Aktiendepot absichern ´16 | Tipps & Tricks zum Schutz

Aktiendepot absichern: Möglichkeiten, dein Depot zu schützen

  • Qomparo Ratgeber: aktiendepot
Aktiendepot absichern: Möglichkeiten, dein Depot zu schützen INHALTSVERZEICHNIS
1.Wie kannst du dein Aktiendepot absichern?
>
2.Entspannt in den Urlaub – Aktiendepot abgesichert?
>
3.Tipps für „Börsenneulinge“
>

Top-3

Unser Tipp - Die besten Aktiendepot Angebote

Dass das Handeln von Aktien nicht risikolos ist, weiß jeder. Und je höher die Renditechancen sind, desto höher fällt auch ein mögliches Verlustrisiko aus. Denn so schnell wie ein Kurs ansteigt, kann er auch wieder fallen. Eine gesetzliche Einlagensicherung, die den Anleger vor einem Totalverlust schützt, existiert im Bereich des Aktienhandels nicht. Und wer hat schon Zeit, die Börsenkurse ständig zu verfolgen, um direkt auf Kurschwankungen oder Kursverluste zu reagieren? Welche Möglichkeiten gibt es also, dein Aktiendepot im Vorfeld vor großen Verlusten zu schützen und dieses bei fallenden Kursen abzusichern? Gibt es eventuell sogar Möglichkeiten, von Kursrückgängen zu profitieren? Qomparo informiert dich auf dieser Seite über mögliche Handelsstrategien, die dein Aktiendepot im Falle drohender Kursverluste absichern.

Alle wichtigen Informationen auf einen Blick

  • Die Stop-Loss-Order sichert dich vor höheren Verlusten ab – auch im Urlaub.
  • Trailing-Stops korrigieren das Verkaufslimit bei steigenden Kursen nach oben.
  • Mit Put-Optionen bzw. Optionsscheinen lassen sich gleichzeitig Verluste vermeiden und Gewinne generieren (nicht für Anfänger geeignet!).
  • Bei der Wahl zur Absicherung deines Aktiendepots kommt es auch auf deine Börsenerfahrung an.
  • Anfänger sollten auf Strategien der Kapitalstreuung und Stop-Loss-Optionen zurückgreifen.

Direkt zum Aktiendepot Vergleich

Wie kannst du dein Aktiendepot absichern?

icon_SicherheitGeldanlagen, wie Tages- oder Festgelder sind zwar risikolos, aber vermehren dein Kapital auch nicht erheblich. In diesen Zeiten der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) stellen sie keine ertragsbringenden Geldanlagen dar. Aktien hingegen versprechen hohe Renditen bei erhöhtem Risiko. Musst du mit diesem Risiko leben oder kannst du eventuell Handelsstrategien anwenden, die dein Verlustrisiko minimieren?

Stop-Loss-Strategie

icon_Pfeile_hoch_runter2Mit der Stop-Loss-Strategie kannst du festlegen, bis zu welcher Marke du die Aktie halten willst und ab welcher Marke sie automatisch verkauft wird. Hierfür gibst du eine Stop-Loss-Order auf. Mit dieser Strategie gehst du auf Nummer sicher und riskierst keine höheren Verluste. Diese Stop-Loss-Strategie kommt auch in Frage, wenn du zu den Anlegern gehörst, die nicht jeden Tag das aktuelle Börsengeschehen verfolgen. Sinnvoll ist eine solche Order auch, wenn du dich beispielsweise im Urlaub befindest. Wichtig zu beachten ist es, dass die Aktie beim Erreichen des gesetzten Kurswertes nicht zum Stop-Kurs verkauft wird, sondern der Verkaufskurs auch unter dem Stop-Kurs liegen kann. Wo du den Stop-Kurs setzt, ist Ermessenssache. In der Regel liegt dieser bei mindestens zehn Prozent unter dem aktuellen Kurs. Auch sollte in die Überlegungen die Schwankungsbreite – die sogenannte Volatilität – der entsprechenden Aktie bedacht werden. Das bedeutet: Je mehr ein Kurs schwankt, desto tiefer sollte ein Stop-Loss unter den aktuellen Kurs gesetzt werden.

