Prepaid Surf Flat im Vergleich

Prepaid, das heißt längst nicht immer Einzelabrechnung von Telefonminuten und SMS. Vielmehr gibt es mittlerweile eine ganze Reihe attraktiver Angebote, die in Sachen Komfort einem klassischen Vertrag in nichts nachstehen - bei gleichzeitig höherer Flexibilität. Einige bieten sogar eine Prepaid Surf Flat - Die besten Angebote im Vergleich bei Qomparo!

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Wie flach ist die Flat?

Nur wenige Unternehmen bieten eine Mobilfunk-Datenflat. Wir haben sie gefunden. 

Der Begriff der Flatrate ist mittlerweile fast ein magisches Wort. Für fast jedes digitale Produkt gibt es solche Pauschalpreise, bei denen man einmal zahlt und sie dann beliebig nutzen kann. Musik lässt sich mit der Spotify- oder Deezer-Flat hören, Filme mit der Maxdome oder Netflix-Flat sehen, Zeitschriften unbegrenzt mit der Readly-Flat lesen und surfen mit der DSL-Flatrate.

Gerade bei Mobilfunkanbietern ist man in Sachen Pauschaltarif allerdings noch zurückhaltend. O2 bietet beispielsweise seine viel beworbene Flat nicht für Prepaid-Tarife. Einige der als Flatrates bezeichneten Angebote sind gar keine. Vielmehr erwirbt man dort ein Datenvolumen, beispielsweise 500 MB, und kann in diesem Rahmen unbegrenzt surfen. Eine Flatrate ist das nicht. 

Was ist eine Prepaid Karte Handy?
Das "Prinzip Telefonzelle", bei dem je verbrauchtem MB abgerechnet wird, gibt es nur bei wenig Anbietern. Doch eine echte Flat sind Angebote wie "500 MB monatlich" auch nicht. Die bieten nur wenige Prepaid-Karten. Foto: Michael Fielitz @ Flickr (Creative Commons Lizenz)

Das "Prinzip Telefonzelle", bei dem je verbrauchtem MB abgerechnet wird, gibt es nur bei wenig Anbietern. Doch eine echte Flat sind Angebote wie "500 MB monatlich" auch nicht. Die bieten nur wenige Prepaid-Karten. Foto: Michael Fielitz @ Flickr (Creative Commons Lizenz)

Wir haben nur Angebote herausgesucht, bei denen man tatsächlich ohne Limit Daten senden und empfangen kann. Allerdings nicht unbegrenzt mit 3G-Geschwindigkeit. Nach Erreichen einer festgelegten Grenze, beispielsweise 500 MB, wird das Tempo gedrosselt, meist auf weniger als 100 MB.  

Das ist für viele Anwendungen zu wenig. Sportergebnisse, E-Mails oder Börsenkurse kann man damit zwar abrufen und auch Internetseiten lassen sich - mit etwas Verzögerung - ansehen. Doch Spaß macht das surfen so nicht, Filme streamen geht gar nicht mehr. Wir finden aber, dass auch diese Form der Flat besser ist als die Alternativen. Zumal sich ja schnelles Datenvolumen bei allen Flat-Anbietern problemlos per SMS nachkaufen lässt. 

Mobiles Internet ohne Vertrag kaufen
Viele Webseitenbetreiber bieten einfach gehaltene Websites für Smartphones. Die sind nicht nur an die kleineren Bildschirme angepasst, sie benötigen meist auch weniger Datenvolumen und lassen sich deshalb im Zweifelsfall auch ohne schnelles Internet aufrufen.

Vorsicht, Datenautomatik!

Einige Anbieter bieten ihren Kunden eine Datenautomatik. Dabei wird automatisch neues Volumen gekauft, wenn das alte verbraucht ist. Das ist bequem, kann aber teuer werden. Immerhin ist bei Prepaid-Karten der Kostenrahmen durch das Guthaben begrenzt. Wenn das aufgebraucht ist, endet auch die Datenautomatik. 

