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 Durch die aktuell niedrigen Leitzinsen haben viele Banken auch ihre Konditionen für Immobilien- und Ratenkredite gesenkt. Kreditnehmer, die aktuell bereits ein Darlehen mit hohen Zinsen nutzen, haben daher jetzt die Möglichkeit, eine Umschuldung in Anspruch zu nehmen. Hiermit können die Zinssätze für die vorhandenen Darlehen oft deutlich gesenkt werden. Zudem besteht bei Ratenkrediten die Möglichkeit, mehrere kleinere Darlehen zu einem größeren Kredit zusammenzulegen und so die Übersicht über die bestehenden Verbindlichkeiten zu erhöhen.

Diese Fallstricke musst Du beachten

Obwohl mittlerweile fast jeder Kredit, angefangen vom Dispositions- über den Ratenkredit bis hin zum Baudarlehen, zu historisch niedrigen Zinsen angeboten wird, ist eine Umschuldung nicht in jedem Fall sinnvoll und ratsam. Wichtig ist es zuerst, die jeweiligen Kündigungsfristen zu prüfen. Diese finden sich in den Allgemeinen Darlehensbedingungen, die die Bank jedem Kunden bei Abschluss des Kreditvertrages aushändigt. Vor der Kündigung sollte zudem geprüft werden, bei welcher Bank und zu welchen Konditionen die Umschuldung möglich ist. Dabei ist zu beachten, dass die Zinssätze heute vielfach bonitätsabhängig bewertet werden, was sich vor allem bei einem niedrigen Einkommen, aber auch bei einem hohen Verschuldungsgrad oder bei fehlenden Sicherheiten negativ auswirken kann. Es kann daher sinnvoll sein, mehrere Angebote unterschiedlicher Banken einzufordern und die jeweils besten Zinssätze und Kreditkonditionen auszuwählen.

Die Umschuldung von Dispositions- und Rahmenkrediten

Bei Dispositions- und Rahmenkrediten bemängeln Verbraucherschützer bereits seit Jahren die zu hohen Zinssätze in diesem Bereich. Selbst durch die Leitzinssenkung gab es hier kaum Bewegungen nach unten. Im Sommer dieses Jahres wollte Verbraucherminister Heiko Maas von der SPD die Banken sogar dazu verpflichten, ihren Kunden bei Inanspruchnahme des Dispos zur Umschuldung zu raten. Wer die Kreditlinien von Dispositions- und Rahmenkrediten nutzt, kann diese ganz einfach umschulden, denn Kündigungsfristen müssen hier in der Regel nicht beachtet werden. Bei Beantragung des neuen Ratenkredites wird die Kreditsumme einfach auf das jeweilige Konto überwiesen, welches damit glattgestellt wird. Weitere Maßnahmen sind nicht nötig, da meist auch keinerlei Sicherheiten vereinbart wurden.

Die Umschuldung von Ratenkrediten

Auch bei Ratenkrediten ist es vielfach sehr einfach möglich vom aktuell niedrigen Zinsniveau zu profitieren. Die Kündigungsfrist beträgt hier in der Regel drei Monate, bei vielen Banken sind zudem jederzeit Sonderzahlungen möglich. Wurde im Kreditvergleich ein günstigerer Ratenkredit gefunden, kann die neue Bank direkt beauftragt werden die noch offene Kreditsumme zu überweisen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass der noch offene Restbetrag vorab angefragt wurde, um auch die korrekte Summe überweisen zu können. Wenn mehrere kleinere Ratenkredite bestehen, können diese auch zusammengelegt werden. Die Bank löst dann die einzelnen kleinen Kredite ab und vergibt einen großen Kredit. Hierbei haben Kunden nicht nur die Möglichkeit, von den geringeren Zinsen zu profitieren, sondern sie können in diesem Zusammenhang auch Veränderungen bei Laufzeiten und Kreditraten vornehmen. Um die monatliche Belastung zu reduzieren, empfiehlt es sich beispielsweise, die Laufzeit zu verlängern. Sofern Sicherheiten vereinbart wurden – etwa die Hinterlegung des KFZ-Briefs bei Autokrediten – werden diese mit vollständiger Tilgung des Kredites freigegeben.

