Prepaid Anbieter mit Micro SIM: Wer bietet die kleinen SIM-Karten?

icon_informationImmer kleiner sind die SIM-Karten in den vergangenen Jahren geworden. Für Kunden bedeutet das: Augen auf bei der Auswahl der SIM-Karte. Denn sonst kann es passieren, dass sie später nicht ins Smartphone passt. Aktuell sind vor allem drei Formate verbreitet, nämlich Mini-SIM (manchmal auch als Standard-SIM bezeichnet), Micro-SIM und Nano-SIM. Die gute Nachricht für Verbraucher ist, dass praktisch alle Anbieter aus unserem Vergleich auch eine Micro SIM anbieten. 

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Was ist eine Micro SIM?

Die Micro SIM tauchte erstmals mit dem iPhone 4 auf. Seitdem müssen sich Verbraucher mit unterschiedlichen SIM Größen herumschlagen. Denn mittlerweile gibt es auch eine noch kleinere Variante, die Nano SIM. 

Die Abkürzung SIM steht für Subscriber Identity Module, also Teilnehmer Identitäts-Modul. Damit wird der jeweilige Teilnehmer vom Telefonnetz erkannt. Das hat den Vorteil, dass man beim Kauf eines neuen Mobiltelefons einfach die Karte aus dem alten in das neue Gerät einlegen und sofort weiter telefonieren kann.  

Button SIM aktivieren von Bild mobil
Mit der SIM Karte wird der Teilnehmer erkannt. Nach dem Kauf muss sie zunächst aktiviert werden. 

Der Standard wurde ursprünglich vom Europäischen Institut für Telekommunikationsnormen konzipiert, die erste SIM-Karte der Welt wurde 1991 vom deutschen Unternehmen Giesecke & Devrient für den finnischen Mobilfunkbetreiber Radiolinja herstellt. 

Die ersten SIM-Karten hatten noch die Größe einer Scheckkarte und wurden nur in das Mobiltelefon gesteckt, so wie eine EC-Karte, die man an der Supermarktkasse ins Lesegerät einführt. Das Format erwies sich aber als unpraktisch, weshalb Full-Size SIMs heute nicht mehr verwendet werden. Allerdings werden viele SIM-Karten heute noch immer im Scheckkartenformat ausgeliefert, die entsprechende Mini, Micro oder Nano SIM wird dann herausgebrochen und der Rest weggeworfen. 

Ein deutlich längeres Leben hatten die Mini SIM Karten. Sie haben sich bis heute gehalten und werden oft auch als Standard SIM bezeichnet. Bis 2010 hatten praktisch alle SIM Karten für neue Geräte diesen Formfaktor. Dann kam erst die Micro und 2012 noch die Nano SIM. 

Micro SIM selber bauen

Grundsätzlich unterscheiden sich alle vier SIM-Formate nicht in der Größe des eigentlichen Chips. Schon seit der Einführung der Mini SIM gibt es Anleitungen, um aus einem großen ein kleineres Format zu machen. Beispielsweise lassen sich Schablonen ausdrucken, die auf die SIM Karte gelegt werden und anzeigen, wie viel Plastikmaterial abgeschnitten werden muss. 

Gerade beim Umstieg auf die Nano SIM raten die meisten Hersteller aber davon ab, denn mittlerweile muss man so nahe am Chip vorbei schneiden, dass schon ein kleiner Fehler ihn zerstört. 

Verschiedene SIM-Karten-Größen, von links nach rechts: Full-Size SIM, Mini SIM, Micro SIM und Nano SIM. Quelle: Cvdr basierend auf einer Arbeit von Justin Ormont's. Erstellt mit Inkscape. Von Wikipedia unter Lizenz CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0).

Alternativ gibt es auch SIM-Karten, bei denen die Ränder schon vorgestanzt sind, so dass sich die jeweils kleinere Größe ohne Hilfsmittel herauslösen lässt. Umgekehrt gibt es auch Adapter, mit deren Hilfe sich beispielsweise eine Nano SIM in einen Schacht für eine Micro SIM einsetzen lässt. 

