Vor- und Nachteile von Optionen – Finanzinstrumente mit zielgebundenem Einsatz

Vor- und Nachteile von Optionen – Finanzinstrumente mit zielgebundenem Einsatz

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Optionen sind interessante Finanzinstrumente, welche das Portfolio eines Anlegers effektiv erweitern können. Mit diesen Finanzinstrumenten versuchen die Investoren in der Regel ein bestimmtes Ziel oder ein bestimmtes Szenario zusätzlich abzusichern oder zu verstärken.

Ein mögliches Beispiel wäre die Verwendung von Optionen als eine Art effektive Absicherung gegen einen kriselnden Aktienmarkt und rückläufige Kursentwicklung, um Verluste nach unten zu begrenzen.

Gleichzeitig ist es möglich Optionen dazu zu verwenden, um wiederkehrende Erträge zu generieren. Oft werden Optionen auch für spekulative Zwecke eingesetzt wie beispielsweise als gezielte Prognose auf die Kursentwicklung einer Aktie.

  • Optionen berechtigen zum Kauf oder Verkauf eines Basiswerts;
  • der Ausübungspreis und die Prämie werden vor dem Kauf festgelegt;
  • Handel ohne intensiven Kapitaleinsatz möglich;
  • risikoreiche Investitionen auf Märkten mit niedriger Liquidität.

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Grundlegende Informationen zu Optionen

Wenn Sie einen Optionskontrakt kaufen, dann erwerben Sie damit das Recht, jedoch nicht die Verpflichtung, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis an einem festgelegten Datum zu kaufen oder zu verkaufen. Sie können damit also anhand Ihrer Strategie oder Marktanalyse eine gezielte Entscheidung in eine bestimmte Richtung treffen mit einer Call Option oder Kaufoption bzw. mit einer Put Option oder Verkaufsoption.

Wenn Sie eine Option auf einen bestimmten Basiswert besitzen, dann können Sie später entscheiden, ob Sie diesen Vermögenswert kaufen oder nicht bzw. im umgekehrten Fall ob Sie einen Vermögenswert verkaufen oder nicht.

Optionen haben eine begrenzte Lebensdauer. Es wird im Vorfeld ein sogenanntes Verfallsdatum bestimmt, welches gewöhnlicherweise nicht verändert wird. Falls eine Option während der Laufzeit oder direkt am Verfallstag nicht ausgeübt wird, wird sie wertlos.

Eine interessante Besonderheit gibt es hinsichtlich sogenannter amerikanischer oder europäischer Optionen. Zwischen diesen Möglichkeiten gibt es einen signifikanten Unterschied, welcher in der Tatsache liegt, wann der Inhaber dieses Derivats von seiner Entscheidung bezüglich der Option Gebrauch machen kann. Eine amerikanische Option kann während ihrer gesamten Gültigkeitsdauer ausgeübt werden. Das heißt vom Zeitpunkt des Kaufs beginnend bis zum Zeitpunkt des Verfalls. Eine europäische Option dagegen kann nur zu einem einzigen Zeitpunkt, dem Verfallsdatum, in Anspruch genommen werden. Dieser Unterschied hat nichts mit dem Handel mit beiden Optionstypen zu tun. Denn Sie können sowohl amerikanische als auch europäische Optionen jederzeit kaufen oder verkaufen solange diese noch gültig sind. Weiterhin haben diese Begriffe keine geographische Bedeutung und werden an vielen internationalen Börsen angeboten.

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Optionentypen: Call und Put Optionen

Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Arten von Optionen, Call und Put Optionen. Jede Optionsstrategie, unabhängig von Ihrer Komplexität verwendet einen der beiden Optionstypen als Bausteine. Es ist aber auch eine Kombination aus beiden Optionstypen möglich.

Call Optionen bieten Ihnen die Möglichkeit ein Wertpapier zu einem bestimmten Preis während eines bestimmten Zeitraums zu kaufen. Gegebenenfalls bringt das eine Eigentumsübertragung mit sich. Sie kaufen das zugrunde liegende Wertpapier nur dann, wenn Sie über bestimmte Marktereignisse eine optimistische Sichtweise haben.

