Prepaid Handytarif ohne Internet - Ja, das gibt's noch!

icon_informationEin Prepaid Handytarif ohne Internet wird immer noch häufig nachgefragt. Für manche ist es eine bewusste Entscheidung unterwegs nicht online zu sein, andere wollen Geld sparen und wieder andere brauchen einen Tarif für ihr Zweitgerät oder suchen etwas für den Nachwuchs. Wir zeigen, welche Tarife es gibt und worauf man achten muss. Zu unseren Favoriten beim Prepaid Handytarif ohne Internet gehört das Angebot von Congstar. Wer weiß, was er will, kann direkt im Vergleich seine persönliche Nummer 1 finden.

Prepaid Handytarif ohne Internet - Inhalt:

  • Die Situation aktuell
  • Worauf Kunden achten sollen
  • Angebote im Vergleich

Smartphone weiter auf dem Vormarsch

Seit Apple das erste iPhone auf den Markt brachte, hat sich der Markt für Mobiltelefone deutlich gewandelt. Der allergrößte Teil der heute vertriebenen Geräte sind Smartphones. Sogenannte Feature Phones, also klassische Handys, machen nur noch einen kleinen Teil der Verkäufe aus.

Prepaid ohne Smartphone
Die Zahl der verkauften Feature Phones, also Mobiltelefonen ohne Smartphonefunktionen, sinkt weiter. Die tatsächliche Verbreitung dürfte aber höher liegen, denn die Geräte werden oft lange genutzt.

Allerdings werden sie im Regelfall auch deutlich länger genutzt als Smartphones. Das liegt nicht nur daran, dass man telefonieren und SMS schreiben mit den alten Geräten oft genauso gut kann wie mit den neuen. Wer sich gegen ein Smartphone entscheidet, tut das oft aus Kosten- oder Umweltschutzgründen. Und diese Klientel nutzt ihre Geräte natürlich generell länger.

Aber nicht nur für ein Feature Phone benötigt man einen Prepaid Handytarif ohne Internet. Auch einige Smartphone-Nutzer wollen so Geld sparen und nutzen die Online-Funktionen nur dort, wo WLAN vorhanden ist.

Die Telefonhersteller bewerben diese Tarife nur ungern, denn damit lässt sich nicht viel Geld verdienen. Doch es gibt sie nach wie vor. Wir zeigen die besten.

Worauf Nutzer achten müssen

Prepaid-Tarife überzeugen vor allem durch ihre Flexibilität. Anders als bei Postpaid-Verträgen gibt es im Regelfall keine Mindestlaufzeit. Beim Vertragsvergleich müssen Nutzer deshalb nur auf vier Kriterien achten:

  • Kosten je Einheit
  • Einmalkosten
  • Netzqualität
  • Verfügbarkeit von Guthabenkarten und Auflademöglichkeiten

Prepaid und Postpaid

Umgangssprachlich unterscheidet man bei Mobilfunktarifen Prepaid-Angebote und Verträge. Auch Prepaid-Angebote können aber wie Verträge ausgestaltet sein, also mit monatlichen Gebühren und darin enthaltenen Telefonminuten und SMS.

Genauer trifft es deshalb die Bezeichnung Postpaid. Sie bedeutet schlicht, dass statt vorher (Pre) danach (Post) bezahlt (Paid) wird.

Die Kosten

Wichtig sind natürlich vor allem die Kosten - und die setzen sich bei Prepaid-Angeboten im Regelfall aus zwei Komponenten zusammen, nämlich den

  • Anfangskosten und den
  • Kosten je Einheit.

Im Gegensatz zu einem Vertrag, bei dem der Telefongesellschaft monatlich feste Gebühren zufließen, weiß sie bei Prepaid-Angeboten meist nicht, wie viel ihr ein neuer Kunde einbringt. Im schlimmsten Fall dient das Handy nur dazu angerufen zu werden und sie verdient nichts. Die Kosten für die Einrichtung eines neuen Anschlusses entstehen dem Dienstleister aber trotzdem. Deshalb wird dafür meist eine Startgebühr verlangt. Beim Vergleich müssen Kunden darauf achten, ob in dieser bereits ein Guthaben enthalten ist.

Wichtiger sind meistens aber die laufenden Kosten, bei einem Prepaid Handytarif ohne Internet also jene für Telefonminuten und SMS.

