Vorteile der Prepaid Telefon Tarife

Prepaid Telefon Tarife haben mehrere Vorteile, sind allerdings nicht für alle die beste Wahl. Wer sollte sie nutzen und wer nicht? Und für welche Kundengruppe ist welche Variante die beste? Wir haben vier Idealtypen unter die Lupe genommen. Außerdem stellen wir gute Prepaid Angebote vor!

Vorteile der Prepaid Telefon Tarife INHALTSVERZEICHNIS
1.Vorteile der Prepaid Telefon Tarife
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2.Prepaid Karte kaufen
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3.4 Idealtypen, 4 Vorschläge
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Vorteile der Prepaid Telefon Tarife

icon_muenzenPrepaid Tarife funktionieren ähnlich wie eine Telefonzelle. Zunächst muss bezahlt werden, dann kann man telefonieren. Klassischerweise werden dabei SMS und Gesprächsminuten einzeln nach Verbrauch abgerechnet. Mittlerweile sind aber auch hier Tarife weit verbreitet, die gegen eine monatliche Gebühr ein festes Daten-, Telefon- und SMS-Volumen anbieten. Oft sind diese sogar mit Postpaid-Angeboten ("Verträgen") weitgehend identisch. Sie bieten diesen gegenüber einige Vorteile - und auch Nachteile. 

Was ist eine Prepaid Karte Handy?
Erst bezahlen, dann telefonieren: So funktioniert nicht nur die Telefonzelle, sondern auch eine Prepaid Karte. Foto: Michael Fielitz @ Flickr (Creative Commons Lizenz)

 

Das sind die Vorteile einer Prepaid-Karte: 

  • Viele Tarife ohne Grundgebühr
  • Besonders günstige Tarife manchmal nur Prepaid
  • Keine Mindestvertragslaufzeit
  • Kostenkontrolle
  • Keine Schufa-Abfrage

Dem stehen diese Nachteile gegenüber: 

  • Regelmäßige Einzahlungen nötig
  • Geld muss im voraus bezahlt werden
  • Fast immer ohne vergünstigtes Mobiltelefon
  • Manchmal Startgebühr nötig

Wer wenig telefoniert oder eine SIM-Karte für ein selten genutztes Zweitgerät sucht, der greift oft zu Prepaid-Tarifen. Denn fast alle Anbieter haben einen Basistarif im Programm, bei dem keine Grundgebühr anfällt. Alle Gespräche und SMS werden einzeln abgerechnet. 

Attraktiv ist das auch für viele Besitzer eines Feature Phones, denn bei den meisten Tarifen ist auch ein Datenpaket enthalten, dass sie oft gar nicht brauchen. Wer vor allem telefoniert und SMS schreibt, für den ist ein Prepaid-Tarif ohne Grundgebühr oft die günstigste Variante, zumal er bei vielen Telekomunternehmen mit Paketangeboten erweitert werden kann, beispielsweise um 100 Telefonminuten. 

 

Absatz von Mobiltelefonen in Deutschland für Smartphones (blau) und Feature Phones (schwarz). Quelle. Statista
Absatz von Mobiltelefonen in Deutschland für Smartphones (blau) und Feature Phones (schwarz). Quelle. Statista

 

Aber auch mit Smartphone ist ein Prepaid-Tarif oft die bessere Wahl. Bei Tarifen ohne Grundgebühr kann Datenvolumen zusätzlich gekauft werden, beispielsweise 250 MB. Kunden sollten darauf achten, ob das jeweils nur für einen Monat gilt oder ob nicht verbrauchtes Volumen auch länger genutzt werden kann. Teilweise verfällt es nämlich nach 30 Tagen, das ist für Gelegenheitsnutzer natürlich von Nachteil. Besser sind Angebote ohne eine solche Grenze oder zumindest mit einer langen Laufzeit. Ein Alternative können auch Tarife sein, bei denen der Datenverbrauch nach MB abgerechnet wird, beispielsweise der von n-tv go! Allerdings lässt sich der Datenverbrauch nur schwer abschätzen und das Angebot wird verhältnismäßig teuer, wenn mehr als 100 MB pro Monat verbraucht werden. 

Schufa Betrüger
Wer sein Smartphone regelmäßig benutzt und keine Flatrate hat, für den kann es schnell teuer werden. Da haben Prepaid-Tarife Vorteile. Sobald das eingezahlte Geld aufgebraucht ist, geht nichts mehr.

