TREND BEI AUTO AKTIEN GEHT ZU E-AUTOS UND WASSERSTOFF-ANTRIEBEN

Die Autobranche steckt mitten in einem Umbruch. Neben den Schwierigkeiten, die die Corona-Pandemie mitgebracht hat, ist der Klimawandel das größte Thema. Elektroautos und Fahrzeuge mit Wasserstoff-Antrieb werden einen großen Beitrag hin zur Klimaneutralität beitragen.

Auto Aktien haben sich von den Tiefs der Corona-Pandemie zwar rasch erholt, standen zuletzt aber immer wieder unter Druck. Zudem kam Ende September 2022 mit Porsche ein weiteres Schwergewicht der Branche an die Börse. Anleger können jedoch mit Anlagen in E-Auto Aktien in eine zukunftsträchtige Branche investieren.

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Auto Aktien sind Aktien von Unternehmen, die ihr Geld direkt oder indirekt mit dem Verkauf von Autos verdienen. Neben klassischen Auto Aktien rücken Mobilitätsaktien mehr in den Fokus.

Klassische Autobauer sind schon seit Jahrzehnten am Markt. Sie entwickeln, produzieren und verkaufen Pkws und/oder Nutzfahrzeuge. Einige Newcomer wie Tesla oder E-Auto Aktien aus China wie BYD konnten sich mittlerweile ebenfalls mehr als etablieren und E-Auto Aktien sind für immer mehr Anleger interessant.

Oft beschäftigen die Autobauer eigene Ingenieure, die für die Entwicklung neuer Modelle zuständig sind, und unterhalten mehrere Standorte in aller Welt. Mehr und mehr gibt es aber auch Kooperationen, auch beispielsweise mit Wasserstoff- oder Batterieherstellern. Daher sind auch Wasserstoff Auto Aktien weiter ins Visier der Anleger gerückt.

Neben klassischen Auto Aktien sind Mobilitätsaktien von Unternehmen wie Sixt oder Uber interessant. Diese beschäftigen sich mit Angeboten im Bereich der Mobilität, verkaufen aber nicht selbst Autos. Allerdings sind nicht alle Mobilitätsaktien auch zugleich Auto Aktien. Einige Mobilitätsaktien beschäftigen sich mit dem Fliegen oder dem Schiffverkehr. Innovationen und neue Entwicklungen bringen weitere Unternehmen in diese Gruppe hinein.

TIEFS DER PANDEMIE ÜBERWUNDEN

Einige Auto Aktien wie die Mercedes-Benz Aktie oder die Aktie von BMW kamen recht gut durch die Pandemie und konnten sogar während der Pandemie Höchstwerte erreichen. Auch die Geschäftszahlen blieben recht stabil. Als Ende 2021 eine Korrektur an der Börse einsetzte, hielten sich Auto Aktien gut. Allerdings ist die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung mit einer weiter hohen Inflationsrate eher ein Nachteil für die Automobilindustrie.

Außer der Pandemie ist die Liste der Belastungen lang. So kam es in den letzten Jahren zu massiven Lieferengpässen, vor allem bei Halbleitern, und auch der Dieselskandal hängt vielen Autobauern noch immer nach. Zudem verloren einige deutsche Autobauer den Anschluss beim Thema E-Mobilität. Vor allem Tesla zog technologisch an etablierten Autobauern vorbei. Auch chinesische Elektroautobauer wie Nio oder BYD entwickelten sich gut. Mittlerweile hat aber vor allem VW massiv aufgeholt.

Als im März 2020 der erste Lockdown verhängt wurde, mussten auch viele Autobauer die Produktion unterbrechen. Die Aktien von Daimler, VW und BMW fielen auf Mehrjahrestiefs. Allerdings erholten sich Auto Aktien rasch wieder. Nun rücken die Themen Klimawandel und Mobilitätswende wieder mehr in den Fokus.

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KLIMAFREUNDLICHE AUTOS GEFRAGT

Neben Elektroautos werden wir aber auch mehr Fahrzeuge mit Wasserstoff-Antrieb auf den Straßen sehen. Für Busse oder Lkws könnte dieser Antrieb aufgrund größerer Reichweiten und Leistung vorteilhaft sein. Die meisten Autobauer sind dabei, nach und nach ihre Modelle umzustellen. Während einige komplett auf Elektroautos setzen, spielen bei anderen Wasserstoff-Autos eine größere Rolle.

