TOP 3 Kreditkarte mit flexibler Rückzahlung

Diese Kartenarten gibt es

icon_informationWer eine echte oder klassische Kreditkarte besitzt, erhält monatlich eine Abrechnung über alle erworbenen Güter und Dienstleistungen. Den Rechnungsbetrag zahlt der Inhaber der Karten dann entweder sofort oder in Raten ab. Letztere Variante wird auch als Revolvierender Kredit bezeichnet und kommt vor allem im angelsächsischen Raum zum Einsatz. Aber auch in Deutschland bieten immer mehr Kreditinstitute eine solche Kreditkarte mit flexibler Rückzahlung an. Alle Kartenarten in der Übersicht:

 

Kartenart

Beschreibung

Chargekarte

Der Karteninhaber erhält jeden Monat eine Rechnung, die er entweder direkt oder innerhalb einer Frist von 30 Tagen begleichen muss. Insofern handelt es sich auch bei der Chargekarte um eine Kreditkarte mit flexibler Rückzahlung.

Debitkarte

Bei einer Debitkarte wird der Karteninhaber direkt belastet, sobald er die Karte einsetzt. In der Regel sind die Debitkarten daher an ein Girokonto gebunden. Befindet sich hierauf kein ausreichendes Guthaben für die Transaktion, wird diese abgebrochen bzw. das Konto überzogen. Die Rückzahlung erfolgt also nicht flexibel, sondern wird von der Bank umgehend veranlasst.

Daily-Chargekarte

Dieses Modell kombiniert Charge- und Debitkarte miteinander. Es existiert sowohl ein monatlicher Kreditrahmen als auch eine feste Bindung an ein Konto. Weil die Flexibilität für den Verbraucher hierbei aber nicht ausreichend hoch ist, wird sie im Folgenden nicht als Kreditkarte mit flexibler Rückzahlung betrachtet.

Virtuelle Kreditkarte

Speziell für den Einkauf im Internet wurden virtuelle Kreditkarten konzipiert. Es handelt sich in der Regel um Prepaid-Modelle. Das Besondere: Die Karten existieren nicht physisch, der Karteninhaber erhält nur eine Nummer und einen Sicherheitscode. Im Internet ist das nicht weiter tragisch, im stationären Handel oder am Geldautomat kann die Kreditkarte aber nicht genutzt werden.

Prepaid-Kreditkarte

Prepaid-Modell ähneln herkömmlichen EC-Karten in ihrer Funktionsweise. Sie sind direkt an ein Konto gebunden, auf das Karteninhaber zunächst Geld überweisen, bevor sie die Karte nutzen können.

Hintergrund: Visa und Mastercard

Oftmals werden Kreditkarten auch in die Kategorien Visa und Mastercard unterteilt. Prinzipiell ist diese Unterteilung nicht falsch, es handelt sich allerdings nicht um Kreditkartenarten. Vielmehr sind Visa und Mastercard lediglich Anbieter von Kreditkarten. Weltweit betrachtet sind sie zusammen mit American Express die größten Unternehmen, die Kreditkarten anbieten. Alle deutschen Banken bieten Modelle einer der beiden Konzerne an. Die Konditionen hängen aber wiederum nicht davon ab, ob der Karteninhaber ein Modell von Visa oder Mastercard sein Eigen nennt. Diese werden ausschließlich von den Banken selbst erhoben, die quasi als Vermittler tätig sind. Einen Einfluss hat das Modell nur darauf, an wie vielen Geldautomaten kostenlos über Bargeld verfügt werden kann. Visa hat hier gegenüber der Mastercard leichte Vorteile, die vor allem in Entwicklungsländern zum Tragen kommen. Wer beispielsweise in Südamerika, Afrika oder Südostasien reisen möchte, ist mit einer Visa Kreditkarte meist besser beraten.

Zahlen mit Kreditkarte
Mit VISA & Mastercard ist man gut ausgerüstet, gerade wenn sich die Rückzahlung flexibel gestaltet

Wie funktioniert die flexible Rückzahlung?

