Modernisierung finanzieren – Für jedes Vorhaben die passende Finanzierungsvariante

Aufgrund der derzeit niedrigen Zinsen investieren viele Hausbesitzer in die eigenen vier Wände. Mit Modernisierungs- und Renovierungsmaßnahmen sorgen sie dabei nicht nur für mehr Wohnqualität, sondern auch den Werterhalt ihrer Immobilie. Mit den aktuell niedrigen Zinsen lassen sich derartige Maßnahmen zudem besonders günstig finanzieren. Wir listen Dir hier die verschiedenen Kreditvarianten auf und zeigen Dir, welcher Kredit für welches Vorhaben am besten passt.

Für kleinere Vorhaben – der Ratenkredit

Der Ratenkredit gehört mittlerweile zu den beliebtesten Krediten. Mit ihm kannst Du viele verschiedene Vorhaben finanzieren, denn einen festen Verwendungszweck gibt es nicht. Je nach Bank ist die Aufnahme des Kredites bereits ab 1.500 Euro möglich, die maximale Finanzierungssumme liegt vielfach bei 50.000 Euro. Somit ist diese Finanzierung vor allem für kleinere Vorhaben bestens geeignet. Der Zins richtet sich bei Ratenkredite in erster Linie nach Deiner Bonität, also nach dem vorhandenen Einkommen, dem Haushaltsüberschuss sowie dem Verschuldungsgrad. Je besser Deine Bonität bewertet wird, desto günstiger ist die Finanzierung. Die Zinsspannen reichen dabei von 2,99 bis 15,95 Prozent. Der große Vorteil von Ratenkrediten ist ihre Standardisierung. Hierdurch entfällt nicht nur die Absicherung, sondern der Kredit kann auch ganz bequem online aufgenommen werden. Über Direktbanken hast Du außerdem oft die Möglichkeit deutliche Einsparungen zu erzielen. Hier ist ein Vergleich der einzelnen Konditionen das A und O. Was Du neben den unterschiedlichen Konditionen noch alles bei der Aufnahme eines Kredites beachten solltest, findest Du auch in unserem Artikel „Kreditaufnahme - Auf diese Dinge solltest Du Acht geben!“.

Modernisierungskredite als spezielle Ratenkredite

Eine spezielle Form des Ratenkredites ist der Modernisierungskredit. Auch er zeichnet sich durch feste monatliche Raten und einen Festzins während der Kreditlaufzeit aus. Allerdings wird der Modernisierungskredit nur speziell für Modernisierungs- und Renovierungsvorhaben vergeben – mit entsprechendem Nachweis. Als Kreditnehmer musst Du etwa mit Handwerkerrechnungen belegen, wofür die Gelder verwendet werden. Die Finanzierung eines Autos ist demnach mit diesem Kredit nicht möglich. Zu beachten ist außerdem, dass Modernisierungskredite in der Regel nur an Menschen mit Immobilienbesitz vergeben werden. Der Hintergrund ist die bessere Bonität von Hausbesitzern. Schließlich können sie im Ernstfall durch den Verkauf des Objektes Geldmittel erzielen und so eventuell vorhandene Kreditschulden zurückzahlen. Die Konditionen von Modernisierungskrediten liegen in den meisten Fällen unter denen von Ratenkrediten. Ein weiterer Unterschied zeigt sich in den Laufzeiten. Werden Ratenkredite maximal bis 84 Monate vergeben, können Modernisierungskredite bis 120 Monate und demnach über zehn Jahre hinweg in Anspruch genommen werden. Auch die Kreditsummen sind höher, sie reichen oft bis zu einer Kredithöhe von 75.000 Euro. Zudem bieten die Banken meist einen Festzins, der unabhängig von der Bonität ermittelt wird. Dieser liegt je nach Angebot zwischen 3,45 und 6,99 Prozent. Damit kannst Du auch bei einer nicht ganz so optimalen Bonität günstig finanzieren.

