Sterbegeldversicherung

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Sterbegeldversicherung

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Unser Tipp - Die besten Sterbegeld Angebote

Sterbegeldversicherungen bieten eine kostengünstige Möglichkeit, Hinterbliebene gegen den eigenen Tod abzusichern. Im Gegensatz zu anderen Lebensversicherungen übernimmt die Police dabei allerdings ausschließlich die Kosten, die für die Bestattung an sich fällig werden. Hingegen wird ausdrücklich kein Kapital innerhalb der Police aufgebaut.

Das Wichtigste im Überblick

  • Sterbegeldversicherung ist deutlich günstiger als Kapitallebensversicherung und Risikolebensversicherung
  • Es werden allerdings nur die Bestattungskosten übernommen
  • Viele Anbieter sehr teuer
  • Sparen eine oftmals sinnvolle Alternative auch für Geringverdiener

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Was ist der Unterschied zu einer Kapitallebensversicherung?

Auf dem Markt existieren verschiedene Arten von Versicherungen, die im Falle eines Todes Geld an Hinterbliebene ausbezahlen. Dabei ist grundsätzlich zwischen drei Policen zu unterscheiden:

    1. Kapitallebensversicherung
    2. Die Police dient nicht nur der Absicherung, sondern ist gleichzeitig ein Anlageprodukt.

Das Grundprinzip:

    Bis zur Rente zahlen Berufstätige monatlich einen bestimmten Betrag in die Police ein, der von der Versicherungsgesellschaft angelegt wird. Mit dem Eintritt ins Rentenalter erhält der Sparer den bis dahin angesparten Betrag vollständig ausbezahlt. Sollte es vorher zum Todesfall kommen, zahlt die Versicherung eine vorher festgelegte Summe an die Hinterbliebenen aus. Diese ist in der Regel höher als das bis dato angesparte Kapital.

  1. Risikolebensversicherung
  2. Bei der Risikolebensversicherung wird hingegen kein Kapital aufgebaut. Die Police schützt ausschließlich vor dem Todesfall des Versicherten, zahlt dann aber auch einen festen Betrag an Hinterbliebene. Diese Versicherungssumme soll dazu dienen, die wirtschaftlichen Folgen des Ablebens für die Hinterbliebenen so gering wie möglich zu halten.

  3. Sterbegeldversicherung
  4. Im Rahmen der Sterbegeldversicherung wird ebenfalls keinerlei Kapital aufgebaut, weshalb die Police nur im Todesfall greift. Ziel ist es allerdings nicht, Hinterbliebene finanziell komplett abzusichern. Vielmehr wird die Versicherungssumme so gewählt, dass ausschließlich die Bestattungskosten übernommen werden.

Damit handelt es sich bei der Sterbegeldversicherung praktisch um eine Police, die abgeschlossen wird, um den eigenen Kindern durch den Tod nicht finanziell zur Last zu fallen. Gerade wenn kein wirkliches Erbe vorhanden ist, nutzen ältere Personen diese Möglichkeit. 

Ablauf der Versicherung

Ein Vorteil gegenüber vielen anderen Versicherungen besteht bei der Sterbegeldversicherung darin, dass es sich um ein einfach zu verstehendes Produkt handelt. Der Ablauf ist schnell erklärt:

  1. Zu Lebzeiten wählt der Versicherte eine bestimmte Summe aus, die beim Ableben an die Hinterbliebenen ausbezahlt wird. Dieser Betrag liegt in der Regel bei einigen tausend Euro.
  2. Anders als bei anderen Lebensversicherungen gilt der Versicherungsschutz tatsächlich bis zum Lebensende und nicht nur bis zum Eintritt ins Rentenalter. Auch wer bereits Rentner ist, kann die Versicherung abschließen.
  3. Zu Lebzeiten zahlt der Versicherte eine monatliche Gebühr an die Versicherung, deren Höhe sich an der Versicherungssumme bemisst.
  4. Kommt es dann zum Todesfall, reichen die Hinterbliebenen einen Totenschein bei der Versicherung ein. Binnen weniger Tage überweist diese den Versicherungsbetrag, so dass alle Kosten schnell gedeckt sind.

Für den Abschluss der Versicherung müssen Versicherungsnehmer in der Regel nur persönliche Daten wie etwa das Alter oder ihre Anschrift angeben. Ein Gesundheitscheck ist nicht bei allen Versicherungen erforderlich, wird aber von einigen Unternehmen gefordert. Allerdings gibt es bei Tarifen ohne den Check eine Wartezeit von rund 6 bis 36 Monaten. Verstirbt der Versicherte innerhalb dieser Zeitspanne, so erhalten die Hinterbliebenen nur die bis zu diesem Zeitpunkt gezahlten Beiträge.

