Prepaid Karten für das Smartphone - das muss man wissen

Beim Thema Prepaid Karten denken viele an klassische Handys und Tarife, bei denen Gespräche und SMS einzeln abgerechnet werden. Wer ein Smartphone besitzt, braucht aber auch einen Datentarif. Deshalb greifen viele lieber zu einem Vertrag. Doch es gibt auch Prepaid Karten für das Smartphone - und sie haben einige Vorteile. 

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Prepaid Karten für das Smartphone – das muss man wissen INHALTSVERZEICHNIS
1.Prepaid Tarife fürs Smartphone - die Möglichkeiten
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2.Vorteile einer Prepaid Karte
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Prepaid Tarife fürs Smartphone - die Möglichkeiten

icon_aktieDer Klassiker unter den Prepaid-Tarifen ist jener, bei dem keine Grundgebühr anfällt und alle Dienste nach Verbrauch abgerechnet werden. Das bietet sich vor allem bei klassischen Handys an, sogenannten Feature Phones. Dann kostet jede angefangene Telefonminute beispielsweise 9 Cent und jede SMS ebenso. Doch auch Prepaid Karten für das Smartphone können nach diesem Prinzip funktionieren. 

Abrechnung  nach MB

Bei Daten hat eine Einzelabrechnung Nachteile. In der Frühzeit des (stationären) Internet wurde auch der Netzzugang nach Zeit abgerechnet. Das würde aber bedeuten, dass man zum surfen oder E-Mails abfragen erst online und anschließend wieder offline gehen müsste. Moderne Smartphones sind dagegen immer am Netz um zu prüfen, ob Nachrichten vorliegen. Der Datenverbrauch ist dann aber ein ganz anderer, als wenn in der gleichen Zeit ein Film gestreamt wird. 

Smartphone Absatz Grafik
Immer mehr Mobiltelefone sind Smartphones. Absatz von Mobiltelefonen in Deutschland für Smartphones (blau) und Feature Phones (schwarz). Quelle. Statista

 

Die Einzelabrechnung von Daten erfolgt deshalb immer nach dem tatsächlichen Datenverbrauch und nicht nach der Zeit. Das aber hat den Nachteil, dass sich der Verbrauch schlecht schätzen lässt. 

Nur wenige Telefongesellschaften bieten deshalb überhaupt Verträge mit der Einzelabrechnung von Daten. Zu den wenigen Anbietern gehört GTCom, eine Tochter der Drillisch AG. Vertrieben werden die Verträge aber nicht unter dem eigenen Firmennamen, sondern unter dem von Vertriebspartnern, meist Medienunternehmen wie dem Kölner Express mit EXPRESSmobil oder dem Nachrichtensender n-tv mit n-tv go!

Für wen ist die Tarifart geeignet? 

Die Abrechnung von Daten nach Minuten lohnt sich vor allem für Kunden, die nur selten surfen. Wer ein Smartphone hat, weil er es zum Geburtstag geschenkt oder vererbt bekommen hat, allerdings damit nur telefoniert und hin und wieder mal eine Fahrplanauskunft abruft, für den ist diese Abrechnungsart geeignet. Auch für Zweitgeräte, mit denen man eigentlich nur erreichbar sein will, ist diese Form praktisch. Sobald man aber regelmäßig Daten nutzt, werden diese Tarife schnell teuer. 

Billiger als bei n-tv go! geht es kaum noch. Aber die Einzelabrechnung von Daten lohnt sich nur bei seltener Nutzung - oder hast Du andere Erfahrungen gemacht? Berichte uns davon!

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Datenvolumen im Paket

Die zweite Möglichkeit ist das Buchen von Datenvolumen als Paket. Dabei bucht man zunächst einen ganz normalen Prepaid-Tarif ohne Grundgebühr und kauft dann ein bestimmtes Datenvolumen dazu, beispielsweise 250 MB. Diese Option ist meist günstiger als die Abrechnung nach einzelnen GB. Hinzu kommt die Transparenz. Wenn viele Daten verbraucht werden merkt man das nicht erst, wenn das Guthaben leer ist, sondern schon wenn das Datenvolumen verbraucht ist. Außerdem lässt sich dann trotzdem noch telefonieren oder SMS verschicken - anders als wenn das gesamte Guthaben für Datenpakete ausgegeben wurde. 