Besser ist die zweite Variante, bei der man nach Verbrauch des Datenvolumens einfach nicht mehr surfen kann. Natürlich lässt sich das nachkaufen, was aber, wenn morgen ohnehin ein neuer Abrechnungsmonat beginnt, man aber heute noch online eine Fahrkarte kaufen oder das neueste Fußballergebnis erfahren will? Hier bietet eine Flatrate einen klaren Vorteil, selbst wenn das Tempo gering ist. 

Eher ungewöhnlich ist eine dritte Möglichkeit, bei der Daten generell nach Verbrauch abgerechnet werden. Man zahlt dann beispielsweise 0,06 Euro je angefangenem MB, so wie man sonst für Telefonminuten bezahlt. Diese Option bietet vor allem die Drillisch-Tochter GTCom mit Marken wie n-tv go! oder EXPRESSmobil

Commodore VC 20 Speichererweiterung
Vorbei die Zeiten, als eine Erweiterung des Arbeitsspeichers um 16 KB noch mehr als eine Vervierfachung bedeutete. Der Commodore VC 20 hatte nämlich ohne Erweiterung nur 5 KB Arbeitsspeicher. Diese 5 KB waren relativ groß verpackt, wie der Vergleich mit einem Plastiklöffel (links) zeigt. Aber nicht nur der Arbeitsspeicher, auch Inhalte sind größer geworden.

Das aber lohnt sich nur, wenn nur selten mobile Daten benötigt werden. Als Alternative zur Prepaid Surf Flat ist dieses Modell nicht zu empfehlen. Wer daheim im Schrank noch ein altes Smartphone liegen hat und das für Notfälle betriebsbereit halten will, für den kann diese Option dagegen interessant sein.  

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Wie viele Tempo muss es sein?

Auf höchstens 64 KBit pro Sekunde werden Kunden bei Congstar nach Verbrauchen des Datenvolumens gedrosselt. Das macht das Surfen langsam. Schon eine nur 1,0 MB große Internetseite braucht rund zwei Minuten, um geladen zu werden - falls die Spitzengeschwindigkeit von 64 KBit die ganze Zeit erreicht wird. Schließlich sind 64 KBit (Kilobit) genau 8,0 KB (Kilobyte) und 1,0 MB (Megabyte) entspricht 1.000 KB. Downloadgeschwindigkeiten von 1,0 MBit pro Sekunde sollten es also schon sein. Fotos können schon mal 1,0 MB groß sein, über Messanger wie WhatsApp oder Threema versendete Bilder haben aber meist nur eine Größe von unter 200 KB. Für das Streamen von Filmen sind dagegen bei niedriger Auflösung (SD) mindestens 2 MBit, bei sehr guter Auflösung bis zu 16 MBit pro Sekunde nötig. Erstaunlich wenig Daten benötigt das Streamen von Musik, hier reichen oft weniger als 200 KBit. Das ist allerdings immer noch mehr, als Congstar und Co nach Verbrauch des schnellen Datenvolumens bieten. Allerdings kann man Filme und Musiktitel oft auch daheim im WLAN herunterladen. Bei Musik geht das sogar von unterwegs mit gedrosselter Geschwindigkeit - wenn man bereit ist, rund viermal so lange auf den Download zu warten wie das Musikstück am Ende dauert. Auch große Datenpakete lädt man idealerweise herunter, wenn man gerade Zugang zu einem WLAN-Netz hat. 

Drei Empfehlungen mit Prepaid Internet Flat

Wir haben drei Anbieter gesucht, die gut in unserem Qomparo Prepaid Vergleich abschneiden und alle eine Prepaid Internet Flat bieten. Das Volumen an schnellem Internet lässt sich individuell einstellen, alle drei Telefongesellschaften drosseln anschließend auf das bei klassischem GSM-Mobilfunk übliche Tempo.  Alle drei Anbieter haben unterschiedliche Stärken: 

  • Congstar bietet das beste Netz und viel Flexibilität bei der Tarifgestaltung.
  • Vodafone bietet ein ebenfalls dichtes Netz und LTE.
  • n-tv go! bietet LTE und den günstigsten Preis, aber auch das dünnste Netz.