Mitte 2020 war Tesla erstmals der wertvollste Autobauer der Welt und sogar mehr wert als VW, Toyota, Mercedes-Benz, General Motors und BMW zusammen. Auch der Kurs der Tesla Aktie stieg in den letzten Jahren rasant. Tesla schreibt mittlerweile auch schwarze Zahlen, verdient aber nicht nur mit den Autos selbst Geld. Abos und Zusatzservices spülen ebenfalls Geld in die Kassen.

Andere Autobauer holen aber auf. Dabei helfen auch staatliche Förderungen für Elektroautos. Weit vorne liegt Norwegen. Dort sind schon mehr als die Hälfte aller neu zugelassenen Autos E-Autos. Hier konnte VW in den letzten Jahren seine Verkäufe steigern und ist ebenso wie Tesla sehr erfolgreich.

Ohnehin konnte VW in den letzten Jahren seine Absatzzahlen bei Elektroautos steigern und auch in Deutschland steigt die Zahl der neu zugelassenen Elektroautos. Der Wolfsburger Autobauer plant, in den nächsten Jahren weitere E-Modelle auf den Markt zu bringen und könnte früher oder später an Tesla vorbeiziehen.

Eine weitere große Veränderung in der Autobranche sind Sharing-Anbieter wie Share Now und Fahrdienste wie Uber werden ebenfalls immer wichtiger. Dazu kommt das Thema Autonomes Fahren. Viele Unternehmen wie Tesla arbeiten auch hier an Lösungen. In diesem Bereich ist aber auch Alphabet, der Mutterkonzern von Google, sehr aktiv.

HALBLEITERMANGEL BELASTET AUTOINDUSTRIE

Der Halbleitermangel brachte die Pläne und Geschäftszahlen vieler Autobauer deutlich durcheinander. Auch in Zukunft werden viele Microchips gebraucht, auch in andere Branchen wie der Unterhaltungselektronik. Daher ist hier noch keine endgültige Lösung in Sicht. Aufgrund fehlender Halbleiter mussten einige Autobauer zeitweise die Produktion unterbrechen und Autos konnten nicht fristgerecht ausgeliefert werden.

2021 hatte dies durchaus Umsatzeinbußen zur Folge. Laut des Beratungsunternehmens AlixPartners beliefen sich diese weltweit auf 210 Milliarden Dollar. Da Autobauer aber ihre Preise erhöhen konnten, konnten viele diese Verluste abfedern.

FORD UND MERCEDES-BENZ WERDEN NACHHALTIGER

Eine spannende internationale Auto Aktie ist Ford. Das US-Unternehmen investiert massiv in den Bereich der Elektromobilität. Autonome Fahrsysteme sind ebenfalls ein großes Thema bei Ford. Wie andere Autobauer auch gehörten mittlerweile auch Finanzdienstleistungen wie Leasingangebote zum Unternehmen und bilden eine wichtige Säule.

Ford investiert 30 Milliarden Dollar, um bis 2030 40 bis 50 Prozent seiner Modelle auf einen Batterieantrieb umzustellen. Damit verbunden sind auch vier neue Werke mit einigen Tausend neuen Mitarbeiter. Am Standort in Köln sollen in Zukunft Elektro-Kleinwagen entstehen. In den USA gibt es schon die dort beliebten Pickups in einer Elektroversion. 2020 fiel der Umsatz um 18,5 Prozent. Allerdings könnten 2022 die Geschäftszahlen wieder recht gut ausfallen. Ford ist schon lange am Markt und konnte einige Krisen gut meistern.ç

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MERCEDES-BENZ STELLT AUF KLIMAFREUNDLICHERE AUTOS UM

Auch Mercedes-Benz arbeitet an der Umstellung zur E-Mobilität. Mit seinen Oberklassewagen und Limousinen ist Mercedes-Benz ebenfalls weiter erfolgreich. Vor einiger Zeit spaltete sich Daimler Trucks ab und ging als eigenständiges Unternehmen an die Börse. Gemeinsam mit BMW betreibt der Autobauer den Carsharing-Anbieter Share Now.

Für die Zukunft setzt Daimler bei Pkws auf Batterien, bei Nutzfahrzeugen auf Wasserstoff. Mercedes-Benz will bis Ende des Jahrzehnts seine ganze Flotte auf Batterien umstellen. Eine Ausnahme bilden Ländern, die sich nicht so schnell vom Verbrenner trennen.