Vodafone Internetoption
Zusatzoptionen bei Vodafone.

 

Dafür hat diese Abrechnungsart den Nachteil, dass das komplette Datenpaket im voraus gekauft werden muss. Außerdem lässt sich nicht surfen, wenn nicht mehr genug Geld auf dem Guthabenkonto ist, um ein ganzes Datenpaket zu kaufen. Insgesamt sind diese Tarife aber meist die bessere Wahl als eine Einzelabrechnung des Datenverbrauchs nach MB.  

Für wen ist die Tarifart geeignet? 

Wer selten, aber trotzdem regelmäßig surft, der kann hier Geld sparen. Denn wenn in einem Monat das Smartphone nicht oder kaum genutzt wird, entstehen auch keine oder nur geringe Kosten. Der Kauf eines ganzen Datenpaketes ist meist billiger als die Abrechnung nach Verbrauch, außer wenn das Datenvolumen nur wenige Male im Jahr und nur für geringe Datenmengen gebraucht wird. 

Wie sind deine Erfahrungen mit Vodafone CallYa? Bist oder warst Du Kunde und hast dir die kostenlose Prepaid-Karte zusenden lassen?

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Tarife mit monatlichen Gebühren

Auch bei Prepaid-Tarifen gibt es Angebote mit monatlichen Gebühren und entsprechendem Datenguthaben. Einige Anbieter haben sogar besonders günstige Tarife für Prepaid-Kunden, bei anderen wiederum sind Prepaid- und Postpaid-Angebote weitgehend identisch. Nur dass die Monatsgebühr hier nicht am Ende des Monats vom Konto abgebucht, sondern zu Beginn vom Guthaben abgezogen wird. Wichtig ist deshalb, dass immer ausreichend Geld eingezahlt ist. 

Günstiger Prepaid Handytarif ohne Internet
Congstar bietet die Möglichkeit, sich einen eigenen Tarif zusammenzustellen.

 

Besonders viel Flexibilität bietet das Angebot "Prepaid wie ich will" von Congstar. Dabei können Kunden selbst wählen, wie viele SMS, Telefonminuten und welches Datenvolumen sie monatlich kaufen wollen. Wer beispielsweise kaum noch SMS nutzt, der kann das monatliche Budget auf Null stellen. Oder man abonniert nur Daten und rechnet SMS und Telefonminuten einzeln ab. 

Ein weiterer Vorteil der Congstar-Tarife ist, dass sie grundsätzlich alle eine Datenflat enthalten. Allerdings wird das Tempo nach Ausschöpfen des Datenvolumens auf 32 KBit pro Sekunde reduziert. Das Surfen und das Versenden von Bildern macht dann keinen Spaß mehr, doch Textnachrichten und E-Mails können weiter versandt werden. 

Natürlich lassen sich die Angebote auch erweitern, beispielsweise indem ein zusätzliches Datenpaket gekauft wird oder weitere Telefonminuten.

Für wen ist die Tarifart geeignet? 

Wer regelmäßig telefoniert und surfte, der spart mit solche Tarifen meist Geld. Für den Großteil der Smartphone-Nutzer ist diese Option deshalb die günstigste. Nur Wenignutzer sparen Geld mit den beiden oben vorgestellten Tarifarten, wer täglich stundenlang ständig telefoniert und surft, für den kann eine Flat günstiger sein.

Schon Erfahrungen mit Congstar gemacht? Dann teile sie mit uns! Warst Du zufrieden oder hast Du Verbesserungswünsche? 

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Prepaid-Flatrate

Wer ständig online ist und viel telefoniert, für den ist ein Flatrate-Tarif die beste Wahl. Auch bei Prepaid-Tarifen gibt es solche Optionen, bei denen beliebig oft und lange telefoniert werden kann und unendlich viele SMS versendet werden können. 

Dagegen ist das Datenvolumen meist begrenzt. Ist es aufgebraucht, kann entweder nicht mehr gesurft werden oder es wird automatisch neues gekauft - was schnell zu hohen Kosten führt. 