Möglich ist das, weil die eigentliche Elektronik immer gleich groß ist. Bei der Nano Sim gibt es aber kaum noch die Karte umgebendes Plastikmaterial, will man noch kleiner werden, müsste auch die Elektronik schrumpfen. Sollte eines Tages eine noch kleinere Piko SIM auf den Markt kommen, könnte man also nicht mehr so einfach umsteigen.

Angedacht ist aber auch, die SIM fest ins Gerät zu integrieren, so dass sie nicht mehr gewechselt werden kann. Bei einem Eigentümerwechsel des Smartphones müsste der Übergang dann natürlich auch beim Telekommunikationsunternehmen erfasst werden. Einfach die SIM Karte herausnehmen und die des neuen Besitzers einlegen, das geht dann nicht mehr. 

Ein großer Vorteil der SIM Karten: Wenn das Mobiltelefon an einen neuen Besitzer übergeht, nimmt man einfach die Karte heraus. Der neue Eigentümer legt dann seine ein und kann es sofort nutzen. Foto: H2O @ Flickr

Wo gibt es die Micro SIM?

Bei den großen Anbietern wie Deutsche Telekom, Vodafone oder O2 und ihren Tochtergesellschaften gibt es SIM Karten in allen drei gebräuchlichen Größen, also als Mini, Micro oder Nano SIM. Welche davon man braucht, ist abhängig vom Gerät. Ältere Telefone brauche meist eine Mini SIM ("Standard SIM"), neue und teure Geräte dagegen die Nano SIM. 

Die meisten Telekommunikationsunternehmen bieten deshalb eine sogenannte Triple SIM. Dabei lässt sich das gewünschte Format einfach herausbrechen. Mit anderen Worten: Wer eine Micro SIM braucht, sucht am einfachsten im Prepaid Vergleich das beste Angebot. Gezielt einen Mirco SIM Anbieter muss man nicht suchen. 

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Neue SIM für neues Telefon

Was aber, wenn man noch eine alte Mini SIM besitzt und das neue Gerät aber eine Micro SIM braucht. Oder wenn das alte Telefon eine Nano SIM hatte, das neue aber eine Micro SIM braucht? 

Der erste Fall dürfte häufiger vorkommen und lässt sich auf drei Arten lösen. Wie bereits erwähnt kann mit Hilfe einer Schablone die Mikro SIM einfach kleiner geschnitten werden. Das ist zwar nicht schwer, aber natürlich besteht immer das Risiko, etwas zu viel wegzuschneiden und die Karte so zu zerstören. 

Micro SIM selber machen
Mit solcherlei High Tech Werkzeug kann aus der Mini SIM eine Micro SIM werden. Foto: Erich Ferdinand @ Flickr - Lizenz https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de

Alternativ kann man beim Mobilfunkbetreiber auch gleich eine neue SIM Karte anfordern. Das kostet allerdings Geld. Wer mit dem Anbieter nicht völlig zufrieden ist, der sollte den Kauf eines neuen Mobiltelefons deshalb dafür nutzen, auch einen neuen Prepaid Vertrag abzuschließen. Dafür können zwar auch Gebühren anfallen, das Geld kann man mit einem günstigeren Tarif aber gleich wieder einsparen. Bei einer Bindung für zwölf oder 24 Monate verzichten viele Unternehmen außerdem auf die Gebühr. 

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Welche SIM Karte brauche ich?

Die Wahl der SIM Karte hängt vom jeweiligen Mobiltelefon ab. Ältere Handys benötigen im Regelfall eine Mini SIM, also die größte der drei noch auf dem Markt vorhandenen Varianten. Erst 2010 kam mit dem iPhone 4 die Micro SIM auf den Markt, die Nano SIM ist noch einmal zwei Jahre jünger. 

Allerdings dürften gar nicht mehr so viele Telefone aus dieser Zeit noch in Betrieb sein, schließlich hat sich in diesen Jahren technologisch einiges getan. Aktuelle Geräte verwenden meistens eine Nano SIM, wie ein Blick in das Handy-Angebot von winSIM zeigt. 

