ReaCapital

Die Hamburger Crowdinvesting-Plattform ReaCapital hat ihren Fokus auf die Finanzierung von Immobilienprojekten gelegt und richtet sich auch an Kleinanleger. Betrieben wird die Onlineplattform von der REABIZ Crowd Capital GmbH, die zur REAFINA-Gruppe (einem Immobilienkonzern) gehört.

Die Plattform ReaCapital hat es sich zum Ziel gesetzt, die private Geldanlage umzugestalten, wobei sich das Unternehmen die Renditechancen und Sicherheit des deutschen Immobilienmarkts zunutze machen möchte. Häufig sind Immobilieninvestitionen intransparent und Renditemöglichkeiten werden durch hohe Gebühren beträchtlich geschmälert. ReaCapital glaubt daran, dass die private Anlage in Immobilien unkompliziert, rentabel, transparent und sicherer möglich ist.

Beim sogenannten Crowdinvesting beteiligen sich viele (Klein-)Anleger an einem Projekt, d. h., sie unterstützen die Entwickler des jeweiligen Projekts mit ihrem Kapital. Die Plattform ReaCapital gewährt dieses Kapital als Nachrangdarlehen – ist das Projekt erfolgreich abgeschlossen und die vorher festgelegte Laufzeit vorbei, erhalten die Investoren nicht nur ihre investierten Mittel zurück, sondern in Abhängigkeit vom Projekterfolg auch die vertraglich vereinbarten Zinsen.

Bei ReaCapital können alle geschäftsfähigen Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet und ihren Wohnsitz innerhalb Deutschlands haben (sowie Unternehmen mit Sitz in Deutschland), investieren.

Sollte ein Projekt wider Erwarten nicht erfolgreich sein und die Rendite ausbleiben, haben Anleger die Möglichkeit auf eine Besicherung (ein weiteres Grundstück) aus dem Angebot der REAFINA AG. Für die Geldtransfers ist der Zahlungsdienstleister Secupay AG verantwortlich. Die im Vertrag vereinbarten Bedingungen bezüglich der Auszahlung werden von einem Treuhänder geprüft und an den Darlehensnehmer freigegeben. Die Rückzahlung erfolgt nach Projektabschluss auf dem umgekehrten Weg.

ReaCapital berechnet Anlegern keine Entgelte, sondern erhält für die Vermittlung der Anlageprojekte eine Vermittlungsgebühr von der jeweiligen Projektgesellschaft. Nähere Details hierzu können Interessierte dem Informationsblatt der Vermögensanlagen entnehmen. Den Zins legt nicht ReaCapital fest, sondern der Darlehensnehmer. Das heißt, die Projektgesellschaft bewertet das gesamte Projekt und berücksichtig hierbei unter anderem die aktuellen Marktverhältnisse, die Kapitalstruktur sowie die vertragliche Situation. Aus den verschiedenen Faktoren ergibt sich ein Risikoprofil, von dem sich die offerierten Zinsen ableiten.

Die Mindestinvestition beträgt 250 Euro, wobei Anleger die Summe in 250-Euro-Schritten erhöhen können. Maximal können Anleger 10.000 Euro in ein Projekt investieren. Je nach Rechtsform (GmbH, UG o. Ä.) sind auch höhere Beträge möglich. Anleger sollten stets bedenken, dass die Vermögensanlagen durchaus riskant sind und das investierte Kapital in vollständiger Höhe verloren gehen kann. Die Kapitalanlagen eignen sich nicht zur Altersvorsorge. Allerdings besteht weder eine Nachschusspflicht noch eine Verlustteilnahme. Vor der Investition sollten sich potenzielle Anleger eingehend informieren. Um das Gesamtrisiko zu reduzieren, empfiehlt es sich, die auf ReaCapital verfügbaren Anlagen lediglich als Ergänzung einer Portfoliostrategie zu betrachten.