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Poker Bankroll Management: So geht’s!

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Wenn Du mit dem Pokern anfängst, wirst Du schon mal auf den Begriff Bankroll Management gestoßen sein. Darunter versteht man wörtlich gesagt, die Verwaltung deines Pokerguthabens. Mithilfe des Bankroll Managements lässt sich bestimmen, ob man in den passenden Limits spielt, ob man lieber in höhere Limits wechseln sollte oder ob sich das Poker sogar dazu eignet mit Poker Geld verdienen zu können. Das Thema ist gerade für dich als Anfänger essenziell, daher liefern wir dir an der Stelle alle wichtigen Infos rund um das Bankroll Management und stellen dir drei Arten des effizienten Poker Bankroll Management vor.

Wichtige Fakten zum Poker Bankroll Management:

  • Bankroll Management hilft dir, in den richtigen Limits zu spielen
  • Ein richtig eingesetztes Bankroll Management kann das Risiko eines Bankrotts reduzieren
  • Es gibt ein aggressives, ein konservatives und ein vorsichtiges Management
  • Auch Hobby-Spieler benötigen ein einfaches Bankroll Management

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Was versteht man unter Poker Bankroll Management?

Um dir das Bankroll Management sinnvoll erklären zu können, nehmen wir uns mal ein Praxisbeispiel. Ein echter Pokeranfänger spart sich 400 USD und fährt damit ins nächstbeste Casino. Dort nimmt er an einem 1USD/2USD-Tisch Platz und tauscht die 400 USD komplett in Chips um, mit denen er jetzt spielt. Selbst wenn der Spieler seine Vorarbeit in Form von Ratgeber-Studium erledigt hat, handelt es sich um einen unerfahrenen Anfänger. Dieser wird mit großer Wahrscheinlichkeit im Laufe des Abends trotzdem sein Geld verlieren. Was hat der Spieler falsch gemacht? Er hat sein gesamtes Guthaben, also das komplette Bankroll genommen, und dieses riskiert. Da heißt, er hat mit einem viel zu großen Risikofaktor gespielt.

Poker Money Management
Bankroll Management-Anleitung von intelliPoker

Und wie hätte er jetzt sinnvoll agiert? Wenn Du das Pokern ernsthaft betreiben willst, dann solltest Du so vorgehen: Jedes Spiel ist eine Art Investition, da es entweder Buy-in oder Blinds/Antes kostet. Eine Investition kann eine Rendite generieren, muss sie aber nicht. Es besteht also immer ein Risiko. Und in deiner Pokerkarriere wirst Du erleben, dass Du selbst bei perfektem Spiel auch mal langanhaltende Downswings erdulden musst, sprich Phasen, in denen Du nur verlierst. Daher ist es wichtig, für seine Investitionen (in dem fall Pokerspiele) immer nur einen bestimmten Teil seines Bankroll auszugeben. Denn dann bleibt eine Rücklage, die Downswings auffangen kann. Im Idealfall investiert man natürlich nur in Investitionen, die sich auch auszahlen werden. Wie hoch deine Investitionen ausfallen, sprich wie viel Du in das Spielen investierst (=welche Limits Du auswählst), hängt von deiner persönlichen Risikobereitschaft ab. Daher stellen wir dir jetzt mal drei sinnvolle Wege vor, wie so ein Bankroll Management aussehen könnte.

Typ A: Aggressives Bankroll-Management beim Poker

Wenn Du ein aggressives Bankroll Management wählst, dann spielst Du mit mindestens zehn Buy-ins deines aktuellen Limits. Nehmen wir die 400 Dollar unseres Spielers aus dem vorherigen Absatz. Dieser Wert entspricht 8 Buy-ins für NL50 oder eben 16 Buy-Ins für NL25. Das heißt, Du solltest dich aktuell noch auf NL25 beschränken.

Sollest Du jetzt aber Pech haben und unter diesen 10 Buy-In-Wert fallen, dann musst Du ein Level absteigen und jetzt am NL10 Tisch Platz nehmen. Wenn Du 15 Buy-Ins für das nächste Level besitzt, kannst Du in das nächsthöhere Level aufsteigen. Fällst Du wieder unter die 10 Buy-ins, wechselst Du wieder nach unten.

Ein solches Vorgehen ist deshalb sehr aggressiv, weil gerade bei Cash Games Schwankungen zwischen 10 und 20 Buy-Ins keine Seltenheit sind. Daher ist es zwingend notwendig, immer in das richtige Limit-level zu wechseln, wenn die passenden Buy-Ins erreicht sind.

Vorteil dieser Art von Bankroll Management ist, dass Du recht schnell in ein neues Level aufsteigen kannst. Du solltest für diese Art von Bankroll Management unbedingt in der Lage sein, die Spieler in den niedrigen Limits locker zu dominieren. Da Du aber nicht ewig mit diesen spielen willst, versuchst Du dir so einen Bankroll für das nächsthöhere Limit zu erspielen. Und zwar extrem zügig.

Das aggressive Bankroll Management ist ideal für Spieler, die sich in den niedrigen Limits möglichst schnell ein Bankroll aufbauen wollen. Der Nachteil liegt im hohen Risiko, schnell einen großen Teil des Bankroll zu verlieren. Daher solltest Du für diese Art des Managements in der Lage sein, Spieler an niedrigen Tischen regelmäßig zu schlagen.

