Money Management – so managen Sie Ihr Handelskonto richtig

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Wer mit dem Trading beginnt, interessiert sich unseren Erfahrungen nach vor allem dafür, Strategien zu finden, um möglichst schnell möglichst viel Geld zu verdienen. Wer hingegen schon etwas länger an den Finanzmärkten unterwegs ist, wird wissen, dass es beim Trading vor allem darauf ankommt, sein Kapital zu erhalten. Dies gelingt am besten, wenn man zum Beispiel ein Money Management Tool verwendet. Generell wird durch ein gutes Money Management sichergestellt, dass man bei einem einzelnen Trade nie ein zu großes Risiko eingeht. Der eine oder andere hat in diesem Zusammenhang vielleicht auch schon von der sogenannten 1 % Regel gehört, auf die wir im Rahmen dieses Artikels eingehen werden.

  • Welche Rolle spielt das Money Management beim Forex Trading?
  • Welche Bedeutung hat die „Lot Größe“ für das Money Management?
  • Welche Auswirkung hat das Money Management auf die Rendite beim Forex Trading?
  • Bei einem Einsatz von 200 US-Dollar pro Trade bis zu 600 US-Dollar verdienen

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Welche Bedeutung hat das Money Management beim Forex Trading?

Wie bereits in der Einleitung angesprochen, wird das Thema Money Management beim Forex Trading leider häufig vernachlässigt. Unseren Erfahrungen nach erkennt man aber einen guten Trader gerade daran, dass er über ein gutes Money und Risk Management verfügt. Denn als Trader sollte man sich stets wieder klarmachen, dass es sich beim Börsenhandel um keine exakte Wissenschaft handelt. Man kann daher zum Beispiel nicht sagen, dass man nur eine bestimmte Strategie ausführen muss, um damit in jedem Fall immer wieder Geld zu verdienen. Denn beim Trading geht es vor allem um Wahrscheinlichkeiten: So kann man an der Börse zum Beispiel häufig Trends beobachten. Diese haben dabei, wie der Name bereits sagt, die Tendenz, sich in eine bestimmte Richtung fortzusetzen. Leider wird aber jeder Trend irgendwann einmal gebrochen. In der Regel ist es allerdings schwer, vorherzusagen, wann dies der Fall sein wird. Daher ist es beim Trading auch ganz normal, Verluste zu erleiden. Allerdings ist es wichtig, dass ein einzelner Verlust nie so groß ausfallen darf, dass man damit sein Handelskonto „zerstört“. Genau an diesem Punkt kommt das Money Management ins Spiel: Es legt genau fest, wie viel Geld man bei einem Trade maximal riskieren darf. Zudem kann man sich zum Beispiel die Regel aufstellen, pro Tag lediglich eine bestimmte Anzahl an Trades auszuführen. Wie man sieht, kann man sich diese Regel individuell aufstellen und natürlich auch von seiner persönlichen Strategie abhängig machen. Wichtig ist es dabei auch, seine eigene Persönlichkeit als Trader zu berücksichtigen. Denn bei jedem Trader variiert zum Beispiel die individuelle Risikobereitschaft.

