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Die BIGBANK Festgeld Einlagensicherung: Wie sie funktioniert

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BigbankSeit der Bankenkrisemachen sich Anleger berechtigterweise Sorgen um ihre Kapitalanlagen bei Banken. Bis zu diesem Zeitpunkt nahmen viele Sparer an, dass ihre Ersparnisse sicher angelegt seien. Die Vergangenheit hat aber gezeigt, dass auch Banken – wie andere Unternehmen auch – insolventwerden können. Was passiert in einem solchen Fall mit deinem angelegten Vermögen? Wie geht es dann weiter? Wie wird innerhalbder EU dein Anlagevermögen geschützt? Und wie sichert die BIGBANK als estnisches Bankunternehmen dein Kapital ab? Die BIGBANK wurde 1992 in Estland gegründet und hat seinen Unternehmenssitz in Tartu. Filialen betreibt sie in Estland, Lettland, Litauen, Spanien und Finnland. In Deutschland bietet sie als reine Online-Bank seit dem Jahre 2009 ausschließlich ein Festgeld-Konto für ihre Kunden an. Alles rund um das Thema BIGBANK Festgeld Einlagensicherung kannst du auf dieser Seite von Qomparo nachlesen.

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Alle wichtigen Fakten auf einen Blick

  • Neue EU-Richtlinie zur Einlagensicherung soll Anleger und ihre Einlagen besser schützen.
  • Risikobeitragsbemessungsgrenzen sollen flächendeckend eingeführt werden.
  • Alle in der EU zugelassenen Banken sind dazu verpflichtet, sich einem gesetzlichen Einlagensicherungssystem anzuschließen.
  • Die Einlagensicherung in Höhe von 100.000 Euro gilt in jedem EU-Land.
  • Das Entschädigungsverfahren wird zukünftig vom jeweiligen Gastland durchgeführt.
  • Die Einlagen der BIGBANK sind durch die gesetzliche Einlagensicherung von Estland bis zu einem Betrag von 100.000 Euro gesichert.

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Die neue europäische Einlagensicherungsrichtlinie

icon_paragraphSeit dem 02.07.2014 ist die neue europäische Einlagensicherungsrichtlinie in Kraft getreten und löst damit die bisher geltende EU-Einlagensicherungsrichtlinie von 1994 ab. Die EU-Mitgliedsstaaten müssen die Mehrzahl der neuen Regelungen bis zum 03.07.2015 in nationales Recht umgewandelt haben.

Mit der neuen EU-Einlagensicherungsrichtlinie sollen die Sparerim europäischen Raum besser geschützt werden. So müssen Banken und andere Finanzinstitute das Risiko, ihre Kunden entschädigen zu müssen, zukünftig allein tragen, da Beihilfen durch den Staat und eine etwaige Belastung der Steuerzahler vermieden werden sollen. Das bedeutet konkret, dass die Banken nicht erst Beiträge an das zugeordnete Einlagensicherungssystem entrichten,wenn ein Entschädigungsfall eintritt,sondernbereits zuvor.Finanzinstitute, die ein höheres Risiko tragen, insolvent zu werden, als andere, müssen in der Zukunft auch höhere Beiträge zahlen. In Deutschland werden bereits jetzt Beiträge nach Risiko bemessen. Die European Banking Authority (EBA), also Europäische Bankenaufsichtsbehörde entwickelt aktuell eine für die EU geltende Richtlinie diesbezüglich.

Darüber hinaus ist in der Einlagensicherungsrichtlinie der EU festgehalten, dass alle in der EU zugelassenen Banken einem gesetzlichen oder gesetzlich anerkannten Sicherungssystem angehören müssen. Wie die gesetzlicheEinlagensicherung in Deutschland funktioniert, zeigt dir das Erklärvideo des Bundesverbandes deutscher Banken e.V.:

Bigbank_Einlagensicherung1

Das Entschädigungsverfahren ist mit der neuen EU-Einlagensicherungsrichtlinie ebenfalls ausführlicher und umfassender geregelt. So soll spätestens nach dem 31.12.2023 die Frist zur Auszahlung der Entschädigung sieben Tage nach Feststellung des Entschädigungsfalles betragen.Aktuellbeträgt diese noch 20 Werktage.Außerdem muss jedes EU-Land seine eigenen Einlagensicherungsfonds aufbauennationale Fonds sollen mit 0,8 Prozent der national gesicherten Einlagen versehen werden.