 

Sterbegeldversicherung
Bei einigen Anbietern ist kein Gesundheits-Check für einen Versicherungsabschluss notwendig

 

So findest Du den richtigen Anbieter für die Sterbegeldversicherung

Auf dem Markt für Sterbegeldversicherungen findet sich eine Vielzahl von Anbietern. Es wird daher dringend empfohlen, einen Vergleichsrechner für die Auswahl des passenden Unternehmens zu finden. Wichtig ist, die genaue Höhe der Versicherungssumme angemessen zu wählen. Grundsätzlich kommen auf die Hinterbliebenen durch den Todesfall folgende Kosten zu:

  • Friedhofsgebühren: 1.700 Euro
  • Bestatterleistung: 1.800 Euro
  • Steinmetz: 2.500 Euro
  • Trauerfeier: 700 Euro
  • Gärtnerleistung: 500 Euro

Insgesamt belaufen sich die Kosten damit auf rund 7.200 Euro. Handelt es sich nicht um eine Erdbestattung, sondern eine Feuerbestattung, kann mit einer Reduktion von rund 1.000 Euro kalkuliert werden

Wichtig

In vielen Fällen kommen noch Kosten für den Notar hinzu, der das Testament verwaltet oder andere Beglaubigungen ausstellt. Dadurch kann der angegebene Betrag um einige hundert Euro auf 7.500 bis 8.000 Euro ansteigen. Laut der Stiftung Warentest sind Versicherungsnehmer mit diesem Wert auf der sicheren Seite.

Welche Alternativen bieten sich zur Sterbegeldversicherung?

Die Sterbegeldversicherung ist nicht die einzige Möglichkeit, Hinterbliebene gegen die Kosten der Bestattung abzusichern. Je nach Alter und gesundheitlicher Situation ergeben sich folgende Alternativen:

    • Sparen
    • Besonders für Personen, die kurz vor der Rente stehen oder diese erst wenige Jahre beziehen, lohnt sich dieses Modell.

Der Grund:

    • Wer die Versicherung abschließen möchte, zahlt einen Monatsbeitrag in diese ein. Dieser Betrag kann aber auch ganz einfach in einen Sparplan fließen, der obendrein noch verzinst wird. Dabei eignen sich vor allem festverzinsliche Pläne, weil Aktieninvestitionen kurzfristig Wertschwankungen ausgesetzt sind.

    • Risikolebensversicherung
    • Auch bei der Risikolebensversicherung können schon vergleichsweise kleine Versicherungssummen gewählt werden. Darüber hinaus kann die Versicherungssumme flexibel nach oben hin angepasst werden, so dass die Hinterbliebenen weiter abgesichert werden.

Aber:

    Der Abschluss ist meist nur bis zum 60. oder maximal 65. Lebensjahr möglich. Darüber hinaus wird es für Versicherte teuer

Zu beachten gilt es, dass der Abschluss der Sterbegeldversicherung nicht gerade günstig ist. Gerade bei älteren Personen sind die Monatsraten hoch, so dass sich die Versicherung hinterher nicht rentiert. Wer ohnehin über Vermögen – beispielsweise in Form einer Immobilie oder Festgeld – verfügt, sollte sich Kosten und Nutzen genau ausrechnen. Auch wenn die eigenen Kinder ohnehin finanziell gut aufgestellt sind, liefert die Sterbegeldversicherung nicht immer einen Mehrwert.

 

Sterbegeldversicherung Alternativen
Es gibt diverse Alternativen zur Sterbegeldversicherung

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Sterbegeldversicherung – Beispiel aus der Praxis

Ein einfaches Rechenbeispiel soll veranschaulichen, wann sich der Abschluss einer Sterbegeldversicherung lohnt und in welchen Fällen das Sparen sinnvoller ist. Folgende Police soll abgeschlossen werden:

  • Versicherungssumme: 7.500 Euro
  • Alter des Versicherungsnehmers: 70 Jahre
  • Gesundheitscheck: Nein
  • Beitragsfrei: Ab 85 Jahren

Preislich würde diese Versicherung je nach Anbieter und Zusatzleistungen (Wartezeit, doppelte Leistung im Falle eines Unfalls etc.) bei rund 70 Euro pro Monat liegen. 

Angenommen, der Versicherungsnehmer lebt sehr lange und wird stolze 90 Jahre alt. Dann zahlt er den Monatsbeitrag insgesamt 15 Jahre lang, denn ab dem 85. Lebensjahr verzichten gute Versicherungsgesellschaften auf die Zahlungen. Bis zu diesem Zeitpunkt hat der Versicherte insgesamt 12.600 Euro in die Police eingezahlt. Geleistet wird trotzdem nur die Summe von 7.500 Euro. 

