CFD Margin 2020 » 3 wichtige Tipps zu Margin & Hebel!

Wichtige Tipps zur CFD Margin und dem Hebel im Detail

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CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Zwischen 74 % und 89 % der Kleinanlegerkonten verlieren beim Handel mit CFD Geld. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

CFDs werden, ebenso wie Zertifikate und Optionsscheine, auf Basis eines Hebelprinzips gehandelt, das es dem Trader ermöglicht, Gewinne zu erzielen, die unter Einsatz seines Eigenkapitals nicht möglich wären – doch auch die Verluste können die Einlage des Traders schlimmstenfalls bei Weitem übersteigen. Um dich vor einem solchen Schicksal zu bewahren, haben wir hier sämtliche wissenswerten Informationen zur CFD Margin und dem Hebel zusammengefasst und verdeutlichen dir zudem mit einem CFD Hebel Beispiel das Handelsprinzip hinter den Differenzkontrakten.

Die 3 Schritte des CFD-Hebelprinzips:

  • Margin auf dem Konto hinterlegen
  • Hebel einstellen
  • Höhere Volumina bewegen

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Der CFD Handel: Was sind Margin und Hebel?

icon_fragezeichenCFD-Trader spekulieren lediglich auf die Kursentwicklung eines spezifischen Finanzproduktes, dem sogenannten Underlying. Dieses Underlying kann eine Aktie, ein Währungspaar, ein Rohstoff oder ein anderes Finanzprodukt sein – im Gegensatz zum tatsächlichen Aktien- oder Devisenhandel geht dieses Finanzprodukt beim CFD-Trading zu keinem Zeitpunkt physisch in den Besitz des Traders über. Dieser profitiert deshalb von niedrigen Mindesteinlagen und Mindesthandelssummen, die auch aufgrund des Hebelprinzips möglich werden, auf dessen Basis der CFD-Handel vonstattengeht. Dieses Hebelprinzip ermöglicht dem Trader nicht nur einen Handel zu niedrigen Mindesteinlagen, sondern erlaubt es ihm zudem, weitaus höhere Renditen zu erzielen, die der Einsatz seines reinen Eigenkapitals nicht möglich gemacht hätten. Um jedoch tatsächlich höhere Renditen zu erzielen, muss der Trader das Prinzip hinter der CFD Margin und dem Hebel erst richtig verinnerlichen.

Unsere Erklärung zum CFD Hebel und der Margin

Um CFDs handeln zu können, muss der Trader eine Sicherheitsleistung an den Broker entrichten, die sogenannte Margin. Diese Margin muss stets auf dem Handelskonto des Kunden vorhanden sein, damit dieser neue Positionen eröffnen und bestehende Positionen laufen lassen kann. Die Höhe der Margin ist vom gewählten Hebel abhängig, der bei den meisten Brokern zwischen 100:1 und 400:1 liegen kann. Mit einem Hebel von 1:100 kann der Trader das Einhundertfache seines Eigenkapitals bewegen, was bedeutet, dass er zu einem Einsatz von nur 1,- € ein Handelsvolumen von 100,- € bewegen kann – allerdings nur, sofern die entsprechende Margin auf seinem Konto vorhanden ist. Dieses Hebelprinzip ermöglicht es dem Trader zwar, höhere Renditen zu erzielen, als es sein Eigenkapital eigentlich zulassen würde – doch das Hebelprinzip bringt auch große Risiken mit sich.

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Die Hebelwirkung kann deinen Gewinn erhöhen, birgt aber auch ein Risiko

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Der CFD Hebel und seine Risiken im Detail

icon_LupeSchließt der Trader seine Position im Gewinn, profitiert er von einer hohen Rendite, die er einzig unter Investition seines Eigenkapitals nicht erreichen hätte können – muss er seine Position hingegen im Verlust schließen oder wird er von seinem Stop Loss ausgestoppt, muss er ebenfalls höhere Verluste in Kauf nehmen. Schlimmstenfalls frisst sein Verlust seine Margin auf, woraufhin der Trader keine neuen Positionen mehr eröffnen kann und seine offenen Positionen entweder sofort schließen oder mehr Geld einzahlen muss. Kommt er dem sogenannten Margin Call nicht nach, gerät er in Nachschusspflicht und muss schlimmstenfalls eine Nachzahlung an den Broker leisten – abhängig davon, wann die Position schließlich geschlossen wurde. Die Verluste können somit das eingezahlte Kapital weit übersteigen und hierin besteht das größte Risiko des Handels zum CFD Hebel.

