MetaTrader 4 oder 5 – was sind die Unterschiede zwischen den beiden Versionen der beliebten Trading Software?

MetaTrader 4 oder 5 – was sind die Unterschiede zwischen den beiden Versionen der beliebten Trading Software?

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Nach wie vor zählt der MetaTrader unseren Erfahrungen nach zur beliebtesten Trading Plattform. Es gibt daher kaum einen Forex Broker, der diese Handelsplattform nicht anbietet. Trading Einsteiger sind dabei allerdings manchmal verwirrt, da einige Broker nur den MetaTrader 4 (MT4), andere wiederum zusätzlich oder ausschließlich den MetaTrader 5 (MT5) anbieten. Wir werden daher in unserem Artikel auf die Unterschiede zwischen diesen beiden Versionen eingehen. Zudem werden wir auf die generellen Eigenschaften des MetaTraders zu sprechen kommen. Insgesamt werden wir unter anderem auf die folgenden Punkte eingehen:

  • MetaTrader 4 oder 5: Wie hat es die Trading Plattform geschafft, so erfolgreich zu werden?
  • Vergleich zwischen MetaTrader 4 und MetaTrader 5: Was sind die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Versionen?
  • Welche Plattform verfügt über die besseren Werkzeuge für die charttechnische Analyse?
  • Expert Advisors verwenden, um den Handel an der Forex zu automatisieren

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MetaTrader 4 oder 5: Wie hat es die Trading Plattform geschafft, so erfolgreich zu werden?

Als Erstes werden wir auf die Entwicklung des MetaTraders zu sprechen kommen. So stammt die Software von dem Unternehmen MetaQuotes. Erstellt wurde die erste Version des MetaTraders bereits im Jahr 2005. Über die Jahre hinweg ist die Trading Software dabei immer beliebter geworden. Ein Grund für die Beliebtheit dürfte sein, dass die Plattform kostenlos angeboten wird. Dies hat wahrscheinlich auch immer mehr Broker dazu bewogen, auf den MetaTrader zu setzen. Es ist nicht verwunderlich, dass die Software somit auch von immer mehr Tradern für deren tägliche Arbeit genutzt wurde. Speziell die Version des MetaTraders 4 hat sich dabei als sehr langlebig erwiesen. Sie wird daher immer noch angeboten, obwohl bereits die neuere Version 5 vorliegt. Warum dies der Fall ist, werden wir im weiteren Verlauf des Artikels klären.

Jedenfalls bietet der MetaTrader insgesamt viele Vorteile. So sind darin sämtliche Funktionen enthalten, die für das Trading erforderlich sind. Dabei ist die Oberfläche übersichtlich und funktional gestaltet. Nach einer gewissen Einarbeitungszeit wird man sich daher unserer Erfahrung nach auch als Trading Neuling gut mit der Software zurechtfinden. Zudem führt die weite Verbreitung des MetaTraders noch zu einem weiteren Vorteil: Als Trader hat man es in der Regel sehr einfach, seinen Broker zu wechseln. Denn man kann fast sicher davon ausgehen, dass man bei seinem neuen Anbieter einfach mit seiner gewohnten Trading Plattform weitertraden kann.

Vergleich MetaTrader 4 und MetaTrader 5: Was sind die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Versionen?

Nunmehr werden wir den MT4 und den MT5 miteinander vergleichen. Dabei werden wir sowohl auf die Gemeinsamkeiten als auch auf die Unterschiede der beiden Trading Plattformen zu sprechen kommen. Wir werden die folgenden Absätze auch dazu nutzen, um die Funktionen des MetaTraders vorzustellen.

Wie werden die Charts und Kerzen im MT4 und MT5 dargestellt?

