IN KREDITE VON PRIVATPERSONEN INVESTIEREN – ERFAHRUNGEN UND VERGLEICH!

Schon seit einigen Jahren haben private Investoren die Möglichkeit, ihr Geld nicht mehr nur in Aktien, Anleihen, Fonds oder andere herkömmliche Finanzinstrumente zu investieren. Mit P2P-Krediten kann das eigene Portfolio noch stärker diversifiziert werden. Als Kreditnehmer fungieren hierbei jedoch längst nicht mehr nur Privatpersonen, auch Unternehmen beschaffen sich über die Plattformen Fremdkapital.

Aufgrund der stetig wachsenden Nachfrage nach Investitionsmöglichkeiten in Kredite gibt es mittlerweile zahlreiche Anbieter, die derartige Leistungen offerieren. Zwischen den Plattformen gibt es große Unterschiede in Bezug auf die Kosten, mögliche Renditen, Bonitätsprüfungen der Kreditnehmer und andere Serviceleistungen. Aus diesem Grund ist es für Anleger essenziell, sich vor der Kontoeröffnung intensiv mit den einzelnen Unternehmen zu beschäftigen und einen ausführlichen Vergleich durchzuführen.

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  • auxmoney

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Warum sollte ich überhaupt in P2P-Kredite investieren?

Zunächst sollten Anleger entscheiden, ob sich für sie persönlich ein Investment in P2P-Kredite überhaupt lohnt. Dabei sprechen folgende Aspekte grundsätzlich für die Investition:

  • Diversifikation: Mit Darlehen können Anleger ein ganz neues Finanzinstrument in ihr persönliches Portfolio aufnehmen, das bisher institutionellen Anlegern wie Banken vorbehalten war. Durch die Investition ist es möglich, das eigene Portfolio noch stärker zu diversifizieren und langfristig höhere Renditen zu erzielen.
  • Rückzahlung: Ein großer Vorteil von Krediten besteht aus Sicht des Anlegers darin, dass die Darlehen konstant in monatlichen Raten getilgt werden. Dadurch erhält der Investor jeden Monat einen Teil seines Investments inklusive Zinsen zurück. Dieses Kapital kann dazu genutzt werden, um direkt weitere Investitionen durchzuführen.
  • Zinserträge: Anders als Aktien werfen Kredite feste Zinserträge ab, die keinen Schwankungen unterliegen. Es kann – unter Berücksichtigung von Ausfallrisiken – fest mit bestimmten Einnahmen kalkuliert werden.

Mögliche Renditen von Investitionen in P2P-Kredite

Aus Anlegersicht sollten die Zinsen immer das zentrale Entscheidungskriterium bei einer Investitionsentscheidung darstellen. Zwischen den einzelnen Plattformen existieren dabei durchaus Unterschiede, die sich vor allem aufgrund der Kosten ergeben. Zudem beeinflussen auch die Ausfallwahrscheinlichkeiten von Darlehen die Rendite, die der Anleger letztlich durch ein Investment erzielt. Besonders zu beachten gilt es, dass es verschiedene Kostenmodelle gibt, die Investoren unbedingt kennen sollten:

  • Vorzahlung: Wird dieses Modell verwendet, so zahlen Anleger einen bestimmten Anteil der Investitionssumme bereits im Voraus an die jeweilige Kreditplattform. Liegen die Kosten beispielsweise bei 1 Prozent und investiert der Anleger 1.000 Euro, gehen 10 Euro davon an den Finanzdienstleister.
  • Anteilig an der Rückzahlung: Gängig sind auch Abrechnungsmodelle, die einen gewissen Anteil an jeder geleisteten Rückzahlungsrate einfordern. Der Vorteil für Anleger besteht darin, dass der Finanzdienstleister hierdurch direkt am Risiko eines Zahlungsausfalls beteiligt wird. Denn wenn der Kreditnehmer keine monatlichen Raten mehr überweisen kann, so verlangt der P2P-Anbieter dann auch keine Gebühr mehr.
  • Anteil an der Rendite: Ähnlich sind Modelle, bei denen der Anbieter einen Teil der Rendite erhält. Auch hier ist der Kreditvermittler wieder direkt am Kreditausfallrisiko beteiligt.