A-Netz Funktelefon
Ganz so langsam wie das analoge Mobilfunknetz ist die Prepaid Datenflat dann auch nicht. Doch nach dem Erreichen der Obergrenze wird die Geschwindigkeit deutlich reduziert. A-Netz-Funktelefon Typ B7 des Nürnberger Herstellers TeKaDe aus dem Jahr 1963. Von © Túrelio (via Wikimedia-Commons), 2007 /, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4064461

 

Allerdings gibt es ein paar Prapaid-Angebote, die auch in Sachen Daten eine Flatrate bieten. Begrenzt ist allerdings immer das Volumen an schnellem Internet. Bei Congstar wird die Geschwindigkeit anschließend auf 64 KBit pro Sekunde gedrosselt. Das entspricht ungefähr der Übertragungsrate von ISDN, weil es dort aber meist zwei Leitungen gibt, ist die Übertragungsgeschwindigkeit praktisch etwa halb so hoch wie mit einem ISDN-Anschluss.

Deutlich mehr bietet die Flatrate von o2. Hier kann mit bis zu 1,0 MBit pro Sekunde beliebig lange gesurft werden. Und wer ein LTE-fähiges Smartphone besitzt, surft auch sonst deutlich schneller, nämlich mit bis zu 225 MBit pro Sekunde. Allerdings gibt es das Angebot nur für Vertragskunden, bei Prepaid-Angeboten fehlt die Flatrate bisher.

Grundsätzlich kann bei allen Anbietern, die eine mobile Prepaid Surfflat bieten, auch schnelles Datenvolumen nachgekauft werden. Meist muss dafür nur eine SMS mit einem bestimmten Text wie SpeedOn oder 250GB an den Provider gesendet werden. 

Für wen ist die Tarifart geeignet? 

Für Vieltelefonierer ist ein Tarif mit Telefon-Flat ausreichend. Wer aber auch gleichzeitig viel surft, der sollte auf eine Surfflat achten. Dabei müssen sich Nutzer fragen, wie viel Tempo sie brauchen. Wem 64 KBit pro Sekunde zu langsam sind, der hat wenig von der Flatrate - außer der Gewissheit, dass er auch erreichbar bleibt, wenn das Datenvolumen aufgebraucht ist und er nicht automatisch welches nachkaufen muss. Wer vor allem Textnachrichten versendet, für den ist die Geschwindigkeit der Flat sogar ausreichend.  

Du hast eines der vorgestellten Produkte schon genutzt? Wie sind deine Erfahrungen? Teile sie mit anderen Nutzern und hilf ihnen bei der Suche nach dem passenden Tarif. 

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Vorteile einer Prepaid Karte

icon_informationWarum aber überhaupt einen Prepaid Tarif kaufen, wenn es manchmal bei Postpaid-Angeboten weitaus attraktivere Flatrate-Angebot gibt? Und wenn man sich dann außerdem die Sorge spart, dass nicht genug Geld auf dem Konto sein könnte und man deshalb plötzlich nicht mehr telefonieren und surfen kann. Oder das Guthaben nicht für den Monatstarif reicht und deshalb plötzlich alle Gespräch einzeln abgerechnet werden. 

Die Antworte lautet: Es gibt auch zahlreiche Vorteile der Prepaid Telefon Tarife. Die beiden wichtigsten sind die oft niedrigeren Gebühren und die bessere Kostenkontrolle. 

Geld sparen

Wer einen Tarif ohne Grundgebühr wünscht, für den ist die Antwort einfach, warum man zu einem Prepaid Angebot greifen sollte. Die oben vorgestellten Tarife ohne feste monatliche Kosten und mit Einzelabrechnung von Telefonie und SMS - und bei n-tv go! und EXPRESSmobil auch von Daten - gibt es nur als Prepaid-Variante. 