 

Mittlerweile nutzen viele Kunden Prepaid-Tarife mit Monatsgebühr. Auch der kann aber Vorteile gegenüber einem klassischen Vertrag haben. Beispielsweise gibt es besonders günstige Tarife nicht immer auch als Postpaid-Variante. Während Discount-Anbieter wie Congstar mitunter die gleiche Tarifstruktur mit und ohne festen Vertrag anbieten, sieht das bei Premium-Anbietern oft anders aus. Hier sind Tarife mit Abrechnung am Monatsende oft deutlich teurer, nicht zuletzt weil Bestandteil des Vertrags dann ein vergünstigtes Smartphone ist, das natürlich refinanziert werden muss. 

CallYa
Der beliebtestes Prepaid-Tarif ist bei Vodafone einer mit einer monatlichen Gebühr. Auch dann hat Prepaid aber Vorteile. In diesem Fall heißen sie Kostenkontrolle und außerdem geringe Gebühren. Denn für so wenig Geld gibt es beim Anbieter Vodafone keinen Postpaid-Vertrag. Andere Anbieter wie Congstar bieten dagegen bei Postpaid und Prepaid ähnliche Tarife.

 

Gerade Verträge, zu denen dem Kunden ein Mobiltelefon geschenkt oder günstiger verkauft wurde, haben deshalb üblicherweise eine Vertragslaufzeit von einem oder zwei Jahren. Prepaid-Verträge sind dagegen im Regelfall monatlich kündbar. Ohnehin laufen sie spätestens aus, sobald kein Guthaben für die Monatsgebühr mehr auf der Guthabenkarte ist. 

Ein weiterer Vorteil ist die Kostenkontrolle bei Verträgen mit Prepaid-Abrechnung. Denn vertelefoniert werden kann nur, was zuvor eingezahlt wurde. Allerdings gibt es mittlerweile auch einige Anbieter, die eine Komfortaufladung anbieten, bei der per Einzugsermächtigung automatisch Geld vom Konto abgebucht und dafür Guthaben gekauft wird, sobald ein festgelegter Guthabenbetrag unterschritten wurde. Immerhin haben Kunden aber hier den Vorteil, dass sie informiert werden, sobald das Budget aufgebraucht wurde - und es nicht erst am Ende des Abrechnungsmonats merken. 

Kredit trotz Schufa Bild
Ohne Schufa-Auskunft ist es schwer, einen Mobilfunkvertrag zu bekommen. Foto: Pressebild der Schufa AG

 

Auch ein schlechter Schufa-Score kann dazu führen, dass man keinen Vertrag erhält. Immerhin muss das Mobilfunk-Unternehmen dann zittern, ob die Rechnung am Ende des Monats auch wirklich bezahlt wird. Bei Prepaid-Angeboten wird dagegen im Regelfall gar keine Schufa-Abfrage gestartet. Der Anbieter hat sein Geld ja schon erhalten, wenn das erste Mal telefoniert wird. 

Natürlich haben Prepaid-Tarife auch Nachteile. Die gebührenfreien Tarife mit Abrechnung pro Minuten und SMS sind beispielsweise relativ teuer. Das gilt für die Angebote mit monatlichen Kosten zwar nicht, dafür besteht dort die Gefahr, dass am Monatsanfang nicht genug Guthaben vorhanden ist. Dann wird plötzlich nach Minuten abgerechnet und Datenvolumen ist womöglich auch nicht vorhanden. Keine Option sind Prepaid-Tarife, wenn ein neues Smartphone mit enthalten sein soll. Doch meistens ist es ohnehin günstiger, sich ein Smartphone extra zu kaufen. 

Prepaid Karte kaufen

icon_FazitWie bekommt man eine Prepaid Karte und wo kann man Guthaben nachkaufen? Die Antwortet lautet in beiden Fällen: am einfachsten im Internet. Das ist aber keineswegs die einzige Möglichkeit. Vor allem wer keine Kontodaten angeben, sondern lieber bar bezahlen will, findet bei Läden und Automaten Alternativen. 

Ohne die SIM-Karte geht gar nichts. Sie ist das Herzstück des Smartphones, ohne sie ist es ungefähr so nützlich wie ein Spielzeugtelefon. Bereitgestellt wird die SIM-Karte vom Mobilfunkanbieter, wer ihn wechselt erhält deshalb eine neue, auch wenn er die Telefonnummer behält. Bei Prepaid-Tarifen kann es vorkommen, dass für die Karte eine Gebühr bezahlt werden muss. Teilweise muss auch eine Mindesteinzahlung geleistet werden, um die SIM-Karte zu erhalten. Oft gibt es Mischformen, also eine Gebühr plus eine Mindesteinzahlung. 

