Tagesgeld oder Festgeld? | Vor- & Nachteile 2018

Tagesgeld oder Festgeld: Worauf kommt es an?

  • Qomparo Ratgeber: tagesgeld

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icon_LupeWer sein Geld zinsbringend und damit gewinnbringend anlegen möchte, hat mittlerweile viele Möglichkeiten. Aktienhandel, Sparbuch, Tagesgeld, Festgeld oder doch lieber Bausparen? Sicherheit versus Rendite? Am liebsten höchste Erträge bei maximaler Sicherheit – ist das überhaupt möglich? Tagesgeld- und Festgeldeinlagen bieten ein Höchstmaß an Sicherheit, zumindest bis zu einem Betrag von 100.000 Euro dank der Einlagensicherung durch den Gesetzgeber. Worin besteht aber der Unterschied und worauf kommt es an? Erfahre mehr zum Thema Tagesgeld und Festgeld auf dieser Seite von Qomparo.

Alle wichtigen Informationen auf einen Blick

  • Sparziele festlegen: Freie Verfügbarkeit versus Zinssicherheit
  • Garantierte Einlagensicherung bis 100.000 Euro
  • Gebührenfreie Kontoeröffnung und Kontoführung
  • Angebote miteinander vergleichen und Zinsentwicklung beobachten

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Wie funktioniert das Anlegen von Festgeld?

icon_einstellungenAufgrund des durch die Europäische Zentralbank (EZB) deutlich gesenkten Leizinssatzes fragen sich viele Verbraucher, ob es sich überhaupt noch lohnt, Geld verzinslich anzulegen. Da die Verzinsung von Guthaben bei Tagesgeldeinlagen in der Regel variabel ist und sich stets an dem Leitzinssatz der EZB orientiert, können sich Anleger langfristig kein Bild ihrer zu erwartenden Rendite machen. Die Zinsen können jederzeit nach unten oder nach oben variieren. Hier lohnt sich ein Blick auf Festgeldanlagen:

Bei Abschluss einer Festgeldanlage werden die Laufzeit und die Guthabenverzinsung von vornherein festgelegt. Eine Senkung des Zinssatzes und damit verbundene Renditeeinbußen während der vereinbarten Laufzeit sind somit ausgeschlossen. Aber wie funktioniert nun eine Festgeldanlage?

Die Laufzeiten von Festgeldanlagen liegen zwischen wenigen Monaten und mehreren Jahren. Diese werden vor Abschluss eines Vertrages gemeinsam mit der Bank festgelegt. Wie lang die Geldanlage laufen soll, ist unter anderem auch vom aktuellen Zinsniveau und der künftigen Zinsentwicklung abhängig. Außerdem ist es wichtig, zu bedenken, dass nicht jederzeit auf das angelegte Geld zurückgegriffen werden kann. Erst nach Beendigung der Laufzeit ist es möglich, wieder über den Anlagebetrag zu verfügen. Deshalb sollte die festangelegte Summe während der gesamten Anlagedauer nicht für Ausgaben gebraucht werden. Eine vorzeitige Kündigung des Festgeldkontos wäre so auch mit einem Renditeverlust verbunden.

Bevor du dich für ein Festgeldkonto entscheidest, ist selbstverständlich wichtig, dass du dich über die unterschiedlichen Konditionen der einzelnen Anbieter informierst. Manche Anbieter verlangen eine Mindesteinlage von 500 bis 2.500 Euro oder mehr, andere wiederum knüpfen ihre Bedingungen an keine Mindesteinlage. Ähnlich verhält es sich auch mit der Guthabenverzinsung, die von geringen 0,20 Prozent bis hin zu recht hohen vier Prozent reichen kann.

Tagesgeld oder Festgeld

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Je länger du die Laufzeit deines Festgeldes wählst, desto höher sind auch deine Zinsen

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Wie du sehen kannst, steigt bei einer längeren Laufzeit auch die Rendite. Durch die gesetzliche Einlagensicherung ist das Guthaben bis zu einem Betrag von 100.000 Euro geschützt. Die Einlagensicherung besagt, dass – sollte eine Bank zahlungsunfähig werden – die angelegten Gelder bis zu einer Summe in Höhe von 100.000 Euro geschützt sind. Für die darüber hinausgehenden Beträge sollte die Bank individuell angesprochen und über den Einlageschutz verhandelt werden.

