Online-Banking – Wie Du Zeit und lästige Gebühren sparst

Wie viele andere Unternehmen stehen auch Banken unter einem hohen Kostendruck. Alles, was sich nicht automatisieren lässt, braucht Personal und Personal kostet Geld. Diese Kosten werden über Gebühren an die Kunden weitergegeben. Nimm doch einmal die letzte Monats- oder Quartalsabrechnung Deines Girokontos zur Hand: Wenn Du ein Konto bei einer Filialbank führst, wirst Du vermutlich feststellen, dass sich eine beträchtliche Summe an Gebühren angesammelt hat. Mittlerweile werden immer mehr Leistungen, die früher selbstverständlich im Grundpreis des Kontos enthalten waren, nur noch kostenpflichtig erbracht, zum Beispiel eine simple Überweisung auf Papier.

Wer im Internet surft, kann auch Online-Banking

Diese Gebühren kannst Du mit einem online geführten Girokonto leicht vermeiden. Oft bietet sogar die eigene Bank eine Online-Variante der Kontoführung an – dann entfällt der Aufwand, vielen Zahlungsempfängern eine neue Bankverbindung mitteilen zu müssen. Ein Vergleich der Konditionen lohnt aber, denn reine Direktbanken können wegen ihrer geringeren Kosten das Girokonto zu viel günstigeren Konditionen anbieten als Unternehmen, die ein großes Filialnetz unterhalten.

Die DAB Bank bietet beispielsweise eine komplett kostenlose Kontoführung für Dein Girokonto. Als Neukunde erhältst Du sogar ein Startguthaben von 50 €. Ist Dein Konto im Plus, gibt es eine kleine Verzinsung von derzeit 0,10 % jährlich. Und wenn es das Geld in einem Monat mal nicht reichen sollte, stehen Dir ohne Gehaltsnachweis 500 € Dispokredit zur Verfügung – und das zu einem niedrigen Zinssatz von derzeit 7,50 %. Wenn Du häufig Deinen Dispokredit nutzen musst, solltest Du auch hier die Konditionen mit Deinem jetzigen Konto vergleichen – viele Banken verlangen Dispozinsen von über 10 %.

Auch die Consorsbank bietet ein kostenloses Girokonto. Neben 50 € Startguthaben, die hier allerdings von einem regelmäßigen Gehaltseingang abhängig sind, kannst Du bei diesem Konto noch zehn Cent Prämie für jede Kartenzahlung bis maximal 100 € im Jahr verdienen. Der variable Dispozins beträgt hier zurzeit 8,03 % effektiv, aber damit immer noch weit niedriger als bei den meisten Filialbanken.

Und wie komme ich an mein Geld?

Die kostenlosen Angebote der Direktbanken umfassen in der Regel eine Bankkarte – zum Beispiel eine Girocard, die Du vielleicht noch unter der alten Bezeichnung EC-Karte kennst – und eine Kreditkarte. Mit der Bankkarte bekommst Du Geld kostenlos bei bestimmten Banken und Kooperationspartnern. Bei der DAB Bank sind das zum Beispiel die Unternehmen der Cash Group sowie teilnehmende Shell- und OMV-Tankstellen, REWE- und Penny-Supermärkte. Auch Cortal Consors hat entsprechende Abkommen mit rund hundert Kooperationspartner sowie den Filialen von REWE, Penny, Netto und Toom. Mit der Kreditkarte kannst Du an vielen Geldautomaten weltweit und ohne Gebühr Bargeld abheben. Das ist besonders im Urlaub außerhalb des Euro-Raums praktisch, denn Du musst Dich nicht um einen Geldumtausch kümmern, sondern gehst einfach nach Ankunft im Urlaubsland an einen beliebigen Geldautomaten und ziehst Dir Geld in der Landeswährung. Der Wechselkurs ist meist erheblich günstiger als beim – oft gebührenpflichtigen – Umtausch im Heimatland. Abgesehen von der Bargeldversorgung gibt es nur sehr wenige Bankgeschäfte, die man nicht online erledigen kann. Überweisungen, Daueraufträge und Kontoauszüge verwaltest Du bequem über die bedienungsfreundlichen Oberflächen der Bankportale im Internet. Den Weg in die Bankfiliale kannst Du Dir ebenso sparen wie das lästige Abheften von Kontoauszügen oder das Sammeln von Überweisungsbelegen in Papierform. Und solltest Du wirklich einmal eine Zahlung per Scheck erhalten – wie oft ist das in den letzten Jahren vorgekommen? – steht Dir selbstverständlich der Postweg zur Scheckeinreichung offen.

Sicherheitsstandards beim Online-Banking

Wenn man sich nicht leichtsinnig im Internet bewegt, ist Online-Banking eine sichere Sache. Fehler beim manuellen Ausfüllen eines Überweisungsträgers – ein Zahlendreher in der Kontonummer oder beim Überweisungsbetrag – sind ebenso schnell passiert wie beim Tippen am Rechner oder auf dem Mobilgerät, aber man hat keine Möglichkeit mehr, sie zu korrigieren, wenn die Überweisung einmal abgegeben ist. Die Webseiten der Banken prüfen soweit möglich die Plausibilität der Daten. Eine falsche IBAN wird dank Prüfziffern sofort erkannt, und man kann die Überweisung gar nicht erst abschicken. Bevor Du eine Transaktion durch Eingabe einer TAN – eine eindeutige Transaktionsnummer – genehmigst, kannst Du alle Daten übersichtlich zusammengefasst noch einmal in Ruhe prüfen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat auf einer speziellen Website alle wichtigen Regeln zusammengestellt, die Du für sicheres Online-Banking beachten solltest. Auch das Institut für Internet-Sicherheit der Westfälischen Hochschule berät umfassend zu diesem Thema. Schau Dir bei der Auswahl Deiner Online-Bank auch an, welche technischen Möglichkeiten jeweils geboten werden. Das mobileTAN-Verfahren – kurz mTAN – bei dem Dir die TAN per SMS zugesendet wird oder auch das smartTAN-Verfahren, bei dem die TAN über einen TAN-Generator ausgegeben wird, gelten nach heutigem Standard als sicher. Alle TAN-Verfahren im Überblick findest Du auch nochmal ausführlich erläutert auf der Seite des BSI.

Checkliste für den Konto-Umzug

Steht die Entscheidung zum Wechsel Deines Girokontos fest, solltest Du Dir eine Checkliste für den Kontoumzug anlegen. Viele Anbieter stellen hierzu nützliche Übersichten bereit wie zum Beispiel die Checkliste der DAB Bank.

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