Anleger haben nun einen gesetzlichen Rechtsanspruchauf Entschädigung für den Verlust ihrer Einlagen in Höhe von 100.000 Euro in jedem EU-Land. FürSparkassen, Landesbanken, Landesbausparkasse oder Volks- und Raiffeisenbanken galt dieser Rechtsanspruch bislang nicht, da sie eigenen Institutssicherungssystemen angehören. Sogar Beträge von über 100.000 Eurowerden zukünftig fürmindestens drei Monate nach Einzahlung entschädigt, sofern Lebensereignisse wie der Verkauf einer Immobilie oder die Zahlung einer Abfindung durch den Arbeitgeber zur Spareinlage geführt haben.

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Weiterhin ändert sich, dass Entschädigungseinrichtungen für Geldinstitute, die in einem anderen EU-Mitgliedsstaat ihren Hauptsitz haben, aber dennoch Geschäfte außerhalb dessenbetreiben,nicht mehr das Entschädigungsverfahren durchführen, sondern die Entschädigungseinrichtung des Gastlandes. Das vereinfacht das Verfahren für den Anleger, denn so muss er nicht mehr selbst Kontakt zur Entschädigungseinrichtung des Ursprungslandes aufnehmen. Die Entschädigungseinrichtung des Gastlandes übernimmt die Abwicklung im Ganzen. Die Entschädigungseinrichtung des EU-Landes, in dem der Hauptsitz des Geldinstitutes liegt, hat allerdings dafür Sorge zu tragen, dass die finanziellen Mittel zur Entschädigungder Entschädigungseinrichtung des Gastlandes zur Verfügung gestellt werden.

Wichtig zu wissen

Spätestens ab dem 03.07.2015 gilt die neue EU-Richtlinie zur Einlagensicherung. Hiernach sind Sparanlagen innerhalb des europäischen Wirtschaftsraumes bis zu einem Betrag von 100.000 Euro gesichert, sollte ein Geldinstitut zahlungsunfähig werden. Das Entschädigungsverfahren soll zukünftig vom Gastland aus geführt werden. Außerdem ist es ab diesen Zeitpunkt auch verpflichtend, einem gesetzlichen Einlagensicherungssystem anzugehören. Banken, aus anderen EU-Mitgliedsstaaten, die auch in Deutschland ihre Geschäfte betreiben, steht es selbstverständlich frei, sich einem freiwilligen Einlagensicherungsfonds in Deutschland anzuschließen, um ihren Anlegern einen höheren Schutz ihrer Einlagen zu bieten. Diese greifen, wenndie Einlagesumme einen Betrag von100.000 Euro übersteigt.

Was leistet die BIGBANK Festgeld Einlagensicherung?

icon_debotgebuehrenDa es sich bei der BIGBANK um ein estnisches Finanzinstitut handelt, greift hier die generelle Einlagensicherungsrichtlinie der EU.Über den gesetzlichenEinlagensicherungsfonds Tagatisfond in Estland sind die Spareinlagen bis zu einem Betrag von 100.000 Euro abgesichert. Dieser haftet bis zu dieser Summe für die Anlagen der BIGBANK-Kunden im Falle der Zahlungsunfähigkeit dieser. Nachdem Estland im Jahre 2004 der EU beigetreten ist, gelten die EU-Richtlinien auch für dieses Land. Da ein Anschluss der BIGBANK an einen freiwilligen Einlagensicherungsfonds nicht existiert, der angelegtes Kapital auch über 100.000 Euro hinaus sichert, ist das Vermögen der Anleger bei der BIGBANK definitiv nur bis zu einer Summe von 100.000 Eurogeschützt.

Dem estnischen Tagatisfond sind neben der BIGBANK sechs weitere Banken angeschlossen, die jeweils regelmäßig nach Ablauf eines Quartals einen festgelegten Prozentsatzihrer Einlagen in diesen Fonds einzahlen müssen. Tritt dann eine Insolvenz einer Bank ein, soll so gewährleistet sein, dass die Anleger auch entschädigt werden können.

