Sinnvoller Einsatz von Stop Loss und Take Profit – wie kann man seine Verluste sinnvoll begrenzen und Gewinne absichern?

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Unseren Erfahrungen nach erkennt man gute Forex Trader häufig daran, dass sie eine clevere Stop Technik einsetzen, um ihre Verluste zu begrenzen. Daher haben wir uns dazu entschlossen, in diesem Artikel auf das Thema Stop Loss und Take Profit einzugehen. Dabei werden wir aufzeigen, warum es so sinnvoll ist, beim Handel an der Börse einen Stop Kurs zu verwenden. Zudem werden wir Tipps dazu geben, wo man einen Stop Kurs am besten setzen sollte. Insgesamt werden wir dabei auf die folgenden Themen eingehen:

  • Was bedeuten die beiden Begriffe Stop Loss und Take Profit?
  • Was ist der Unterschied zwischen einem Stop Loss und einem Stop Loss Limit?
  • Warum ist es sehr sinnvoll, bei seiner täglichen Arbeit als Forex Trader Stop Loss Orders zu verwenden?
  • Konkretes Beispiel für das Trading mit Stop Loss und Take Profit Orders

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Was bedeuten die Begriffe Stop Loss und Take Profit?

Im Folgenden werden wir auf die beim Börsenhandel sehr wichtigen Begriffe Stop Loss und Take Profit zu sprechen kommen. Da es verschiedene Arten von Orders beim Trading gibt, werden wir dabei auch auf die Unterscheidung zwischen „Standard“ Orders und Limit Orders eingehen. Wie den meisten Tradern bereits bekannt sein dürfte, werden Währungen an der Forex nicht einzeln, sondern immer in sogenannten Währungspaaren gehandelt. Wichtige Währungspaare sind in diesem Zusammenhang zum Beispiel der Euro/US-Dollar (EUR/USD), der US-Dollar/Japanische Yen (USD/JPY) und das Britische Pfund/US-Dollar (GPB/USD). Zudem sollte man beim Handel mit Devisen wissen, dass diese nicht in Punkten oder Ticks angegeben werden, sondern in sogenannten Pips. Im Rahmen der folgenden Absätze werden wir auf die folgenden Fragen eingehen:

  • Welche Bedeutung hat der Stop Loss für das Forex Trading?
  • Was ist der Unterschied zwischen einem Stop Loss und einem Stop Loss Limit?
  • Welche Bedeutung haben die Take Profit und die Take Profit Limit Orders für das Trading?

Stop Loss: Erklärung und Bedeutung für das Forex Trading

Gerade Trading Anfänger beschäftigen sich unserer Erfahrung nach sehr ungern mit dem Thema Stop Loss bzw. Stop Kursen. Denn es macht viel mehr „Spaß“, einen Trade zu eröffnen, als sich Gedanken darüber zu machen, dass man mit seinem Trade auch einen Verlust erleiden könnte. Als professioneller Trader hat man aber in der Regel gelernt, dass es viel sinnvoller ist, einen kleinen Verlust zu erleiden, als einen Trade immer weiter in den roten Bereich laufen zu lassen. Um sicherzustellen, dass es wirklich nur bei kleinen Verlusten bleibt, ist es sehr ratsam, Stop Kurse zu verwenden. Denn dadurch weiß man gleich beim Eröffnen des Trades, wie hoch ein möglicher Verlust ausfallen kann. Dazu ein kurzes Beispiel, für welches wir annehmen, dass der EUR/USD aktuell bei 1,1400 Pips steht. Man erkennt im Chart, dass das Währungspaar sich in einem Aufwärtstrend befindet und man entscheidet sich daher dafür, einen Trade in Trendrichtung zu eröffnen. Bereits bei der Eröffnung des Trades setzt man aber auch einen Stop Kurs, der sich zum Beispiel 10 Pips unter dem Einstiegskurs befinden kann (bei 1,1390 Pips). Sollte der Trade daher entgegen unserer Erwartung fallen und daher den Stop Kurs erreichen, so wird unser Broker automatisch eine Verkaufsorder erhalten, um den Trade zu schließen. Zu beachten ist allerdings, dass man auch einen schlechteren Kurs als den angegebenen Stop Kurs erhalten kann. Diesen Fall bezeichnet man dabei als „slippage“. In der Regel tritt dies vor allem dann auf, wenn der Markt volatil (stark schwankend) ist.