Ein Vorteil der MetaTrader Plattform besteht darin, dass man die Darstellung der Charts sehr stark individualisieren und anpassen kann. Es besteht zum Beispiel die Möglichkeit, den Charts jedes einzelnen Finanzinstruments (zum Beispiel das Währungspaar Euro / US Dollar) separat abzuspeichern und die Farben, Kerzen usw. zu verändern. Dabei kann man natürlich neben den Kerzen- auch auf Balken- und Liniencharts zurückgreifen. Bei unserem Test hat sich allerdings gezeigt, dass sich beim MetaTrader 5 im Vergleich zum MT4 eine Änderung bzgl. der Zeiteinheiten ergeben hat. Denn beim MetaTrader 4 kann man lediglich aus den folgenden Zeiteinheiten für die Darstellung der Kerzen wählen:

  • 1 Minute, 5 Minuten, 15 Minuten, 30 Minuten
  • 1 Stunde, 4 Stunden
  • 1 Tag
  • 1 Woche
  • 1 Monat

Wie man sieht, ist diese Darstellung vor allem auf den amerikanischen Börsenhandel angepasst. Denn dort verwendet man beim Trading sehr gerne die 15 Minuten Kerzen. Hingegen besteht im MT4 keine Möglichkeit, sich zum Beispiel auch 10 Minuten Kerzen anzeigen zu lassen. Dies ist vor allem für Händler aus Deutschland sehr ärgerlich. Denn dort wird diese Zeiteinheit von vielen Tradern benutzt. Man ist somit im Nachteil, wenn man mit seiner Handelsplattform nicht auf die 10 Minuten Kerzen zurückgreifen kann. Anscheinend haben dies auch die Entwickler des MetaTraders erkannt, denn im MT5 stehen nun zusätzliche Zeiteinheiten (unter anderem auch die 10 Minuten) zur Verfügung:

  • 2 Minuten, 3 Minuten, 4 Minuten, 6 Minuten
  • 10 Minuten, 12 Minuten, 20 Minuten
  • 2 Stunden, 3 Stunden, 6 Stunden, 8 Stunden und 12 Stunden

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MetaTrader 4 oder 5: Welche Plattform verfügt über die besseren Werkzeuge für die charttechnische Analyse?

Unseren Erfahrungen nach findet man sowohl im MT4 als auch im MT5 eine große Sammlung an Tools für die charttechnische Analyse. An Zeichenwerkzeugen stehen beispielsweise Linienwerkzeuge zur Verfügung. Mit diesen kann man die wichtigen Support und Resistance Linien (Unterstützungen und Widerstände) in den Chart einzeichnen. Daneben gibt es Tools, um Trendlinien und Fibonacci Levels einzutragen. Gerade Letztgenannte sind sehr hilfreich, wenn es darum geht, Einstiegspunkte in einer Korrektur zu finden.

Hilfreich ist zum Beispiel auch das Tool, um sich Elliott-Wellen in den Chart einzuzeichnen. Allerdings steht dieses Werkzeug lediglich in der Version 5 des MetaTraders zur Verfügung. Im Großen und Ganzen bestehen aber hinsichtlich der Chartanalyse keine großen Unterschiede zwischen den beiden Versionen. Vielmehr können einen beide Trading Plattformen bei der täglichen Arbeit als Forex Trader unterstützen.

Wie viele Indikatoren bietet der MetaTrader für die technische Analyse des Charts?

Zeichenwerkzeuge sind aber nicht die einzige Möglichkeit, um den Chart zu analysieren. Eine sehr große Bedeutung haben für viele Trader auch technische Indikatoren. Diese lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen: So gibt es die sogenannten Trendfolgenden Indikatoren. Diese helfen dabei, zu bestimmten, welche Art von Trend momentan im Chart vorliegt:

  • Aufwärtstrend
  • Abwärtstrend
  • Seitwärtstrend

Die zweite Art von Indikatoren bezeichnet man als Oszillatoren. Der Name kommt dadurch zustande, dass diese Art von Indikatoren um einen bestimmten Punkt oszillieren (schwingen). Dadurch kann man erkennen, ob man zum Beispiel noch einen Trade in Trendrichtung eröffnen sollte oder ob ein Markt sich bereits in einem überkauften Zustand befindet. Wie man sieht, ist der Einsatz von Indikatoren durchaus sinnvoll. Aus diesem Grund ist es erfreulich, dass der MetaTrader 4 bereits über eine große Anzahl an Indikatoren verfügt. Insgesamt stehen nach der Installation der Trading Plattform 30 Indikatoren für die Chartanalyse bereit. Bei der Entwicklung des MetaTraders 5 wurde diese Anzahl auf insgesamt 38 Indikatoren erweitert. Bevor man allerdings als Trader „wahllos“ Indikatoren in den Chart einfügt, sollte man sich darüber informieren, wie diese genau funktionieren. Ansonsten sieht man unserer Erfahrung nach irgendwann den „Wald vor lauter Bäumen“ nicht mehr. Richtig eingesetzt können unserer Erfahrung nach Indikatoren dabei helfen, die eigene Performance beim Trading zu verbessern.