Die BIGBANK weist weiter zum Thema Einlagensicherheit darauf hin, dass spekulative Investmentgeschäfte nicht ausgeführt werden und mit den Geldern der Sparer verantwortlich wirtschaften. Beaufsichtigt wird die BIGBANK von der estnischen Finanzinspektion und hat zum Ende des Jahres 2013 folgende Zahlen zum Unternehmen herausgegeben:

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Die BIGBANK ist kein kleines Unternehmen, sondern kann auf eine beachtliche Bilanzsumme schauen

Interessant zu wissen

Das 1992 in Estland gegründete und seit 2009 in Deutschland im Bereich Festgeld tätige Online-Bank bietet Festgeldverträge von zwölf bis 60 Monaten oder auch von sechs, sieben oder zehn Jahren an. Durch die gesetzliche estnische Einlagensicherung Tagatisfond, die Einlagen bis zu 100.000 Euro sichert und einer niedrigen Staatsverschuldung von zehn Prozent im dritten Quartal 2013 ist bei der BIGBANK Kapital in einem finanzsoliden Landin Europa angelegt.

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„BIGBANK-Pleite?“ – Wie geht es weiter?

icon_fragezeichenAuch das Entschädigungsverfahren erfährt durch die Überarbeitung der EU-Richtlinie zur Einlagensicherung einige Änderungen. Mussten Kunden bei ausländischen Banken ihre Forderungen selbst stellen, was sich mitunter aufgrund von Sprachbarrieren schwierig gestaltet, übernehmen dies nun die Entschädigungseinrichtungen derGastländer, in denen ein Institut ebenfalls geschäftstätig ist. Die Entschädigungseinrichtung des Ursprungslandes einer Bank, die beispielsweise auch in Deutschland ihre Finanzdienstleistungen anbietet, muss allerdings im Falle eines Entschädigungsverfahrens die Geldmittel zur Entschädigung auch zur Verfügung stellen. Das bedeutet konkret, dass die Entschädigungseinrichtung von Estland, sollte die BIGBANK zahlungsunfähig werden, die Entschädigungssummen für deutsche Anleger der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) auch zur Begleichung der Schuld zur Verfügung stellen muss.

Die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) informiert zunächst alle Kundenschriftlichüber die eingetretene Situation der Insolvenz, mit der Aufforderung, alle Ansprüche anzumelden. Nach der Erfassung und Prüfung aller Forderungen sind spätestens nach einer Frist von 20 Werktagen – nach Feststellung des Entschädigungsfalles – die Ausgleichszahlungen an die Anleger auch vorzunehmen.Die neue EU-Richtliniesieht sogar vor, dassAnleger spätestens ab Dezember 2023 bereits nach sieben Tagen entschädigt werden sollen. 20 Werktage beträgt die Frist zur Begleichung der Forderung derzeit auch, wenn Ansprüche zwei Wochen nach Eintritt des Entschädigungsfalles angemeldet wurden.

Spätestensinnerhalbeines Jahres sollten betroffene Anleger ihre Forderungen beider EdB auch anmelden, damit der Rechtsanspruchauf Entschädigungszahlung auch besteht. Nach dem Ablauf dieser Jahresfrist können Ansprüche gegenüber der EdBnicht mehr geltend gemacht werden.

Beachte

Nach der Überarbeitung der EU Richtlinie zur Einlagensicherung übernehmen die Entschädigungseinrichtungen des Gastlandes, in der eine ausländische EU-Bank ihre Geschäfte ebenfalls tätigt, das Entschädigungsverfahren. In Deutschland sollten Anleger – nach der Mitteilung durch die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) über den Insolvenzfall – ihre Ansprüche spätestens innerhalb eines Jahres angemeldet haben, um durch die gesetzliche Einlagensicherung, beispielsweise von Estland bis zu einer Summe von 100.000 Euro auch entschädigt zu werden.

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Bilderquellen:
http://bankenverband.de/service/einlagensicherung
https://www.bigbank.de/bigbank/bigbank-gruppe

Über den Autor: Tilman Weigel

Der Ökonom, Dozent und Wirtschaftsjournalist Tilman Weigel hat für Spiegel Online, manager-magazin.de und die Süddeutsche Zeitung gearbeitet und befasst sich vor allem mit Finanz- und Verbraucherthemen.

Autor: Tilman Weigel

Tilman Weigel befasst sich mit Finanz- und Verbraucherthemen und arbeitete bereits für Spiegel Online, Süddeutsche Zeitung etc.

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