Wie bereits kurz angeklungen ist, sind Kreditkarten mit flexibler Rückzahlung auch als echte Kreditkarten zu bezeichnen. Grundsätzlich lassen sich mit der Karte folgende Transaktionen durchführen:

  • Bargeldabhebungen
  • Zahlungen im Internet
  • Zahlungen im stationären Geschäft

Welche dieser Transaktionen durchgeführt wird, ist für die eigentliche Kreditkartenabrechnung letztlich irrelevant. Bei der klassischen Kreditkarte trifft diese immer zu einem bestimmten Stichtag am Folgemonat beim Karteninhaber ein. Es existieren jetzt verschiedene Möglichkeiten, wie die Abrechnung beglichen wird:

  • Sofort
    Natürlich ist es generell möglich, die Abrechnung sofort zu begleichen. Bei manchen Banken ist das mehr oder weniger Pflicht. Sofern der Karteninhaber der Aufforderung nicht nachkommt, werden Überziehungszinsen fällig. Eine Abmahnung flattert dann zwar nicht ins Haus, wahre Flexibilität ist aber aufgrund der recht hohen Überziehungszinsen nicht gegeben.
  • Zahlungsziel
    Die meisten Banken arbeiten mit Zahlungszielen. Innerhalb einer bestimmten Spanne von beispielsweise 30 Tagen kann der Karteninhaber den Betrag dann flexibel tilgen. Zinsen werden während dieser Zeit nicht fällig, so dass ein gewisses Maß an Flexibilität gegeben ist.
  • Zahlung in Teilbeträgen
    Am flexibelsten sind Varianten, bei denen der Karteninhaber die Abrechnungen wie einen herkömmlichen Kredit abbezahlen kann. Jeden Monat überweist er einen gewissen Prozentsatz der offenen Schuld zuzüglich eines Kreditzinses. Je nach Bank sind Teilzahlungen zwischen 2 und 50 Prozent der Kreditsumme möglich.

Hintergrund: Sonderzahlungen

Bei allen vorgestellten Modellen ist es jederzeit möglich, den kompletten Rechnungsbetrag zu tilgen. Auch wenn über mehrere Monate lediglich 2 Prozent der Schuld getilgt werden, kann der Kreditnehmer Sondertilgungen ohne Vorankündigung durchführen. Insofern ist deutlich mehr Flexibilität als bei herkömmlichen Darlehen geboten. Das liegt darin begründet, dass kein direkter Kreditvertrag zwischen Bank und Kreditnehmer besteht. Beide Seiten profitieren von dieser Flexibilität. Die Bank erhält Zinsen während der Phase der Rückzahlung und der Kreditnehmer kann die Schuld dann tilgen, wenn er liquide ist.

Hände fordern Geldscheine
Sind Sonderzahlungen bei der Rückzahlung der Kreditkarte erlaubt, lässt sich dadurch einiges an Gebühren sparen

Welche Vorteile bietet eine Kreditkarte mit flexibler Rückzahlung?

Flexibilität an sich ist immer ein Vorteil, der gerade bei der Kreditaufnahme zum Tragen kommt. Von folgenden Aspekten profitieren Kreditnehmer bei der Kreditkarte mit flexibler Rückzahlung:

  • Flexible Kreditaufnahme
    Die Nutzung der Kreditkarte kommt immer einer Kreditaufnahme gleich. In Sachen Rückzahlung ist aber nur dann wirklich von einem Darlehen zu sprechen, wenn der Karteninhaber Teilzahlungen leisten kann. Durch die Verwendung der Kreditkarte mit flexibler Rückzahlung hat er so die Möglichkeit, jederzeit und ohne Rücksprache ein Darlehen aufzunehmen. Besonders wenn kurzfristig finanzielle Engpässe existieren oder dringenden Anschaffungen finanziert werden müssen, ist das ein großer Vorteil.
  • Finanzielle Freiheit
    Kreditkarten müssen natürlich nicht immer genutzt werden, um wichtige Anschaffungen zu finanzieren. Sie werden vor allem auch im Ausland eingesetzt, wenn sich der Karteninhaber im Urlaub befindet. Hier möchte niemand gerne seine Bankgeschäfte regeln, sondern die freie Zeit genießen. Wenn die Bank ein großzügiges und/oder kostengünstiges Zahlungsziel einräumt, kann die Begleichung der Abrechnung nach dem Urlaub erfolgen.

Hintergrund: Schuldenfalle bei Teilzahlung

Verbraucherschützer raten nicht grundsätzlich von Kreditkarten mit flexibler Rückzahlung ab, warnen aber vor der Schuldenfalle. Vor allem junge Karteninhaber neigen dazu, die flexible Rückzahlung allzu unbedacht. Hinterher stellen sie dann fest, dass sie den aufgebauten Kredit gar nicht abbezahlen können. Dem kann natürlich leicht entgegengewirkt werden, in dem eine monatliche Kontoübersicht angefordert wird. Seriöse Kreditinstitute schicken diese automatisch mit der nächsten Kreditkartenabrechnung mit. Der Karteninhaber weiß so direkt, wie hoch der gesamte Kredit ausfällt.

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Durch die zum Teil hohen Gebühren und lockeres Ausnutzen des Kreditrahmens, kann ganz schnell eine Überschuldung stattfinden

Worauf muss bei der Wahl der Kreditkarte geachtet werden?