A-Netz Funktelefon
Egal ob D1, D2 oder o2-Netz, die Abdeckung ist heute sehr dicht, vergleichen mit der in den Urzeiten des "öffentlichen beweglichen Landfunks", also der ersten Handynetze. A-Netz-Funktelefon Typ B7 des Nürnberger Herstellers TeKaDe aus dem Jahr 1963. Von © Túrelio (via Wikimedia-Commons), 2007 /, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4064461

Vertrag trotz Prepaid?

Wer regelmäßig telefoniert oder SMS schreibt, für den gibt es auch bei Prepaid-Tarifen die Möglichkeit, monatlich eine feste Zahl von Telefonminuten und SMS zu kaufen. Das lohnt sich meistens schon, wenn man pro Monat rund 20 SMS schreibt oder 20 Minuten telefoniert. Wobei die meisten Netzbetreiber nach angefangenen Minuten abrechnen, jeder angenommene Anruf gilt dann schon als ganze Minute. Deshalb kann sich eine feste Zahl von Freiminuten auch bei geringer Nutzung lohnen.

Die Vorteile eines Prepaid-Tarifs hat man dennoch, also Flexibilität beim Tarifwechsel, geringe Kosten und vollständige Kostenkontrolle.

Netzqualität

Wer kein mobiles Internet nutzt, für den spielen auch UMTS- und LTE-Netz keine Rolle. Das GSM-Netz für Sprache und SMS ist aber fast überall in Deutschland relativ dicht.Klassischerweise galt das D1-Netz der Telekom immer als besonders gut, mit kleinem Abstand vor dem D2-Netz von Vodafone. Allerdings hat das Zusammengehen von E-Plus mit o2 die Karten neu gemischt.

ePlus seite
E-Plus und o2 gehen zusammen - das sorgt für ein dichteres E-Netz.

Auch wenn es viele Überschneidungen gibt, so wird das neue gemeinsame E-Netz doch flächendeckender sein.

E-Plus und o2

Rund 20 Jahre war der deutsche Telekommunikationsmarkt von vier Netzbetreibern bestimmt. Die aus der Deutschen Bundespost hervorgegangene Telekom war schon seit Jahrzehnten auf dem Mobilfunkmarkt aktiv, erst mit dem A-, dann mit dem B- und schließlich ab den 1980ern mit dem C-Netz, ehe mit dem D-Netz das erste digitale Netz in Betrieb ging. Wenig später folgte der Röhrenhersteller Mannesmann, der nach der Liberalisierung neu ins Telefongeschäft einstieg und später von der britischen Vodafone übernommen wurde.

Die beiden jüngsten Unternehmen waren E-Plus und VIAG Interkom, hinter denen ebenfalls traditionelle Industrie- und Energieunternehmen standen. Sie bekamen Frequenzen im neuen E-Netz, das sich vom D-Netz vor allem durch den Frequenzbereich von 1.800 statt 900 MHz unterschied. Weil die Reichweite dort kürzer ist und beide als letzte starteten, galten die E-Netze als relativ dünn, auch wenn beide später ehemals militärisch genutzte Frequenzen im 900 MHz Bereich bekamen und die strenge Unterscheidung in D- und E-Netz deshalb nicht mehr richtig war.

2014 übernahm o2 den Konkurrenten E-Plus, der ehemalige Eigner KPN bekam mehrere Milliarden Euro gezahlt sowie Anteile an dem neuen Gemeinschaftsunternehmen. Nachdem beide Marken zunächst weiter bestanden, wurde 2016 der langsame Abschied von E-Plus begonnen.

Guthabenkarten und Auflademöglichkeiten

Nicht nur das Netz sollte möglichst dicht sein, sondern auch die Auflademöglichkeiten. Grundsätzlich ist der Guthabenkauf bei den meisten Telefongesellschaften problemlos online möglich. Besonders bequem geht es mit dem Lastschriftverfahren, bei dem die Telefongesellschaft einfach das gewünschte Guthaben auf- und das Geld vom Konto des Kunden abbucht. Wer daran teilnimmt kann teilweise sogar per SMS neues Guthaben kaufen.

Alternativ kann Geld auch per Überweisung eingezahlt werden, allerdings dauert es oft einen Tag oder mehr, bis das neue Guthaben dann auch gebucht wurde. Denn zuerst muss die Zahlung von beiden Banken bearbeitet und dann von der Telefongesellschaft bestätigt werden.