Am einfachsten bestellt man seine Prepaid-Karte im Internet. Unser Prepaid Karten Vergleich erlaubt es, zuerst den passenden Anbieter suchen und dann mit einem Mausklick zum jeweiligen Bestellformular zu kommen. 

Hier geht's zum Prepaid Karten Vergleich

Alternativ lässt sich eine SIM-Karte auch in Telefonläden und vielen Elektronikfachgeschäften kaufen. Gerade kleinere Anbieter sind aber nicht überall vertreten. Vor allem Telefonmarken von Supermarktketten gibt es oft nur im jeweiligen Markt, also ALDI TALK bei ALDI (Nord und Süd) und EDEKAmobil in EDEKA-Märkten.  

Ausgaben Kredite
EDEKA verkauft nicht nur Lebensmittel, sondern auch Telefontarife. Foto: Pressebild EDEKA

 

Das gleiche gilt auch für Guthabenkarten, allerdings werden diese an mehr Standorten angeboten. Schließlich müssen sie regelmäßig nachgekauft werden. Außer an Kiosken, in Telefonläden und Supermärkten erhält man sie oft auch am Automaten. Klassischerweise bekommt man eine Karte, bei der man eine Nummer frei rubbeln muss. Manchmal wird die Nummer, etwa beim Kauf im Supermarkt, auch auf einen Kassenzettel gedruckt. Diese muss ins Handy eingegeben werden und dann wird der gekaufte Betrag gutgeschrieben. Das dauert meist nur wenige Augenblicke. 

Mittlerweile kann Guthaben auch an Geldautomaten gekauft werden. Dann erhält man meist keine Nummer, sondern muss seine Telefonnummer über die Tastatur des Automaten eingeben. Dann wird der gewünschte Betrag direkt auf- und das Geld vom Konto abgebucht. 

Vodafone
Diese Auflademöglichkeiten gibt es bei Vodafone.

 

Am einfachsten geht es aber auch hier im Internet. Um sein Prepaid-Guthaben online aufzuladen muss zunächst der entsprechende Betrag ausgewählt werden. Wie am Geldautomaten muss dann die Telefonnummer eingegeben werden, sofern sie nicht sowieso im Kontobereich des Mobilfunkanbieters hinterlegt ist. Das Geld wird dann nahezu sofort gutgeschrieben. Oft ist das Kundenkonto auch über eine App auf dem Smartphone erreichbar. 

Eine Sonderform ist die automatische Aufladung. Dann wird automatisch neues Guthaben gekauft, sobald das alte aufgebraucht ist oder nicht mehr ausreicht, um die monatlichen Kosten zu bezahlen. Der Vorteil der Kostenkontrolle geht dabei allerdings zum großen Teil verloren. 

4 Idealtypen, 4 Vorschläge

Wir stellen vier verschiedene Nutzer vor und fragen, welche Tarifart für sie jeweils die beste ist. Denn jeder hat andere Bedürfnisse und Anforderungen. Unsere vier Typen sind

  • der Zweithandy-Nutzer,
  • der Feature-Phone Besitzer,
  • Nutzer mit sehr geringer Bonität, 
  • der Musikfan.

Der Zweithandy-Nutzer

Viele Menschen besitzen ein zweites Handy. Oft handelt es sich um ein Gerät des Arbeitgebers, dann muss man sich um den Tarif nicht kümmern. Anders sieht es aus, wenn man sich selbst ein Zweitgerät anschafft. Lehrer haben es, um  bei Schulausflügen für ihre Schüler erreichbar zu sein, untreue Ehepartner, damit der Mann oder die Frau nichts von der Affäre mitbekommt und Freiberufler, um für ihre Kunden erreichbar zu sein - und manchmal auch eben nicht, wenn das private Smartphone an bleibt und das geschäftliche ausgeschaltet wird. 

Natürlich gibt es hier eine unterschiedlich intensive Nutzung. Wer regelmäßig auch selbst anruft, für den kann sich ein ganz regulärer Vertrag lohnen. Oft aber aber wird es wenig genutzt - und wenn, dann vor allem um angerufen zu werden. In diesem Fall ist ein Tarif ohne Grundgebühr attraktiv. In vielen Fällen nutzt man mit diesem Zweitgeräten auch das Internet selten oder gar nicht, so dass Datenvolumen unnötig ist. 