Alternativ hätte er die Beiträge auch monatlich in einen festverzinslichen Sparplan investieren können. Als Vergleichswert sei von einem Kapitalzins von 1 Prozent pro Jahr ausgegangen. Bei einer jährlichen Verzinsung wäre insgesamt ein Kapital von 19.420,90 Euro bis zum 85. Lebensjahr angespart worden. In den fünf Folgejahren bis zum Tod erfolgen zwar keine Einzahlungen mehr in den Plan, die Verzinsung läuft aber weiter. Das Ergebnis: Ein angespartes Kapital von 20.411,56 Euro, also fast das Dreifache der Versicherungssumme. 

Lohnenswert ist der Abschluss der Versicherung nur dann, wenn der Versicherte innerhalb der ersten 6 Jahre nach Vertragsbeginn verstirbt. Genau nach 6,06 Jahren hätte der Sparplan einen Wert von 7.500 Euro und damit die Versicherungssumme erreicht

Für wen ist eine Sterbegeldversicherung sinnvoll?

Sterbegeldversicherungen richten sich generell an Personen, die ihre Hinterbliebenen vor den Kosten der eigenen Bestattung schützen möchten. Ist dies nicht bereits durch das Erbe an sich gewährleistet, kann die Versicherung Abhilfe schaffen. Allerdings sind die Policen im Unterhalt recht teuer. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Versicherten noch einige Jahre zu leben haben. Wie die Beispielrechnung zeigt, ergibt sich dann meist schnell ein finanzieller Vorteil durch die Anlage des Kapitals. Wer sich für die Sterbegeldversicherung entscheidet, sieht sich daher oft der folgenden Lebenssituation konfrontiert:

  • Kein oder kaum eigenes Vermögen
  • Auch die Hinterbliebenen sind nicht liquide
  • Ein baldiges Ableben ist wahrscheinlich

Ausnahme: Es gibt Personen, die selbst keine Kinder haben oder sich mit diesen nicht gut verstehen. Dennoch wünschen sich viele dieser Menschen, dass die eigene Beerdigung gut organisiert ist und dem eigenen Glauben nach abläuft. In diesen Fällen kann es sinnvoll sein, eine Sterbegeldversicherung abzuschließen und beispielsweise ein Bestattungsunternehmen als Begünstigten einzusetzen. Mit diesem Unternehmen wird dann bereits im Vorfeld genau geklärt, welche Rituale bei der Beerdigung vollzogen werden sollen. Auch die Auswahl des Beisetzungsortes ist möglich. Kosten lassen sich dabei genau kalkulieren, so dass die Versicherungssumme beim Vertragsabschluss entsprechend angepasst wird. 

Sterbegeldversicherung – Ist der Abschluss wirklich sinnvoll?

Eine Sterbegeldversicherung ist eine Unterart der Lebensversicherung. Anders als bei der Kapitallebensversicherung wird hier jedoch kein Vermögen aufgebaut, denn die Police haftet ausschließlich im Todesfall. Im Gegensatz zur Risikolebensversicherung werden die Hinterbliebenen nicht grundsätzlich finanziell abgesichert, sondern ausschließlich die Bestattungskosten übernommen. Hierbei handelt es sich um Beträge zwischen 7.000 und 8.000 Euro – je nach Bestattungsart und möglichen Notarkosten

Sinnvoll ist der Abschluss einer solchen Police allerdings nur in bestimmten Fällen. Denn meist sind die monatlichen Beiträge so hoch, dass eine Investition in festverzinsliche Sparpläne rentabler ist. Wie das Praxisbeispiel zeigt, wird die Versicherungssumme so schon nach wenigen Jahren erreicht. Wer allerdings weiß, dass der Tod naht und nur über wenig eigenes Vermögen verfügt, kann durchaus auf eine solche Police zurückgreifen. Auch wenn es praktisch keine Hinterbliebenen gibt, kann durch die Versicherung bereits die eigene Beerdigung geplant werden. Mit einem Bestattungsunternehmen, das gleichzeitig der Begünstigte der Versicherung ist, wird dann ein entsprechender Vertrag geschlossen. 

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Bilderquellen: – © gpointstudio – Fotolia.com #49870597 – © grafikplusfoto – Fotolia.com #82094834

Über den Autor: Christian Habeck

Christian Habeck handelt seit mehreren Jahren aktiv an der Börse. Hierbei bevorzugt er die technische Analyse. Darüber hinaus ist er Technik- und Sportbegeistert und betätigt sich leidenschaftlich gern als Autor.

Autor: Christian Habeck

Christian Habeck ist leiden- schaftlicher Autor & seit Jahren an der Börse aktiv, sein besonderes Interesse gilt der technische Analyse.

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