Prepaid Tarif ohne Internet von EDEKA
Bei EDEKA an der Kasse gibt es natürlich Guthabenkarten von EDEKAmobil, aber keine von Norma Mobil. Foto: Pressefoto EDEKA Zentrale

Schneller geht es mit Guthabenkarten. Die der großen Anbieter sind an fast jeder Supermarktkasse, an Automaten und in Telefonläden erhältlich. Schwieriger ist es bei kleineren Marken. Tarife von Supermarktketten sind - außer über das Internet - meistens nur bei dem jeweiligen Firmen  erhältlich, ALDI Talk also bei Aldi, NettoKOM bei Netto und EDEKAmobil bei EDEKA.

Angebote im Vergleich

Aktuell gibt es in Deutschland drei große Netzbetreiber, also Telefongesellschaften, die auch ein weitgehend flächendeckendes Netz betreiben, nämlich

  • T-Mobile,
  • Vodafone und
  • o2.

Daneben gibt es drei große Service Provider, die sich lediglich um Marketing, Abrechnung und Service kümmern, die Netzkapazitäten aber bei einem der anderen Unternehmen einkaufen, nämlich

  • Drillisch,
  • Freenet und
  • 1&1.

Die meisten anderen Marken werden von einem dieser sechs Anbieter betrieben. Alle drei Netzbetreiber besitzen mindestens eines Discount-Marke, auch die Service-Provider treten unter unterschiedlichen Markennamen auf. Zu Telefonangebote von Supermärkten oder Medienunternehmen steuern diese meist nur den Namen bei und übernehmen den Verkauf, die Abwicklung wird komplett von einem Netzbetreiber oder Service-Provider übernommen.

T-Mobile und Congstar

T-Mobile ist eine Tochter der Deutschen Telekom und damit der älteste Mobilfunkanbieter in Deutschland. Sie gehört zu den wenigen Anbietern (Stand 6/2016), die keinen Prepaid-Tarif ohne Grundgebühr anbieten.

Das liegt auch daran, dass T-Mobile das Discount-Geschäft in die Tochter Congstar ausgelagert hat. Das Unternehmen aus Köln bietet eine Reihe günstiger Tarife, darunter auch einen Prepaid Handytarif ohne Internet.

Günstiger Prepaid Handytarif ohne Internet
In Sachen günstiger Prepaid Handytarif ohne Internet sind Kunden bei der T-Mobile-Tochter Congstar meist besser bedient als bei der Muttergesellschaft selbst.

Bei Congstar lassen sich nämlich Tarife individuell zusammenstellen. Wer keine Vorauswahl trifft, der bekommt einen Tarif ohne Grundgebühr, bei dem jede Minute und SMS einzeln abgerechnet werden und kein Internet enthalten ist. Je nach Wunsch lassen sich aber auch Minuten und Kurznachrichten monatlich kaufen, ohne dass damit auch für Datenvolumen bezahlt werden muss. Das bedeutet regelmäßige Kosten, ist aber schon bei mäßiger Handynutzung billiger.

Eine besondere Option bietet Congstar jenen Kunden, die ein Smartphone besitzen, das aber aus Kostengründen nur mit WLAN nutzen. Sie können die Massaging-Funktion kostenlos abonnieren. Damit lassen sich Textnachrichten über Dienste wie Whats App oder Line versenden, ohne das Kosten entstehen. Bilder und Audiodokumente dürfen aber nicht versendet werden.

Daneben bietet Congstar auch zwei Standardtarife, die aber beide Datenvolumen enthalten und deshalb teurer sind als ein individuell zugeschnittener Tarif. Das Angebot von Congstar ist unser Favorit, mehr dazu im Congstar Prepaid Test.

Vodafone

Vodafone vermarktet sein Prepaid-Angebot unter dem Namen CallYa. Der Tarif Talk&SMS ist ein reiner Prepaid Handytarif ohne Internet. Anders als bei Congstar können aber auch keine Freiminuten oder -SMS gekauft werden. Dazu muss man einen der beiden anderen Tarife wählen, die aber alle auch Datenvolumen beinhalten und deshalb relativ teuer sind.

CallYa
Die Vodafone-Prepaid-Tarife im Überblick.