A-Netz Funktelefon
Dieses A-Netz-Funktelefon Typ B7 des Nürnberger Herstellers TeKaDe aus dem Jahr 1963 kannte noch keine SIM Karte. Von © Túrelio (via Wikimedia-Commons), 2007 /, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4064461

Einige ältere Geräte sind noch mit einer Micro SIM ausgestattet, die größeren Mini SIMs werde fast gar nicht mehr bei Neugeräten verwendet. Welche Karte die richtige ist, steht meist bei der Produktbeschreibung. Bei Internethändlern gibt es oft eine Rubrik "Technische Details", in denen solche Fragen geklärt werden. 

Wer das Telefon bereits in der Hand hält und keine Bedienungsanleitung dazu hat, dem bleibt meist nur die Möglichkeit einen Blick in das Gerät zu werfen. Dann ist meist schnell klar, ob es sich um eine Nano, Micro oder Mini SIM handelt. 

Congstar im Schnelltest

Congstar ist die Discount-Tochter der Deutschen Telekom. Mit dem Anbieter telefoniert man deshalb im D1-Netz, die Tarife sind aber gegenüber der Muttergesellschaft meist deutlich günstiger. Das liegt auch daran, dass man auf Angebote wie "Handy für 1,- Euro" verzichtet. Denn natürlich werden die Telefone von den Konkurrenten nicht verschenkt, sondern über die Mobilfunkrechnung refinanziert. 

Hier ist Congstar transparenter. Wer aktuell nicht genug auf der hohen Kante für ein neues iPhone oder Samsung Galaxy hat, der kann es auch monatlich finanzieren. Die Summe aus Finanzierungsgebühr und Telefontarif ist dann zwar kaum noch günstiger als ein Tarife, bei dem es ein Smartphone "kostenlos" dazu gibt, aber das Bezahlmodell ist transparenter - auf einen Blick wird klar, was das Mobiltelefon wirklich kostet. Der ein oder die andere wird dann doch zu einem günstigeren Modell greifen. 

Ein weiterer Pluspunkt: Congstar bietet mit "Congstar wie ich will" beziehungsweise "Prepaid wie ich will" die Möglichkeit, sich einen Tarif individuell zusammenzustellen. Wer beispielsweise keine SMS versendet, der kann die Zahl der monatlich gekauften Kurzmitteilungen auf Null stellen. Dann spart er entweder Geld oder er erhöht dafür die Zahl der Telefonminuten oder des Datenvolumens. Wer dagegen ein klassisches Handy (Feature Phone) ohne Internetzugang besitzt, der kann auch das Datenvolumen reduzieren. Wer weder Datenvolumen noch SMS und Telefonminuten auswählt, der muss monatlich keine Grundgebühr bezahlen und rechnet einfach nach verbrauchten Einheiten ab.

Alternativ dazu lässt sich auch einfach der Standardtarif Smart Mix oder einer der sogenannten Mix-Tipps für Einsteiger, Normalnutzer oder Vielsurfer wählen. 

ADSL Definition
Wer unterwegs mit dem Tablet PC Filme streamt, hat sein Datenvolumen schnell aufgebraucht.

Sehr positiv ist die Internet-Flat bei Congstar. Natürlich lässt sich mit dem Tarif nicht unbegrenzt mit Höchstgeschwindigkeit surfen, vielmehr wird die Geschwindigkeit deutlich reduziert, sobald das vorher gebuchte Budget von 100 bis 1.o00 MB aufgebraucht ist. 

Dann hat jeder Nutzer die Wahl, ob er zusätzliches Tempo nachkauft oder lieber mit reduzierter Geschwindigkeit weiter surft. Zumal das Versenden von Textnachrichten oder das Aufrufen der aktuellen Wettervorschau, von Fußballergebnissen oder Börsenkursen auch mit reduziertem Tempo gut möglich ist. Nur das Herunterladen von Bildern oder das Ansehen von Internetseiten mit vielen Grafiken macht dann keinen Spaß, das Streamen von Videos funktioniert gar nicht mehr. 

Wer einen Vertrag abschließt, bekommt immer eine sogenannte Triple SIM. Dabei lässt sich aus dem Rahmen entweder eine Mini, Micro oder Nano SIM herausbrechen. Das hat auch den Vorteil, dass der spätere Umstieg leicht ist. Wer noch ein Smartphone mit Micro SIM besitzt und später auf eines mit Nano SIM umsteigt, kann einfach die alte SIM Karte weiter verwenden. 