Was ist der Unterschied zwischen einem Stop Loss und einem Stop Loss Limit?

Um dieser slippage zu entgehen, gibt es auf den ersten Blick eine sehr einfache Möglichkeit: Man gibt seinem Broker im Falle eines Stop Kurses nicht nur den Auftrag, die Position zu schließen. Vielmehr soll dies auch genau zu einem vorher festgelegten Preis geschehen. Eben diese Vorgehensweise wird mit einer Stop Loss Limit Order möglich. Dazu wieder ein kurzes Beispiel zur Veranschaulichung: Wiederum gehen wir bei einem Kurs von 1,1400 Pips „long“ und setzen gleichzeitig einen Stop Kurs bei 1,1390 Pips. Zusätzlich geben wir in der Ordermaske allerdings an, dass wir zum Beispiel nur einen Preis von 1,1388 bis 1,1390 Pips akzeptieren werden. Der große Nachteil an dieser Vorgehensweise besteht aber darin, dass es durchaus auch vorkommen kann, dass der Kurs sehr stark fällt und daher zum Beispiel den Bereich von 1,1388 bis 1,1390 Pips einfach „überspringt“. In diesem Fall wäre daher unsere Position nicht geschlossen worden. Das Schlimme daran ist, dass der Trade auf diese Weise immer weiter ins Minus läuft. Bei der Verwendung einer Stop Loss Limit Order kann es daher passieren, dass man in Wirklichkeit ohne Stop handelt. Daher raten wir dringend davor ab, diese Art von Order als Absicherung zu benutzen. Es ist somit besser, ein gewisses Maß an slippage zu akzeptieren, als im Notfall ganz ohne Stop dazustehen.

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Welche Bedeutung haben die Take Profit und die Take Profit Limit Orders für das Trading?

Mit PayPal bezahlenUnseren Erfahrungen nach ist es aber beim Forex Handel nicht nur sinnvoll, seine Verluste mittels Stop Kursen zu begrenzen. Zudem sollte man auch versuchen, seien Gewinne mit Hilfe von Take Profit Orders abzusichern. Diese Vorgehensweise ist dabei vergleichbar mit der Verwendung von Stop Loss Orders: Bereits bei der Eröffnung des Trades legt man fest, zu welchem Preis man ihn später schließen möchte, sobald die Position in den Gewinn gelaufen ist. In unserem vorherigen Beispiel könnte man sich beispielsweise überlegen, den Trade nach 20 Pips zu schließen. Man würde den Trade daher zu 1,1400 Pips eröffnen und ihn beim Erreichen von 1,1420 Pips mithilfe des Take Profits automatisch schließen. Warum ist aber so eine Vorgehensweise sinnvoll? Denn es kann natürlich auch passieren, dass der Kurs nach dem Erreichen von 1,1420 Pips weiter steigen wird. Jedoch ist es ebenso möglich, dass der Kurs auch wieder fallen wird und daher der bereits erreichte Gewinn wieder dahinschmelzen würde. An dieser Stelle bewahrheitet sich daher die alte Börsenweisheit, wonach noch niemand mit Gewinnmitnahmen arm geworden ist. Wo genau man dabei seine Take Profits platziert, hängt wiederum von der persönlichen Strategie ab. Auch bei Take Profit Orders gibt es dabei die Möglichkeit, diese mit einem Limit zu versehen. Diese haben dann aber die bereits bei den Stop Limit Orders angesprochenen Vor- und Nachteile.

XTB Trading Academy
XTB erklärt in seiner Trading Academy die wichtigsten Begriffe – darunter auch Stop Loss und Take Profit

Forex Trading: An welchen Stellen sollte man Stop Loss und Take Profit Orders sinnvollerweise setzen?