Mehr Informationen zu Vodafone gibt's im Vodafone CallYa Test.

o2

Bei o2 ist viele noch im Umbruch. Der Konzern hat einen Teil seiner bisherigen Discount-Marken abgeben müssen, yourfone wurde beispielsweise von der Drillisch AG übernommen. Daneben wurden Marken aus dem E-Plus Universum integriert. So soll BASE, die Discount-Tochter von E-Plus, als Marke weiterbestehen und neu ausgerichtet werden.

Der Base Prepaid Tarif im Überblick
BASE soll im Gegensatz zu E-Plus als Marke weiterbestehen.

Wie bei Vodafone müssen Kunden sich aber auch hier zwischen einem reinen Prepaid-Angebot ohne Inklusiv-Minuten und einem Paket mit Datenvolumen entscheiden. Einen Prepaid Handytarif ohne Internet aber mit Telefonminuten bietet aktuell weder BASE noch o2.

Die Angebote der Service-Provider

Besonders günstige Minuten- und SMS-Preise bieten aktuell vor allem die Service-Provider, also 1&1, Drillisch und Freenet, wobei 1&1 vor allem auf Postpaid-Verträge setzt.

In der Freenet AG sind die Telefonaktivitäten bei der Mobilcom-Debitel GmbH gebündelt, die mehrere Marken betreibt. Bekannt ist vor allem klarmobil, das auch einen speziellen Handy Prepaid Tarif ohne Internet anbietet. Er lässt sich entweder ohne Grundgebühren buchen oder aber mit einer bestimmten Anzahl von Inklusivminuten und -SMS.

klarmobil
Klarmobil ist eine der bekanntesten Mobilfunkmarken aus dem Freenet-Reich.

Ganz so flexibel wie bei Congstar ist das Angebot nicht, es lassen sich aber unterschiedliche Pakete kaufen, die entweder nur Telefonminuten oder aber Telefonminuten und SMS enthalten.

Die Drillisch AG ist unter ihrem Firmennamen so gut wie unbekannt. Sie tritt unter zahlreichen verschiedenen Marken auf, etwa smartmobil.de, winSIM oder DiscoTel. Die Tochter GTCom hat sich vor allem auf das Whitelabeling spezialisiert, also auf den Vertrieb von Telefondiensten unter dem Namen anderer Unternehmen.

White Label

Der Begriff White Label erklärt schon, worum es geht. Eine Unternehmen stellt ein Produkt her, das wird aber nicht unter dem eigenen Namen vertrieben, sondern bekommt sozusagen ein weißes Etikett, auf das ein Partner dann seinen Namen drucken kann. Aus den Supermärkten kennt man das von den Eigenmarken, aber auch im Telekommunikationsbereich gibt es die Praxis.

Auch hier sind die Supermärkte ein gutes Beispiel. Sie haben kein eigenes Netz und übernehmen auch den Einkauf von Netzkapazitäten und die Abwicklung meist nicht selber. Das machen Netzbetreiber oder Service Provider. Die Supermarktkette gibt nur ihren Namen und verkauft das Produkt in den eigenen Läden. Ein Konzept, das auch von einigen Medienunternehmen übernommen wurde, die teilweise noch einen privilegierten Zugang zu den eigenen Inhalten anbieten. So können Kunden von BILDmobil bei den meisten Tarifen das eigentlich kostenpflichtige Zusatzangebot BILDplus ohne Aufpreis nutzen.

Darunter sind auch einige der aktuell günstigsten Prepaid-Tarife. Sie bieten ohne Grundgebühr und Mindestumsatz besonders günstige Minuten- und SMS-Preise und werden beispielsweise unter dem Namen n-TV go! und EXPRESSmobil vermarktet.

Fazit

Wer wenig telefoniert oder SMS schreibt und deshalb keine Grundgebühr möchte, der findet bei den Angeboten von GTCom aktuell besonders günstige Minutenpreise. Vermarktet wird das Angebot aber nur unter dem Namen von Partnern, beispielsweise dem Nachrichtensender n-TV oder der Boulevardzeitung Kölner Express. Allerdings lohnt sich schon bei geringen Umsätzen der Kauf von monatlichen Inklusivminuten. Hier besticht die Telekom-Tochter Congstar vor allem durch die flexible Zusammenstellung von Tarifen.

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