Für die Eröffnung eines Festgeldkontos gehst du folgendermaßen vor:

icon_PuzzleIn einem ersten Schritt kannst du dir den Antrag für ein Festgeldkonto ausdrucken und diesen mit deinen persönlichen Daten ausfüllen. Wichtige Angaben sind darüber hinaus die Laufzeit, der Anlagebetrag, das Verrechnungskonto sowie der Beginn der Laufzeit. Gleichzeitig solltest du den Freistellungsauftrag ausfüllen und unterzeichnen, damit die Zinsbeträge nicht sofort im Zuge der Abgeltungssteuer an das Finanzamt über die Bank abgegeben werden müssen. Die Formulare für die Kontoeröffnung kannst du dir selbstverständlich auch durch die Bank übersenden lassen.

Hast du alle Unterlagen ausgefüllt, sind diese auszudrucken und zu unterzeichnen. Den PostIdent‑Coupon solltest du dir ebenfalls ausdrucken und dich bei einer Filiale der Deutschen Post ausweisen und dir über einen Mitarbeiter deine Identität schriftlich bestätigen lassen. Hierfür benötigst du nur deinen gültigen Personalausweis oder Reisepass. Der Mitarbeiter der Deutschen Post wird diese Bestätigung unmittelbar der jeweiligen Bank übersenden.

Alle anderen Unterlagen zur Kontoeröffnung versendest du ebenfalls an die Bank. Nach der Bearbeitung deines Antrages zur Kontoeröffnung wird dir eine Bestätigung mit allen wichtigen Angaben zur Kontoeröffnung zugehen. Die vereinbarte Anlagesumme wird dann von deinem angegebenen Verrechnungskonto abgebucht und auf das Festgeldkonto eingezahlt. Bis zum Laufzeitende wird dieser Betrag vereinbarungsgemäß verzinst.

Letztlich ist es noch wichtig, dass du das Ende der Laufzeit nicht aus den Augen verlierst, da manche Konten einer schriftlichen Kündigung bedürfen. Dies kannst du aber deinen Vertragsunterlagen entnehmen. Wird das Festgeldkonto nicht ordnungsgemäß gekündigt, ist es möglich, dass sich Laufzeiten automatisch verlängern.

Hinweis

Im Gegensatz zu Tagesgeldkonten ist der Zinssatz bei Festgeldkonten festgeschrieben und bietet somit eine Garantie der Guthabenverzinsung über die gesamte Laufzeit. Gleichzeitig bedeutet es auch, dass Renditeeinbußen durch eine plötzliche Leitzinssenkung durch die EZB ausgeschlossen werden können. So ist es dir möglich, einen garantierten Zinsertrag bereits im Vorfeld zu berechnen. Die beste und höchste Rendite erhältst du nach Laufzeitende, so dass es sinnvoll ist, für eine Festgeldanlage Gelder zu verwenden, die du über die gesamte Laufzeit nicht benötigst.

Tagesgeld oder Festgeld – Worin besteht der Unterschied?

Tagesgeld- und Festgeldanlagen unterscheiden sich in einigen wesentlichen Punkten:

Laufzeit

Bei einem Tagesgeldkonto sind Laufzeiten nicht vorgegeben und daher sehr flexibel in der Nutzungsdauer und Kündigung. Festgeldkonten sind für eine zuvor vereinbarte Laufzeit festgeschrieben, die in der Regel zwischen drei Monaten und zehn Jahren liegt.

Verfügbarkeit

Der Anlagebetrag kann bei Festgeldkonten weder erhöht noch gemindert werden. Im Gegensatz zu Tagesgeldkonten ist eine Verfügung über das Guthaben während der gesamten Laufzeit nicht möglich. Ein- und Auszahlungen sind bei Tagesgeldkonten jederzeit möglich.

