Du bist auf der Suche nach einem Broker. Dabei sind dir CapTrader und Lynx Broker aufgefallen. Doch dir ist nicht klar, welcher der beiden für dich infrage kommt. Möglicherweise wirst du dich für einen ganz anderen Anbieter entscheiden, weil dieser besser zu deinen Anforderungen und Bedürfnissen passt.

CapTrader oder Lynx? – Wichtiges auf einen Blick

  • Weltweiter Handel an 80 bzw. 100 Börsenplätzen mit günstigen Ordergebühren.
  • Hohe Mindesteinlagen von 4.000 Euro erschweren Anfängern den Start.
  • Beide Broker nutzen die Plattform Interactive Brokers, die sich vor allem für erfahrene Investoren und Trader eignet.
  • Die Depots sowie die Referenzkonten selbst sind kostenlos, eine Eröffnung daher ohne Risiko.
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CapTrader oder Lynx – Was sind das für Anbieter

CapTrader ist ein Introducing Broker für Interactive Brokers der über eine Genehmigung der Finanzaufsichtsbehörde BaFin verfügt und ihrer Aufsicht untersteht. Der Online-Broker ist im internationalen Rahmen tätig. Gehandelt werden können Aktien, ETFs, Optionen, Futures und Anleihen. Deinen Vertrag schließt du mit einem amerikanischen Finanzdienstleister ab.

Denn zum einen werden die Kundengelder bei renommierten Kooperationsbanken in Deutschland, Großbritannien, Asien und Nordamerika je nach eingezahlter Währung geführt. Zum anderen werden die Kundenkonten beim amerikanischen Finanzunternehmen LLC, Interactive Brokers Group gehalten. Positiv ist, dass Kundeneinlagen bis zu einem Betrag von 30 Millionen US-Dollar abgesichert sind. Bei Bareinlagen erstreckt sich die Absicherung auf bis zu 1 Million US-Dollar. Nicht abgedeckt sind Futures, Single Stock Futures und Optionen auf Futures.

Auch der 2006 in Amsterdam gegründete Lynx Brokerarbeitet mit dem US-Finanzunternehmen Interactive Brokers LLC zusammen.Die Handelsplattform erlaubt es, weltweit an mehr als 100 Börsenplätzen in Echtzeit zu handeln. Die Depotführung der Lynx-Kunden unterliegt dem Servicepartner Interactive Brokers (UK) Limited, einem börsennotierten Unternehmen, Tochtergesellschaft der US-Firma Interactive Brokers LLC.Lynx Broker untersteht einerseits der BaFin und andererseits der niederländischen Zentralbank und dem AutoriteitFinanciële Markten (AFM). Ein umfassender Schutz der Kundengelder ist garantiert. Das U.K. Financial Service CompensationScheme (FSCS) sichert einen Depotwert bis zu einem Betrag von 48.000 Britischen Pfund ab. Die US-Firma bietet für Lynx-Depots dann auch den gleich hohen Schutz wie bei CapTrader-Depots an.

HINWEIS!
CapTrader und Lynx Broker nutzen den gleichen Kooperationspartner, die börsennotierte US-Firma Interactive Brokers LLC. Die Depot- und Bar-Einlagen privater Kunden sind daher gleich hoch abgesichert.

Welche Leistungen bieten die Broker an?

Sowohl CapTrader als auch Lynx Broker bieten zahlreiche ihrer Leistungen kostenlos an. Günstig handeln kannst du an einer Vielzahl von börsenplätzen weltweit. Wertpapierdepot und Verrechnungskonto sind kostenlos, ebenso Limitorders, Streichungen/Änderungen inklusive. Einen Zugang zum Depot und zum Handel hast du über die kostenlose Handelsplattform.

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Die Trades kosten bei Lynx Broker je nach Sitz bzw. Land der Börse unterschiedlich. Eine Order in Deutschland kostet dich 14 Prozent des Transaktionsvolumens. Die Minimumgebühr beträgt dabei 5,80 Euro, maximal zahlst du 99 Euro. Fremd-Gebühren gibt es nicht. Auch die Auftragserteilung online oder per Telefon kostet nichts. An den ausländischen Börsenplätzen gelten jeweils eigene Gebühren.Der Handel über den Börsenplatz XETRA ist besonders günstig. Trades über die Börse Frankfurt kosten extra plus 0,0504 Prozent (mindestens 2,52 Euro). Mit dem Lynx Broker kannst du alle möglichen Spezialprodukte von Aktien und Zertifikate über Futures bis Optionen handeln. Möglich ist selbst der Leerverkauf von Aktien. Handeln kannst du weltweit in 20 Ländern an etwa 100 Börsen- und Handelsplätzen.

Bei CapTrader kostet die Order im Bereich Aktien / ETFs 0,10 Prozent auf Basis des Transaktionsvolumens, wenn eine europäische Börse genutzt wird bzw. ein in Euro notiertes Produkt gehandelt wird. Die Minimumgebühr für die Order beträgt vier Euro. Maximal zahlt man 39 / 99 Euro. Beim Handel von Optionen und Futures bestimmen die jeweiligen Börsenplätze die Ordergebühren. Während das in Deutschland pro Order 2 Euro kostet, sind es in der Schweiz 4 Schweizer Franken und in den USA 3 US-Dollar.

Zwei Broker mit dem gleichen Servicepartner bieten ihren Kunden Leistungen in der gleichen Qualität an.Insgesamt betrachtet, gleichen sich CapTrader- unddas Lynx-Depot sehr.

HINWEIS!
Bei CapTrader sind die Ordergebühren in den meisten Fällen etwas günstiger als bei Lynx Broker. Das geringfügig bessere Depotangebot von CapTrader könnte gegen eine Depoteröffnung bei Lynx sprechen.

CapTrader oder Lynx Broker – Vor- und Nachteile in der Übersicht

Pro und Kontra ergibt sich am besten, indem man die Vor- und Nachteile der beiden Broker gegenüberstellt.

Ein abschließender Hinweis noch zur Abgeltungssteuer. Beide Broker verlangen von ihren Kunden, dass sie sich selbst um Steuern kümmern. Abgeltungssteuer wird nicht automatisch, auch nicht bei CapTrader abgeführt. Den Kunden steht so das gesamte Kapital, eingeschlossen Erträge und Gewinne zur Verfügung. Am Jahresende musst du eine Steuererklärung abgeben, wobei du die entsprechenden Unterlagen des Brokers zum Gewinn und Verlust beilegen musst. Am besten berät hier dein Steuerberater.

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Fazit: CapTrader oder Lynx – günstige Broker nicht unbedingt für Anfänger

Captrader und Lynx zählen zu den kostengünstigsten Online-Brokern. Wer keine 4.000 Euro Startkapital hat, muss sich nach einem anderen Broker umsehen. Interessant sind die auf Anleger zugeschnittenen Tools, die auch von Profis für umfassende Analysen genutzt werden. Das verwundert nicht, denn beide Broker wickeln ihre Geschäfte beim gleichen US-Servicepartner ab. Die Trading-Software ist bei beiden Anbietern von guter Qualität, doch an einen wenig geübten Nutzer stellt sie hohe Anforderungen.