Die klassische Baufinanzierung für größere Vorhaben

Als Hausbesitzer, der sein Haus umfassend renovieren oder modernisieren will, kannst Du natürlich auch klassische Baufinanzierungsdarlehen der Banken in Anspruch nehmen. Sie werden durch die Eintragung einer Grundschuld abgesichert und sind daher aufgrund der höheren Sicherheit besonders günstig zu haben. Darlehen mit fünfjähriger Zinsbindung sind aktuell bei einwandfreier Bonität und ausreichendem Immobilienwert bereits für 1 bis 1,5 Prozent zu haben, bei einer Zinsbindung von zehn Jahren steigt der Zins leicht auf 1,3 bis 1,8 Prozent. So günstig waren Baudarlehen bislang noch nie. Baudarlehen eignen sich jedoch nur für Kredite ab 30.000 Euro, denn für die Grundschuldeintragung werden meist Kosten zwischen 150 und 400 Euro fällig. Diese musst Du natürlich in die Kosten-Nutzen-Rechnung mit einbeziehen. Der niedrigere Zins kann hier schnell durch derartige Zusatzkosten aufgefressen werden. Daher ist es wichtig den Zinsvergleich bei den verschiedenen Darlehensvarianten inklusive aller Zusatzkosten vorzunehmen.

Förderdarlehen der KfW Bankengruppe

Darlehen zu Modernisierungszwecken finden sich auch bei der KfW Bankengruppe. Wenn Du Dein Haus beispielsweise energetisch sanieren willst, stellt Dir die KfW mit dem Programm 151 ein zinsgünstiges Darlehen für nur ein Prozent zur Verfügung. Für Maßnahmen zum Umbau Deines Hauses zu einem Energieeffizienzhaus stellt die KfW Förderdarlehen von bis zu 75.000 Euro zur Verfügung. Für Einzelmaßnahmen wie etwa den Austausch von Fenstern oder die Dämmung des Dachgeschosses, stehen bis zu 50.000 Euro zur Verfügung. Der große Vorteil hierbei ist, dass die KfW auch einen Tilgungszuschuss von 22,5 Prozent gewährt, sodass Du nur einen Teil des Geldes zurückzahlst. Für die Fachplanung und die Baubegleitung werden nochmals 50 Prozent der anfallenden Kosten, maximal 4.000 Euro als Zuschuss angeboten. Grundsätzlich bietet sich ein solches KfW Darlehen natürlich als Finanzierungsalternative zum Bankkredit an. Die Beantragung ist über die Hausbank und die dortigen Finanzierungsberater möglich. Da diese bei einem KfW Darlehen jedoch nur eine geringe Provision erzielen, wird dieser oft nur als Ergänzung und damit als Baustein der Finanzierung angeboten. Eine ausschließliche KfW-Finanzierung ist somit nur in den seltensten Fällen möglich.

Bauspardarlehen als Finanzierungsoption

Eine ebenfalls sehr gern genutzte Finanzierungsvariante ist die Bausparfinanzierung. Ein Bauspardarlehen bietet Dir als Kunde nämlich zahlreiche Vorteile. Diese reichen von einem günstigen Festzins für die gesamte Laufzeit über ein jederzeitiges Sondertilgungsrecht bis hin zur Möglichkeit der nachrangigen Finanzierung. Bis zu Beträgen von 30.000 Euro gewähren viele Bausparkassen ihre Darlehen zudem blanko, also ohne Grundschuldeintrag. Damit müssen hier wiederum keine Zusatzkosten beachtet werden. Ein Bauspardarlehen kannst Du allerdings nur dann nutzen, wenn Du auch einen Bausparvertrag abgeschlossen hast. Ist dieser zuteilungsreif, kannst Du das Bauspardarlehen nutzen und die Kreditsumme auszahlen lassen. Ist noch kein Bausparvertrag vorhanden und Du willst dennoch eine Bausparfinanzierung nutzen, kannst Du auch ein Vorausdarlehen in Anspruch nehmen. Die Bank oder Bausparkasse gewährt in diesen Fällen einen tilgungsfreien Kredit, für den Du während der Laufzeit ausschließlich Zinszahlungen leistest. Gleichzeitig wird der Bausparvertrag mit monatlichen Beiträgen angespart. Ist der Vertrag schließlich in der Zuteilung, kann mit dem ausgezahlten Bauspardarlehen das Vorausdarlehen abgelöst werden.

Wenn Du noch weitere Informationen zu diesem Thema möchtest, findest Du hier noch ein paar nützliche Tipps für Deine Baufinanzierung.

 

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