Was ist eine Prepaid Karte Handy?
Erst bezahlen, dann telefonieren. So funktionieren Telefonzellen ebenso wie Prepaid-Tarife. Foto: Michael Fielitz @ Flickr (Creative Commons Lizenz)

 

Auch andere günstige Angebote sind teilweise nur zu bekommen, wenn man vorab bezahlt. Das liegt daran, dass viele Mobilfunkunternehmen eine geteilte Strategie fahren. Für Kunden, die regelmäßig ein neues Smartphone erwarten, bietet man teure Tarife mit preisreduziertem oder sogar kostenlosem Handy als Zugabe. Für preisbewusste Kunden hat man dagegen die Prepaid-Angebote konzipiert, bei denen es keine teuren Extras gibt, die dafür aber günstiger sind. 

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Kostenkontrolle behalten

Nicht immer sind Prepaid-Tarife günstiger. Discount-Anbieter wie congstar verzichten generell auf stark subventionierte Smartphones zum Kundenfang und bieten dafür auch bei Postpaid-Verträgen vergleichsweise niedrige Gebühren. 

Vorteile haben Prepaid-Tarife aber auch hier. Denn niemand muss Angst haben, dass er am Ende eine unbezahlbare Rechnung präsentiert bekommt. Wer beispielsweise monatlich nicht mehr als 30,- Euro fürs Telefonieren ausgeben will, der zahlt den Betrag am Monatsanfang ein. Ist das Geld aufgebraucht, kann man nicht mehr telefonieren. Oder man zahlt neues Geld ein und spart an anderer Stelle. So oder so muss man keine Angst haben, dass am Monatsende nicht mehr genug Geld da ist um die Mobilfunkrechnung zu bezahlen. 

Prepaid Tarife für das Smartphone
Wird viel telefoniert, dann kann es am Monatsende sehr teuer werden. Bei Prepaid-Tarifen bleiben einem solche Überraschungen erspart. Ist das Guthaben aufgebraucht, kann nicht mehr telefoniert werden.

 

Allerdings müssen Kunden dann dafür sorgen, dass sie keine automatische Aufladung gewählt haben.  Sonst wird automatisch Geld vom Konto abgebucht, wenn ein bestimmter Guthabenstand, beispielsweise 5,- Euro, unterschritten wurde. Besser ist ist ein Dauerauftrag, durch den am Monatsanfang immer der Betrag eingezahlt wird, den man maximal ausgeben will. Und wenn das Monatsguthaben nicht aufgebraucht wird, lässt sich die Einzahlung in einem Monat sogar mal aussetzen - und das Geld für andere Zwecke verwenden. 

Keine Schufa-Abfrage

Erst am Ende des Monats zahlen zu müssen kann für den Kunden angenehm sein. Für das Mobilfunkunternehmen aber bedeutet es das Risiko, am Ende auf der offenen Rechnung sitzen zu bleiben. Etwa weil der Teilnehmer nicht bezahlen kann - oder nicht will. 

Kredit trotz Schufa Bild
Wegen schlechter Schufa bekommen einige Kunden keinen Vertrag. Dann kann Prepaid eine Alternative sein. Foto: Pressebild der Schufa AG

 

Im Regelfall wird deshalb eine Schufa-Abfrage gestartet - und der Vertrag auch an die Schufa gemeldet. Wer bei der Schufa ein sehr schlechtes Scoring hat oder sich gar in einer Privatinsolvenz befindet, erhält oft keinen Vertrag. 

Der Verzicht auf die Schufa-Abfrage bei Prepaid-Tarifen hat aber noch andere Vorteile. Beispielsweise wenn demnächst ein Kredit aufgenommen werden soll. Dann verbessert sich nämlich das Schufa-Rating, sobald die monatliche Verpflichtung durch den Mobilfunkvertrag wegfällt. 

Fazit

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Auch für Smartphone Besitzer kann ein Prepaid-Tarif viele Vorteile haben. Beispielsweise, weil Prepaid-Tarife für Wenignutzer oft billiger sind. Außerdem bieten Prepaid-Angebote mehr Kostenkontrolle. Aber selbst bei einer Flatrate können Tarife mit Vorauszahlung die bessere Wahl sein. Etwa weil der Kunde auf eine Schufa-Abfrage beziehungsweise eine Weitergabe von Daten an die Schufa verzichtet werden kann. Je nach Typ ist ein anderer Tarif der günstigste. Wer wenig telefoniert, bucht am besten ein Angebot ohne monatliche Grundgebühr. 

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