Typ B: Das vorsichtige Bankroll Management

Dieser Spieler setzt auf einen Wert von 30 Buy-Ins in der Hinterhand. Erst mit 40 Buy-Ins wird in das nächste Level gewechselt. Aufgrund dieses hohen Wertes wirst Du hier im Gegensatz zum aggressiven Bankroll Management nicht so oft die Limits wechseln müssen. Dieses System macht dann Sinn, wenn Du dir mit dem Poker schon ein ordentliches Sümmchen verdient hast und dieses nicht wieder komplett riskieren willst. Mit Hilfe dieses Systems ist es eigentlich ausgeschlossen, einen hohen Betrag innerhalb kürzester Zeit zu verspielen, selbst wenn man einen Downswing hat.

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Das vorsichtige Bankroll Management eignet sich primär für Spieler, die ihren Bankroll als Kapital betrachten und nicht auf regelmäßige Cash-Outs angewiesen sind. Nachteil dieses Systems ist, dass dein Bankroll sich nur sehr langsam ausbaut.

Typ C: Das konservative Bankroll Management

Diese Art von Bankroll Management macht in erster Linie bei semi-professionellen Spielern und Profis Sinn. Diese haben einen so großen Guthabenberg angehäuft, dass ein Verlust des kompletten Guthabens einem finanziellen Totalschaden gleichkommt. Das darf auf keinen Fall passieren, daher agieren diese Profis sehr vorsichtig und konservativ. Es kann vorkommen, dass ein Profi hier bis zu 100 Buy-In für ein Limit nutzt. Das heißt, abgestiegen wir nur sehr selten, aufgestiegen aber auch nicht mehr. Diese Spieler bewegen sich schon in einem Bereich der oberen Limits, sodass zweitgenannter Punkt kein Nachteil ist. Welcher wert einer finanziellen Katastrophe gleicht, legt natürlich jeder selbst fest. Für den einen sind das schon 50.000 Euro, für andre eine Million.

Das konservative System bietet dir maximale Absicherung gegen Varianz. Das Risiko, den Bankroll komplett zu verspielen, gleicht hier Null. Sinn macht dieses Vorgehen, wenn Du regelmäßig auscashen musst und zu den Spielern gehörst, die in den oberen Limits zuhause sind.

Typ C: Das konservative Bankroll Management

Kann man trotz Bankroll Management Bankrott gehen?

Klar. Bankroll Management setzt schließlich voraus, dass Du auch regelmäßig Gewinne einfährst. Wenn Du keine Ahnung vom Poker hast, trotzdem mit Echtgeld spielst und am Ende dein Guthaben aufgebraucht ist, hätte auch kein Bankroll Management geholfen.

Wie kann man das Risiko eines Bankrott trotzdem eindämmen?

Im Idealfall gewinnst Du öfter als Du verlierst. Eigentlich trivial. Gleichzeitig setzt Du auf ein eher konservatives Bankroll Management. So lässt sich das Risiko deutlich eindämmen. Wenn Du aber wie der erste Mensch Poker spielst, hilft auch das nicht viel.

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Wie oft sollte man auscashen?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Je nach Bankroll Management könnte man von der Faustformel „Winrate auf 100 Hände/2“ ausgehen. Je weniger Du auscahst, umso besser für dein Bankroll Management. Auf der anderen Seite spielst Du schließlich deshalb, weil Du etwas gewinnen willst. Es ist daher wichtig, nicht immer nur einen festen Betrag auszuzahlen, sondern diesen Wert regelmäßig anhand deiner Winrate und deines Restguthabens zu berechnen.

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Wieso sollten auch Hobbyspieler ein Bankroll Management nutzen?

Wenn Du nur so zum Spaß pokerst und bereit bist, dafür auch monatlich einen bestimmten Betrag zu investieren, dann wirst Du ein etwas lockeres Bankroll Management betreiben können. An ein minimales Management solltest Du dich trotzdem halten, da dir dieses immer auch Auskunft gibt, an welchen Limits Du im Idealfall Platz nimmst und welche Limits außerhalb deines Bereichs liegen.

Wie kann man sich das Bankroll Management vereinfachen?

In dem Du eine Excel-Liste über die monatlichen Pokereinnahmen und Ausgaben führst. In dieser Liste kannst Du auch Formeln anlegen, die anhand deines aktuellen Guthabens genau anzeigen, welche Limits aktuell Sinn machen und wann Du wieder ab oder aufsteigst.

Fazit: Ohne Bankroll Management ist ein Bankrott garantiert

Als Pokerspieler solltest Du nicht darauf verzichten, dir ein Bankroll Management zuzulegen. Selbst dann, wenn Du wirklich nur zum Spaß und als Hobby Poker spielst. Wenn Du vorhast, mit dem Poker regelmäßig Geld zu verdienen oder eventuell sogar in die Bracelett-Profi-Liga aufzusteigen, wirst Du dir ein ganz persönliches Bankroll Management zulegen müssen, dass zu dir und deinem Spiel passt. Das heißt, die drei vorgestellten Typen und die darin vorgegebenen Buy-In-Werte sind lediglich Orientierungshilfen, die Du deinem persönlichen Spiel anpassen kannst. Wenn Du auf ein Bankroll Management verzichtest, wirst Du über kurz oder lang den Überblick verlieren, in den falschen Limits spielen und am Ende des Tages  dein Geld verspielt haben. Spar dir das und wähle ein passendes Bankroll Management noch vor deinem ersten Spiel mit Echtgeld.

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Über den Autor: Matthias Bösel

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Autor: Matthias Bösel

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