Aktiendepot für Studenten: Jetzt schon für’s Alter vorsorgen?

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Unser Tipp - Die besten Aktiendepot Angebote

Wann ist die richtige Zeit, um sich über die eigene Altersvorsorge Gedanken zu machen? Mit dem ersten, zweiten Job oder sogar erst ab Mitte 40? Wenige denken bereits im Studium oder der Ausbildung darüber nach, wovon sie im Alter den eigenen Lebensunterhalt bestreiten. Zu weit weg erscheint dieser Lebensabschnitt. Dabei schadet es sicher nicht, sich frühzeitig um seine Altersvorsorge zu kümmern. Aber wie lassen sich in Zeiten niedriger Guthabenverzinsung auf Sparbüchern, Tages- oder Festgeldkonten hohe Renditen noch erzielen? Sind Aktiendepots für Studenten etwa eine ertragreichere Alternative zu herkömmlichen Sparanlagen? Welche Chancen und Risiken sind damit verbunden und eignen sich Aktiendepots tatsächlich für die Altersvorsorge? Diese und andere Fragen zum Thema Aktiendepot für Studenten beantwortet dir Qomparo  auf dieser Seite.

Alle wichtigen Fakten auf einen Blick

  • „Börsenneulinge“ sollten sich umfassend über den Börsenhandel im Vorfeld informieren und ggf. ein Musterkonto bei Online-Brokern zum Test eröffnen.
  • Anlageziele und Grenzen sollten im Vorfeld definiert werden.
  • Aktiendepots bringen die höchste Rendite, wenn sie lang bestehen und etwaige Beträge reinvestiert werden.
  • Kurschwankungen und zeitweilige Verluste können über die Zeitdauer ausgeglichen und in Erträge umgewandelt werden.
  • Eine breite Streuung des Kapitals als Investitionen in Unternehmen verschiedener Branchen mindert etwaige Verluste.

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Aktiendepot für Studenten – eine alternative Geldanlage?

Jeder weiß, ein Studium kostet viel Geld. Dennoch bleibt ab und an durch Studentenjobs oder Geldgeschenke etwas Geld übrig. Wieso bereits nicht jetzt ans Sparen denken? Schließlich wollen auch bewilligtes BAföG irgendwann zurückgezahlt oder Zukunftspläne geschmiedet werden. Dabei fällt es aufgrund des von der Europäischen Zentralbank (EZB) auf ein Rekordtief abgesenkten Leitzinses aktuell nicht leicht, mit Sparanlagen eine hohe Rendite zu erwirtschaften. Zu Recht stellt sich hier nicht nur für Studenten die Frage, welche Anlage nun die Beste für ihre Ersparnisse ist. Bieten Aktiendepots eine Alternative im Vergleich zum klassischen Sparbuch oder Tagesgeld?

Allerdings gibt es beim Aktienhandel einiges zu beachten – gerade als „Börsenneuling“. Zu allererst ist es wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, dass der Handel mit Aktien mitunter zwar sehr hohe Gewinne verspricht, aber auch erhebliche Verluste mit sich bringen kann. Wer sich im Aktienhandel noch nicht besonders gut auskennt, ist gut damit beraten, entweder ein persönliches Gespräch bei der Bank seines Vertrauens wahrzunehmen oder bei einem Online-Anbieter ein Demokonto zu eröffnen. So kannst du dich zum einen mit realen Marktbedingungen vertraut machen und zum anderem Trading-Strategien und die für den Aktienhandel zur Verfügung gestellten Handelsplattformen ausprobieren.

Unterschiede zwischen Filialbanken und Direktbanken machen sich häufig in den Depotkosten und den Kosten für das Traden bemerkbar. Die sogenannten Orderkosten oder auch Transaktionskosten variieren stark von Anbieter zu Anbieter. So bietet etwa das StartDepot von S Broker – ein Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe – ein kostenloses Depotmodell für Schüler, Auszubildende oder Studenten an. Nachzuweisen ist der Anspruch auf dieses Depotkonto mit einem Schülerausweis, einer Ausbildungsbescheinigung oder Immatrikulationsbescheinigung. Volljährigkeit ist ebenfalls für die Eröffnung des StartDepots Voraussetzung. Zusätzlich erhalten Kunden pro Jahr und nach zehn entgeltpflichtigen Trades einen Freitrade. Einen freiverfügbaren Allround-Gutschein erhalten Neukunden ebenfalls für die Eröffnung eines Aktiendepots. Ordergebühren werden wie folgt erhoben:

