Prepaid Preisvergleich: So findest du den besten Anbieter

Wie findet man im Prepaid Preisvergleich einen Anbieter, der nicht nur günstig, sondern auch gut ist? Wir erklären, worauf es ankommt und stellen außerdem in unserem Schnelltest drei empfehlenswerte Prepaid Karten Anbieter vor. 

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Prepaid Preisvergleich: Es kommt drauf an

Nicht für jeden Kunden ist der gleiche Anbieter der günstigste. Wer ein klassisches Handy, heute Feature Phone genannt, besitzt, der braucht keinen teuren Datentarif. Auch wer nur sehr selten online geht, sei es weil er das Smartphone wenig nutzt oder vor allem über WLAN surft, kann mit einer Einzelabrechnung des Datenverbrauchs Geld sparen. Das gleiche gilt natürlich auch, wenn man wenig telefoniert. Dann bietet sich ein Tarif ganz ohne Grundgebühr an. 

Smartphone Absatz Grafik
Feature Phones werden immer seltener verkauft, aber es gibt sie noch. Und die Zahl der tatsächlich eingesetzten Telefone ist noch höher, denn viele alte Handys sind noch immer im Einsatz. Manchmal auch nur als Zweitgerät. Aber auch dafür benötigt man eine SIM-Karte.

Anders sieht es aus, wenn regelmäßig Daten genutzt werden. Die Einzelabrechnung wird schnell teuer. Hier bieten sich Datentarife mit einer Einzelabrechnung von Telefongesprächen und SMS an. 

Wer noch mehr telefoniert, der nutzt am besten einen ganz klassischen Telefonvertrag. Die gibt es nämlich auch für Prepaid-Karten. 

Drei Empfehlungen

Warum lange suchen? Wir haben, basierend auf den Erfahrungen unserer Nutzer und eigenen Recherchen, drei attraktive Anbieter gesucht, die für unterschiedliche Zielgruppen gute Tarife bieten. Den Anfang macht das Tarifangebot von GTCom, das vor allem durch seinen niedrigen Preis besticht. Es wird unter den Markennamen n-tv go!, EXPRESSmobil und dicsoTEL vertrieben. Vor allem bei Einzelabrechnung ist es unschlagbar günstig. 

Daneben haben wir noch zwei Tarife aus dem mittleren Preissegment gefunden, die durch ihre Flexibilität trotzdem niedrige Gesamtkosten erlauben, nämlich von Congstar und Vodafone. 

Mehr als günstig: n-tv go!

Besonders attraktiv ist der Tarif von n-tv go! und anderen GTCom-Marken bei der Einzelabrechnung. Die Preise pro Gesprächsminute und SMS liegen deutlich unter denen der großen Konkurrenten wie T-Mobile, O2 oder Vodafone. Mittlerweile gibt es aber auch attraktive Komplett-Pakete bei dem Unternehmen. Denn die Einzelabrechnung von Daten je verbrauchtem MB lohnt sich für Smartphone-Besitzer nur selten.

Tarifübersicht von n-tv go!
Die Tarife von n-tv go! EXPRESSmobil bietet eine ähnliche Tarifstruktur, discoTEL ebenfalls. Einzelne Tarife wie Clever M oder Data 1000 gibt es aber nicht bei allen drei Marken.

n-tv go! ist, ebenso wie EXPRESSmobil oder discoTEL, eine Marke der Düsseldorfer GTCom. Seit 2015 gehört das Unternehmen zur hessischen Drillisch AG, dem größten Service Provider in Deutschland. Darunter versteht man, vereinfacht gesagt, einen Mobilfunkbetreiber ohne eigenes Netz. Bei den GTCom-Tarifen telefoniert man beispielsweise im O2-Netz. GTCom kauft dort Übertragungskapazitäten für seine Dienste ein. 

GTCom vertreibt seine Tarife vor allem unter den Namen von Vermarktungspartner, das sind meist Einzelhändler oder Medienunternehmen, etwa der Nachrichtensender n-tv oder die Boulevardzeitung Kölner Express. BILDmobil ist dagegen kein Angebot der GTCom, sondern eine Kooperation des Axel Springer Verlags mit Vodafone. 