Money Management: wichtige Fachbegriffe für den Forex Handel

Da wir im weiteren Verlauf des Artikels auf verschiedene Beispiele aus der Forex Praxis eingehen werden, stellen wir an dieser Stelle zum besseren Verständnis essenzielle Fachbegriffe des Devisenhandels vor. So sollte man zum Beispiel darüber Bescheid wissen, dass man Währungen bzw. Devisen nicht alleine, sondern stets paarweise handelt. Wichtige Währungspaare sind dabei zum Beispiel der Euro/US-Dollar (EUR/USD), der US-Dollar/Japanische Yen (USD/JPY) sowie der Euro/Schweizer Franken (EUR/CHF). Man erkennt, dass die einzelnen Devisen nach einem bestimmten Muster abgekürzt werden. So verwendet man die ersten beiden Buchstaben dazu, um das jeweilige Land zu bezeichnen. Der letzte Buchstabe ist für die Landeswährung reserviert. So kürzt man zum Beispiel den Australischen Dollar mit AUD ab und das Britische Pfund mit GBP (Great Britain Pound). An der Forex besteht zudem die Besonderheit, dass man für die Angabe des aktuellen Kurses keine „Punkte“ oder „Ticks“ verwendet, sondern sogenannte „Pips“ (points in percentage). Beim Handel mit Währungen sollte man sich zudem daran gewöhnen, mit kleinen Einheiten zu handeln. So tradet man beispielsweise beim EUR/USD mitunter mit der vierten Stelle hinter dem Komma. Dazu ein kurzes Beispiel: Wenn sich das Währungspaar bei einem Kurs von 1,1085 Pips befindet und der EUR/USD um 15 Pips ansteigt, beträgt der neue Kurs 1,1100 Pips. Dies bedeutet, dass man für einen Euro 1,11 US-Dollar erhält.

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Welche Bedeutung hat die „Lot Größe“ für das Forex Money Management?

Beim Thema Money und Risk Management landet man unserer Erfahrung nach auch schnell bei dem Begriff der „Lot Größe“. Daher werden wir in den folgenden Abschnitten auf die verschieden Arten von Lots und deren Bedeutung für das Money Management eingehen. Dabei werden wir auch auf den sogenannten Hebel zu sprechen kommen.

Erklärung der beiden Begriffe „Lot“ und „Hebel“

Vielleicht hat sich der eine oder andere gefragt, wie man beim Handel mit Devisen überhaupt Geld verdienen kann, wenn man auf so kleinen Einheiten wie zum Beispiel der vierten Stelle hinter dem Komma handelt (siehe oben). Die Antwort auf diese Frage lautet, dass man mit großen Summen tradet: Standardmäßig handelt man an der Forex nämlich mit 1 Lot, was einer Summe von 100.000 US-Dollar entspricht. Wenn sich dabei der Kurs um 1 Pip verändert, gewinnt oder verliert man 10 US-Dollar. Allerdings benötigt man als Trader nicht so viel Geld, um an der Forex mit Währungen zu spekulieren. Denn ein Großteil des erforderlichen Kapitals wird vom Broker zur Verfügung gestellt.

Über wie viel eigenes Geld man tatsächlich verfügen muss, hängt wiederum von dem sogenannten Hebel an: So kann man bei vielen Forex Brokern zum Beispiel Hebel von 1 : 20 oder 1 : 30 erhalten. Dies bedeutet. dass man das 20- bzw. 30-Fache seines Kapitals handeln kann. Das eigene Kapital wird daher gewissermaßen „gehebelt“. Um zum Beispiel mit 1 Lot zu handeln, sind bei einem Hebel von 1 : 20 genau 5.000 US-Dollar erforderlich. Denn 5.000 US-Dollar multipliziert mit 20 ergibt 100.000 US-Dollar, was genau der Größe von 1 Lot entspricht.

Neben Standard Lots gibt es noch Mini Lots und Micro Lots. Bei diesen handelt man mit weniger Kapital, nämlich mit 10.000 US-Dollar bzw. 1.000 US-Dollar. Dies führt dazu, dass beim Handel mit 1 Mini Lot eine Veränderung von einem Pip zu einem Gewinn oder Verlust von 1 US-Dollar führt. Bei einem Micro Lot verringert sich dieser Betrag nochmals um den Faktor 10 auf 0,10 US-Dollar.

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Welche Rolle spielt die Lot Größe beim Money Management?