Hebel richtig einstellen und die Nachschusspflicht vermeiden

icon_einstellungenGrundsätzlich ist bei den meisten Brokern zwar eine Margin von 5 % voreingestellt, allerdings kann der Trader seine CFD Margin und damit auch seinen Hebel häufig individuell einstellen. Bei einer Marginanforderung von 5 % kann der Trader nach einer Investition von 1.000 € ein Volumen in Höhe von 20.000 € bewegen (5 % von 20.000 € = 1.000 €), was einem Hebel von 1:20 entspricht (1.000 € x 20 = 20.000 €). Reduziert der Trader den Hebel beispielsweise auf 1:10, beträgt seine Marginanforderung 10 %, weshalb er hierbei 2.000 € auf seinem Handelskonto als Margin hinterlegen muss, um ein Volumen von 20.000 € handeln zu können.

In diesem Zusammenhang ist es interessant zu sehen, dass der Gewinn bzw. der Verlust des Traders nominell gesehen stets gleich bleibt – unabhängig vom CFD Hebel oder der Margin. So beträgt beispielsweise eine Bewegung im DAX pro Punkt stets 1 € per einem CFD. Einsteiger machen hierbei schnell den Fehler, den höchsten Hebel bzw. die niedrigste Margin zu wählen – dieses Konzept verleitet den Trader jedoch dazu, zu viele CFDs zu handeln, was bei einer Reihe von Verlusten zu einer schnellen Erdung des Handelskontos führen kann. Hat sich der Trader darüber hinaus nicht für einen Broker entschieden, der auf die Nachschusspflicht verzichtet, kann der Verlust schnell die Einlage übersteigen, weshalb der Trader in diesem Fall nicht nur Verluste gemacht hat, sondern darüber hinaus auch Geld an seinen Broker nachzahlen muss.

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Die Hebelwirkung wird auch Leverage genannt

Leicht verständlich: Unser CFD Hebel Beispiel

icon_info_chartUm dir das Prinzip hinter der CFD Margin und dem Hebel anschaulich zu verdeutlichen, haben wir ein CFD Hebel Beispiel für dich konzipiert, das dir die Hebelwirkung beim CFD-Handel näher bringen soll. In unserem Beispiel rechnet ein Anleger mit einem Kursanstieg der Aktie der XY AG und möchte 10.000 € in diese Aktie investieren. Nun steht er vor der Wahl, Aktien über Xetra zu kaufen oder eine Longposition auf eine CFD der fraglichen Aktie zu eröffnen. Zum Einstiegszeitpunkt notiert die Aktie der XY AG bei 100,- €.

Bei einem Direktinvestment, also einem Kauf der fraglichen Aktie, muss er 10.000 € investieren, um 100 Aktien der XY AG kaufen zu können. Bei einem Kursanstieg um 10 % auf 110,- €, profitiert auch der Anleger von einer zehnprozentigen Rendite und kann sich über einen Gewinn von 1.000,- € freuen – sein Depot stünde zum Verkaufszeitpunkt bei 11.000,- €.

Eröffnet der Trader stattdessen eine Longposition auf eine CFD der Aktie, muss er bei einem Marginsatz von 10 % lediglich 1.000,- € investieren, um ein Volumen von 10.000,- € am Markt zu bewegen. Trotz seiner geringeren Investition kann der Trader in diesem Fall grundsätzlich im gleichen Umfang wie beim Direktinvestment von seiner Position profitieren: Steigt der Kurs der Aktie auf 110,- € steigt auch der Marktwert der Gegenposition auf 11.000 €, weshalb der realisierte Gewinn bei einer Glattstellung der Position ebenfalls 1.000 € betragen würde – dies entspräche einem Gewinn in Höhe von 100 %.

Fazit: CFD Hebel und Margin sind mit Risiken verbunden

icon_aktieGrundsätzlich birgt der CFD Hebel große Vorteile im Vergleich zum Direktinvestment in ein Finanzprodukt – allerdings nur, sofern der Trader auch mit den Risiken vertraut ist. Ein hoher Hebel muss nicht per se eine höhere Rendite bedeuten – im Verlustfall frisst der hohe Hebel nämlich schlimmstenfalls nicht nur die Einlage des Traders auf, sondern bringt ihn darüber hinaus in Nachschusspflicht, wodurch der Verlust den Einsatz bei Weitem übersteigen kann. Informiere dich deshalb gründlich durch Fachliteratur, schriftliche Leitfäden, Webinare und durch Kontakte zu anderen Tradern über die Risiken und Vorteile der Hebelwirkung.

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Über den Autor: Christian Habeck

Christian Habeck handelt seit mehreren Jahren aktiv an der Börse. Hierbei bevorzugt er die technische Analyse. Darüber hinaus ist er Technik- und Sportbegeistert und betätigt sich leidenschaftlich gern als Autor.

Autor: Christian Habeck

Christian Habeck ist leiden- schaftlicher Autor & seit Jahren an der Börse aktiv, sein besonderes Interesse gilt der technische Analyse.

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