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Die Orderprovisionen für dich als Student können sehr attraktiv sein 

Aktiendepot für Studenten

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Ein Rabattmodell für aktive Trader wird ebenfalls angeboten. Je nach jährlichen Trades können bis zu 80 Prozent Rabatt auf Orderprovisionen gewährt werden:

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Desto mehr du handelst, desto günstiger wird es für dich 

Im Gegensatz zur Filialbank bieten Direktbanken selten spezielle Angebote für Studenten, Auszubildende oder Schüler an. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass sie in der Regel allen Kunden eine gebührenfreie Depotführung von vornherein ermöglichen. Bei der DAB bank beispielsweise entfällt für alle Kunden das Entgelt der Depotführung. Hier werden aktuell allen Neukunden 20 Free Trades angeboten sowie der Festpreis pro Trade in Höhe von 4,95 Euro im ersten Jahr nach Kontoeröffnung für den Handel an inländischen Börsen und die Teilnahme am außerbörslichen DAB Sekunden-Handel. Nach Ablauf des Jahres gelten die gleichen Bedingungen wie für alle anderen Kunden der DAB bank.

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Dir stehen für deinen Handel viele verschiedene Börsenplätze zur Verfügung

Geltende Konditionen nach Ablauf eines Jahres nach Depoteröffnung:

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Auch nach Ablauf eines Jahres ist ein Studentendepot sehr günstig 

Egal, ob du dich für ein Depotkonto bei einer Filial- oder Direktbank entscheidest, ein Verrechnungskonto bei der entsprechenden Bank benötigst du in jedem Fall, was in den hier gewählten Beispielen ebenfalls kostenlos geführt werden kann. Professionelle Handelssoftware, Musterkonten und Mobile Trading Apps stellen die Depotanbieter ihren Kunden in der Regel ebenfalls zur Verfügung.

Interessant zu wissen

Um Ersparnisse anzulegen, bietet der Kapitalmarkt etliche Optionen. Doch in Anbetracht der andauernden Niedrigzinsphase handelt es sich derzeit bei Tages- oder Festgeldanlagen zwar um eine risikoarme, zugleich aber auch deutlich renditeschwache Anlageform. Aktiendepots versprechen hingegen hohe Gewinne bei erhöhtem Risiko durch mitunter unvorhersehbare Kursschwankungen. Nichtsdestotrotz erwirbst du mit einer Aktie einen Anteil an einem Unternehmen und bist damit auch Teilhaber am Unternehmen, so dass du von dessen Kursgewinnen und Dividendenzahlungen (Anteile am Unternehmensgewinn) profitieren kannst. Investierst du dein Vermögen in solide Unternehmen und wählst die richtigen Strategien für dein Handeln aus, sind auch eventuelle Verluste überschau- und tragbar.

Welche Chancen und Risiken sind damit verbunden?

Bevor du in den Aktienhandel einsteigst, ist es von zentraler Bedeutung, sich ausführlich und gewissenhaft über Marktverhältnisse, Unternehmensdaten und -zahlen, Entwicklungstendenzen, aber auch Risikofaktoren zu informieren. Denn nicht nur hohe Erträge sind zu erwarten, sondern auch erhebliche Verluste können bei der Auswahl der falschen Investition und Handelsstrategie oder bei einem Börsencrash entstehen. Aus diesem Grunde ist es entscheidend, die Entwicklungen auf dem Aktienmarkt stets im Auge zu behalten und Geld zu investieren, das auch tatsächlich zur Verfügung steht und nicht für den alltäglichen Gebrauch oder kurzfristige Anschaffungen benötigt wird.