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Viele große Broker, wie XTB, bieten den Handel unter anderem mit dem MetaTrader 4 an

Den MetaTrader mithilfe von Expert Advisors (EAs) erweitern

Bei vielen Handelsplattformen besteht unseren Erfahrungen nach das Problem darin, dass man fehlende Funktionen nicht nachträglich hinzufügen kann. Ganz anderes sieht dies hingegen beim MetaTrader aus. Dieser wurde von Anfang an dafür entwickelt, mit sogenannten „Expert Advisors (EAs)“ erweitert werden zu können. Mithilfe solcher EAs ist es zum Beispiel auch möglich, den Handel zu automatisieren (dazu später mehr). Laut unseren Erfahrungen gibt es keine andere Plattform, für die insgesamt so viele Erweiterungen angeboten werden wie für den MetaTrader. Wahrscheinlich ist auch dies ein Grund für die große Beliebtheit gerade dieser Trading Plattform.

Kann man Expert Advisors des MT4 auch für den MetaTrader 5 verwenden?

Häufig erhalten wir Fragen, die darauf gerichtet sind, ob man die EAs des MT4 auch mit dem MT5 verwenden kann. Dies ist aber leider nicht möglich, was auf den ersten Blick seltsam erscheint. Denn die beiden Programme ähneln sich sehr stark. Allerdings trifft dies nur auf die Programmoberfläche zu, denn der MetaTrader 5 wurde von Grund auf neu programmiert. Dies hat folgenden Hintergrund: Wie bereits geschrieben, ist der MetaTrader über die Jahre hinweg unter den Tradern immer beliebter geworden. Allerdings traf dies in der Vergangenheit nur auf private Trader zu. Denn dem MetaTrader fehlten bestimmte Funktionen, welche professionelle Händler für ihre tägliche Arbeit benötigen. Dies betrifft zum Beispiel die Verwaltung von mehreren Konten, großen Portfolios etc. Diese Schwäche des MetaTraders wollte man daher mit der Version 5 beseitigen. Im Endeffekt ist dies gelungen, jedoch hat dies auch dazu geführt, dass zum Beispiel EAs des MT4 nicht mehr mit dem MT5 kompatibel sind. Kurz nach der Einführung des MetaTraders 5 war daher die Situation besonders kritisch, denn Expert Advisors für den MT4 mussten von den jeweiligen Entwicklern erst für die neue Version angepasst werden. Da der MT5 aber mittlerweile seit einigen Jahren auf dem Markt ist, hat sich die Situation unserer Erfahrung nach inzwischen entschärft. So wird man in der Regel auch heutzutage auf dem MetaTrader 5 die wichtigen Expert Advisors finden. Dies stellt daher keinen Grund mehr da, nicht auf die neuere Version des Programms umzusteigen.

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Expert Advisors verwenden, um den Handel an der Forex zu automatisieren

Wie bereits erörtert, lässt sich das Trading im MetaTrader 4 und 5 recht einfach durch den Einsatz von Expert Advisors automatisieren. Auf diese Weise ist es zum Beispiel möglich, seine Forex Strategie von der Trading Plattform handeln zu lassen. Auf diese Thematik und vor allem auch auf die damit verbundenen Vorteile werden wir im Folgenden genauer eingehen.

So bietet sich diese Art des Tradings vor allem für diejenigen an, die Probleme damit haben, ihre Emotionen beim Devisenhandel zu kontrollieren. Denn die Schwierigkeit beim Trading besteht gerade darin, eine an sich profitable Strategie auch konstant umzusetzen. Da ein Computer keine Gefühle wie Angst oder Gier kennt, kann dieser sich daher auch zu einhundert Prozent an die vorgegebene Forex Strategie halten. Wir empfehlen daher, den automatisierten Handel einmal auszuprobieren.