Positiv fällt auch auf, wie transparent praktisch alle seriösen Kreditplattformen mit den Zinsen umgehen. In der Regel finden Anleger auf der Homepage bzw. in unabhängigen Testberichten Informationen über die angestrebten Renditen in bestimmten Risikoklassen. So lassen sich durchaus Vergleiche herstellen, denn die Einordnung in verschiedene Bonitätsklassen erfolgt häufig auf Basis derselben Grundlagen.

Wer sein Kapital breit auf eine Vielzahl von Krediten verteilt, kann in moderaten Risikoklassen durchaus mit Bruttorenditen zwischen 3 und 6 Prozent kalkulieren. Das sind in der Regel höhere Erträge als vergleichbare Unternehmensanleihen erzielen würden. Zudem sind auch Investitionen in relativ risikoreiche Kredite möglich, die Erträge von bis zu 15 Prozent erwirtschaften können. Gleichzeitig steigt dann jedoch auch das Risiko von Zahlungsausfällen, was vom Investor entsprechend einzukalkulieren ist.

Fazit

Das zentrale Entscheidungskriterium bei der Beurteilung von Investitionsmöglichkeiten ist der Zins. Im Falle von Krediten ergeben sich sowohl im recht sicheren als auch im risikoreichen Segment Potenziale für die Geldanlage. Zu beachten gilt es hierbei vor allem, wie hoch die Kosten für das Investment bei den einzelnen Plattformen ausfallen. Weil die Anbieter teils unterschiedliche Kostenmodelle nutzen, sollten diese umfangreich analysiert werden.

Rahmenbedingungen der Investitionen überprüfen

Allerdings sind nicht nur die Kosten und die damit verbundenen Renditen wichtig. Anleger müssen sich mit den Rahmenbedingungen bzw. Konditionen der Investition befassen. Im Falle der Geldanlage in Kredite sind hierbei insbesondere die Rückzahlungsmodalitäten des Kapitals, die Mindestinvestition und die Laufzeiten zu beurteilen. Auch hier gilt wieder, dass es recht große Unterschiede zwischen den Anbietern gibt, weshalb ein Vergleich der Finanzdienstleister unerlässlich ist.

Bezogen auf die Laufzeit ist festzuhalten, dass generell sowohl kurzfristig orientierte als auch langfristige Investments mit P2P-Krediten realisiert werden können. Gängig sind Laufzeiten, die ab 12 oder gar 6 Monaten beginnen. Maximal möglich sind bei einigen Plattformen 60, bei anderen sogar bis zu 84 Monaten Laufzeit. So kann das Kapital ohne großartigen Verwaltungsaufwand möglichst lange angelegt werden.

Einen besonders hohen Stellenwert hat die Mindestinvestition. Denn: Bei Investitionen in P2P-Kredite ist es wichtig, dass Kapital auf eine möglichst hohe Anzahl an Kreditgesuchen zu streuen. Nur so können einzelne Kreditausfälle durch die Erträge der übrigen Darlehen wieder ausgeglichen werden. Begonnen werden kann bei den meisten Plattformen bereits ab einer Investition von nur 25 Euro, was für ein hohes Maß an Flexibilität sorgt. Schließlich könnte ein Investment von nur 1.000 Euro dann bereits auf 40 verschiedene Kreditprojekte gestreut werden.

Hinweis: Bei P2P-Krediten ist es üblich, dass Kreditnehmer die Darlehen jederzeit kostenfrei tilgen können. Dann entgehen dem Anleger Zinsgewinne, er erhält sein komplettes Kapital allerdings in voller Höhe zurück und kann es direkt wieder für weitere Investments verwenden.

Fazit

Die Kreditplattformen bieten für P2P-Darlehen unterschiedliche Modalitäten an. Besonders wichtig ist es dabei, dass die Kreditlaufzeit den eigenen Vorstellungen entspricht. Wer sein Kapital sehr kurzfristig anlegen möchte, sollte entsprechend darauf Wert legen, dass der Anbieter Investitionen ab 6 Monaten ermöglicht. Eine hohe Bedeutung kommt zudem der Mindestinvestition zu. Diese sollte möglichst gering ausfallen, damit Anleger ihr Kapital äußerst breit auf eine ganze Reihe unterschiedlicher Darlehen streuen können.