Guthabenverzinsung

Über die gesamte Laufzeit eines Festgeldkontos besteht der vereinbarte Zinssatz und ist demnach unveränderlich. Tagesgeldzinsen hingegen können täglich nach unten oder oben variieren. Aufgrund der Laufzeitfestsetzung sind die Zinsen im Allgemeinen bei Festgeldanlagen höher als bei Tagesgeldkonten – dementsprechend auch garantiert über die gesamte Laufzeit.

Zinsausschüttung

Zinsen bei Festgeldkonten werden in der Regel einmalig pro Jahr ausgeschüttet, während bei Tagesgeldanlagen eine Zinsgutschrift monatlich, quartalsweise oder jährlich erfolgen kann.

Mindest- und Höchsteinlagen

Gewöhnlich verlangen Banken bei Tagesgeldkonten keine Mindesteinlagen. Werden diese dennoch als Bedingung für die Kontoeröffnung genannt, sind sie oftmals an spezielle Sonderkonditionen geknüpft, wie etwa höhere Verzinsungen. Begrenzt sind diese Konten oftmals durch Höchsteinlagen, die von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich ausfallen können. Festgeldkonten hingegen fordern häufig eine Einlage von mindestens 2.500 Euro.

Tipp

Bevor du dich für eine Geldanlage in Form von Tages- oder Festgeld entscheidest, solltest du deine persönlichen Sparziele festlegen. Möchtest du frei und jederzeit über dein Guthaben verfügen oder ist dir ein über die Laufzeit festgeschriebener höherer Zinssatz wichtiger? Eine garantierte gesetzliche Einlagensicherung bieten dir beide Geldanlagen. Bei einer Festgeldanlage solltest du dir noch darüber im Klaren sein, dass sich diese am meisten lohnt, je länger sie läuft und eine vorzeitige Kündigung häufig mit Zinsverlusten einhergeht.

Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile Tagesgeld

  • attraktive Guthabenverzinsung
  • hohe Sicherheit durch gesetzliche Einlagensicherung
  • tägliche Verfügbarkeit
  • keine Kündigungsfristen
  • keine Gebühren
  • Erhöhung und Minderung der Anlagesumme
  • Einlagensicherung

Nachteile Tagesgeld

  • variable Guthabenverzinsung
  • oftmals Einlagenbeschränkung (Höchsteinlagengrenze)
  • keine alltäglichen Zahlungsvorgänge möglich

Vorteile Festgeld

  • höhere Guthabenverzinsung gegenüber Tagesgeld
  • garantierter Festzins bei Niedrigzinsphase
  • keine Gebühren
  • Auswahl unterschiedlicher Laufzeiten
  • Einlagensicherung

Nachteile Festgeld

  • garantierter Festzins auch bei Hochzinsphase
  • Mindesteinlagesumme
  • festgeschriebene Anlagesumme
  • Renditeverluste bei vorzeitiger Kündigung
Hinweis

Für welche Anlageform du dich auch entscheidest, hängt auch immer von deiner Persönlichkeit ab. Bist du in Sachen Finanzen eher der vorsichtige oder der risikobereite Anlegertyp? Eine sehr sichere Anlageform bieten letztlich beide. Welchen Nutzen du dir von deiner Geldanlage versprichst und welche Sparziele du hast, solltest du generell in deine Überlegungen mit einfließen lassen.

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Bilderquellen:
http://www.vtbdirekt.de/de/Produkte/Festgeld/?partnerId=financequality&s_id=20057&fsid=54688ff9037fd89e7c0000e0
http://www.moneyou.de/festgeld/zinsen-konditionen.aspx

Über den Autor: Tilman Weigel

Der Ökonom, Dozent und Wirtschaftsjournalist Tilman Weigel hat für Spiegel Online, manager-magazin.de und die Süddeutsche Zeitung gearbeitet und befasst sich vor allem mit Finanz- und Verbraucherthemen.

Autor: Tilman Weigel

Tilman Weigel befasst sich mit Finanz- und Verbraucherthemen und arbeitete bereits für Spiegel Online, Süddeutsche Zeitung etc.

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