger vom Hedging profitieren kannst

Wenn auch Du als Anleger die Risiken Deiner Geldanlagen reduzieren möchtest, kannst Du etwa in den CFD-Handel einsteigen. CFDs sind sowohl als Short- als aber auch als Long-Position zu haben und bieten damit die Möglichkeit, das Depot in beide Richtungen abzusichern. Beim Handel mit Rohstoffen ist es beispielsweise wichtig das Währungskursrisiko abzusichern, da mit sinkendem US-Dollar auch die Rohstoffpreise sinken. In diesem Fall kannst Du mit dem Währungspaar USD/EUR „long gehen“ und damit auf einen sinkenden US-Dollar setzen. Sinkt der Dollar dann tatsächlich, kannst Du etwaige Verluste aus dem Rohstoffgeschäft mit dem CFD auffangen. Bei der Absicherung von Aktiengeschäften hingegen benötigst Du eine Short-Position. Letztlich ist es natürlich auch möglich, Edelmetalle in physischer Form durch den Kauf eines CFD abzusichern.

War der Artikel hilfreich?
0 x 0 x

Kommentar hinterlassen

Sicherheitsfrage:?

Mögliche Zeichen: 1000
Senden

Ihr habt gewählt. Das sind die besten Anbieter im Bereich: AKTIENDEPOT