Von 2022 bis 2030 will das Unternehmen nochmals 40 Milliarden Euro in den Bereich der Elektromobilität stecken. Bis 2025 soll es dann bei jedem Modell eine vollelektrische Version geben. Dies sollen dann für die Hälfte des Umsatzes sorgen. Mercedes-Benz könnte so früher oder später ein reiner E-Autobauer werden.

Sogar Sportwagen wird es bald vollelektrisch geben. Der erste E-Ferrari könnte 2025 auf den Markt kommen. Schon jetzt biete der italienische Hersteller Hybrid-Modelle an.

BEWEGUNG AUF DEM AUTOMARKT

Klar ist, dass auf dem Automarkt einiges in Bewegung ist. Jedes neue Modell, insbesondere Elektroautos, müssen sich aufs Neue bewähren. Es ist nicht mehr wie früher, als klar war, dass jeder neue BMW mit großer Sicherheit ein Erfolg wird. Außerdem gibt es neue Konkurrenten. Dazu gehören beispielsweise chinesische Autobauer, aber auch Google oder Apple, die bisher nicht als Autobauer bekannt waren.

Auto Aktien haben sich 2022 wieder recht stabil gezeigt, obwohl die hohen Spritpreise oder das Tempolimit auf Autobahnen für Diskussionen sorgten. Auf der anderen Seite wird immer klarer, dass E-Autos und Wasserstoff wichtige Zukunftsthemen sind.

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E-MOBILITÄT WICHTIGES ZUKUNFTSTHEMA

Die Zukunft wird spannend. Damit sich die E-Mobilität durchsetzt und ihren Beitrag dazu leistet, die von Staaten und Unternehmen gesteckten Klimaziel zu erreichen, muss noch einiges getan werden. So ist die Ladeinfrastruktur noch lange nicht weit genug ausgebaut. Hier gibt es aber ebenfalls staatliche Förderprogramme, damit sich dies in den nächsten Jahren verändert. Mit Blick auf Leistung und Reichweite sind die Autobauer bei der Verbesserung der Technik gefragt.

Auf jeden Fall steigt weltweit die Nachfrage nach E-Autos. Neben den USA und Europa entwickelt sich China zu einem der größten Märkte. Eine Studie der IEA kam 2020 zu dem Ergebnis, dass schon damals in China schon 4,5 Millionen E-Autos auf den Straßen unterwegs waren.

FORTSCHRITTE BEIM AUTONOMEN FAHREN

Neben der Elektromobilität ist Autonomes Fahren in aller Munde. Gibt es beim Autonomen Fahren einen großen Entwicklungsschub, könnte dies ein Gamechanger sein und die ganze Branche nachhaltig verändern. Der Weg zum Autonomen Fahren ist aber ein Prozess. Schon jetzt gibt es zahlreiche Funktionen und Systeme wie Tempomaten oder Spurhalteassistenten.

Bis aber ein Auto alleine fährt, ohne dass ein Fahrer eingreifen muss, wird es noch eine Weile dauern. Einige Unternehmen führen aber schon Testfahrten durch. Sicher sind hier besondere Sicherheitsvorkehrungen und womöglich auch gesetzliche Vorgaben notwendig. Zudem sind Versicherungsfragen noch nicht geklärt.

So arbeitet BWM seit März 2022 mit Qualcomm, einem amerikanischen Chiphersteller, zusammen. Eine zweite Kooperation besteht mit dem Softwareunternehmen Arriver. Qualcomm arbeitet an Chips für die Automatisierung und Arriver an softwaregestützten Fahrsystemen. Hier geht es eher um Software-Lösungen, die Fahrer unterstützten.

Die Google-Tochter Waymo der Tesla arbeiten dagegen an der Vollautomatisierung. Hierbei gab es aber in der Vergangenheit einige Rückschläge und sogar Unfälle. Der Weg zum Autonomen Fahren könnte durch Sharing-Dienste gefördert werden. So arbeitet beispielsweise Uber an selbstfahrenden Taxis, mit denen Kosten gespart werden können, da kein Fahrer mehr bezahlt werden muss.

