Binäre Optionen Martingale Strategie » Ideal für Einsteiger?

Binäre Optionen Martingale Strategie – Einsätze laufend verdoppeln

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Die Binäre Optionen Martingale Strategie (Binary Options Martingale Strategy) ist etwas Besonderes. Und vielleicht wirkt der Begriff Martingale auf den einen oder anderen Einsteiger bereits ungewohnt vertraut. Hintergrund: Martingalemethoden sind auch im Roulette bekannt. Aber anders als beim Glücksspiel, wo der Zufall eine tragende Rolle übernimmt, sind es im Binäroptionenhandel andere Faktoren, die eine Rolle spielen. Jedem Beginner muss klar sein, dass es ohne Know-how, Erfahrungen und Hintergrundwissen langfristig nicht gehen kann. Wie fügt sich die Martingalemethode bei den Binäre Optionen Strategien für Anfänger ein? Wie die Binäre Optionen Martingale Strategie anwenden? Wo die Binäre Optionen Martingale Strategie zum Einsatz kommen lassen? Eines vorweg: Den Vorteilen dieser Methode stehen einigen gewichtige Hindernisse gegenüber.

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Binäre Optionen Martingale Strategie – Wichtige Fakten auf einen Blick:

  • stammt aus dem 18. Jahrhundert
  • verbreitet ursprünglich im Glücksspiel
  • Verdopplung der Einsätze nach OTM-Position
  • Payout erfordert Modifikation der Methode
  • sehr spekulative Herangehensweise
  • bei langen Serien droht 100-prozentiger Drawdown

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Martingale Strategie: Entstehung und Funktion

Für den Binäroptionenhandel finden sich heute verschiedene Anlagemethoden, die ganz unterschiedliche Skill-Level ansprechen. Gerade für Anfänger interessant ist beispielsweise die auch aus dem CFD-Segment bekannt Binäre Optionen Trend-Strategie, da sie sowohl Gewinne im Aufwärtstrend der Kurse erlaubt als auch im Zusammenhang mit der Abwärtsbewegung. Der versierte Trader wird sich wahrscheinlich früher oder später mit der Binäre Optionen One Touch Strategie bzw. der Volatilitätsmethode beschäftigen. Hier geht es nicht nur darum, einen Kurstrend zu identifizieren – sondern auch den Preistrend zu analysieren.

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Immer wieder taucht in Verbindung mit den Anlageoptionen in dem einen oder anderen Ratgeber auch die Binäre Optionen Martingale Strategie auf. Letztere ist ursprünglich in einem völlig anderen Bereich entstanden – den Karten- und Tischspielen. Historische Quellen verordnen die Entwicklung der Martingalestrategie ins 18. Jahrhundert. Beispielsweise taucht der Begriff Martingale in den Memoiren Giacomo Casanovas auf. Eingesetzt beim Pharo oder Roulette, beruht Martingale auf einem recht simplen Grundprinzip, das am Beispiel Roulette einfach zu erklären ist.

Der Spieler steigt mit dem Einsatz X ins Spiel ein und setzt auf Rot oder Schwarz. Die Wahl der Farbe wird davon beeinflusst, wie die Kugel zuletzt gefallen ist. Solange mit den Positionen ein Gewinn realisiert wird, verändert sich der Einsatz nicht. Sobald eine Position aber verliert, wird die nächste Setzrunde mit dem doppelten Einsatz eingegangen. Gewinnt der Spieler, kehrt er wieder zum ursprünglichen Einsatz zurück. Die Verdopplung wird solange gespielt, bis der Gewinn realisiert werden kann.

Beispiel Einsatz 10 Euro:

  • Roulette Runde 1 – kein Gewinn, nächster Einsatz 20 Euro
  • Roulette Runde 2 – kein Gewinn, nächster Einsatz 40 Euro
  • Roulette Runde 3 – kein Gewinn, nächster Einsatz 80 Euro
  • Roulette Runde 4 – 160 Euro Gewinn, nächster Einsatz 10 Euro

Um die Martingale Strategie zu verstehen, werden alle Einsätze bis zum Gewinn addiert. Über die vier Runden greift der Spieler mit 150 Euro die Bank an – erhält am Ende aber 160 Euro und damit einen Gewinn von 10 Euro. Das Doublieren oder Verdoppeln ist in der Martingale Strategie entscheidend.