Flexibel surfen mit Congstar

Congstar ist die Discount-Tochter der Deutschen Telekom. Kunden surfen also beim Marktführer, erhalten aber oft günstigere Konditionen, als wenn sie den Vertrag direkt bei T-Mobil abschließen, telefonieren aber im gleichen Netz. Das ist nach wie vor in vielen Bereichen das dichteste in Deutschland. 

Congstar bietet gegenüber der Konzernmutter und den meisten Konkurrenten aber noch einen anderen Vorteil. Kunden können sich nämlich individuell ihr passendes Paket zusammenstellen. Wer kaum noch SMS schreibt, dafür aber viel surft, kann die Zahl der im Preis enthaltenen SMS auf Null setzen und dafür das Datenvolumen erhöhen. Wer dagegen wenig surft, aber viel telefoniert, kann die Zahl der Telefonminuten erhöhen und das Datenvolumen dafür absenken - und so weiter. 

Congstar
Bei Congstar lässt sich der Tarif nach eigenem Geschmack zusammenstellen.

 

Auch der Preis kann sich sehen lassen. Schon der Basis-Tarif Smart ist deutlich günstiger als viele Konkurrenzangebote. Entfernt man unnötige Einheiten, lassen sich die Kosten noch weiter drücken. 

Allerdings hat das Angebot auch Nachteile. Beispielsweise ist bisher kein LTE (4G) enthalten. Und die Möglichkeiten von 3G beziehungsweise 3G+ (UMTS HSDPA) werden noch nicht einmal voll ausgenutzt. Das Tempo ist mit maximal 7,0 MBit pro Sekunde vergleichsweise gering, wenngleich ausreichend für die meisten Anforderungen. Wem Geschwindigkeit aber wichtig ist, der muss extra für den Datenturbo zahlen - und bleibt trotzdem hinter der Geschwindigkeit von 4G zurück. Hinzu kommt, dass die Deutsche Telekom kaum noch Geld in den Ausbau des 3G-Netzes steckt, sondern direkt in LTE investiert. 

Zum Surfen, Musik streamen und Bilder versenden ist die Geschwindigkeit aber ausreichend. Nur wer öfter auch mal Videos hin und herschickt oder hochauflösende Filme streamt, kann an Kapazitätsgrenzen stoßen. Nach Ausschöpfen des Datenbudgets surfen Kunden mit maximal 64 KBit pro Sekunde weiter. 

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Schnell und gut mit Vodafone surfen

Traditionell heißt der direkte Gegner der Deutschen Telekom in Deutschland Vodafone - oder früher Mannesmann. Das Unternehmen war der erste private Konkurrent in Deutschland, es besitzt über Vodafone Kabel als eine von wenigen Telefongesellschaften ein stattliches eigenes Festnetz und das Mobilfunknetz liegt in den Tests meist nur knapp hinter dem der ehemaligen Bundespost. Nach Meinung der Zeitschrift Computerbild hat man bei 3G die Deutsche Telekom sogar übertroffen. 

Telefonverträge bei Vodafone sind aber, verglichen mit denen von Congstar, relativ teuer.  Hier sind die Prepaid-Tarife eine gute Alternative. Sie liegen preislich in einem ähnlichen Bereich die des Konkurrenten Congstar. 

CallYa
Vodafone bietet bei seinen Prepaid Tarifen LTE zu günstigeren Preisen als es beiden festen Verträgen (Postpaid-Angebote) der Fall ist. 

Individuell zusammenstellen, wie bei Congstar, lassen sich die Tarife nicht. Dafür bietet Vodafone eine andere Besonderheit. Einheiten lassen sich hier sowohl zum Telefonieren als auch für SMS verwenden. Das ist praktisch. Schließlich nutzt kaum noch jemand die 100 Frei-SMS, die bei Congstar mindestens enthalten sind. Weil man meist hin und wieder aber doch noch klassische Kurzmitteilungen versendet, ist die Verwendung von nicht verbrauchten Telefonminuten eine gute Möglichkeit im Budget zu bleiben.