Prüfungen der Bonität durch den Anbieter

Im Falle der Kreditvergabe kann es zu Zahlungsausfällen kommen. Allerdings ist es für die Kreditplattform möglich, dieses Risiko zu senken. Hierbei kommt die sogenannte Bonitätsprüfung zum Einsatz, die auch von herkömmlichen Banken vor jeder Kreditaufnahme durchgeführt wird. Eine solide Prüfung beinhaltet unter anderem folgende Kriterien:

  • Schufa: Die Wirtschaftsauskunftei Schufa ist eines der wichtigsten Unternehmen in Deutschland, wenn es um die Speicherung und Sammlung von kreditrelevanten Informationen geht. Sofern private Verbraucher ihren Zahlungsverpflichtungen in der Vergangenheit nicht adäquat nachgekommen sind, werden diese Daten bei der Schufa hinterlegt. Durch eine einfache Abfrage kann die Kreditplattform herausfinden, wie die Zahlungsmoral des künftigen Schuldners zu beurteilen ist.
  • Ausschlusskriterien: Viele Kreditplattformen nutzen sogenannte Ausschlusskriterien bei der Annahme von Kreditgesuchen. In der Regel müssen alle Kreditnehmer mindestens 18 Jahre alt sein und über einen Wohnsitz in Deutschland verfügen. Aber auch negative Schufa-Auskünfte gelten bei einigen Anbietern bereits als Ausschlusskriterium.
  • Einkommen: Bei der Vergabe von Darlehen ist das Einkommen eines der entscheidenden Merkmale, wenn die Bonität von Kreditnehmern beurteilt werden soll. Denn mit ihren laufenden Einnahmen begleichen die Kreditnehmer die laufenden Kreditraten.
  • Einordnung in Klassen: Essenziell ist, dass die Kreditplattform eine Einstufung der Bonität von Kreditnehmern vornimmt. Anhand dieser einfachen Klassen sollte es für den Anleger möglich sein, das Verhältnis aus Risiko und Rendite für eine Investition klar zu quantifizieren.

Fazit

Bei der Vergabe von Darlehen sollten Anleger unbedingt darauf achten, dass der jeweilige Kreditmarktplatz eine recht umfangreiche Bonitätsprüfung durchführt. Hierdurch werden spätere Zahlungsausfälle bei den Krediten spürbar reduziert, was sich wiederum positiv auf die Nettorendite auswirkt. Zum Einsatz sollten bei deutschen Plattformen insbesondere Abfragen der Schufa-Auskunft kommen, schließlich speichert die Wirtschaftsauskunftei kreditrelevante Daten von Millionen von Verbrauchern in Deutschland.

Wie wird das Kapital investiert: Manuell oder automatisch?

Bereits angesprochen worden ist, dass die Diversifizierung des Kapitals bei Investitionen in P2P-Kredite von entscheidender Bedeutung ist. Einige Anbieter setzen daher auf automatisierte Tools, mit denen die Geldanlage erfolgen kann. Das Prinzip:

  1. Anleger stellen ein, welchen Investitionsbetrag sie in welche Risikoklasse investieren möchten. Auch die Laufzeit der Anlagen wird in die Software eingetragen.
  2. Anschließend starten Investoren diesen Portfolio-Builder.
  3. Die Software sucht automatisch nach verschiedenen Kreditprojekten, die den Vorgaben des Anlegers entsprechen. Ziel ist es, das Kapital in möglichst viele unterschiedliche Darlehen zu investieren.

In der Regel ist es dabei möglich, die Einstellungen für die Software für mehrere Tage oder Wochen zu konzipieren. Ohne Aufwand – und vor allem ohne Mehrkosten – führt die Kreditplattform damit eigenständige Investitionen durch, bei denen sich der Anleger nur um die grundlegenden Einstellungsmöglichkeiten kümmern muss.

Allerdings gilt auch bei diesem Bewertungskriterium wieder, dass längst nicht alle Anbieter von Kreditmarkplätzen ein solches Tool entwickelt haben. Wer wenig Zeit mit dem eigenen Investment bei gleichzeitig hoher Diversifikation des Kapitals aufwenden möchte, sollte sich daher für einen Finanzdienstleister entscheiden, der einen Portfolio-Builder bzw. ein Kredittool anbietet.

Fazit

Wer sein Kapital in Kredite investieren möchte, der muss auf eine möglichst breite Streuung des Geldes achten. Nur so können langfristig konstant hohe Renditen erwirtschaftet werden, die vor Zahlungsausfällen sicher sind. Als besonders hilfreich haben sich hierbei Portfolio-Builder erwiesen, die die Streuung des Kapitals unter Angabe von Laufzeit, Risikoklasse und Investitionssumme automatisch übernehmen und von den Kreditplattformen zur Verfügung gestellt werden.