Die gehandelte Lot Größe ist auch von großer Bedeutung für das Money Management. Wie gezeigt, ist nämlich ein bestimmtes Kapital erforderlich, um überhaupt mit 1 Lot handeln zu können. Bei einem Hebel von 1 : 20 sind dies wie gezeigt 5.000 US-Dollar. Das Money Management sollte sicherstellen, dass man stets über das erforderliche Kapital verfügt, um einen neuen Trade einzugehen. Dabei sollte man berücksichtigen, dass man beim Forex Trading zwangsläufig auch Verluste erleiden wird. Es kann sogar vorkommen, dass man mehrere Verluste hintereinander erleidet. Auch in diesem Fall sollte man danach aber immer noch über ausreichend Kapital für weitere Trades verfügen, um die Verluste mit Gewinntrades wieder auszugleichen. Wie sich im Folgenden zeigen wird, kann man dazu zum Beispiel die 1 % Regel verwenden.

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Money Management Trading: Die 1 % Regel verwenden, um den Kapitalerhalt sicherzustellen

Die 1 % Regel ist ein sehr mächtiges Instrument des Money Managements. Sie besagt, dass man bei einem einzelnen Trade nicht mehr als 1 % seines Handelskapitals einsetzen soll. Beträgt zum Beispiel das zur Verfügung stehende Trading Kapital 20.000 US-Dollar, darf man laut der 1 % Regel maximal 200 US-Dollar bei einem einzelnen Trade riskieren.

Die 1 % Regel ergibt sich dabei aus folgenden Überlegungen: Wie oben bereits angesprochen, kann es beim Trading auch durchaus passieren, dass man mehrere Verlusttrades in Folge erleidet. Dies ist nicht ungewöhnlich, da man es beim Trading mit Wahrscheinlichkeiten zu tun hat. Wenn man zum Beispiel eine Strategie handelt, die in 90 % der Fälle erfolgreich ist, so bedeutet dies auch, dass man in 10 % der Fälle einen Verlust erleiden wird. Wenn man „Unglück“ hat, können diese 10 Fälle auch alle nacheinander auftreten. Riskiert man aber bei jedem Trade nur 1 % seines Kapitals, könnte man theoretisch 100 solcher Trades verkraften, bevor das eigene Kapital aufgebraucht wäre. Wie man sich vorstellen kann, sind 100 Verlusttrades am Stück wiederum sehr unwahrscheinlich. Wer aber trotzdem mehr Sicherheit haben möchte, kann eine noch strengere Regel anwenden. So gibt es zum Beispiel auch Trader, die bei einem Trade maximal 0,5 % oder noch weniger ihres Trading Kapitals riskieren. Wie gesagt, ist die individuelle Risikoneigung sehr individuell und vom jeweiligen Trader abhängig.

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Welche Bedeutung hat das Money Management für die Rendite beim Forex Trading?

Mit PayPal bezahlenWie man sich vorstellen kann, hat die 1 % Regel auch Auswirkungen auf die mögliche Performance beim Forex Handel. So ist es nicht erstaunlich, dass der maximale Betrag, welchen man pro Trade riskieren kann, auch Auswirkungen auf den möglichen Gewinn hat, welchen man erzielen kann. Wer beispielsweise mit einem maximalen Einsatz von 200 US-Dollar pro Trade einen Gewinn von 2.000 US-Dollar erzielen möchte, wird schnell feststellen, dass er dies (in der Regel) nicht schaffen wird. Je mehr Kapital man pro Trade riskieren kann, desto höher sind im Endeffekt die potenziellen Gewinne. Wir empfehlen dabei, auch auf das Chance-Risiko-Verhältnis zu achten: In der Regel sollte die Chance immer größer sein als der mögliche Verlust. Wenn man zum Beispiel mit einem Risiko von 200 US-Dollar einen Betrag von 200 US-Dollar gewinnen möchte, beträgt das Verhältnis 1 zu 1. Wer schon länger als Forex Trader aktiv ist, wird unseren Erfahrungen nach darauf achten, vor allem solche Trades einzugehen, bei denen die Chance größer ist als das Risiko. Denn nur so kann man im Endeffekt die zwangsläufigen Verluste ausgleichen und Geld verdienen. Bei einem Chance-Risiko-Verhältnis von 3 zu 1 würde man zum Beispiel mit einem Einsatz von 200 US-Dollar einen Gewinn von 600 US-Dollar erwarten. Auch wenn man nur 20 US-Dollar riskieren möchte, kann man damit immer noch 60 US-Dollar gewinnen – was ebenfalls kein schlechtes „Gehalt“ darstellt.