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Wer es doch hin und wieder braucht, für den kann sich ein Tarif lohnen, bei dem nach verbrauchten MB abgerechnet wird. Beispielsweise der von n-tv go!, mit einem niedrigen Minutenpreis und Abrechnung von Datenvolumen nach Verbrauch. Allerdings wird es schnell teuer, wenn doch mal viele Daten verbraucht werden. 

Jetzt direkt zu n-tv go!

Der Feature Phone Inhaber

Als Feature Phone bezeichnet man heute jene Mobiltelefone, die nicht smart sind, klassische Handys also. Im ersten Halbjahr 2016 wurden in Deutschland immerhin noch rund 100.000 pro Monat verkauft. Das ist wenig im Vergleich zu Smartphones, doch Feature Phones werden länger genutzt, viele Geräte sind bereits zehn Jahre alt oder älter und immer noch im Gebrauch - wenn oft auch nur als Zweitgerät. 

Klassische Handys heißen jetzt Feature Phone. Foto: H2O @ Flickr
Klassische Handys heißen jetzt Feature Phone. Foto: H2O @ Flickr

 

Wer es nur selten nutzt, ist mit einem klassischen Tarif ohne Grundgebühr am besten bedient. Bei einigen Nutzern sind die Telefone aber immer noch rege in Gebrauch. Für diese Klientel ist ein Prepaid Tarif mit monatlicher Zahlung, aber ohne Datenvolumen, ideal. 

Spezielle Feature Phone Prepaidtarife gibt es nur wenige. Nutzer haben zwei Möglichkeiten. Einige Anbieter bieten die Möglichkeit, ein Paket an Telefoneinheiten zu kaufen, beispielsweise 100 Stück. Ein gutes Angebot macht hier Vodafone, denn die Einheiten lassen sich sowohl für SMS als auch Telefonie nutzen. Einfach den Tarif Talk&SMS buchen und dann ein Einheitenpaket dazukaufen. Allerdings muss das Paket immer wieder neu erworben werden. Automatisch geht das bei Congstar. Bei "Congstar wie ich will" lässt sich ein Feature Phone Tarif ohne Datenvolumen individuell kreieren. 

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Zum vollständigen Congstar Erfahrungsbericht

Prepaid Feature Phone Tarif von Congstar

Der Vielnutzer mit geringer Bonität

Wer sein Smartphone regelmäßig nutzt, für den ist oft ein Postpaid-Vertrag die beste Lösung, also einer, bei dem man am Ende des Monats für die in Anspruch genommenen Dienste zahlt. Doch wem die Schufa ein schlechtes Zeugnis ausstellt, der hat mitunter wenig Chancen. 

Denn ein Postpaid-Vertrag ist fast so etwas wie ein kleiner Kredit. Der Mobilfunkbetreiber bietet eine Leistung und erhält erst später sein Geld dafür. Für diese Kunden ist deshalb ein Prepaid-Tarif mit Grundgebühr interessant. Welches das beste Angebot ist, ist natürlich individuell sehr verschieden. 

Infos zu den Anbietern gibt's im Prepaid Karten Vergleich

Der Musikfan

Einige Prepaid-Tarife bieten die Möglichkeit, den Telefonvertrag mit dem Abo eines Musik-Streamingdienstes zu kombinieren. Das tun beispielsweise MTV mobile und ALDI Talk. In beiden Fällen ist der Kooperationspartner Napster. Aldi bietet in Kooperation mit diesem auch ein reines Musikstreaming-Angebot (ALDI life), allerdings ist die Aufzahlung für das Musikangebot bei ALDI Talk weitaus billiger als es ein Abo sonst ist. 

Jetzt direkt zu ALDI TALK

 

Gut zu wissen!

Auch einige Tarife andere Tarife bieten Extras wie einen Zugang zu BILDplus bei BILDmobil. 

 

Fazit

icon_aktieEs gibt viele gute Gründe für einen Prepaid-Vertrag. Beispielsweise den, dass einige attraktive Angebote nur in dieser Form angeboten werden. Dabei gibt es längst mehr als nur Basistarife mit der Einzelabrechnung von SMS und Telefonminuten. Einige bieten eine Flatrate, andere auch noch ein Musikabo. 

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