Kostenlose SCHUFA –Auskunft – So geht’s!

Die SCHUFA Holding AG, kurz SCHUFA genannt, speichert zahlreiche Daten über natürliche Personen, um deren Kreditwürdigkeit beurteilen zu können. Als Verbraucher hast Du einmal pro Jahr das Recht, eine kostenlose SCHUFA -Auskunft zu erhalten, um Dich über die hier gespeicherten Daten zu informieren. Die dazu notwendigen Formulare für die kostenfreie Auskunft sind allerdings auch auf den Seiten der SCHUFA nicht leicht zu finden. Daher bieten wir Dir hier einen kleinen Leitfaden, wie Du Deinen Antrag auf SCHUFA-Auskunft richtig stellst und wo Du die dazu notwendigen Dokumente findest.

Was macht die SCHUFA eigentlich?

Die Vorgängerin der SCHUFA, die Schutzgemeinschaft zur Absatzfinanzierung, wurde bereits in den 1920er Jahren in Berlin gegründet. Gespeichert wurden Daten zur Zahlungsmoral der Bürger, die dann bei weiteren Kreditvergaben als Entscheidungsgrundlage genutzt werden konnten. Auch heute noch sollen die Daten helfen, die Bonität der Kunden besser einschätzen zu können. Per Ende 2013 verfügte die SCHUFA über rund 700 Millionen Einzeldaten, die von rund 66 Millionen Bundesbürgern stammten. Neben den persönlichen Daten wie Name, Anschrift und Geschlecht werden auch Informationen zu Kredit- und Leasingverträgen, Kontoeröffnungen und vergebenen Kreditkarten gespeichert. Auch die Einrichtung von Telekommunikationsverträgen sowie von Kundenkonten im Handel wird gemeldet. Die Daten stammen dabei von den Geschäftspartnern der SCHUFA, zu denen neben Banken und Sparkassen auch Telekommunikations- und Handelsunternehmen, der Versandhandel sowie Inkassounternehmen gehören können.

Der SCHUFA-Score – Das Mysterium der SCHUFA

Deine Kreditwürdigkeit, also die Bonität, ist bei einer Vielzahl von Abwicklungen von Geschäften wichtig. Daher fordern die Unternehmen sowohl bei neuen Handyverträgen als auch bei Kreditverträgen die Daten der SCHUFA an. Neben den eigentlichen Informationen – also der Höhe bereits bestehender Verbindlichkeiten sowie deren Rückzahlung – meldet die SCHUFA auch den sogenannten SCHUFA-Score. Dieser wird aus verschiedenen Faktoren ermittelt, die jedoch von der SCHUFA nicht offengelegt werden und wohl auch weiterhin ein Geheimnis bleiben. In jedem Fall spielen der Verschuldungsgrad, die Zahlungsmoral, aber auch der Wohnort und das Alter eine Rolle bei der Berechnung des SCHUFA-Scores. Obwohl nicht vollständig klar ist, wie dieser Score-Wert berechnet wird, greifen die Banken oft vorbehaltlos darauf zurück, wodurch es unter Umstände zu einer Kreditablehnung kommen kann. Sollte ein Kreditantrag von Deiner Bank aufgrund der SCHUFA-Daten abgelehnt worden sein, solltest Du eine SCHUFA-Auskunft anfordern. Diese Anforderung ist einmal pro Jahr kostenfrei.

SCHUFA-Auskunft – Einmal pro Jahr kostenfrei

Seit dem 01. April 2010 hast Du als Verbraucher das Recht, einmal pro Jahr eine kostenfreie SCHUFA-Auskunft anzufordern. Sie zeigt Dir, welche Daten über Dich gespeichert und welche Einträge im Detail bei der SCHUFA vorliegen. Auch der SCHUFA-Score wird angegeben. Solltest Du weitere Auskünfte benötigen, werden allerdings Gebühren fällig. Sofern Unstimmigkeiten oder gar falsche Einträge vorliegen, kannst Du Dich natürlich an die SCHUFA wenden und eine Berichtigung fordern. Am besten legst Du hierzu die notwendigen Unterlagen in Kopie bei, um die Bearbeitung zu beschleunigen. Mitunter haben auch die Banken wichtige Informationen zu zurückgezahlten Krediten noch nicht gemeldet. Auch hier kannst Du eine Richtigstellung fordern, indem Du Dich an die jeweilige Bank wendest. Um die kostenfreie Auskunft nutzen zu können, wird ein entsprechend hierfür vorgesehenes Formular benötigt. Verbraucherschützer bemängeln seit langem, dass dieses nicht direkt auf der Startseite zu finden, sondern erst über Umwege zu erreichen ist.

So findest Du das Formular für die kostenlose SCHUFA-Auskunft

Zunächst einmal was Du nicht tun solltest: Auf der Startseite der SCHUFA findest Du als Verbraucher lediglich das Formular für die kostenpflichtige Anforderung der Auskunft. Dieses solltest Du daher in keinem Fall anklicken! Du gehst vielmehr unter der Rubrik "Privatkunden" auf "Auskünfte" und nutzt hier den Menüpunkt "Datenübersicht nach §34 Bundesdatenschutzgesetz", durch den Du auf eine Übersichtsseite gelangst, auf der Du zwischen der kostenpflichtigen und der kostenlosen SCHUFA-Auskunft wählen kannst, deren abgedeckte Leistungen Dir jeweils gegenübergestellt werden. Natürlich wählst Du die kostenlose Auskunft. Nach einem Klick auf "Jetzt bestellen" gelangst Du auf den Eintrag "Datenübersicht". Hier wählst Du noch die gewünschte Sprache aus und endlich öffnet sich dann die gewünschte PDF-Datei, die Du nun nur noch ausfüllen und per Post an die SCHUFA schicken musst. Damit Deine Identität einwandfrei festgestellt und die Datensicherheit gewahrt werden kann, musst Du zusammen mit dem Formular auch eine Kopie Deines Personalausweises bei der SCHUFA einreichen. Falls Dein Ausweis beispielsweise abgelaufen ist, ist es ebenfalls möglich eine Kopie Deines Reisepasses inklusive Meldebescheinigung einzureichen. Bürger anderer Staaten sollten in jedem Fall die Identitätsfeststellung per Reisepass und Meldebescheinigung nutzen.

 

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