Nunmehr werden wir aufzeigen, welche verschiedenen Möglichkeiten existieren, Stop Kurse und Take Profits zu verwenden. Um dieses eher theoretische Wissen zu veranschaulichen, werden wir auch auf ein konkretes Beispiel aus der Praxis eingehen.

Warum ist es so wichtig, Stop Loss Orders beim Trading zu verwenden?

Zunächst werden wir auf die Frage eingehen, warum man unserer Ansicht nach überhaupt Stop Kurse beim Forex Trading verwenden sollte. Wie gesagt, macht es dabei vor allem Anfängern mehr Spaß, nur über die Eröffnung von Trades nachzudenken. Wer dabei allerdings schon über mehr Erfahrungen als Trader verfügt, wird bei einem Trade stets auch an das mögliche Verlustrisiko denken. Aus diesem Grund setzen viele professionelle Trader bereits bei der Eröffnung eines Trades auch eine Stop Loss Order, um ihre Position abzusichern.

Dies hat verschiedene Vorteile: Beim Trading ist es immens wichtig, darauf zu achten, dass man nie zu große Risiken eingeht. Denn man möchte unter allen Umständen das für das Trading zur Verfügung stehende Kapital erhalten. Dies bedeutet allerdings nicht, dass man keine Verluste machen möchte. Denn diese gehören beim Börsenhandel leider dazu und sind Teil des Geschäfts. Vielmehr geht es darum, diese Verluste möglichst zu begrenzen. Dies gelingt einem dabei am besten, wenn man bereits von vornherein weiß, zu welchem Kurs ein Trade ausgestoppt werden wird. Handelt man nämlich ohne Stop Kurse, so besteht die Gefahr, dass man einen verlustreichen Trade immer weiter in die roten Zahlen laufen lässt. Dies hat dann nichts mehr mit der eigenen Strategie zu tun, vielmehr hofft man nur noch darauf, dass der Trade schon irgendwann wieder in die richtige Richtung drehen werde. Wie sich ein solches Verhalten auf das Trading Konto auswirken wird, kann sich jeder selbst ausmalen. Wir empfehlen daher ausdrücklich, Stop Kurse beim Forex Handel zu verwenden.

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Forex Trading: Kurzer Überblick über den Trendaufbau

Dies führt dann aber zu dem Problem, wo man denn einen solchen Stop Loss am besten im Chart platzieren sollte. Eine Möglichkeit besteht zum Beispiel darin, bei jedem Trade stets den gleichen Stop zu verwenden, zum Beispiel 20 Pips. Besser ist es allerdings, wenn man sich die jeweiligen Stop Kurse vom Chart selbst zeigen lässt. Dazu ist es allerdings erforderlich, darüber Bescheid zu wissen, wie ein Trend aufgebaut ist. Daher werden wir im Folgenden kurz auf dieses Thema eingehen. Ein Trend besteht immer aus zwei Teilen: der Bewegung und der darauf folgenden Korrektur. Neben Aufwärtstrends gibt es bekanntermaßen Abwärtstrends und Seitwärtstrends. Gerade in Seitwärtstrends sollte man aber lieber nicht handeln, da dies unseren Erfahrungen nach häufig zu Verlusten führt. Die Definition für einen Aufwärtstrend lautet dabei wie folgt: Der Kurs muss höhere Höchs und höhere Tiefs erreichen. Insgesamt haben Trends die Tendenz, sich in eine bestimmte Richtung fortzusetzen. Daher gibt es viele Forex Strategien, die sich genau dieses Verhalten zunutze machen. Allerdings wird sich ein Trend niemals „endlos“ fortsetzen, weshalb man jederzeit damit rechnen sollte, dass er auch gebrochen werden kann. Bei einem Aufwärtstrend ist dies zum Beispiel der Fall, wenn der Kurs plötzlich unter das letzte Tief rutscht. In diesem Fall sollte man seinen Trade schließen, da sich die Annahme für den Trade (Vorliegen eines Aufwärtstrends) als falsch erweisen haben. Für das Schließen bietet es sich daher an, Stop Kurse zu verwenden und eine solche Stop Loss Order beim letzten Tief zu platzieren.