Im Gegensatz dazu geben Ihnen Put Optionen das Recht ein Wertpapier entsprechend zu verkaufen. Put Käufer verhalten sich genau umgekehrt zu Call Käufern, weil sie Wertpapiere nur dann erwerben, wenn der Markt durch Abwärtstrends gekennzeichnet ist. Bei allen Optionstypen sind stets zwei Parteien beteiligt, wobei beide Strategien ihre Vor- und Nachteile mit sich bringt. Der Schlüssel zum erfolgreichen Optionshandel liegt in der Entscheidung, welche Möglichkeit zu welchem Zeitpunkt die vorteilhaftere ist. Mit Call Optionen sind die Verluste normalerweise auf den Betrag beschränkt, den Sie für die jeweilige Option beim Kauf gezahlt haben. Selbst wenn das Wertpapier dramatisch an Wert verliert, erleiden Sie nicht den gesamten Wertverlust, sondern nur den in Höhe Ihrer Investition. Mit Put Optionen können Sie zusätzliche Absicherung gegen möglichen Preisverfall eines Wertpapiers, das Sie besitzen unternehmen, falls Sie dieses Wertpapier unbedingt behalten möchten. In diesem Fall würden Sie selbst dann einen Gewinn erzielen, wenn der Basiswert im Preis fällt. Denn Sie können entweder Ihre Option ausüben oder den Put zu einem höheren Preis verkaufen.

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Optionen: die unterschiedlichen Preise

Mit PayPal bezahlenOptionen verhalten sich wie gewöhnliche Wertpapiere. Sie haben einen Besitzer und können auch getauscht werden. Gleichzeitig sind auch Optionen Derivate. Das bedeutet: Wenn sich der Preis Basiswert um einen bestimmten Betrag ändert, dann ändert sich auch der Preis dieser Option. Es gibt eine Reihe von unterschiedlichen Preisen, welche Sie bei Optionen berücksichtigen müssen.

Die Prämie ist der Preis, den ein Käufer einer Option dem Verkäufer dieser Option zahlt. Sie wird beim Kauf im Voraus entrichtet und ist nicht erstattungsfähig und zwar selbst dann, wenn die Option nicht ausgeübt wird. Die Höhe der Prämie wird durch mehrere Faktoren bestimmt:

  • den zugrundeliegenden Kurs des Basiswertes;
  • den Ausübungspreis;
  • das umgesetzte Handelsvolumen;
  • Zeitspanne bis Verfall der Optionen;
  • Schwankungen des Optionspreises.

Mit jeder Option wird ein sogenannter Ausübungspreis verbunden, zu welchem der zugrundeliegende Basiswert bei Ausübung der Option gekauft oder verkauft wird.

Der vereinbarte Ausübungspreis ist festgelegt und ändert sich während der gesamten Laufzeit nicht. Der Ausübungspreis unterscheidet sich grundlegend vom Marktpreis Ihrer Option. Denn der Marktpreis ist der Preis zu welchem Sie Ihre Option an einen anderen Anleger verkaufen können. Dieser ändert sich entsprechend während der Laufzeit Ihres Derivats, da er von Angebot und Nachfrage auf dem Optionsmarkt bestimmt wird.

Das Verhältnis zwischen dem Ausübungspreis und dem eigentlichen Kurs eines Wertpapiers bestimmt die Tatsache, ob die Option „im Geld“, „am Geld“ oder „aus dem Geld“ ist.

Vorteile von Optionen

Ein wichtiger Vorteil von Optionen ist die Tatsache, dass sie es dem Anleger ermöglichen mit kleinen Investitionsbeträgen am Handel mit unterschiedlichen Basiswerten teilzunehmen. Wir gehen beispielhaft davon aus, dass ein Investor 1.000 EUR besitzt und der Preis für eine Aktie 100 EUR beträgt. Falls er die Ansicht vertritt, dass der Aktienkurs bald steigen wird, dann kann er an der Börse nur 10 Aktien kaufen. Eine Call Option auf diese 100 EUR Aktie kostet aber nur 5 EUR und demnach kann der Investor mit seinen 1.000 EUR bereits 200 Optionen kaufen. Wenn der Aktienpreis auf 110 EUR steigt, dann würde der Investor mit Aktien lediglich 100 EUR Gewinn machen, während mit Optionen ein Gewinn von 1.000 EUR möglich wäre.

Ein weiterer Vorteil von Optionen ist die Tatsache, dass sie den Anlegern umfangreichere Strategien bieten, um von der Volatilität der Wertpapiere zu profitieren. Wenn der Investor denkt, dass der Aktienkurs in einem bestimmten Zeitraum schwanken wird, jedoch die genaue Richtung noch unklar ist, dann kann er Optionen verwenden, um bei solchen Situationen Gewinne zu erzielen. Wenn der Preis einer Aktie 100 EUR beträgt und unser Anleger eine Volatilität von 20% erwartet, dann kann er eine 105 EUR Call Option oder eine 95 EUR Put Option kaufen. Die gesamten Prämienkosten würden 10 EUR betragen. Wenn der Wertpapierpreis danach bei 110 EUR oder 90 EUR liegen wird, dann würde der Investor profitieren. Optionen lassen sich auch zu Absicherungszwecken Ihres Gesamtportfolios verwenden. So können Sie durch gezielte Optionen Verluste bei Wertpapieren ausgleichen.