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Auf den ersten Blick eine wirksame Herangehensweise. Aber: Ihr liegt die Annahme zugrunde, dass mit der Häufigkeit, mit welcher ein bestimmtes Ereignis – wie Rot beim Roulette – eintritt, die Chance auf Schwarz steigt. Bei mehreren Put-Optionen außerhalb der Gewinnzone muss irgendwann das Ereignis eintreffen. Statistisch gesehen handelt es sich aber um einen Coin-Flip. Jedes Ereignis ist immer mit 50 Prozent möglich.

Die Martingale Strategie ist im Glücksspiel des 18. Jahrhunderts entstanden – und hat sich auch im Bereich des Binäroptionenhandels etabliert. Die Möglichkeit, Verluste einfach durch die richtige Positionsgröße auszugleichen, wirkt im ersten Moment verlockend. Jedem Trader muss an diesem Punkt klar sein, wo die besonderen Herausforderungen liegen. Denn Roulette und Binäre Optionen unterscheiden sich in einigen Punkten deutlich.

Martingale Chancen: Verluste wieder reinholen

Das Übertragen der Martingale Strategie auf den Handel mit Binären Optionen ist recht simpel. Beginnend mit einer kleinen Positionsgröße – wie bei IQ Option mit 1 Euro – wird die erste Binäroption gehandelt. Schließt diese im Geld (ITM), wird die nächste Position mit der gleichen Summe eröffnet. Verfällt diese Option wertlos, erhöht der Trader seinen Einsatz um das Doppelte – also auf 2 Euro. Verfällt auch diese Binäroption ohne einen Gewinn, erhöht sich der Einsatz auf 4 Euro.

Sobald diese Option in der Gewinnzone schließt, wird wieder zur ursprünglichen Positionsgröße zurückgekehrt. Aber: Ob die Rechnung aufgeht und wirklich alle Verluste ausgeglichen werden, zeigt sich erst mit dem Blick auf das Verhältnis zwischen investiertem Betrag und den Gewinnen. Zum Problem wird an dieser Stelle die Tatsache, dass sich der Payout im Binäroptionenhandel nicht verdoppelt – sondern die Auszahlung im Handel seitens der Broker oft zwischen 50 Prozent bis 90 Prozent liegt.

Beispiel: Binäre Optionen mit 87 Prozent Payout

  • Position 1 – Einsatz 1 Euro, wertlos verfallen
  • Position 2 – Einsatz 2 Euro, wertlos verfallen
  • Position 3 – Einsatz 4 Euro, wertlos verfallen
  • Position 4 – Einsatz 8 Euro, 14,96 Euro Auszahlung

Unterm Strich hat der Trader in dieser Reihe 15 Euro Kapital eingesetzt – und damit einen Gewinn von 14,96 Euro erzielt. Wie sieht die Situation aus, wenn der Einsatz an die Situation angepasst wird, etwa auf den 2,2-fachen Wert der vorhergehenden Position?

  • Position 1 – Einsatz 1 Euro, wertlos verfallen
  • Position 2 – Einsatz 2,20 Euro, wertlos verfallen
  • Position 3 – Einsatz 4,84 Euro, wertlos verfallen
  • Position 4 – Einsatz 10,65 Euro, 19,92 Euro Auszahlung

Hier belaufen sich die Einsätze auf 18,96 Euro – und liegen um mehr als einen Euro (gegenüber der einfachen Verdopplungsstrategie) höher.

Beide Berechnungen zeigen, dass die Binäre Optionen Martingale Strategie im Handel Erfolg haben und Verluste wettmachen kann. Allerdings setzt dies einige Anpassungen in der Methode voraus. Jeder Anleger muss im Vorfeld ermitteln, welcher Einsatz notwendig ist, um die Kernidee hinter der Strategie aufgehen – und nicht ins Leere laufen zu lassen. Es zeigt sich, dass die Martingale Strategie in Verbindung mit Binären Optionen auf Hürden stößt, da es bei keinem Broker (ausgenommen im High Yield Segment) für Standardhandelsgeschäfte 100 Prozent Auszahlung gibt.