Beispiel für das Trading mit Stop Loss und Take Profit Orders

Wie bereits angekündigt, werden wir den Inhalt dieses Artikels anhand eines Beispiels aus dem Trading Alltag veranschaulichen. Unsere Strategie sieht dabei folgendermaßen aus:

  • Finanzinstrument: EUR/USD
  • Zeiteinheit: 1 Minute
  • Handel von Aufwärtstrends aus der Korrektur heraus
  • Stop Kurse und Take Profits bereits beim Eröffnen der Positionen setzen

Wir beginnen daher damit, den Chart zu analysieren. So befindet sich der EUR/USD aktuell bei einem Kurs von 1,1300 Pips und steigt sodann zügig um 20 Pips auf ein neues Hoch bei 1,1320 Pips an. Dann beobachten wir, wie der Kurs in die Korrekturphase übergeht und infolgedessen 10 Pips auf 1,1310 Pips fällt. Dort stabilisiert sich das Währungspaar und bildet damit ein neues höheres Tief aus. Nach einigen Minuten kommt es dann erneut zu einer raschen Bewegung und der Kurs erreicht ein neues höheres Hoch im Bereich von 1,1330 Pips. Mit dem Überschreiten des alten Hochs bei 1,1320 Pips liegt nach unserer obigen Definition ein Aufwärtstrend vor. Daher warten wir die nächste Korrekturphase ab, um sodann einen Trade in Trendrichtung zu eröffnen. Der Kurs des EUR/USD fällt daraufhin tatsächlich um 15 Pips auf 1,1315 Pips und wir eröffnen unseren Trade. Unseren Stop Kurs legen wir dabei unter das letzte Tief, nämlich auf 1,1310 Pips. Da wir davon ausgehen, dass der Kurs in Folge der nächsten Bewegung wieder um 20 oder 30 Pips steigen wird, legen wir unseren Take Profit in den Bereich von 1,1340 Pips. Sollten wir mit diesem Trade Erfolg haben, würden wir daher 25 Pips verdienen. Wenn man dabei mit einem Standard Lot handelt, bei welchem ein Pip 10 US-Dollar entspricht, hätte man bei diesem Trade 250 US-Dollar verdient. Als Risiko wäre man dabei 5 Pips, also 50 US-Dollar, eingegangen.

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Fazit: Stop Loss und Take Profit sind sehr wichtige Tools für den Forex Trader

In unserem Artikel haben wir uns ausführlich mit dem Einsatz von Stop Kursen und Take Profit Orders beschäftigt. Unseren Erfahrungen nach sollte man dabei bei jedem Trade einen Stop Kurs setzen – dies am besten bereits bei der Eröffnung des Trades. Denn auf diese Weise kommt man gar nicht erst in die Versuchung, einen verlustreichen Trade immer weiter ins Minus laufen zu lassen. Insgesamt sollte man es vermeiden, sogenannte Limit Orders einzusetzen. Denn bei diesen kann man nicht sicher sein, dass die Position im Endeffekt auch wirklich geschlossen wird. Wer den Handel an der Forex bislang noch nicht ausprobiert hat, sollte dies unseren Erfahrungen nach zunächst im Rahmen eines kostenlosen Demokontos tun. Denn dort hat man zum Beispiel die Gelegenheit, die Handelsplattform eines Forex Brokers über mehrere Wochen hinweg kennenzulernen und auf „Herz und Nieren“ zu testen. Auch besteht dabei die Chance, verschiedene Stop Strategien für den Forex Handel auszuprobieren.

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Über den Autor: Christian Habeck

Christian Habeck handelt seit mehreren Jahren aktiv an der Börse. Hierbei bevorzugt er die technische Analyse. Darüber hinaus ist er Technik- und Sportbegeistert und betätigt sich leidenschaftlich gern als Autor.

Autor: Christian Habeck

Christian Habeck ist leiden- schaftlicher Autor & seit Jahren an der Börse aktiv, sein besonderes Interesse gilt der technische Analyse.

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