Firmen- oder Privatkredite – Was bietet die Plattform an?

Einer der größten Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern betrifft den Kreditnehmer. Es gibt Plattformen, die ausschließlich auf Privatkredite setzen, wohingegen andere Finanzdienstleister Firmenkredite offerieren. Bei einigen Anbietern ist es sogar möglich, in beide Kreditarten zu investieren.

Beide Kreditarten unterscheiden sich vor allem bezüglich der Ausfallwahrscheinlichkeiten voneinander. Diese liegt bei mittelständischen Unternehmen bei rund 1 bis 2 Prozent, Kredite von Privatpersonen fallen etwas häufiger aus. Der Grund: Unternehmen kalkulieren die Kreditaufnahme deutlich detaillierter und auf der Basis von viel Fachwissen. Privatpersonen überschätzen sich teilweise schlichtweg und merken erst nach der Aufnahme, dass sie die Raten nicht bezahlen können.

Dafür gibt es deutlich mehr private Kreditnehmer als Unternehmen, die Fremdkapital über einen Kreditmarktplatz aufnehmen möchten. Insofern ist es für Anleger leichter, ihr Kapital stark zu diversifizieren, wenn sie es in Privatkredite investieren als dies bei einem Investment in Firmenkredite der Fall ist.

Positiv zu beurteilen ist immer, wenn die Plattform tatsächlich beide Kreditarten im Portfolio hat. Dann können Anleger ohne erneute Kontoeröffnung bei einem anderen Anbieter frei entscheiden, welche Kreditart besser in ihr persönliches Portfolio passt.

Fazit

Die meisten P2P-Plattformen vermitteln auch tatsächlich Darlehen, die von Privatpersonen aufgenommen werden. Es ist aber ebenfalls möglich, Kredite an Unternehmen zu vergeben, bei denen es sich meist um kleine und mittelständische Firmen handelt. Dies bietet Anlegern noch größeren Spielraum, denn beide Kreditarten weisen im Detail durchaus unterschiedliche Eigenschaften auf.

Serviceleistungen des Anbieters berücksichtigen

Etwas weniger relevant bei der Beurteilung einer P2P-Plattform dürften die sonstigen Serviceleistungen sein. Denn keines der Unternehmen bietet eine aktive Anlageberatung an, schließlich werden mit dem Finanzinstrument bewusst eigenständige Anleger angesprochen. Diese sind nicht daran interessiert, eine (teure) Beratung in Anspruch zu nehmen.

Dennoch sollte der Anbieter an sich generell erreichbar sein, falls es etwa zu technischen Problemen oder Unstimmigkeiten bei der Bedienung der Kreditplattform kommen sollte. Qualitätskriterien sind hier:

  • Sprache des Supports
  • Zeitliche Erreichbarkeit
  • Zur Verfügung gestellte Medien für die Kontaktaufnahme

Alle Finanzdienstleister sollten zumindest unter der Woche per Telefon und in deutscher Sprache erreichbar sein. Als positiv zu beurteilen ist zudem, wenn auch die Website des Anbieters bereits vielfältige Informationen über das Geschäftsmodell und die Kredite aufbereitet. Insbesondere FAQs eignen sich, um die Vor- und Nachteile von Investitionen in Privatkredite darzustellen.

Fazit

Die Bewertung des Serviceangebots eines P2P-Anbieters spielt lediglich eine untergeordnete Rolle. Schließlich investieren Anleger ihr Kapital über die Plattformen eigenständig, ohne dabei auf eine Beratung vertrauen zu wollen. Dennoch ist es wichtig, dass bei technischen Störungen oder anderweitigen Problemen Kontakt zum Finanzdienstleister aufgenommen werden kann. Nur so lassen sich mögliche Probleme direkt und effizient lösen.

