Stadtwerke Flensburg

Die Stadtwerke Flensburg versorgen mittlerweile über 200.000 Kunden mit Strom und auch die Versorgung mit Wasser und Fernwärme durch die Stadtwerke Flensburg ist bundesweit möglich. In Flensburg, Harrislee und Glücksburg sind die Stadtwerke Flensburg dabei auch als Grundversorger für die Stromversorgung von 55.000 Haushalten und Unternehmen mit Strom verantwortlich. Der Strom wird dabei im eigenen Kraftwerk des Unternehmens in Kraft-Wärme-Kopplung an der Flensburger Förde produziert. Dabei können die Verbraucher im Flensburger Netzgebiet seit Mitte 2012 von atomstromfreier Energie profitieren.

Die ersten Schritte machten die Stadtwerke Flensburg im 19. Jahrhundert

Die Gasversorgung begann in Flensburg im Jahre 1854 und 1881 wurde in Flensburg auch mit der zentralen Wasserversorgung begonnen. Hierfür erfolgte zwischen 1894 und 1913 die Inbetriebnahme des Wasserbads Ostseebad – währenddessen wurde die Gaserzeugung von Kohlengas aus dem Gaswerk in der Gasstraße in das Gaswerk in der Batteriestraße umgelegt. 1963 wurde schließlich auf Butangaserzeugung umgestellt und 1982 wurde die alte Stadtgasversorgung stillgelegt, woraufhin 1988 eine Erdgasversorgung der einzelnen Industriekunden erfolgte. Die Elektrizitätsversorgung begann in Flensburg im Jahre 1894 mit dem Gleichstrom-Elektrizitätswerk, das sich in der Karlstraße befand. 1913 wurde daraufhin das heutige Kraftwerk am Strandweg in Betrieb genommen und seit 1928 arbeitet das Flensburger Kraftwerk mit dem Dänischen Kraftwerk in Apenrade zusammen. Zwischen 1969 und 1971 wurde das Flensburger Kraftwerk zu einem Heizkraftwerk umgerüstet, woraufhin in den folgenden Jahren auch das Fernwärmenetz weiter ausgebaut wurde.

Die Stadtwerke Flensburg in der Gegenwart

2013 wurde am Standort Batteriestraße ein Elektroden-Heißwasserkessel von den Stadtwerken Flensburg in Betrieb genommen, der eine thermische Leistung von 30 MW mitbringt. Dieser Heißwasserkessel unterstützt die Erzeugung von Windenergie nach dem Power-to-Heat-Prinzip. Während Sturmphasen müssen jedoch insbesondere im Norden Schleswig-Holsteins die Windkraftanlagen gedrosselt oder gar komplett vom Netz genommen werden, da die Kapazitäten des Stromnetzes nicht ausreichend sin. Etwa 0,4 Prozent der Gesamtwindstromeinspeisung konnte in 2010 nicht eingespeist werden. Durch das „Verheizen“ des Stroms soll sich jedoch die Zwangsabschaltung von Windkraftanlagen künftig reduzieren lassen.