Homespot Congstar Test
Wer vor allem über WLAN online geht, der kann mit einem Verzicht auf einen Datentarif Geld sparen.

Wer noch ein klassisches Feature Phone (also kein Smartphone, sondern ein klassisches Handy) besitzt, für den ist die Einzelabrechnung von Daten meist die günstigste Option. Aber auch eine Reihe von Smartphone-Besitzern verzichtet bewusst auf einen Datentarif und geht nur über WLAN ins Netz. Dieser Zielgruppe bietet der n-tv-Tarif sogar noch ein besonderes Extra. Wer dann doch einmal online gehen muss, beispielsweise um in einer fremden Stadt ein Restaurant zu suchen, der kann den Verbrauch einfach individuell abrechnen.

Screenshot EXPRESS mobil Prepaid Tarifübersicht
Ob EXPRESSmobil oder n-tv go!, die Preise sind meist ähnlich.

Das lohnt sich aber nur bei geringem Datenverbrauch. Wer öfter surft oder auch viel telefoniert, der fährt mit Pauschalangeboten besser. Auch dabei handelt es sich um Prepaid-Angebote, der Tarif endet automatisch, wenn am Monatsanfang nicht genug Guthaben vorhanden ist, um die Monatsgebühr zu bezahlen. Dann können Kunden aber weiterhin den Basistarif ohne Grundgebühr nutzen. 

Angeboten werden drei Tariffamilien, nämlich

  • Clever, 
  • Flat und
  • Data. 

Clever umfasst ein Paket aus Inklusivminuten, SMS und Daten. Bei Flat lässt sich unbegrenzt telefonieren und Data enthält, wie der Name schon sagt, lediglich ein Datenpaket. Wobei auch bei den Datentarifen Telefonie möglich ist, sie wird dann nach Gesprächsminuten abgerechnet. 

In den einzelnen Tariffamilien gibt es wieder unterschiedliche Angebote, beispielsweise Clever S, Clever M und Clever L mit unterschiedlich großen Paketen. Allerdings werden nicht alle Tarifvarianten auch unter allen Markennamen angeboten. 

Trotz des günstigen Preises können Kunden bei n-tv go! und EXPRESSmobil mit 4G-Geschwindigkeit surfen. Denn der Tarif enthält LTE. Ein weiterer Pluspunkt ist die Datenflatrate, ist das Volumen aufgebraucht, sinkt zwar die Geschwindigkeit, surfen lässt sich aber immer noch. 

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Flexibel surfen mit Congstar

Im Prepaid Preisvergleich sollten Kunden nicht nur auf die Minuten- oder die Paketpreise achten. Auch ein günstiger Tarif kann teuer werden, wenn die im Preis enthaltenen Datenpakete oder Telefonminuten nicht ausreichen und man sie nachkaufen muss. Umgekehrt gilt, dass auch ein großzügig bemessener Tarif seinen Sinn verfehlt, wenn man von den gekauften 1.000 Telefonminuten nur 50 benötigt. 

Die benötigte Kombination aus Telefonminuten, SMS und Daten zu finden, ist aber nicht ganz leicht. Einfach macht es den Nutzern hier der Anbieter Congstar. Das Unternehmen aus Köln ist die Discount-Tochter der Deutschen Telekom. Es vertreibt Telefonie im D1-Netz zu deutlich günstigeren Preisen als es die Muttergesellschaft im Regelfall tut. 

Congstar
Bei Congstar lässt sich der Tarif individuell zusammenstellen. Auch so lässt sich Geld sparen.

Wer vor allem surft, selten telefoniert und fast nie SMS schreibt, der kann beispielsweise ein umfangreiches Datenpaket mit 100 Telefonminuten kombinieren und SMS einzeln abrechnen lassen. Oder man setzt das Datenvolumen auf null, wenn ein klassischer Handytarif ohne Internet gewünscht wird.