Stop-Loss-Limit

Auch hier wird eine Verkaufsorder ausgelöst, sobald der Aktienkurs die angegebene Stop-Loss-Marke erreicht. Im Gegensatz zur Stop-Loss-Order, bei der die Aktie dann billigst – egal, wie tief der Aktienkurs fällt – zum aktuellen Kursstand verkauft wird, wird ein Verkauf hier nur ausgelöst, wenn die Aktie nicht unter das gesetzte Stop-Loss-Limit fällt. Das hat zur Folge, dass die Aktie im Depot verbleibt, solang der Kurs unter dem gesetzten Limit liegt und erst verkauft würde, wenn das Limit erreicht ist oder der aktuelle Kurs zwischen dem Stop-Loss-Limit und der Stop-Loss-Marke liegt. Die Order gilt selbstverständlich nur für die von dir bestimmte Zeit.

Aktiendepot_absichern2
Stopp-Loss-Orders sind eine gute Möglichkeit Verluste abzusichern und Gewinne mitzunehmen

Trailing-Stop-Loss

Bei dem sogenannten Trailing-Stop werden ebenfalls Stop-Loss-Marken gesetzt, während hierbei aber das gesetzte Verkaufslimit kontinuierlich und automatisch nach oben erhöht wird, sobald der Kurs steigt. Unterschreitet der Kurs deine festgelegte Kursmarke wird die Aktie – wie beim Stop-Loss – automatisch verkauft. So profitierst du gleichzeitig von steigenden Kursen und sicherst dein Depot bei Kursabfällen ab.

Aktiendepot_absichern1 
Du kannst die Stop-Loss-Marke auch anpassen, ideal um den größtmöglichen Gewinn zu erzielen

Aktiendepot absichern

Direkt zum Aktiendepot Vergleich

Put-Optionsscheine

icon_FazitMit Put-Optionsscheinen kannst du dein Aktiendepot vollständig vor Kursverlusten absichern. Diese Strategie eignet sich allerdings nicht für „Börsenneulinge“, sondern vielmehr für fortgeschrittene Trader. Mit seiner Unterschrift muss ein Trader auch bestätigen, dass ihm die Risiken von Optionsscheinen bekannt sind. Denn Put-Optionsscheine werden spekulativ eingesetzt und zwar im Falle eines Kursabfalls der Aktie, auf die die Put-Option gekauft wurde. Der Preis des Optionsscheins sollte in etwa den gleichen Wert haben wie die Aktie, da dieser im Falle eines Kursabfalls, den Wertverlust der Aktie komplett oder annähernd wieder ausgleichen soll. Mit Put-Optionsscheinen werden Gewinne auf fallende Kurse erzielt. Diese Form der Absicherung bedeutet nicht nur, Verluste zu vermeiden oder auszugleichen, sondern sogar Gewinne zu erzielen. Steigt hingegen der Kurs, verfallen die Optionsscheine nach Ablauf des Verfalltermins und werden somit wertlos. Nichtsdestotrotz wäre im Falle eines Kursabfalls die Aktie durch den Optionsschein abgesichert. Der Einsatz von Put-Optionsscheine bedarf allerdings viel Erfahrung und ist für Anfänger ungeeignet.

Auch Zertifikate bieten eine Möglichkeit, sein Aktiendepot abzusichern. Sie setzen ebenfalls darauf, bei fallenden Kursen Erträge zu erzielen. Auch sie sind spekulativ und werden in der Regel eingesetzt, wenn Kursabfälle zu erwarten sind und die Aktien nicht verkauft werden sollen.

Tipp

Für Börseneinsteiger empfiehlt es sich allerdings, das eigene Aktiendepot durch das Streuen von Anlagen zu schützen. Da bedeutet, dass das Aktiendepot Aktien mehrerer Unternehmen aus verschiedenen Branchen enthalten sollte. Darüber hinaus ist es ratsam, unterschiedliche Handelsprodukte in das Aktiendepot mitaufzunehmen, wie beispielsweise Anleihen, Edelmetalle oder Aktien aus anderen Ländern.

