Was sind eigentlich CFDs?

CFDs als innovative Finanzprodukte

CFDs, die Abkürzung für „Contracts for Difference“, sind spekulative Finanzprodukte die von verschiedensten Banken und spezialisierten Brokern angeboten werden. Sie erlauben es Dir, mit geringem Kapitaleinsatz an der Wertentwicklung eines Basiswertes, z.B. einer Aktie oder einem Index zu partizipieren.
CFDs funktionieren dabei zunächst ganz einfach: Als Käufer des Kontrakts erwirbst Du von einem Broker als dessen Herausgeber einen CFD. Der CFD ist hierbei immer auf einen bestimmten Index oder eine bestimmte Aktie, das sogenannte Underlying (=Basiswert), bezogen. Mit dem CFD kannst Du nun an der Wertentwicklung des Underlyings voll partizipieren. Hast Du beispielsweise ein CFD auf den DAX gekauft, so partizipierst Du in voller Höhe an hierbei entstehenden Gewinnen oder Verlusten.

Die Kosten beim Handel mit CFDs

Wenn Du aktiv mit CFDs handeln möchtest, musst Du verschiedene Kostenpositionen beachten. Neben allgemeinen Kontoführungsgebühren, auf die viele Broker allerdings inzwischen verzichten, sind dies insbesondere die Transaktionskosten.
Broker verlangen oftmals eine Handelsgebühr pro Kontrakt oder pro Order. Der Gewinn muss also bereits so hoch sein, dass er mindestens die Handelsgebühren deckt, andernfalls machst Du dauerhaft Verluste. Der meist wichtigste Bestandteil der Transaktionskosten ist aber der Unterschied zwischen An- und Verkaufskurs. Dieser als Spread bezeichnete Unterschied ist der Unterschied zwischen den beiden Preisen, zu denen Du beim Händler zum einen kaufen und zum anderen wieder verkaufen kannst. Bekommst Du beim Kauf eines CFDs für einen Euro also nur 95 Cent für den Verkauf, hat der Broker fünf Cent verdient und Du fünf Cent verloren.
Zuletzt gibt es noch Finanzierungskosten. Diese fallen an, wenn man einen CFD über Nacht hält. Der Broker, der seine eingegangenen Positionen in der Regel am Markt absichert, verlangt für die für ihn mit Preisrisiken behaftete „Lagerung“ über Nacht, eine Gebühr.

CFDs – Großer Handel für kleines Geld

Der Vorteil für Dich als Investor liegt bei den CFDs im geringen für den Handel benötigten Kapital. Im Gegensatz zu einem direkten Investment in ein Underlying, bei dem der volle Marktpreis gezahlt werden muss, musst Du bei einem CFD nur eine sogenannte Sicherheitsleistung, auch Margin genannt, hinterlegen. Die erforderliche Margin wird dabei durch den Herausgeber des CFDs bestimmt und beträgt in der Regel nur wenige Prozent des Marktpreises des Underlyings. So kann es beispielsweise sein, dass Du für einen Kontrakt auf die Aktie der BASF statt 70 Euro nur fünf Prozent davon, also 3,50 Euro bezahlen musst.
Dabei partizipierst Du trotzdem voll an der Wertentwicklung des Underlyings. Steigt beispielsweise der Kurs der BASF um 5% von 70 auf 73,50 Euro, erhältst Du genauso den Gewinn von 3,50 Euro, wie ein Käufer der Aktie. Dies hat für Dich den Vorteil, dass Du in unserem Beispiel nicht einen Gewinn von 5% gemacht hast, sondern von 100%. Dieser als „Hebel“ bezeichnete Effekt macht CFDs für Kleinanleger so attraktiv. Aber Vorsicht, ein großer Hebel bedeutet auch ein großes Risiko.

Spekulieren mit CFDs – Aber immer schön vorsichtig

Der Hebeleffekt des geringen Kapitaleinsatzes macht Handeln mit CFDs zwar attraktiv, da große prozentuale Gewinne winken, allerdings birgt er auch ebenso große Risiken. Nehmen wir an Du kaufst einen CFD auf die BASF beim Kurs von 70. Hierfür musst Du 3,50 Euro bezahlen. Der gekaufte CFD ist eine Long-Position, das heißt, Du spekulierst auf steigende Kurse. Leider fällt nun aber der Kurs der Aktie und steht zu Handelsschluss nur noch bei 66,50 Euro – ein Szenario was durchaus denkbar ist. Dein Verlust beträgt dann 3,50 Euro, also 100% des eingesetzten Kapitals. In diesem Fall hast Du alles Kapital verloren.
Je nach Broker kann es sogar passieren, dass Du eine sogenannte Nachschusspflicht hast. Dies bedeutet, dass Du, wenn der Kurs weiter fällt und Du sogar mehr als Deine Margin verlierst, Du dem Broker den weiteren Verlust ersetzen musst. Das bedeutet für Dich ein erhebliches finanzielles Risiko.

Bekannte CFD-Anbieter im Überblick

Im Folgenden stellen wir Dir einige ausgewählte Anbieter mit ihrem jeweiligen Leistungsspektrum im Überblick vor:
Admiral Markets: CFD-Handel ist ab 200 Euro Mindesteinlage möglich. Angeboten werden CFDs auf Indizes, Rohstoffe und US Aktien. Bietet standardmäßig einen Spread von einem Punkt. Kontoführung und Einzahlungen sind kostenlos. Keine Nachschusspflicht.
FXCM: Börsengelisteter Broker. Breites Spektrum an CFDs auf Rohstoffe und Aktienindizes. Nur Spreads als Kosten. Keine Nachschusspflicht.
FxFlat: Mindesteinlage 500 Euro. Deutscher Broker mit britischer Einlagensicherung. Breites Portfolio und Index- Währungs- und Aktien CFDs. Kostenfreie Kontenführung aber Handelskosten bei Aktien CFDs. Eine Nachschusspflicht besteht.
eToro: Kleine Mindesteinlage. Social Trading Anbieter mit deutscher Kontoführung. Ermöglicht den Austausch zwischen Tradern und das Kopieren erfolgreicher Trader. Keine Nachschusspflicht.
GKFX: Keine Mindesteinlage. Weltweit agierender Broker mit Regulierung durch britische, australische und japanische Behörden. Großes Angebot an CFDs, insbesondere auf amerikanische Aktien. Erhebt keine Kommissionen und Überweisungsgebühren. Social Trading möglich. Keine Nachschusspflicht.
Plus500: CFD-Handel ab 100 Euro Mindesteinlage. Großes Produktspektrum an CFDs auf Aktien, Indizes, Rohstoffen und Währungen. Eine Nachschusspflicht besteht.

War der Artikel hilfreich?
1 x 0 x

Kommentar hinterlassen

Sicherheitsfrage:?

Mögliche Zeichen: 1000
Senden

Ihr habt gewählt. Das sind die besten Anbieter im Bereich: CFD

CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren.
Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.
Bei professionellen Kunden können Verluste Einlagen übersteigen.