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Vodafone im Schnelltest

Neben der Deutschen Telekom mit ihrer Tochter Congstar betreibt Vodafone das größte Mobilfunknetz in Deutschland. Nach einer Untersuchung der Zeitschrift Computerbild schlägt das britische Unternehmen die ehemalige Bundespost sogar bei der Netzabdeckung mit UMTS (3G). Die Telekom hat zuletzt nämlich vor allem auf LTE (4G) gesetzt und bietet hier, ebenso wie beim klassischen Mobilfunknetz GSM (2G), das dichteste Netz. Aber weil LTE noch teuer ist, kann UMTS eine gute Alternative sein. 

D2 Mannesmann privat Logo
Das Logo von D2 Mannesmann vor der Übernahme durch Vodafone. Der Schwerindustriekonzern hatte Anfang der 1990er als erster Konkurrent zur Deutschen Bundespost ein privates Mobilfunknetz aufgebaut. Später wurde das gesamte Unternehmen von der britischen Vodafone aufgekauft. Die Briten waren aber nur am Mobilfunksektor interessiert, der Rest wie die Röhrenherstellung oder der Anlagenbauer Mannesmann Rexroth wurde wieder verkauft. Bild: Johnny S. 20:09, 8. Apr. 2011 (CEST) - Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=35447649

Die Preise für Postpaid-Verträge sind allerdings vergleichsweise hoch. Das liegt auch daran, dass sie üblicherweise ein preisreduziertes oder kostenloses Smartphone erhalten. Wer darauf verzichtet, erhält als Ausgleich zwar ein Startguthaben, insgesamt sind die Postpaid-Tarife aber dennoch teuer. 

Deutlich günstiger sind die Prepaid-Angebote unter dem Namen CallYa. Sie können teilweise durchaus mit denen von Discountern wie Congstar mithalten. Im Gegensatz zu den Kölnern, die ohne die kostenpflichtige Zusatzfunktion "Daten-Turbo" noch nicht einmal die volle 3G - Geschwindigkeit anbieten, gibt es bei Vodafone sogar LTE. Das Unternehmen verzichtet mittlerweile auf die Datenautomatik, bei der automatisch neues Datenvolumen nachgekauft wird, sobald das alte aufgebraucht ist. Vielmehr surfte man dann mit reduzierter Geschwindigkeit weiter und kann selbst entscheiden, ob man Geld für weitere Datenpakete ausgeben will. 

Ein großer Pluspunkt von Vodafone CallYa ist die Tatsache, dass Nutzer ein gemeinsames Einheiten-Budget für SMS und Telefonminuten bekommen. Jede Telefonminute und jede SMS kostet eine Einheit. Das ist praktisch, weil viele Nutzer kaum noch SMS schreiben. Ein SMS-Paket lohnt sich deshalb meist nicht, bei Vodafone können dagegen nicht genutzte Telefonminuten für die SMS verwendet werden.  

Wie Congstar sendet Vodafone seinen Kunden eine Triple SMS zu, die sich sowohl als Mini- als auch als Micro- und Nano-SIM verwenden lässt. Auf seiner Website bietet das Unternehmen auch eine Datenbank, mit deren Hilfe Kunden herausfinden können, welche SIM-Größe ihr Mobiltelefon benötigt. 

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Fazit

Der Trend bei den SIM-Karten geht zu immer kleineren Formaten. Die Full-Size-SIM in Scheckkartengröße gibt es heute praktisch nicht mehr, aber auch die häufig als Standard-SIM bezeichnete Mini SIM ist bei neuen Geräten selten geworden. Micro SIM und Nano SIM beherrschen das Feld. Die meisten Anbieter senden neuen Kunden eine Triple SIM zu, aus der sich das entsprechende Format herausbrechen lässt. Bei der Wahl des Mobilfunkanbieters muss die SIM-Größe deshalb keine Rolle spielen. Vielmehr sollten Kunden auf günstige Preise, eine hohe Netzdichte und faire Tarife achten. Das bieten aktuell unter anderem Congstar und die Vodafone CallYa Tarife. Mehr Infos gibt's in unserem Prepaid Vergleich.

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