Entspannt in den Urlaub – Aktiendepot abgesichert?

icon_GlobeDamit du entspannt in den Urlaub fahren kannst, nicht ständig auf Kursverläufe achten oder sogar Angst haben musst, wichtige Order zu verpassen, solltest du vor deiner Abreise dein Aktiendepot urlaubsfest machen.

Eine zentrale Bedeutung haben in diesem Zusammenhang auch die sogenannten Stop-Loss-Orders bzw. Stop-Loss-Limits, die du für die Dauer deiner Abwesenheit oder aber auch stets einsetzen kannst. Du entscheidest damit, bis zu welchem Kurs du deine Aktien halten und ab welchem Zeitpunkt du sie lieber verkaufen möchtest. Diese Orders werden dann entsprechend automatisch ausgeführt, sofern du diese vor deiner Abreise gesetzt hast. Sollten die Kurse allerdings während deiner Urlaubsabwesenheit nicht fallen, sondern steigen, ist es sinnvoll, den Stop-Loss entsprechend mit der Trailing-Loss-Option automatisch nach oben korrigieren zu lassen, damit sich die Kurslücke nicht allzu sehr ausweitet.

Selbstverständlich funktionieren diese Handelsstrategien auch beim Kauf von Aktien. Vor deinem Urlaub kannst du Stop-Buy-Marken oder auch Stop-Buy-Limits setzen, die eine Kauforder auslösen, wenn der von dir gesetzte Kurswert erreicht ist. Ob deine Bank oder dein (Online-)Broker diese Ausführungen anbietet und ggf. Gebühren für diese Transaktionen verlangt, solltest du ebenfalls vor deinem Urlaubsantritt klären.

Aktiendepot_absichern3
Ebenso wie für den Verkauf, kannst du auch beim Kauf zu einem bestimmten Kurs einsteigen

Verfügst du über ein Depot bei der Bank, steht es dir natürlich auch frei, einen Bevollmächtigten zu beauftragen, in deinem Namen Transaktionen auszuführen. Erkundige dich vorher ebenfalls bei deiner Bank, ob diese Option zur Verfügung steht und welche Kriterien eine solche Vollmacht erfüllen muss.

Wichtig zu wissen

Wichtigste und sicherste Strategie, um im Urlaub nicht ständig auf das Smartphone oder den Fernseher zu schauen, anstatt am Strand zu entspannen oder ein gutes Buch zu lesen, ist, vor dem Urlaub sein Depot zu begutachten. Gibt es etwa Aktien, die du nicht mehr halten möchtest oder die nicht mehr zu deinen Anlagezielen passen? Sind die einen Wertpapiere mehr als die anderen mit Risiken behaftet? Dann empfiehlt es sich unter Umständen, diese Aktien noch vor dem Urlaub zu verkaufen und beispielsweise in „Urlaubsgeld“ umzuwandeln.

Tipps für „Börsenneulinge“

Bevor du ins Aktiengeschäft einsteigst, solltest du ein paar Hinweise beachten:

  1. Für den Aktienhandel benötigst du ein Depotkonto, in dem du deine Aktien aufbewahrst und verwaltest. Hierbei solltest du darauf achten, welche Gebühren die Bank oder der Onlinebroker für das Depot und die verschiedenen Transaktionen verlangt. Konten bei Direktbanken oder Onlinebrokern sind häufig in der Depotführung gebührenfrei.
  2. Auch solltest du nur mit Geld in den Aktienhandel einsteigen, das du auch tatsächlich zur Verfügung bzw. übrig hast. Du solltest dieses Geld auch nicht in den nächsten Jahren für deinen Lebensunterhalt verbrauchen wollen, denn das Aktiengeschäft lohnt sich in der Regel nur langfristig.
  1. Aus diesem Grunde solltest du vor einem Aktienkauf zunächst deine Anlageziele definieren. Damit geht einher, wieviel Kapital du einsetzen möchtest oder wie hoch deine Risikobereitschaft ist und welche Rendite du dir wann von deiner Anlage erwartest. 
  1. Sind diese Schritte erledigt, ist es empfehlenswert, sich vor dem Kauf einer Aktie ausführlich und gewissenhaft über die verschiedenen Handelsprodukte, die an der Börse handelbar sind, zu informieren. Willst du zum Beispiel in ein bestimmtes Unternehmens investieren, sind zuvor alle Informationen zu diesem zu sammeln. Recherchiere zum Unternehmen selbst, die Branche, die Konkurrenz, die Firmenentwicklung etc. Wie hat sich das Unternehmen an der Börse entwickelt? Wie stehen die Prognosen? 
  1. Wenn du noch nie an der Börse gehandelt hast, ist es hilfreich, sich zunächst ein Demo- bzw. Musterkonto bei einem Anbieter anzulegen. Diese sind in der Regel kostenfrei und zeitlich unbegrenzt verfügbar. Mit diesem Musterkonto kannst du unter realen Börsenbedingungen verschiedene Handelsprodukte, Börsen oder auch Strategien testen. 
  1. Hast du dich für bestimmte Aktien entschieden, kannst du diese zum aktuellen Kurs kaufen oder festlegen, ab welchem Kurs diese gekauft werden sollen. Erreicht die Aktie diesen Wert nicht, so verfällt auch die Order. 
  1. Um das Risiko eines Verlustes zu minimieren, ist es ratsam, das einzusetzende Kapital in unterschiedliche Unternehmen und Branchen zu investieren. Auch die Anlage in verschiedene Handelsprodukte verteilen das Risiko. 
  1. Durch das Setzen von Stop-Loss-Marken und Stop-Loss-Limits lassen sich Verluste eingrenzen, in dem die Aktie bei Erreichen oder Unterschreiten eines Limits automatisch verkauft wird. Die Stop-Marken funktionieren selbstverständlich auch für den Erwerb von Aktien. 
  1. Wichtig ist, dass du dein Aktiendepot im Auge behältst und dich regelmäßig über aktuelle Entwicklungen an der Börse und die Prognosen für die Zukunft informierst. Relevante Wirtschaftsnachrichten und Unternehmensnews zu verfolgen, kann ebenfalls hilfreich sein.
Beachte

Der Aktienhandel kann viel Spaß machen, wenn er durch Kursgewinne Erträge generiert. Aber wählst du die falsche Handelsstrategie, können schnell hohe Verluste entstehen. Eine Investition in Aktien ist eine dauerhafte Geldanlage und kann über ihre Bestandsdauer auch Kursschwankungen und ‑verluste ausgleichen. Im Auge behalten solltest du dein Aktiendepot trotzdem, um auf Veränderungen schnell reagieren zu können. Informiere dich über aktuelle wirtschaftliche Ereignisse und Kursverläufe, aber bleibe gelassen dabei und verfalle bei Kursabfällen nicht in Panik. Mit den richtigen Strategien und angemessener Sachlichkeit kann dein Aktiendepot langfristig eine ertragreiche Anlage sein.

Direkt zum Aktiendepot Vergleich

Bilderquellen:
https://www.sbroker.de/aktuelles/aktuelles-hintergrund/limitorder-im-direkthandel.html
https://wissen.cortalconsors.de/t5/Risiko-managen/Risiko-minimieren-beim-Halten/ta-p/2589#tab-navigation
https://www.sbroker.de/aktuelles/aktuelles-hintergrund/limitorder-im-direkthandel.html

Über den Autor: Christian Habeck

Christian Habeck handelt seit mehreren Jahren aktiv an der Börse. Hierbei bevorzugt er die technische Analyse. Darüber hinaus ist er Technik- und Sportbegeistert und betätigt sich leidenschaftlich gern als Autor.

Autor: Christian Habeck

Christian Habeck ist leiden- schaftlicher Autor & seit Jahren an der Börse aktiv, sein besonderes Interesse gilt der technische Analyse.

0% des artikels gelesen
Alle Vergleiche
>