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Moderne Kurznachrichten-Dienste wie WhatsApp haben die SMS verdrängt. Bei Vodafone gibt es ein einheitliches Einheiten-Budget für Telefon und SMS. Bild: Statistiker-Blog nach Daten von VATM Dialog Consult

Anders als bei Congstar surft man bei Vodafone mit LTE. In der Spitze liegt die Geschwindigkeit deshalb 70 Mal so hoch. Allerdings ist das Düsseldorfer Unternehmen dafür strenger, wenn das Volumen an schnellem Internet aufgebraucht ist. Wer keines nachkauft, der surft nur noch mit 32 KBit pro Sekunde, das ist noch einmal langsamer als bei Congstar. 

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Günstiger geht es kaum: n-tv go!

Von GTCom und seinen Marken n-tv go! und EXPRESSmobil haben wir bereits gehört. Sie bieten nämlich die Einzelabrechnung von Datenverbrauch je MB an. Auch discoTEL gehört zu den Marken des Unternehmens aus Düsseldorf, das wiederum zur hessischen Drillisch AG gehört, dem größten Mobilfunkanbieter ohne eigenes Netz in Deutschland. 

Tarifübersicht von n-tv go!
Die Tarife von n-tv go!, discoTEL und EXPRESSmobil bietet eine vergleichbare Tarifstruktur.

Alle drei bieten eine ähnliche Tarifstruktur, da gibt es beispielsweise die Flat Tarife mit Telefonie- und SMS-Flat, die Clever-Tarife mit begrenztem SMS- und Telefonvolumen und reine Datentarife. Innerhalb dieser Tariffamilien gibt es dann wieder unterschiedliche Einzeltarife, beispielsweise Clever S. Allerdings haben nicht alle Anbieter auch alle Optionen im Angebot. 

Screenshot EXPRESS mobil Prepaid Tarifübersicht
EXPRESSmobil bietet ganz ähnliche Tarife wie n-tv go!

Dass ähnliche Produkte unter verschiedenen Marken angeboten werden hat den Grund, dass GTCom sich auf das sogenannte Weißprodukte oder White Labels spezialisiert hat. Das Telekommunikationsunternehmen stellt das Produkt, ein Medien- oder Handelspartner übernimmt die Vermarktung unter eigenem Namen. Auch EDEKA oder die BILD Zeitung betreiben ihr Telefongeschäft nicht selbst, sondern in Zusammenarbeit mit einem Telekomanbieter, in beiden Fällen Vodafone. Das Verfahren kennt man von Lebensmitteln, wo große Supermarktketten Produkte unter eigenem Namen verkaufen, die allerdings von anderen Unternehmen in ihrem Auftrag hergestellt wurden. 

Allerdings sind die Tarife bei kaum einem Anbieter so standardisiert wie bei GTCom. Der Tarif Clever L beispielsweise unterscheidet sich zwischen den einzelnen Marken nur im Detail. So ist allen die Datenflat gemein. Wie bei Vodafone bieten die Tarife ein bestimmtes Datenvolumen in LTE-Geschwindigkeit, anschließend wird das Tempo gedrosselt. Während es bei den Briten allerdings nur maximal 32 KBit pro Sekunde gibt, spricht GTCom von "GPRS Geschwindigkeit", was etwas unter dem Angebot von Congstar liegt. 

Hauptnachteil bei den drei Anbietern ist die Verwendung des O2-Netzes. Es gilt als das dünnste in Deutschland. In städtischen Regionen ist das aber kein Problem, lediglich auf dem Land kann der Empfang ausbleiben. 

Du hast schon Erfahrungen mit einem der drei Anbieter gemacht? Berichte und schreibe deine Meinung!

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Fazit

Gute und günstige Prepaid Surf Flats bieten die drei von uns vorgestellten Anbieter. In allen drei Fällen handelt es sich um eine echte Flatrate, man kann also unbegrenzt surfen, wenngleich nach dem Aufbrauchen des festgelegten Datenvolumens nur mit reduzierter Geschwindigkeit. Wer sich mit keinem der drei anfreunden kann, der findet mehr gute Prepaid Surf Flats in unserem Prepaid Karten Vergleich. Er zeigt, welche Anbieter von besonders vielen ehemaligen oder aktuellen Kunden empfohlen werden. Im Direktvergleich lassen sich übersichtlich die Konditionen vergleichen.  

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