Bei guter Vorbereitung und festgelegten Zielen kannst du mit einem Aktiendepot gegenüber klassischen festverzinslichen oder variablen Geldanlagen, die aktuell eine Guthabenverzinsung auf Rekordtief aufweisen, vor allem auch langfristig profitieren. Darüber hinaus ist der Aktienhandel im Vergleich zu Festgeld- oder Immobilienanlagen überaus flexibel. Auf Schwankungen an der Börse kann schnell und direkt durch Kauf oder Verkauf reagiert werden. Darüber hinaus partizipierst du als Aktionär an Kurssteigerungen und etwaigen Gewinnausschüttungen des jeweiligen Unternehmens. Am Ende eines Geschäftsjahres erhältst du ferner Einsicht in die Bilanz des Unternehmens, so dass du nachverfolgen kannst, wie sich das Unternehmen im Laufe des Geschäftsjahres entwickelt hat. Auch ist es üblich, Prognosen und Tendenzen für die zukünftige Geschäftsentwicklung im Jahresbericht anzugeben. So erhältst du einen transparenten Einblick in die bisherige und künftige Unternehmensentwicklung und kannst daran deine Strategien anpassen und umsetzen. Mit deiner Aktienbeteiligung verfügst du sogar über ein Stimmrecht auf der jährlichen Hauptversammlung eines Unternehmens, was dir damit grundsätzlich die Möglichkeit der Mitbestimmung einräumt.

Nicht ohne Grund aber wird der Aktienhandel immer wieder mit einem hohen und nicht zu kalkulierendem Risiko in Verbindung gebracht. Im Gegensatz zu Tages- oder Festgeldkonten besteht bei dem Handel von Aktien keine gesetzliche Einlagensicherung. Dividendenzahlungen sind von der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens abhängig und auch diese kann sich anders entwickeln als zuvor angenommen. Im schlechtesten Falle kann ein Unternehmen also vor dem wirtschaftlichen Aus stehen, an dem du Aktien hältst. Folglich stehst auch du sodann vor dem Verlust deines insgesamt investierten Kapitals. Aber auch täglichen Kursänderungen bist du als Aktieninhaber ausgesetzt, so dass du auch hier bei Kursrückgängen mit Kapitaleinbußen rechnen musst.

Beachte

Daher ist es ratsam, dass du dein Aktiendepot und die aktuellen Marktentwicklungen regelmäßig und objektiv beobachtest, um Trends zu erkennen und darauf adäquat zu reagieren. Mit gut gewählten Handelsstrategien lassen sich Risiken etwa auch minimieren. Ein Aktiendepot, das Aktien mehrerer Unternehmen aus verschiedenen Branchen oder unterschiedliche Finanzprodukte, wie Anleihen oder Edelmetalle enthält, streut sein Kapital und minimiert das Risiko eines Totalverlustes.

Eignen sich Aktiendepots für die Altersvorsorge?

Auch wenn der Aktienhandel ständigen, sogar täglichen Schwankungen unterliegt und das Risiko nicht immer einschätzbar ist, eignen sich Aktiendepots gerade für Studenten als langfristige Investition in die eigene Altersvorsorge. Das Dax-Rendite-Dreieck des Deutschen Aktieninstituts zeigt deutlich eine überdurchschnittlich hohe Renditechance.

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Die Entwicklung am Aktienmarkt ist langfristig immer positiv

Um Erträge in diesem Ausmaß zu erzielen, ist es ratsam, bereits als junger Mensch seine Ersparnisse in Aktiendepots anzulegen und etwaige Renditen über eine Zeitdauer von mehreren Jahren oder Jahrzehnten immer wieder zu reinvestieren und auf verschiedene Branchen ,Finanz- bzw. Handelsprodukte oder sogar Länder zu verteilen. So ist es möglich, kurzfristige – mitunter auch starke – Kursschwankungen an der Börse auch wieder auszugleichen. Die Vergangenheit beweist: Kurse erholen sich – auch nach Crashs.

Fazit: Auch wenn temporäre und/oder stärkere Schwankungen an der Börse dein investiertes Kapital vorübergehend schmälern, ist über eine langen Anlagezeitraum mit einem – im Vergleich zu anderen Anlagemöglichkeiten – hohen Kapitalertrag zu rechnen.

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Bilderquellen:
https://www.sbroker.de/910.0.html
https://www.sbroker.de/910.0.html
https://www.dab-bank.de/Depot-Trading/Depot/DAB-Depot/
https://www.dai.de/files/dai_usercontent/dokumente/renditedreieck/2014-06-30%20DAX-Rendite-Dreieck%20Web.pdf

Über den Autor: Christian Habeck

Christian Habeck handelt seit mehreren Jahren aktiv an der Börse. Hierbei bevorzugt er die technische Analyse. Darüber hinaus ist er Technik- und Sportbegeistert und betätigt sich leidenschaftlich gern als Autor.

Autor: Christian Habeck

Christian Habeck ist leiden- schaftlicher Autor & seit Jahren an der Börse aktiv, sein besonderes Interesse gilt der technische Analyse.

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