Die Top 3 der Kreditkarten mit flexibler Rückzahlung, die im Folgenden noch vorgestellt wird, setzt sich nicht nur aufgrund der Rückzahlungsmodalitäten zusammen. Karteninhaber sollten auf weitere, wichtige Aspekte bei der Wahl des Anbieters achten:

  • Jahresgebühr
    Gute Kreditkarten müssen nicht teuer sein. Das gilt vor allem für die jährliche Gebühr, die eigentlich nur noch von stationären und alteingesessenen Banken erhoben wird.
  • Bargeldabhebungen
    Zusätzlich zur Jahresgebühr können Kreditkarten weitere Kosten verursachen. Besonders bei Bargeldabhebungen im Inland ist dies paradoxerweise der Fall. Im Ausland sollten die meisten Modelle hingegen kostenlos nutzbar sein, auch wenn es hier auf den Währungsraum ankommt.
  • Weitere Gebühren
    Auch für den Einsatz der Karte erheben einige Banken Gebühren. Diese können sowohl bei der Zahlung im Internet als auch beim Einsatz im stationären Handel erhoben werden. Zusätzlich müssen Karteninhaber damit rechnen, eine Fremdwährungsgebühr zu bezahlen.
  • Zinsfreie Phase
    Nicht bei allein Banken ist die Möglichkeit zur flexiblen Rückzahlung gleich aufgebaut. Wichtig ist, dass Karteninhaber beachten, wie lange die Tilgung zinsfrei bleibt. In der Regel handelt es sich um eine Zeitspanne zwischen 30 und 60 Tagen.
  • Sollzinsen
    Sofern der Kreditrahmen doch einmal über mehrere Wochen oder Monate ausgereizt wird, werden natürlich Zinsen fällig. Wie hoch diese ausfallen, ist von Bank zu Bank äußerst unterschiedlich.

Hintergrund: Preisverzeichnis

Einige Banken werben auf ihren Homepages recht offensiv mit bestimmten Leistungen ihrer Kreditkarte. Beispielsweise wird die Befreiung von der Jahresgebühr stark in den Vordergrund gestellt. Trotzdem stellen sich die Karten bei genauerem Hinschauen bei einigen Anbietern als teure Kostenfallen heraus. Dann wird nämlich über die Abhebungs- und Einsatzgebühren abgerechnet. Auch die Sollzinsen sind bei vermeintlich günstigen Banken teilweise enorm hoch. Verbraucher sollten daher immer zweimal hinschauen und vor dem Abschluss des Vertrages das Preis- und Leistungsverzeichnis untersuchen. Hier müssen die Banken wirklich alle Kostenpunkte aufführen, die bei der Nutzung entstehen können.

Platz 1 Kreditkarte mit flexibler Rückzahlung: Santander Consumer Bank

150x106_Santander_Consumer_BankIm großen Test kann sich die Santander Bank den ersten Platz sichern. Sie bietet eine Vielzahl von unterschiedlichen Kreditkarten an, wobei die Santander Visa Karte mit flexibler Rückzahlung ausgestattet wurde. Die Karte im Detail:

  • Jahresgebühr
    Die Santander Consumer Bank erhebt für die Kreditkarte innerhalb des ersten Jahres keinerlei Grundgebühr. Danach werden lediglich 5 Euro fällig, was einer Kostenbefreiung sehr nahekommt. Es handelt sich lediglich um einen symbolischen Betrag.
  • Bargeldabhebungen
    Auf der Welt kann an über 2 Millionen Geldautomaten über Bargeld verfügt werden. Die Santander Bank erhebt allerdings eine Gebühr, die jedoch lediglich bei 1 Prozent des Umsatzes liegt.
  • Weitere Gebühren
    Bloße Kreditkarteneinsätze sind generell nicht mit Kosten verbunden. Bezahlt werden muss nur, wenn in einer Fremdwährung bezahlt wird. Dann kommen zu den eigentlichen Gebühren noch 1,5 Prozent weitere Kosten hinzu.
  • Zinsfreie Phase
    Die Rückzahlung ist bei der Bank so flexibel wie bei kaum einem anderen Konkurrenten. Ganze 30 Tage sind komplett zinsfrei, danach kann entweder direkt oder monatlich getilgt werden.
  • Sollzinsen
    Der Zinssatz für die Überziehung liegt bei 13,98 Prozent. Im Vergleich zu herkömmlichen Krediten ist das natürlich ein hoher Wert. Für eine Kreditkarte liegen die Zinsen jedoch im Mittelfeld.

Fazit: Die Kreditkarte der Santander Bank ist bezogen auf die flexible Rückzahlung das beste Modell auf dem Markt. Begründet ist das vor allem in den geringen Sollzinsen und Nutzungsgebühren.