Auch Congstar bietet, wie n-tv go! und Co, eine Internet-Flat. Das bedeutet, dass Kunden weiter surfen können, wenn ihr monatliches Volumen aufgebraucht ist. Dafür müssen sie aber nicht automatisch Geld ausgeben. Einige Konkurrenten bieten nämlich eine sogenannte Datenautomatik. Dabei wird automatisch neues Datenvolumen nachgekauft, wenn das alte verbraucht ist. So können schnell hohe Kosten entstehen.

Eine Fahrplanauskunft kann man bei Congstar auch noch abrufen, wenn das monatliche Datenvolumen verbraucht ist. Das dauert dann zwar etwas länger, funktioniert aber noch .

Bei Congstar kann der Kunde dagegen weiter surfen, allerdings deutlich langsamer. Surfen macht so keinen Spaß mehr, aber um Textnachrichten per WhatsApp, Line oder Threema zu versenden oder um schnell die Wetterprognose, die Börsenkurse oder eine Fahrplanauskunft abzufragen, reicht die Geschwindigkeit aus.  Der Kunde kann dann selbst entscheiden, ob er Datenvolumen nachkaufen will oder lieber bis zum Beginn des neuen Abrechnungsmonats langsamer surft. 

Dank des D1-Netzes ist der Empfang fast überall gut. Wer bereits ein LTE-fähiges Smartphone besitzt, der kann nämlich bei anderen Anbieter deutlich schneller surfen als das bei Congstar möglich ist. Dort wird die neue Technik bisher nämlich nicht unterstützt. Selbst die mit 3G (UMTS HSDPA) mögliche Geschwindigkeit wird bei Congstar nicht voll ausgeschöpft. Dazu müsste man zunächst die Option Datenturbo buchen. 

Congstar bietet damit hohe Flexibilität und ein gutes Netz, aber leider keine Höchstgeschwindigkeit bei der Datenübertragung. 

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Schnell und gut mit Vodafone surfen

Wem das von n-tv go! verwendete Netz von O2 zu dünn ist und das von Constar zu langsam, der findet bei Vodafone attraktive Tarife. Bei dem Unternehmen gibt es nämlich deutliche Unterschiede zwischen Prepaid- und Postpaid-Tarifen. Während die Postpaid-Tarife oft vergleichsweise teuer ist, erhält man bei Prepaid-Angeboten ähnlich viel Datenvolumen und Telefonminuten für deutlich weniger Geld. 

Prepaid-Tarife bieten nicht nur Vorteile, wenn man eine Einzelabrechnung ohne Grundgebühr wünscht oder wegen schlechter Schufa keinen (Postpaid) Vertrag bekommt. Oft sind sie preisgünstiger, weil viele klassische Verträge in regelmäßigen Abständen ein neues Smartphone bieten, Prepaid-Angebote dagegen nicht. So lässt sich Geld sparen, denn erstens ist ein neues Telefon alle zwei Jahre teuer und auch ökologisch nicht sinnvoll. Und zweitens ist es oft günstiger einen preiswerten Tarif zu wählen und das Telefon ohne Tarif zu kaufen. Hinzu kommt, dass Prepaid-Tarife mehr Flexibilität bieten. Sie lassen sich monatlich beenden. Allerdings müssen Kunden sich darum kümmern, dass sie stets genug Guthaben auf ihr Konto aufladen. Dabei können monatlich feste Einzahlungen helfen. 

Wie auch bei Congstar und n-tv go! bietet auch Vodafone einen Grundtarif ohne monatliche Kosten. Attraktiv ist das aber fast nur für wenige Nutzer. Denn wer nur telefonieren will, der findet auch bei n-tv go! ein ausreichend dichtest Netz. Größer sind die Lücken dagegen beim Mobilfunk der vierten Generation (4G), abgeleitet vom Begriff Long Term Evolution auch LTE genannt. Das dichteste Netz bietet zwar die Deutsche Telekom, aber nur mit knappem Abstand vor Vodafone. GTCom-Partner O2 hat dagegen noch größere Lücken im Netz. Im Bereich LTE profitiert das Unternehmen auch kaum von der Fusion mit E-Plus. Der ehemalige Konkurrent aus Düsseldorf hatte nämlich 2010 nur wenige und außerdem nicht sehr reichweitenstarke Frequenzen ersteigert.  