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Forex Trading im Rahmen eines kostenlosen Demokontos testen

Wir empfehlen unseren Lesern immer wieder, das Forex Trading zunächst im Rahmen eines kostenlosen Demokontos bei einem Broker zu testen. Denn auf diese Weise hat man über mehrere Wochen hinweg die Möglichkeit, sich mit dem Trading vertraut zu machen. So kann man zum Beispiel mit „Spielgeld“ testen, wie sich verschiedene Strategien auf das Money Management auswirken. Beim Handel auf dem Demokonto sollte man allerdings darauf achten, dass man nur mit so viel Kapital tradet, wie man in Wirklichkeit auch zur Verfügung hat. Denn der Handel auf dem Demokonto soll so realistisch wie möglich auf den Handel mit echtem Geld vorbereiten. Sobald man mit echtem Geld handelt, sollte man aber darauf achten, gerade am Anfang nur wenig Geld zu riskieren. Wenn man dann Erfahrungen gesammelt hat und sich sicherer fühlt, kann man dann schrittweise auch das Risiko erhöhen.

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Fazit: Neben einer profitablen Strategie ist ein gutes Money Management für die Trading Performance entscheidend

Wer sich bislang noch keine Gedanken über das Forex Money Management gemacht hat, sollte dies unbedingt nachholen. Denn für den Erfolg beim Währungshandel ist eine profitable Strategie nur ein wichtiger Baustein. Ebenso essenziell ist aber unserer Erfahrung nach ein gutes Money und Risk Management. Denn dadurch wird sichergestellt, dass man auch nach einer schwierigen Phase wie zum Beispiel einer Verlustserie immer noch weiterhandeln kann. Wir empfehlen daher jedem Trader, die sogenannte 1 % Regel zu beachten. Diese besagt, dass man pro Trade maximal 1 % seines zur Verfügung stehenden Kapitals einsetzen sollte. Auf diese Weise kann man dann theoretisch 100 Verlusttrades in Serie verkraften. Beim Handel an der Forex sollte man auch den Hebel sowie die Lot Größe beachten. So ist es zum Beispiel mit einem Hebel von 1 : 20 möglich, mit einem Kapital von 5.000 US-Dollar eine Kapitalsumme von 100.000 US-Dollar zu bewegen. Dies entspricht 1 Lot und bedeutet eine Veränderung von 10 US-Dollar pro Pip. Da die Kurse aber häufig nicht nur um 1 oder 2 Pips, sondern auch um 10, 20 oder noch mehr Pips steigen oder fallen können, sieht man, wie schnell diese Summen anwachsen können. Beim Handel mit 1 Lot verdient man bei einem Gewinn von 20 Pips 200 US-Dollar. Wer lieber etwas vorsichtiger ist, kann auch nur mit Min Lots oder Micro Lots handeln. Am besten kann man dies im Rahmen eines kostenlosen Demokontos ausprobieren.

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Über den Autor: Christian Habeck

Christian Habeck handelt seit mehreren Jahren aktiv an der Börse. Hierbei bevorzugt er die technische Analyse. Darüber hinaus ist er Technik- und Sportbegeistert und betätigt sich leidenschaftlich gern als Autor.

Autor: Christian Habeck

Christian Habeck ist leiden- schaftlicher Autor & seit Jahren an der Börse aktiv, sein besonderes Interesse gilt der technische Analyse.

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