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Martingale Schwachstellen: Verluste können sich potenzieren

Mithilfe der Martingale Strategie lässt sich eine Methode in den Handel integrieren, die zumindest im Hinblick auf die Gewinnwahrscheinlichkeit belastbare Ergebnisse liefert. In der Praxis wird aber die Höhe der Auszahlung zur Herausforderung. Je weiter sich der Payout von der 100-Prozent-Marke entfernt, umso unzuverlässiger wird diese Methode.

In Beispiel 2 liegt die kritische Auszahlung bei 78 Prozent. Sofern ein Asset diesen Payout erreicht, halten sich Verlust und Gewinn die Waage. Niedrigere Auszahlungen führen zu einem Verlust – wie in Berechnung 1.

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Entsprechend der Erfahrungen mit der Binäre Optionen Martingale Strategie muss der Trader die Größe seiner Positionen immer den jeweiligen Auszahlungen anpassen. Der damit verbundene Rechenaufwand darf nicht unterschätzt werden. Gerade Beginner laufen Gefahr, diesen Aspekt zu vernachlässigen. Wie sehen die Folgen aus?

Martingale hat im Binäroptionenhandel Vorteile, bringt aber auch einige Risiken mit. Der wesentliche Nachteil besteht in dem sehr hohen Kapitalbedarf. Das Investment muss früher oder später einen Gewinn abwerfen, da sich die Verluste – aufgrund der Verdopplung – potenzieren. Beispiel: Mit 1.000 Euro Guthaben lassen bei einer initialen Positionsgröße von 5 Euro (dem Mindesthandelsbetrag aus den BDSwiss Erfahrungen) maximal acht Positionen eröffnen. Option Nummer 9 liegt mit 1.280 Euro bereits über dem Guthaben.

Parallel kann sich der Anleger immer nur auf ein Asset bzw. Basiswerte mit identischem Payout konzentrieren. Sobald Trader in einen anderen Markt mit abweichender Auszahlung im Handel einsteigen, verändern sich die Rahmenbedingungen. Wird die Martingalemethode nicht modifiziert, droht dem Anleger ein Verlust.

Obwohl auf den ersten Blick wie für Einsteiger gemacht, steckt in der Martingale Strategie ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Selbst wenn Trader eine Reihe mit niedrigen Einsätzen eröffnen, steigen die erforderlichen Positionsgrößen schnell an – was letzten Endes das Binäre Optionen Money Management unterläuft. Schlägt die Methode fehl, riskieren Trader ihr gesamtes Guthaben.

Binäroptionen: Keine Trades ohne Chartanalyse

Die Idee hinter der Binäre Optionen Martingale Strategie ist einfach eines – simpel! Selbst die Binäre Optionen Trend-Strategie wirkt im Vergleich zu dieser Methode komplex. Lediglich den Einsatz verdoppeln und schon sind Verluste kein Thema mehr – genau diese Haltung führt jeden Anfänger in eine Sackgasse. Besonders schwierig wird die Situation, wenn die ersten Positionen sogar im Geld schließen.

Um sich mit Martingale nicht in unruhige Gewässer zu begeben, müssen die Anlageentscheidungen auf konkreten Analysen beruhen. Anleger kommen auch mit der Martingalemethode nicht daran vorbei, sich intensiv mit dem Chart und dessen Analyse zu beschäftigen.

Hintergrund ist die Tatsache, dass  Martingale schnell sehr hohe Positionsgrößen nach sich zieht. Diese Entwicklung potenziert am Ende auch das Risiko, alles zu verlieren – was die Martingalemethode sehr spekulativ macht. Jedem Trader muss daran gelegen sein, die Einsätze klein zu halten. Realistische Einschätzungen lassen sich nur vornehmen, wenn Kurse der Basiswerte gezielt untersucht werden. Über:

  • Bollinger Bänder
  • MACD
  • RSI

stehen dem Trader heute diverse Indikatoren zur Verfügung, dank derer sich Kurse analysieren und Trends identifizieren lassen.

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Die Chartanalyse und das Wissen um den Einfluss der Wirtschaftsindikatoren gehören zu den Grundeigenschaften, mit denen ein Anleger ausgestattet sein muss. Ohne diese Fähigkeit wird es jedem Beginner schwerfallen, auf lange Sicht mit dem Binäroptionenhandel erfolgreich zu sein. Und Anfänger sind gut beraten, Digitale Optionen nicht als Möglichkeit für schnellen Reichtum anzusehen – sondern ein Finanzprodukt, in dem nur Know-how ans Ziel führt.