CallYa
Vodafone bietet bei seinen Prepaid Tarifen LTE zu günstigeren Preisen als es beiden festen Verträgen (Postpaid-Angebote) der Fall ist. 

 

LTE von Vodafone kann deshalb trotz der etwas höheren Preise eine gute Alternative zu den Verträgen von n-tv go! sein. Denn die Angebote von Vodafone sind nur wenig teurer, bieten dafür aber ein dichteres Netz. 

Einige Nachteile des Vodafone-Tarifs sind bei nähere Betrachtung auch weniger gravierend. Beispielsweise bieten n-tv go! und EXPRESSmobil bei gleichem oder ähnlichem Preis oft deutlich mehr Einheiten für Telefonie und SMS. Allerdings gibt es dort ein Einheiten-Budget für Telefon und eines von SMS, wovon die meisten Nutzer das zweite seit dem Siegeszug von WhatsApp und anderen Diensten nur einen kleinen Teil verbrauchen dürften.

SMS Entwicklung Grafk
Entwicklung der Zahl der versendeten SMS. Bild: Statistiker-Blog nach Daten von VATM Dialog Consult

Vodafone bietet zwar insgesamt weniger Einheiten, dafür lassen die sich wahlweise für SMS oder Telefon verwenden. Jede angefangene Telefonminute und jede SMS kostet genau eine Einheit. Wer beispielsweise nur zehn SMS im Monat schreibt, der hat kaum einen Vorteil von einem SMS-Budget von 100 oder 200 Einheiten. 

Vodafone ist neben der Deutschen Telekom auch der einzige Anbieter in Deutschland, der neben dem Mobilfunknetz auch ein relativ dichtes Festnetz aus eigener Hand anbietet. Seit der Übernahme von Kabel Deutschland gehört dem Unternehmen nämlich der größte Teil des ehemaligen Fernsehkabelnetzes der Deutschen Bundespost. Das wird heute auch zum telefonieren und surfen verwendet und bietet deutlich höhere Geschwindigkeiten als DSL.

Somit bietet Vodafone Mobilfunk und Festnetz aus einer Hand und in eigenen Netzen. Auf Wunsch lässt sich auch noch Kabelfernsehen dazu buchen, verpflichtend ist das aber nicht. Wo kein Kabelfernsehnetz besteht oder es sich in der Hand von Konkurrenten wie TeleColombus befindet, bietet Vodafone auch einen Zugang zum DSL-Netz. Allerdings betreibt die Firma kein eigenes, sondern mietet Netzkapazitäten von der Deutschen Telekom. 

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Fazit

Auf dem deutschen Markt für Mobilfunk herrscht starke Konkurrenz. Für die Kunden ist das sehr positiv, sie erhalten günstige Tarife. Allerdings ist das preiswerteste nicht immer das beste Angebot. Vodafone und Congstar bieten zu ebenfalls moderaten Preisen ein relativ dichtes Netz. Preislich aber können sie nicht mit den Angeboten von GTCom mithalten, die beispielsweise unter dem Markennamen n-tv go! und EXPRESSmobil vermarktet werden. Wer hier nicht fündig geworden ist, sollte einen Blick in unseren Vergleich werfen. Dort werden die am besten bewerteten Dienstleister angezeigt. Mit einem Mausklick können für bis zu zwei Anbieter außerdem Tarifdetails eingeblendet werden. Wer schon Erfahrungen mit dem ein oder anderen Anbieter gemacht hat ist herzlich eingeladen, seine eigenen Erfahrungen und seine Meinung mit den anderen Nutzer zu teilen. 

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Top kommentare

  • Internetangebote Vergleich richtig nutzen am 20 Juni 2017

    […] ob Prepaid Mobilfunk, Aktiendepots oder Diäten, der Qomparo Vergleich funktioniert stets ähnlich. Denn er basiert […]

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