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BREIT AUFGESTELLTER MARKT

Neben klassischen Autobauern sind mehr und mehr innovative Start-Ups am Markt. Anleger finden bei Auto Aktien daher Value Aktien ebenso wie Wachstumsaktien. Viele junge Unternehmen am Markt punkten zwar mit ihrer Technik, können aber noch kaum Umsätze einfahren. Diese wachsen aber schneller als etablierte Autobauer und könnten bald die Gewinnzone erreichen. Auto Aktien aus China sind für viele Anleger eine Alternative.

Value Aktien wie BMW wachsen zwar nicht so schnell, fahren aber seit Jahren hohe Gewinne ein. Daher sind sie auch in der Lage, regelmäßig hohe Dividenden an ihre Anleger auszuschütten. Daher eignen sich Auto Aktien für Dividenden- oder Wachstumsstrategien.

Die Geschäftsmodelle haben sich seit Jahren etabliert, da Autos seit über 100 Jahren zu unserem Leben gehören. Regelmäßig werden neue Autos gekauft oder Reparaturen durchgeführt und hierfür werden Ersatzteile benötigt. Die Einnahmequellen sind damit breit gefächert. Für Politik und Wirtschaft ist die Autobranche ein großes Thema, daher fließen hier immer wieder Subventionen. Dazu kommt, dass zahlreiche Firmen, darunter Zulieferer, von den Erfolgen der Autoindustrie abhängig sind.

HERAUSFORDERUNGEN FÜR DIE BRANCHE

Allerdings gilt die Autobranche auch als sehr konjunktursensibel. Droht eine Rezession, verschieben Verbraucher oft teurere Ausgaben wie den Kauf eines neuen Autos. Bei einem Aufschwung geht es auch für die Autobauer wieder nach oben. Absatzzahlen und Umsätze steigen ebenso wie die Aktienkurse.

Zudem stehen Autobauer vor der Herausforderung, nicht den Anschluss bei den neuesten Trends zu verlieren. Die Themen Lieferketten und Kooperationen nehmen daher an Bedeutung zu. Dennoch könnten sich Elektro Auto Aktien weiter etablieren und sind vielleicht die Auto-Aktien der Zukunft.

Eine Auto-Aktien Prognose ist jedoch schwierig. Neben wirtschaftlichen und politischen Ereignissen, insbesondere geopolitische Entwicklungen, kann es zu technologischen Rückschlägen kommen. Derzeit sieht es so aus, als wären Wasserstoff-Antriebe für Bereiche wie Transport und Logistik interessanter als E-Autos. Somit rücken auch grüne Energie Aktien weiter in den Fokus der Anleger. Doch auch hier kann es zu einer anderen Einschätzung kommen.

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MIT SPANNUNG ERWARTETER PORSCHE-BÖRSENGANG

Mit Porsche ging im September 2022 ein weiteres Schwergewicht an die Börse und wird womöglich eine weitere spannende Auto Aktie. Der Autobauer gab fast 114 Millionen Vorzugsaktien im Wert von fast zehn Milliarden Euro aus. 15 Millionen davon sind Aktien für Mehrzuteilungen. Die Aktie stieg zum Handelsstart auf 84 Euro, fiel aber im Verlauf des ersten Handelstags.

Der Börsengang von Porsche hatte ein Volumen von 9,4 Milliarden Dollar und war der größte Börsengang in Deutschland seit der Deutschen Telekom 1996. Weltweit ist der Porsche-Börsengang der zweitgrößte im Jahr 2022. Letztlich soll es 911 Millionen Wertpapiere geben – eine sicher nicht zufällig gewählte Zahl.

Anleger konnten bis einen Tag vor dem Börsengang über ihre Bank Porsche-Aktien zeichnen. Bei den Vorzugsaktien handelt es sich um Aktien, die nicht mit einem Stimmrecht bei der Hauptversammlung verbunden sind. Dies kosteten 76,50 bis 82,50 Euro.

Begleitet wurde der Börsengang von

  • Der Bank of America
  • Der Citigroup
  • Goldman Sachs und
  • JP Morgan.

Um Aktien kaufen zu können, wurde ein Depot bei einer dieser Banken benötigt. Weitere Banken waren an der Platzierung beteiligt, darunter die Deutsche Bank und die Commerzbank.

NUR VORZUGSAKTIEN AN DER BÖRSE HANDELBAR

Von den insgesamt 911 Millionen Aktien sind die Hälfte Stammaktien, die auch mit einem Stimmrecht verbunden sind. Volkswagen verkauft ein Viertel der Stamm- und Vorzugsaktien. VW war bislang der alleinige Anteilseigner von Porsche. Nur die Vorzugsaktien können an der Börse gehandelt werden. Für die Stammaktien ist kein Börsengang vorgesehen.