Broker & Demo: Die Konditionen im Auge behalten

Die Martingale Methode ist ein ungewöhnlicher Ansatz, der besonders für Beginner gewisse Risiken beinhaltet. Gerade dort, wo ohne ein grundlegendes Verständnis für die Märkte einfach „drauflos getradet“ wird, verkehren sich die Chancen der Strategie schnell ins Gegenteil. Falsch eingesetzt führt Martingale geradewegs zu hohen Verlusten.

Wie gehen Einsteiger den Risiken aus dem Weg? Grundsätzlich lässt sich auf alle Methoden und Strategien im Zusammenhang mit dem Binäroptionenhandel eines festhalten: Übung macht den Meister. Jeder Trader ist gut beraten, sich im Finanzwetten Vergleich nicht nur bei den Handelskonditionen die Broker sehr genau anzusehen. Diverse Market Maker arbeiten heute mit Testaccounts.

Diese kann der Anleger eröffnen – und anschließend einen Blick auf die Handelsplattformen, den Tradingdesk und die verschiedenen Handelsarten werfen. Und natürlich dürfen Trader Binäre Optionen über das Demokonto auch ausprobieren. Diese Funktion ist ideal für Anfänger. Durch die Möglichkeit Finanzwetten auf den Dollar oder Euro zu testen, gibt’s die ersten Erfahrungen quasi gratis. Wie viel Potenzial ein Binäroptionen Testkonto in der Praxis tatsächlich hat, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Entscheidend sind unter anderem:

Letztere werden seitens der Market Maker für das Binäre Optionen Testkonto leider – so die Erfahrungen aus der Praxis – regelmäßig eingeschränkt. Begrenzt wird zudem gern der Nutzungszeitraum. Im schlechtesten Fall steht der Probezugang nur wenige Tage zur Verfügung – im besten Fall ohne Einschränkung.

Sofern dann noch alle Indikatoren und Filter frei eingesetzt werden können, ist das Musterkonto für versierte Trader interessant. In dieser virtuellen Handelsumgebung lassen sich Strategien testen und Fertigkeiten verbessern – ohne dafür Echtgeld in die Hand nehmen zu müssen.

Aufgrund der Tatsache, dass die Martingale Strategie durchaus eine Herausforderung für den ungeübten Anleger sein kann, gilt für das Demokonto eine klare Empfehlung. Letzteres versetzt Einsteiger in die Lage, Handel und verschiedene Methoden zu testen. Die Zeit, welche Trader hier investieren, fließt am Ende in Form von Erfahrung zurück. Und genau diese bedeutet einen entscheidenden Vorsprung, der sich im Echtgeldhandel auszahlt.

Fazit: Martingale Strategie ist im Handel mit Vorsicht zu genießen

Die Binäre Optionen Martingale Strategie hat ihren Ursprung im 18. Jahrhundert. Das Wesen besteht in der Verdopplung der Einsätze. Gern als „todsicherer“ Tipp verkauft, kann das Ganze sprichwörtlich nach hinten losgehen. Der limitierende Faktor ist in der Regel das Guthaben der Trader. Um Martingale konsequent einzusetzen und durchzuhalten, sind schnell einige tausend Euro erforderlich. Hinzu kommt als Problem die Tatsache, dass im Binäroptionenhandel Auszahlungen von 100 Prozent und mehr ausschließlich auf das High Yield Segment beschränkt sind. Trader erzielen für gewöhnlich einen Payout von weniger als 100 Prozent, was wiederum Modifikationen an der Martingalemethode erforderlich macht.

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Über den Autor: Christian Habeck

Christian Habeck handelt seit mehreren Jahren aktiv an der Börse. Hierbei bevorzugt er die technische Analyse. Darüber hinaus ist er Technik- und Sportbegeistert und betätigt sich leidenschaftlich gern als Autor.

Autor: Christian Habeck

Christian Habeck ist leiden- schaftlicher Autor & seit Jahren an der Börse aktiv, sein besonderes Interesse gilt der technische Analyse.

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