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Nachteile von Optionen

Wie alle Finanzinstrumente haben auch Optionen ihre Nachteile. Der größte Nachteil von Optionen liegt in der Tatsache, dass sie mit einem hohen Risiko verbunden sind. In unserem bei Vorteilen genannten Beispiel, wird der Investor nur dann von seinen 200 Optionen profitieren, wenn der Aktienpreis tatsächlich steigt. Anderenfalls verfällt die Option und die gesamten Investitionen verschwinden. Würde er jedoch 10 Aktien kaufen, dann hätte er sein Geld sicherer investiert, weil er damit auch Anteile am Unternehmen erwirbt. Daher kann man bei einer Option entweder hohe Gewinne erzielen oder deutliche Verluste erleiden.

Ein deutlicher Nachteil liegt in der verhältnismäßig niedrigen Liquidität des Optionsmarktes. Aufgrund dieser niedrigen Liquidität ist es wesentlich schwieriger Optionen zu kaufen oder zu verkaufen wie es beispielsweise auf einem Aktienmarkt möglich wäre. Dies führt oft dazu, dass Investoren ihre Optionen oft zu einem niedrigeren Kurs verkaufen oder zu einem höheren Kurs kaufen als die zugrundeliegenden Basiswerte auf anderen Märkten.

Ein weiteres Problem mit Optionen liegt in der höheren Komplexität von Optionsstrategien. Denn oft benötigen solche Vorgehensweisen ein fundiertes Verständnis der Markzusammenhänge, bevor sie tatsächlich ausgeführt werden können. Nicht selten bestehen solche Strategien aus mehreren Schritten, die sich gegenseitig beeinflussen können. Ausgehend von der Tatsache, dass nicht jeder Anlieger ein solches Wissen bzw. solche Fähigkeiten besitzt, sind Optionen meist nur für professionelle Trader zugänglich.

Zu weiteren Nachteilen von Optionen zählen verhältnismäßig höhere Haltungskosten in Form von weiteren Gebühren sowie der sogenannte Zeitverfall, also die Tatsache, dass die Option mit zunehmender Zeit stets an Wert verliert.

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Drei grundlegende Strategien mit Optionen

Wenn Sie eine Option kaufen, dann haben Sie, wie bereits erwähnt, keine Verpflichtung auch das zugrundeliegende Wertpapier zu kaufen. Sie riskieren zunächst nur die Prämie. Ausgehend von oben genannten Vor- und Nachteilen bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten an, wie Sie diese ausgleichen bzw. besser nutzen könnten.

Wir betrachten zunächst drei einfache Varianten, wie Sie nach dem Kauf einer Option verfahren können. So sind Sie beispielsweise in der Lage, Ihre Option bis zum Verfallsdatum zu halten und dann zum Ausübungspreis geltend zu machen. Dies empfiehlt sich besonders dann, wenn der Marktpreis kontinuierlich steigt. In diesem Fall würden Sie einen höheren Gewinn erzielen, falls Ihr Ausübungspreis deutlich unter dem aktuellen Marktpreis liegt.

Sie können natürlich auch umgekehrt die Option zu einem beliebigen Zeitpunkt vor dem Verfallsdatum ausführen. Dies ist dann empfehlenswert, wenn der Wertpapierkurs zwar aktuell steigt, Sie oder Marktexperten jedoch über seine weitere Entwicklung relativ unsicher. Gleichzeitig können Sie auch nicht annehmen, ob dieser Kursverlauf weiterhin so bleiben wird. Auch hier werden Sie Gewinn erzielen, wenn Ihr Ausübungspreis unter dem Marktpreis liegt. Bedenken Sie in beiden Fällen, dass Sie auch die Prämie, die Sie bereits gezahlt haben, berücksichtigen müssen. Die dritte Möglichkeit ist es, die Option nicht ausführen zu lassen. Dies ist vor allem dann empfehlenswert, wenn der Wertpapierkurs unter Ihrem Ausübungspreis liegt. Zwar haben Sie hier die Prämie sowie andere Gebühren bereits bezahlt und dafür keinen Gewinn erzielt, jedoch ist auch Ihr Verlust deutlich beschränkt, unabhängig von der Tatsache wie stark der Aktienkurs gefallen ist.