Das automatisierte Trading macht aber noch aus einem weiteren Grund Sinn: So kann man auf diese Weise erreichen, dass man nicht so viel Zeit vor den Trading Bildschirmen verbringen muss. Denn viele Trader beginnen nicht nur wegen der Verdienstmöglichkeiten damit, sich mit dem Börsenhandel zu beschäftigen. Häufig möchte man auch erreichen, dass man weniger arbeiten muss und daher mehr Zeit für andere Aktivitäten hat. Der MetaTrader kann daher mithilfe der Expert Advisors dabei unterstützen, diesem Ziel näher zu kommen.

MetaTrader 4 oder 5 im Rahmen eines Demokontos testen

Den automatisierten Handel kann man zum Beispiel auch mithilfe eines Demokontos ausprobieren. Erfreulicherweise bieten mittlerweile fast alle Forex Broker ein solches Konto kostenlos an. Auf diese Weise kann man etwa auch den MetaTrader 4 und den MT5 parallel testen. Somit kann man dann selbst herausfinden, mit welcher Plattform man am besten zurechtkommt. Wie gesagt, sind aber die Unterschiede, gerade was die Benutzung und die Funktionen betrifft, eher gering. Im Zweifel würden wir jedenfalls zur Nutzung des MetaTraders 5 raten, da dieser zum Beispiel eine höhere Anzahl an Zeiteinheiten für die Darstellung der Kerzen zur Verfügung stellt. Im Rahmen eines Demokontos kann man aber nicht nur die Handelsplattform des Brokers ausprobieren. Vielmehr besteht auch die Möglichkeit, den Broker an sich besser kennenzulernen. So sollte man sich auch ansehen, welche Arten von Schulungsmaterialien zur Verfügung gestellt werden. Einen guten Broker erkennt man nämlich unserer Erfahrung nach auch häufig daran, dass er seinen Kunden mit Trading Videos und Webinaren dabei hilft, ihre Fähigkeiten als Forex Händler zu verbessern. Ebenfalls sollte man bei der Auswahl eines Brokers auf einen guten Kundensupport Wert legen. So ist es zum Beispiel von Vorteil, wenn man den Anbieter nicht nur per E-Mail, sondern auch telefonisch erreichen kann.

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Fazit: Sowohl der MetaTrader 4 als auch der MT5 eignen sich sehr gut für das Forex Trading

Im Rahmen unseres Tests haben wir festgestellt, dass zwischen dem MT4 und dem MT5 weit mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede bestehen. So erkennt man zum Beispiel kaum Unterschiede in der Benutzeroberfläche. Allerdings haben im Detail durchaus Verbesserungen stattgefunden. So hat man beispielsweise beim MetaTrader 5 die Möglichkeit, sich neben den 15 Minute Kerzen auch die für den deutschen Markt wichtigen 10 Minuten Kerzen anzeigen zu lassen. Bei beiden Versionen des MetaTraders hat uns sehr gut gefallen, dass man die Trading Plattform sehr einfach mithilfe von Expert Advisors erweitern kann. Auf diese Weise lässt sich sogar der Handel an der Forex automatisieren. Dies ist gerade für diejenigen Trader interessant, die nicht den ganzen Tag vor den Trading Monitoren verbringen können bzw. wollen. Insgesamt empfehlen wir, sowohl den MT4 als auch den MT5 im Rahmen eines kostenlosen Demokontos auszuprobieren. Auf diese Weise kann man sich dann selbst einen Eindruck über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Programme machen. Auch kann man den Broker im Rahmen dieser Testphase insgesamt besser kennenlernen.

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Über den Autor: Christian Habeck

Christian Habeck handelt seit mehreren Jahren aktiv an der Börse. Hierbei bevorzugt er die technische Analyse. Darüber hinaus ist er Technik- und Sportbegeistert und betätigt sich leidenschaftlich gern als Autor.

Autor: Christian Habeck

Christian Habeck ist leiden- schaftlicher Autor & seit Jahren an der Börse aktiv, sein besonderes Interesse gilt der technische Analyse.

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