Stadtwerke Bochum

Die Stadtwerke Bochum GmbH wurde am 13. April 1855 in Bochum gegründet und sind heute als kommunales Unternehmen tätig, das in erster Linie von der Stadt Bochum bzw. von der Ewmr – Energie- und Wasserversorgung Mittleres Ruhrgebiet GmbH verwaltet wird, die ihrerseits ebenfalls zu 57 Prozent im Besitz der Stadt Bochum ist. Die Städten Herne und Witten verwalten die übrigen Anteile der ewmr.

Die Geschichte der Stadtwerke Bochum unter der Lupe

Am 13. April 1855 wurde die Stadt Bochumer Gas-Anstalt in der Gußstahlstraße neben dem Bochumer Verein gegründet. Damit war die Gasanstalt, die sich in der Nähe des heutigen Westparks befindet, die erste Gasanstalt Westfalens. Dementsprechend konnten bereits in den ersten Jahren 150 Haushalte der Stadt sowie 54 Gaslaternen von der Stadt Bochumer Gas-Anstalt mit Energie versorgt. Rund 40 Jahre später, im Jahre 1892 wurde in der Nähe des Bochumer Rathauses das erste Elektrizitätswerk gebaut, mit dem zunächst das Rathaus und einige wenige Haushalte auch mit Strom beliefert wurden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Verwaltung der Stadtwerke nahe des neben Hauptbahnhofes gesammelt. Die Entwürfe für das Stadtwerkehochhaus, in welches die Bochumer Stadtwerke umziehen sollten, wurden im Jahre 1952 vom Architekten Ferdinand Keilmann aus dem städtischen Hochbauamt gezeichnet. Erst im Dezember 2006 wurde daraufhin von den Stadtwerken Bochum ein neues Verwaltungsgebäude bezogen. Diese ist 56 Meter hoch, beherbergt 16 Etagen und 5 Flachgeschosse und bietet Platz auf einer Bruttogeschossfläche von 21.300 Quadratmetern. Die Architekten Gatermann + Schossig sowie der Generalunternehmer Walter Bau AG statteten das Haus darüber hinaus mit einem Niedrigenergiestandard aus, von dem aus der Anbieter von Strom, Gas und Fernwärme heute mit guten Beispiel vorangehen kann.