3 Tipps für Investitionen in P2P-Kredite

  1. Diversifikation
    Aufgrund der Relevanz sei an dieser Stelle noch einmal erwähnt, dass Anleger ihr Kapital unbedingt breit streuen müssen. Nur wenn das Geld auf mehrere bzw. zahlreiche Kreditprojekte verteilt wird, ist das eigene Portfolio vor einzelnen Zahlungsausfällen geschützt.
  2. Klein anfangen
    Wer noch neu im Bereich des Investments in Kredite ist, sollte mit relativ geringen Summen anfangen. So kann der Prozess einer Investition schrittweise kennengelernt werden, ohne dass dabei bereits hohe Summen auf dem Spiel stehen würden.
  3. Niedrige Risikoklassen nutzen
    Gerade wenn nur vergleichsweise wenig Kapital in Kredite investiert wird, sollten Anleger dann eher die Risikoklassen A bis C der Anbieter nutzen. Hier ist es deutlich unwahrscheinlicher, dass es zu Zahlungsausfällen kommt als in den höheren Klassen. Zwar erscheinen die niedrigen Risikostufen auf den ersten Blick weniger attraktiv für Investments, durch die geringen Ausfallwahrscheinlichkeiten können unterm Strich aber meist sogar höhere Renditen erzielt werden.

Alternativen zu Investitionen in Darlehen

Bei Investitionen in Kredite handelt es sich um ein vergleichsweise neues Finanzinstrument, das Anlegern erst seit einigen Jahren zur Verfügung steht. Nachfolgend sollen einige Alternativen hierzu aufgelistet werden, die ebenfalls feste Zinserträge und eine vollständige Rückzahlung des Kapitals versprechen:

  • Anleihen: Wer Kapital in Anleihen investiert, wird de facto Fremdkapitalgeber eines Unternehmens oder eines Staates. In der Regel lassen sich die Wertpapiere aber börslich handeln, so dass vorzeitige Rückführungen des Kapitals möglich sind. Dafür werden Anleihen aber planmäßig immer erst am Ende der Laufzeit abbezahlt. Jedoch gelten gerade die Wertpapiere großer Unternehmen und solventer Staaten als relativ sicher, so dass sie eine echte Alternative zu Privatkrediten bilden.
  • Festgeld: Auch beim Festgeld sind die Zinserträge bereits im Vorhinein festgelegt. Allerdings fallen diese relativ gering aus, weil Festgeld über ein hohes Maß an Sicherheit verfügt. Selbst wenn der Emittent dieses Wertpapiers – immer eine Bank – Insolvenz anmelden sollte, würden staatliche Sicherungsfonds für die Rückzahlung des Kapitals sorgen.

Auch bei diesen beiden Finanzinstrumenten kommen Anleger nicht umher, Vergleiche verschiedener Anbieter durchzuführen. Im Falle von Festgeld gilt es, die Zinsen bei unterschiedlichen Banken miteinander zu vergleichen. Anleihen werden hingegen immer über Broker erworben, die für ihre Dienstleistungen ein entsprechendes Entgelt verlangen, das von Anbieter zu Anbieter verschieden hoch ausfällt.

Fazit

Mit Festgeld und Anleihen bieten sich zwei echte Alternativen für die Investitionen in Privatkredite. Beide Finanzinstrumente berechtigen zur vollständigen Kapitalrückzahlung inklusive festgelegter Zinsen, die sich während der Laufzeit nicht verändern. Dabei bietet Festgeld den Vorteil einer enorm hohen Sicherheit bei gleichzeitig relativ geringen Zinsen. Anleihen stellen hingegen Kreditvergaben an größere Unternehmen und Staaten dar, was für Anleger ebenfalls hohe Renditen bei einem recht soliden Maß an Sicherheit verspricht.

Fazit: Investitionen in P2P-Kredite bringen hohe Renditen, wenn verglichen wird

Schon seit einigen Jahren ist es für Anleger möglich, Kapital in Krediten anzulegen. Dabei ist grundsätzlich zwischen Darlehen an Privatpersonen und Firmenkrediten zu unterscheiden, wobei beide Formen attraktive Renditechancen bieten. Mit sicheren Portfolios lassen sich durchaus Zinserträge zwischen 3 und 6 Prozent pro Jahr erwirtschaften. Wichtig ist dabei, einen Vergleich der Anbieter durchzuführen. Denn diese verlangen immer ein Entgelt für die Bereitstellung des Kreditmarktplatzes, das aber zwischen den einzelnen Finanzdienstleistern stark abweichen kann.

Zudem sollten Anleger überprüfen, wie genau Investitionen ablaufen. Hilfreich ist es, wenn die Plattform ein automatisiertes Tool zur Verfügung stellt, welches das Kapital der Anleger in eine Vielzahl von Projekten investiert. Dadurch kann das eigene Portfolio stark diversifiziert werden, was es vor Ausfällen einzelner Kredite schützt.

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