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Platz 2 Kreditkarte mit flexibler Rückzahlung: Barclays

150x106_BarklaycardKnapp hinter der Santander Consumer Bank liegt die Großbank Barclays. Die Kreditkarte steht dem Testsieger in nichts nach und ist ebenfalls zu empfehlen. Die Karte im Detail:

  • Jahresgebühr
    „Ein Leben lang keine Gebühren“ – damit wirbt Barclays und hält sich auch wirklich an das Versprechen.
  • Bargeldabhebungen
    Besonders positiv fällt auf, dass das Abheben von Bargeld generell kostenlos ist. In der kompletten Eurozone kann kostenfrei über Bargeld verfügt werden. Bezahlen müssen Karteninhaber nur dann, wenn der Besitzer des Geldautomaten Gebühren erhebt.
  • Weitere Gebühren
    Der Einsatz der Karte selbst ist natürlich ebenfalls von Gebühren befreit. Lediglich bei Nutzung der Kreditkarte im Ausland muss eine Fremdwährungsgebühr bezahlt werden. Diese liegt bei 1,99 Prozent des Umsatzes.
  • Zinsfreie Phase
    Bis zu zwei Monate lang kann mit der Begleichung der Umsätze gewartet werden. Das ist ebenso lang wie bei der Santander Consumer Bank, weil Barclays hier ab dem ersten Umsatztag rechnet. Sobald die eigentliche Kreditkartenabrechnung eintrifft, hat der Kreditkarteninhaber noch 30 Tage für die Überweisung Zeit.
  • Sollzinsen
    Für Platz zwei reicht es bei Barclays nur deshalb, weil die Zinsen bei Teilzahlung enorm hoch sind. Der effektive Jahreszins beträgt stolze 18,69 Prozent und kann sich täglich verändern.

Fazit: Auch die Kreditkarte der Barclays macht einen guten Eindruck. Die Nutzung ist komplett kostenfrei möglich – mit Ausnahme des Auslandseinsatzes Negativ fallen nur die hohen Sollzinsen auf, die der flexiblen Rückzahlung einen teuren Beigeschmack beifügen.

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Platz 3 Kreditkarte mit flexibler Rückzahlung: Targobank

TargobankAuch die deutsche Targobank kann sich einen Spitzenplatz im Test sichern. Die Kreditkarte im Detail:

  • Jahresgebühr
    Bei der Targobank können sich Kunden dauerhaft über eine Befreiung von der Jahresgebühr freuen.
  • Bargeldabhebungen
    Sofern bei der Targobank oder Partnerbanken Geld abgehoben wird, fallen keinerlei Gebühren an. Es wird allerdings richtig teuer, wenn bei fremden Kreditinstituten über Geld verfügt wird. Ganze 3,50 Prozent vom Umsatz müssen Karteninhaber dann an die Targobank abdrücken.
  • Weitere Gebühren
    Ebenfalls teuer wird es, wenn die Karte außerhalb der Euro-Zone genutzt wird. Die Kosten hierfür liegen bei 3,85 Prozent. Innerhalb der EU kann mit der Kreditkarte jedoch vollkommen kostenfrei gezahlt werden.
  • Zinsfreie Phase
    Die Targobank bucht Zahlungen automatisch von deinem Konto ab. Aber: Du kannst auch veranlassen, dass nur monatliche Raten abgebucht werden. Dann existiert allerdings keine zinsfreie Phase, ab Tag 1 entstehen Kosten. Daher reicht es für die Targobank im Test auch „nur“ zu Platz 3.
  • Sollzinsen
    Mit einem effektiven Jahreszins von 13,62 Prozent zählt die Targobank zu den günstigsten Kreditinstituten in diesem Bereich.

Fazit: Die Kreditkarte der Targobank dient als Alternative zu den beiden bereits vorgestellten Banken. Die Flexibilität ist leider nicht ganz so hoch wie bei der Konkurrenz. Dafür sind die Konditionen leider ebenfalls nicht wirklich attraktiv gehalten.

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Fazit: Santander und Barclays absolut zu empfehlen

Die Kreditkarte mit flexibler Rückzahlung bietet Karteninhaber viel finanziellen Freiraum. Besonders bei der Santander Consumer Bank und Barclays kann dieser Freiraum genutzt werden. Auch bei anderen, wichtigen Bewertungskriterien schlagen sich die Kreditinstitute äußerst gut. So sind die Gebühren und Zinsen vor allem bei Santander äußerst gering. Als deutsche Alternative zu den beiden Großbanken dient die Targobank, auch wenn die Kreditkarte in der Nutzung etwas teurer ist.

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