Die Umschuldung von Baufinanzierungsdarlehen

Da Baudarlehen langfristige Kredite sind, die mit Zinsbindungsfristen von zehn und mehr Jahren vergeben werden, gestaltet sich eine Umschuldung hier meist etwas schwieriger. Sofern nicht anders vereinbart, ist eine Kündigung bei Immobilienkrediten in der Regel nur am Ende der Zinsbindungsfrist möglich. Wurde eine Zinsbindung von mehr als zehn Jahren vereinbart, ist die Kündigung nach Ablauf von zehn Jahren mit einer Frist von sechs Monaten möglich. Alternativ kann die Bank natürlich vorab gebeten werden vom Vertrag zurückzutreten. Sofern das Institut zustimmt, müssen Kunden der Bank allerdings den entgangenen Gewinn ersetzen, denn sie hat schließlich bis zum Ende der Laufzeit mit den Zinseingängen geplant. Sie berechnet daher Vorfälligkeitsgebühren, deren Höhe sich nach dem damals vereinbarten Zins, dem aktuellen Zinsniveau, der Restlaufzeit sowie der noch offenen Kreditsumme ermittelt. Dabei gilt, dass die Vorfälligkeitskosten umso höher sind, je höher die Kreditsumme sowie die Zinsdifferenz ausfallen. Auf Wunsch stellen die Banken ihren Kunden eine individuelle Berechnung zur Verfügung. Zum Ende der Zinsbindungsfrist ist jedoch eine Umschuldung ohne Einhaltung von Kündigungsfristen möglich. Zu diesem Zeitpunkt kann dann ein neues Institut gewählt werden, welches mit dem nötigen Baudarlehen zur Verfügung steht. Wer sich vorzeitig festlegen will, kann auch Forward-Darlehen nutzen. Diese können bis zu fünf Jahre vor Ende der Zinsbindung vereinbart werden und stellen so eine Art Kreditabsicherung dar. Selbst wenn die Zinsen bis zur Auszahlung des Darlehens steigen, bleibt der einmal vereinbarte Zinssatz unveränderlich bestehen.

Und so funktioniert die Umschuldung

Wurde je nach Darlehensvariante ein neuer Kredit gefunden und die Kündigungsfrist überprüft, kann die Umschuldung nun starten. Im Kreditantrag ist es in den meisten Fällen direkt möglich, den Wunsch nach Kreditablösung anzugeben, auch die finanzierende Bank sowie Darlehenskontonummer können genannt werden. Sobald der Kreditantrag positiv beschieden wurde, kann die Auszahlung erfolgen. Sofern vereinbart, müssen nun noch die vereinbarten Sicherheiten gestellt werden. Sind alle Formalitäten erledigt, wird die Bank den noch offenen Restbetrag an das bisher finanzierende Institut überweisen und damit den Kredit ablösen. Sofern für das alte Darlehen Sicherheiten vereinbart waren, die von der neuen Bank nicht mehr benötigt werden, können diese freigegeben werden. Bei Grundschulden erfolgt in der Regel eine Übertragung auf das neue Institut. Die Bank wird sich auch hierum kümmern und alles in die Wege leiten.

Zum Abschluss: Eine kleine Checkliste zur Umschuldung Deiner vorhandenen Kredite

  • Prüfung der Kündigungsfristen der bestehenden Kredite
  • Auswahl neuer Darlehen mittels Onlinevergleich
  • Bei bonitätsabhängigen Krediten: Individuelle Anfrage
  • Vergleich der Darlehenskonditionen anhand Effektivzins und Gesamtkosten
  • Überweisung des Kreditbetrags zur Ablösung des bisherigen Darlehens
  • Gegebenenfalls Stellung neuer Sicherheiten
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