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Erweiterte und komplexere Strategien mit Optionen

Im Rahmen von erweiterten Strategien können Sie beispielsweise eine vertikale Spread Strategie anwenden. Hier kaufen Sie gleichzeitig Call Optionen zu einem bestimmten Ausübungspreis und verkaufen die gleiche Anzahl von Call Optionen zu einem höheren Ausübungspreis. Beide Call Optionen haben das gleiche Verfallsdatum und werden vom gleichen Basiswert abgeleitet. Ziel der Strategie ist es von einer engen Handelsspanne zu profitieren, falls mit einem moderaten Anstieg des Wertpapierkurses gerechnet werden kann.

Die umgekehrte Strategie liegt dann vor, wenn ein Anleger gleichzeitig eine Call und eine Put Option auf denselben Basiswert mit gleichem Ausübungspreis und Verfallsdatum erwirbt. Diese Strategie ist dann sinnvoll, wenn angenommen werden kann, dass der Kurs des Basiswertes sich außerhalb einer engen Handelsspanne bewegen wird. Gleichzeitig kann man sich nicht sicher sein, in welche Richtung sich der Kurs bewegen wird. Theoretisch ist hier der Verlust lediglich auf Kosten beider Optionskontrakte beschränkt, während der mögliche Gewinn vergleichsweise höher ausfallen kann. Bei einer Kopplungsstrategie kauft ein Anleger einen beliebigen Vermögenswert und gleichzeitig Put Optionen für dieselbe Anzahl des Vermögenswertes. Somit kann der Investor das Abwärtsrisiko beim Halten der Basiswerte schützen. Eine solche Strategie funktioniert wie eine Art Versicherungspolice und legt eine Preisuntergrenze fest, wenn der Kurs stark fällt. Somit ist der Anleger gleichzeitig im Fall eines negativen Ereignisses geschützt und kann an der gesamten Wertsteigerung teilhaben, falls der zugrundeliegende Basiswert sich positiv entwickelt. Wenn allerdings der Kurs des Vermögenswertes nicht fällt, dann verliert der Investor die gezahlte Prämie für die Put Option.

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Fazit: Vielfältige Möglichkeiten mit niedrigen Investitionen – risikoreiche Finanzinstrumente

Optionen gehören zur größeren Gruppe von Wertpapieren, die unter dem Begriff Derivate zusammengefasst sind. Das Wort Derivat bedeutet, dass der Preis von Optionen von einem bestimmten Basiswert wie beispielsweise Rohstoffen, Indizes, Aktien, ETFs, Kryptowährungen oder Wertpapieren abhängig ist bzw. davon abgeleitet werden kann. Hinsichtlich der Optionentypen gibt es eine wichtige Unterscheidung zwischen Put- bzw. Kaufoptionen und Call- bzw. Verkaufsoptionen. Während Calloptionen nur bei günstigeren Marktbedingungen gekauft werden, sind Putoptionen bei negativen Entwicklungen profitabel. Weiterhin wird zwischen der Prämie und dem Ausübungspreis unterschieden. Die Prämie wird im Voraus beim Kauf einer Option fällig und wird unter keinen Umständen zurückerstattet. Der Ausübungspreis bezeichnet den Preis, welcher bei der entsprechenden Ausübung der Option für den Basiswert gezahlt werden muss. Dieser wird beim Kauf von Option vereinbart und bleibt bis zum Verfallsdatum bestehen. Die wichtigsten Vorteile von Optionen sind: Möglichkeit von profitablen Investitionen mit wenig Kapitaleinsatz, unterschiedliche Strategien zur Absicherung oder für Gewinnmaximierung, Ausgleich von möglichen Verlusten beim Handel mit Basiswerten. Die Nachteile von Optionen liegen unter anderem in höheren Risiken, niedriger Liquidität und Schwierigkeit von Optionsstrategien.

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Über den Autor: Christian Habeck

Christian Habeck handelt seit mehreren Jahren aktiv an der Börse. Hierbei bevorzugt er die technische Analyse. Darüber hinaus ist er Technik- und Sportbegeistert und betätigt sich leidenschaftlich gern als Autor.

Autor: Christian Habeck

Christian Habeck ist leiden- schaftlicher Autor & seit Jahren an der Börse aktiv, sein besonderes Interesse gilt der technische Analyse.

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