Ankerinvestoren zeichnen Vorzugsaktien für 3,68 Milliarden Euro. Dies soll fast 40 Prozent der Einnahmen, die Porsche durch den Börsengang erwartet, decken. Ein Fünftel der Emission zeichnete der katarische Staatsfonds QIA für 1,8 Milliarden Euro. Auch weitere Fonds und Vermögensverwalter beteiligten sich in Millionenhöhe.

Bei den Stammaktien kommen die Porsche-Eigentümerfamilien Piech und Porsche ins Spiel. Die von ihnen kontrollierte Porsche Automobil Holding SE erhält 25 Prozent der Stammaktien plus eine weitere Aktie. Sie zahlten dafür einen Aufschlag von 7,5 Prozent des Preises der Vorzugsaktien. Der Kaufbetrag liegt somit bei etwa zehn Milliarden Dollar.

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BESONDERE ROLLE VON VOLKSWAGEN

17,5 Prozent übernahm die Porsche SE direkt mit dem Börsengang. Die weiteren 7,5 Prozent kommen Anfang 2023 dazu, wenn Volkswagen eine geplante Sonderdividende ausschüttet. Die Porsche SE hält fast 32 Prozent an VW und ist damit ein wichtiger Großaktionär. Dank der gehaltenen Stammaktien liegen 53 Prozent der Stimmrechte an VW bei der Porsche SE.

Volkswagen erhält durch den Börsengang von Porsche sowie dem Verkauf von Stammaktien an die Porsche SE etwa 19 Milliarden Dollar. Gut die Hälfte davon will der Autobauer in den Ausbau des Geschäfts mit E-Autos stecken. Das restliche Geld wird im Rahmen einer Sonderdividende an die VW-Aktionäre ausgeschüttet. Die Sonderdividende wird wohl ein Volumen von neun bis zehn Milliarden Euro haben. Jeder Anleger wird somit rund 18 Euro pro Aktie bekommen. Die Porsche AG nimmt durch den Porsche-Börsengang nichts ein. Vor dem Börsengang wurde für Porsche ein Börsenwert von 75 Milliarden Euro berechnet. Der ganze VW-Konzern kommt auf einen Börsenwert von etwa 85 Milliarden Euro.

KRITIK AM BÖRSENGANG VON PORSCHE

Kritik gibt es an der Rolle des Porsche-Chefs Oliver Blume. Dieser ist Vorstandschef von Porsche, aber auch von VW. Kritiker sehen hier Interessenskonflikte. Neben Blume gibt es weitere personelle Überschneidungen. Hans Dieter Pötsch ist zugleich Vorstandschef bei Porsche SE und der Chef des Aufsichtsrats der Volkswagen AG. Pötsch soll den Börsengang entscheiden vorangetrieben haben. Darüber hinaus verkauft VW 25 Prozent der Stammaktien plus eine Aktie an der Porsche AG an die Porsche SE. So erhält die Porsche SE eine Sperrminorität bei der Porsche AG.

Diese Konstellation kann in der Zukunft durchaus Konfliktpotenzial bieten, denn die Porsche SE kann in Zukunft Entscheidungen von VW bei Porsche blockieren. Zudem erscheint der Aufschlag von 7,5 Prozent beim Kauf der Stammaktien als vergleichsweise gering. In ähnlichen Fällen soll dieser in der Vergangenheit höher ausgefallen sein.ç

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FAZIT: AUTO AKTIEN UND AUTOBAUER AUF DEM WEG ZU E-MOBILITÄT

Auto Aktien haben sich nach dem Einbruch zu Beginn der Corona-Pandemie rasch erholt. 2022 kämpfte die konjunktursensible Branche aber mit den Folgen der Inflation. Dazu sind Lieferschwierigkeiten und der Halbleitermangel weiterhin nicht gelöst.

Zudem befindet sich die Branche im Umbruch. Der Klimawandel stellt Autobauer vor einige Herausforderungen. Nahezu alle wichtigen Hersteller arbeiten an Elektroautos und/oder Autos mit Wasserstoff. In den nächsten Jahren wird hier nicht nur die Nachfrage, sondern auch das Angebot steigen.

Bilderquelle:

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